Ersatzgeschwächte Hagener wollen ersten Saisonsieg

Gegen die GIESSEN 46ers will Phoenix Hagen am Samstag den ersten Saisonsieg in der easyCredit Basketball Bundesliga feiern. Sprungball in der Arena am Ischeland ist um 18 Uhr. Die Voraussetzungen sind allerdings nicht ideal, denn die Feuervögel müssen ersatzgeschwächt antreten.

Die 46ers verlebten einen entspannten Saisonstart. Zwei Siege (gegen Braunschweig und Jena) bringen derzeit Platz neun in der Tabelle. Gegen die Bayern schnupperte die Mannschaft von Trainer Denis Wucherer am vergangenen Samstag beim 68:72 zudem lange an einer Überraschung. Zu den Stärken der Hessen gehören neben einem ausgeglichenen Kader – elf Spieler stehen regelmäßig mindestens zehn Minuten auf dem Feld – eine sattelfeste Verteidigung (bislang nur 72 Gegenpunkte pro Partie – ligaweit der drittbeste Wert) sowie eine vorzügliche Distanzwurfquote von 40,8 %.

Vier Spielern kommt eine umfangreichere Rolle im Kader bei. Die Guards Skyler Bowlin und Cameron Wells stehen ebenso wie die Forwards Thomas Scrubb (mit 12,3 Punkten der Top-Scorer) und Dwayne Evans lange auf dem Feld. Maurice Pluskota komplettiert die Startformation. Erster Spieler von der Bank ist Power Forward Justin Sears, der direkt vom College nach Gießen wechselte. Neben Bowlin und Wells gehören mit dem Ex-Bamberger Andreas Obst und mit Joshiko Saibou zwei weitere Guards zur Rotation. Der Kanadier Jahenns Manigat sowie die Forwards Benjamin Lischka und Marco Völler sorgen ebenfalls für wichtige Impulse von der Bank.

„Gießen spielt sehr selbstbewusst und wie ein echtes Teams, das seine Stärken kennt“, sagt Phoenix-Coach Ingo Freyer. „Die Spieler helfen sich, jeder kennt seine Rolle. Und die Mannschaft hat in den ersten Spielen gut aus der Distanz geworfen.“ Den Lauf der Vorsaison haben die 46ers in die neue Spielzeit mitgenommen, glaubt Ingo Freyer: „Mit der Euphorie des Aufstiegs hat Gießen eine gute letzte Saison gespielt. Daran knüpfen sie jetzt an. Das letzte Spiel gegen die Bayern etwa war sehr stark.“

Da kommt den Hagenern die eigene Personalmisere in Kombination mit den Niederlagen in den ersten Spielen natürlich mehr als ungelegen. Richard Williams (Muskelfaserriss im Oberschenkel) und Jeremy Dunbar (Entzündung im Rückenbereich) werden gegen Gießen fehlen. „Bei Richard Williams rechne ich mit einer Pause von sechs Wochen. Bei Jeremy Dunbar müssen wir von Woche zu Woche und von Spritze zu Spritze schauen, wie sich sein Gesundheitszustand entwickelt“, so Freyer.

Positiv verläuft hingegen die Integration von Neuzugang David Godbold, der seit letztem Freitag in Hagen ist. „Er ist einfach ein erfahrener Erstligaspieler, der sehr gut verteidigt und wenige Fehler macht. Nach der Verletzung von Richard Williams ist es doppelt gut, dass wir einen vielseitigen Spieler verpflichten konnten“, so Freyer. Auch die Entwicklung von Chris Hass, dem in Vechta 21 Punkte gelangen, ist ermutigend. „Natürlich ist es möglich, auch mit dem ersatzgeschwächten Team Spiele zu gewinnen. Über die ganze Saison gesehen ist das natürlich eine andere Sache, da kann man solche Ausfälle kaum kompensieren. Wir brauchen Williams und Dunbar darum so schnell wie möglich zurück“, ist dem Hagener Headcoach klar.

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