Streifenwagen aus Wohnung heraus mit Pyrotechnik beworfen: Beamte treffen auf mehrere Partygäste

Ein Streifenwagen der Polizei Dortmund ist am Sonntagabend (2.
Oktober) aus einer Wohnung heraus mit Pyrotechnik beworfen worden.
Dabei trug ein Beamter leichte Verletzungen davon. In der betroffenen
Wohnung trafen die Einsatzkräfte auf mehrere Partygäste.

Es war gegen 23.30 Uhr, als der Streifenwagen im Bereich der
Kreuzung Arndtstraße/Heiliger Weg unterwegs war. Dort parkten die
Beamten den Wagen kurz am Straßenrand, als sie plötzlich einen hellen
Lichtblitz und einen Knall wahrnahmen. Am Heck des Wagens begann es
zu rauchen. Beim Aussteigen wurde einer der Beamten durch Funken
leicht verletzt.

Nur kurze Zeit später sahen die Polizisten, wie aus einem Fenster
eines nahegelegenen Wohnhauses offenbar Pyrotechnik hinausgeworfen
wurde. Die Beamten forderten Unterstützung an. Deren hörbares
Martinshorn versetzte die mutmaßlichen Werfer offenbar in Panik. Denn
sodann ging das Fenster der Wohnung zu und das Licht in den
Räumlichkeiten aus. Dies hielt die Beamten nicht davon ab, die
Wohnung zu identifizieren, und anzuklingeln. Als ihnen schließlich
die Wohnungstür geöffnet wurde, trafen sie auf eine Gruppe junger
Menschen, die offenbar Gäste einer Party waren.

Hinter einer geschlossenen Tür hörten die Beamten die Stimmen
offenbar weiterer Partygäste. Auf Klopfen verstummten diese jedoch,
geöffnet wurde nicht. Da hinter dieser Tür jedoch das Zimmer vermutet
werden musste, aus dem die Pyrotechnik geflogen war, wurde die Tür
geöffnet. Auch weitere dort befindliche Partygäste sahen sich nicht
in der Lage, den Beamten zu sagen, wer die Gegenstände geworfen habe.
In Schränken fanden diese jedoch weitere Pyrotechnik, die sie
sicherstellten.

Anschließend stellten die Polizisten die Personalien von 20
Personen im Alter zwischen 17 und 26 Jahren fest, die aus
verschiedenen Städten kamen. Allen außer dem Bewohner der Wohnung
wurde ein Platzverweis erteilt.

Die Ermittlungen zum Werfer oder der Werferin dauern an. Mag sein,
dass der Wurf als lustiger Party-Gag geplant war. Eine Strafanzeige
wegen gefährlicher Körperverletzung ist jedoch ebenso wenig lustig
wie die leichten Verletzungen, die der Polizeibeamte davon trug.
Glücklicherweise verblieb er dienstfähig.

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