Stadtteilkonferenz in Wetter: Viele Ideen zur Zukunft des Quartiers

Zukunft ist für alle da: Rund 50 Bürgerinnen und Bürger waren am Samstag der Einladung der Stadt Wetter und der Lenkungsgruppe Demografie gefolgt, auf der Stadtteilkonferenz in der Elbschehalle über zukunftskräftige Ideen für Wengern und Esborn zu diskutieren.

Unter dem Motto „Gemeinsam für Wetter“ ging es in verschiedenen Arbeitsgruppen darum, konkrete Maßnahmen zu entwickeln, die Wengern und Esborn weiter nach vorne bringen und noch lebenswerter machen. „Dabei sollte es idealerweise um Maßnahmen gehen, die schnell bis mittelfristig umsetzbar sind und bei deren Umsetzung sich auch die Bürgerinnen und Bürger unmittelbar beteiligen können“, so Bürgermeister Frank Hasenberg in seiner Begrüßung.

Moderator Andreas Wiese brachte das Thema „Demografie“ zunächst mit einigen zahlen auf den Punkt: „Der Altersdurchschnitt im EN-Kreis ist in den vergangenen Jahren um sechseinhalb Jahre gestiegen und liegt nun bei 45,9 Jahren.“ Marietta Elsche und Karen Haltaufderheide von der Lenkungsgruppe Demografie informierten die Teilnehmer der Konferenz darüber, was „in Sachen Demografie“ in den letzten Jahren in Wetter passiert ist. Ein Beispiel ist der Boule-Platz für alle Generationen am Vereinsheim der TGH Wetter am Harkortberg.

Dann kam die Zukunft an die Reihe: In den vier Arbeitsgruppen „Wirtschaft und Arbeitsmarkt“, Stadtentwicklung, Umwelt und Verkehr“, „Senioren und Pflege“ sowie „Kinder, Jugend und Familie“ brachten die Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen ein und diskutierten angeregt über zukünftige Aktionen und Projekte in ihrem Ortsteil. Am Ende dieser Gruppenarbeit hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, die vorgebrachten Ideen mit Klebepunkten zu bewerten.

Schnell wurde klar, dass es einige Themen gab, die in allen Gruppen stark „bepunktet“ und damit stark nachgefragt wurden. So wünschen sich die Menschen vor allem einen Nachbarschafstreff und ein Stadtteilcafé. Einzelne Geschäfte wie ein Metzger, Bäcker und Gemüseladen unter einem Dach, Erlebnis-Familienwanderwege, gastronomische Angebote in den Vormittags- und Mittagsstunden, eine Art Börse für kleine Handwerksdienste, eine Sanierung des Roten Platzes, Freifunk, touristische Verbesserungen oder eine Kneippanlage an der Elbsche waren weitere Wünsche in den Arbeitsgruppen.

Für einzelne Punkte haben sich am Samstag bereits Bürger gefunden, die gemeinsam an der Realisierung dieser Ideen arbeiten möchten, so hat sich etwa für den Roten Platz schon ein Bürger als Pate gemeldet. Die in den vier Gruppen erarbeiteten Vorschläge werden nun von der Lenkungsgruppe Demografie ausgewertet und entsprechend an die Vertreter der Politik weitergegeben. Weitere Veranstaltungen in den Stadtteilen werden folgen. Noch stehen keine konkreten Termine fest, es ist aber an einen halbjährlichen Rhythmus gedacht. Um speziell die Wünsche von Kinder und Jugendlichen für die Zukunft ihrer Stadtteile zu erfragen, ist eine Zusammenarbeit mit dem Jugendarbeitskreis geplant, wo die Themen der Stadtteilkonferenz dann jugendgerecht besprochen werden können.

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