Hagen oder Vechta: Wer holt den ersten Sieg?

Im Duell zweier bislang noch siegloser Mannschaften in der easyCredit Basketball Bundesliga tritt Phoenix Hagen am Samstag bei Aufsteiger RASTA Vechta an. Sprungball im RASTA Dome ist um 20.30 Uhr. Telekom Basketball überträgt die Partie ab 20.15 Uhr live.

Für Vechta ist es nach der Saison 2013/2014 der zweite Anlauf in der Beletage des deutschen Basketballs. In der niedersächsischen Kreisstadt hat man sich mit namhaften Akteuren verstärkt, um diesmal nichts mit dem Abstiegskampf zu tun zu haben. Zu Routinier Derrick Allen (ehemals Berlin, Frankfurt) und Christian Standhardinger (Mitteldeutscher BC) aus dem Vorjahreskader gesellten sich weitere bekannte Gesichter.

Aus Oldenburg kam Scott Machado (7,7 Punkte, 7,0 Assists), der gemeinsam mit dem Ex-Hagener Niklas Geske das Spiel organisiert. Mit Frank Gaines wechselte ein brandgefährlicher Scorer mit mehrjähriger Europaerfahrung aus Polen nach Vechta, der bislang 17,7 Punkte im Schnitt erzielt hat. Ein echter Kunstschütze ist der frühere Bremerhavener Moses Ehambe (10,7 Punkte), der auf dem Flügel von Travis Warech (ehemals Ludwigsburg) unterstützt wird.

Neben Allen und Standhardinger gehört mit Rakeem Buckles ein weiter Forward, der über zwei Meter misst, zum Kader. Die Centerposition besetzt mit Devin Searcy ein 2,08 m-Mann, der auch schon für Würzburg und Bremerhaven spielte. Dennoch ist Trainer Andreas Wagner und seinem Team der Start ebenso misslungen wie den Feuervögeln: Vechta verlor gegen Braunschweig (59:72), Bayreuth (65:74) und in Oldenburg (76:79). Die schlechten Wurfquoten waren bislang ein Problem.

„Vechta verfügt über eine sehr erfahrene Mannschaft, da sind sie uns voraus. Besonders auffällig ist das Duo Gaines/Ehambe. Das sind zwei wirklich außergewöhnliche Schützen“, sagt Hagens Trainer Ingo Freyer, der von seinen Akteuren insbesondere einen konzentrierten Start ins Spiel erwartet: „Die ersten Aktionen sind schon wichtig, die können eine Partie in eine Richtung lenken. Wir müssen gleich so aggressiv sein, wie wir es zu Beginn der zweiten Hälfte gegen Jena waren.“

Nach dem Abgang von Yannick Anzuluni unter der Woche wird wohl auch Jeremy Dunbar in Vechta fehlen. „Er hat weiterhin Probleme mit der Rückenmuskulatur und konnte nicht trainieren. Weitere Untersuchungen sollen nun eine schwerere Verletzung ausschließen“, so Ingo Freyer. Der Kader ist damit dünn. Dennoch wollen die Feuervögel deutliche Fortschritte in Vechta machen: „Wir haben im ersten Viertel gegen Jena gut gespielt. Allerdings haben wir – anders als in Bremerhaven – so viele leichte Punkte liegen lassen, dass wir im zweiten Viertel aus dem Tritt gekommen sind. Nicht zuletzt müssen wir auch unsere Ballverluste abstellen.“

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