Röspel verspricht: „Zusammen für die Zukunft arbeiten“

Mit 73 von 76 abgegebenen Stimmen ist der SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel von der Delegierten-Konferenz seiner Partei zum Direkt-Kandidaten für die Bundestagswahl im Herbst 2017 im Wahlkreis 138 gewählt worden. „Ich sehe dieses Ergebnis als Auftrag, mich weiter für die Interessen der Menschen in Hagen, Breckerfeld, Schwelm, Gevelsberg und Ennepetal einzusetzen“, versprach der 52-jährige Abgeordnete, der dem Bundestag bereits seit 1998 angehört, bei der Versammlung im Alten Stadtbad in Haspe.

„Zukunft schafft man nicht mit Links“, hatte vor einigen Wochen CDU-Generalsekretär Tauber behauptet. „Wer denn sonst, etwa die Konservativen oder sogar die Rechten?“, hielt Röspel dem entgegen und stellte an vielen Beispielen aus der 150-jährigen Geschichte der SPD klar: „Es waren immer nur die Linken, also die Sozialdemokratie, die die Zukunft gemacht haben!“ Aber man dürfe sich nicht mit dem abfinden, was man erreicht hat. Die „Wirtschaftsweisen“ hatten in ihrem gerade vorgelegten Jahresbericht eine weitere Deregulierung der Wirtschaft und die Rente mit 71 gefordert. Das könne sich ein „verbeamteter Wirtschaftsprofessor“ gut vorstellen, konterte Röspel und verlangte: „Arbeit muss gerecht und fair sein.“ Der Markt könne das nicht schaffen.
Die SPD-Unterbezirke Hagen und Ennepe-Ruhr hatten schon vor der letzten Wahl gefordert, die Rente dürfe nicht unter 50 Prozent absinken, erinnerte Röspel: „Aber das schaffen wir nicht mit rechts, sondern nur mit einer linken Regierung.“ Auch müsse die paritätische Krankenversicherung wieder hergestellt werden. Deshalb müsse die von der SPD geforderte Bürgerversicherung kommen.
Dass es den Städten inzwischen „ein wenig besser“ gehe, sei allein der SPD in der Bundesregierung zu verdanken, betonte Röspel: „Aber es reicht noch lange nicht.“  CDU und CSU hätten sich „viel zu lange“ gegen die Förderung durch den Bund gestemmt. Auch das Thema Bildung sei noch lange nicht erledigt. Unter Bundeskanzler Willy Brandt sei das BAFöG eingeführt und die Grundlage geschaffen worden, dass seither viele Arbeiterkinder studieren könnten. Dennoch studierten auch heute nur 20 Prozent der Arbeiter-Kinder, während rund 80 Prozent der Akademiker-Kinder ein Studium begännen.
Die CDU habe schließlich nach jahrelangem Druck zugestimmt, die Schulgebäude-Sanierung mit Bundesmitteln zu unterstützen, lehne die Schulsozialarbeit aber nach wie vor ab, ärgerte sich Röspel: „Wir brauchen aber nicht nur dreieinhalb Milliarden für Steine, sondern auch für unsere Kinder!“
Nur mit der SPD gebe es eine gute Zukunft, zeigte sich René Röspel sicher und rief den Delegierten zu: „Ich will mit Euch zusammen für die Zukunft arbeiten!“

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