Räumung des Friedenszeichens

(Ruth Sauerwein) Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN ist befremdet und betroffen darüber, dass am Freitag Kerzen, Blumen und Friedenssymbole vom Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße entfernt wurden. „Wir kritisieren, dass diese Räumung stattfand, bevor mit der BV Mitte ein Gespräch über mögliche Lösungen stattfinden konnte“, erklärt dazu Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Vereins.

Seit über einem Jahr findet am Friedenszeichen eine Dauermahnwache statt, die Menschen zum Nachdenken, Miteinander reden und zum Meditieren über Krieg und Frieden einlädt. Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN hat diese Aktion nicht ins Leben gerufen, aber stets die Gruppe Friedensmahnwache Hagen in ihrem Anliegen unterstützt. Das Friedenszeichen wurde dadurch lebendig, wurde sichtbar und bewegte jeden Tag viele Menschen dazu, kurz innezuhalten, der Opfer von Krieg und Terror zu gedenken, über den Wahnsinn von Gewalt nachzudenken. In den Abend- und Nachtstunden kamen oft Jugendliche vorbei und ließen sich in Gespräche ein. Für Flüchtlinge, besonders aus Syrien, wurde es Anlaufstelle, um Trauer und Zorn über den Krieg in ihrem Land auszudrücken. Das mit Kerzen geschmückte Friedenszeichen wurde für Touristen aus anderen Teilen Deutschlands und dem Ausland zu einem Markenzeichen der Stadt, das für sie einzigartig ist.

Der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN sucht das Gespräch mit der Bezirksvertretung Mitte, um zu einem tragfähigen Kompromiss zu finden. Dabei sollten nicht Belange der Stadtsauberkeit im Mittelpunkt stehen, sondern die Frage, wie das Friedenszeichen lebendig bleiben kann. Die Steine im Pflaster werden zu wenig wahrgenommen. In diesen Zeiten weltweiter Kriege, auch mit deutscher Beteiligung, ist eine sichtbare, dauerhafte Mahnung zum Frieden notwendiger denn je.

Ein Kommentar

  1. Liebe Abräumer! Liebe Mitmenschen in Hagen was soll das, das man dieses Friedenzeichen was Menschen geschaffen haben einfach zusammenfegt und entsorgt? In der Medizin gibt es viele Fälle von Menschen, die gestorben sind, weil sie sich geistig überfressen haben. Blankes Entsetzen ist die Reaktion darauf, wie man mit den Menschen umgeht, die sich für so etwas einsetzen und engagieren. Es war das Glück das die Menschen hatten um dieses Zeichen des Friedens über einen bestimmten Zeitraum zu bewahren und zu erhalten. Dieses bedürfnislose Glück, sich zu berühren, zu sprechen, sich anzufassen, ja sich einfach nahe zu sein. Das Glück war auch deshalb so groß, weil wir das Leid besprachen und umarmten, die Knechtschaft der Menschen, die Seelen der Unterdrückten. Zerstört nicht alles Glück der Menschen die so etwas geschaffen haben, denn es ist Menschenwerk. Der Baustein des Lebens ist die Liebe und daran sollten sich alle halten. „Glück komm wieder“.

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