Frank Fischer verlässt den Evangelischen Kirchenkreis Hagen in Richtung Landeskirche

Frank Fischer, der seit 15 Jahren die Evangelische Jugend in Hagen geleitet hat, verlässt den Kirchenkreis. Ab Sommer übernimmt er eine neue Aufgabe im Landeskirchenamt in Bielefeld. Fischer wird Beauftragter für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Verkündigung Seelsorge und Bildungsarbeit der Evangelischen Kirche von Westfalen (EKvW). Dabei wird er vor allem auch Gemeinden und Kirchenkreise betreuen. „So bleibe ich den Kolleginnen und Kollegen und auch dem Kirchenkreis eng verbunden.“ Der Volmestadt wird Fischer übrigens nicht den Rücken kehren: „Ich lebe gerne in Hagen und werde nach Bielefeld pendeln.“

fischer

Frank Fischer, 1963 in Radevormwald geboren, lernte zunächst Bäcker. Ab 1985 studierte er am heutigen CVJM-Kolleg in Kassel und erwarb die Doppelqualifikation in Theologie und Sozialpädagogik. Es schloss sich ein Studium der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Fachhochschule Rheinland-Westfalen-Lippe in Bochum an, das er 2005 mit Diplom abschloss. Seit 2008 ist Frank Fischer Diakon der Gemeinschaft Nazareth in Bethel. Er ist verheiratet und Vater von zwei erwachsenen Kindern.

Da, wo Kinder und Jugendliche leben, soll es auch Angebote geben.“ (Frank Fischer)

Fischer war seit Januar 2001 im Referat für Kinder- und Jugendarbeit verantwortlich für die Entwicklung das Angebot für Kinder und Jugendliche im Rahmen der Kirchlichen Jugendarbeit. Mit seinen Kolleginnen und Kollegen hat er in den vergangenen Jahren vor allem Konzepte für die Gemeindliche Arbeit mit jungen Menschen entwickelt. Die Idee: „Da wo die Kinder und Jugendlichen leben, sollen auch die Angebote für Kinder und Jugendliche in unseren Gemeinden zu finden sein“, so Frank Fischer. Dieser Ansatz überzeugte. Und so vollzog sich im Laufe der Zeit der Perspektivwechsel hin zu einer Gemeindeorientierten Kinder- und Jugendarbeit: aus drei halben Stellen in den Gemeinden des Kirchenkreises wurden sieben Vollzeitstellen in Hagen, Breckerfeld, Herdecke und Wetter. „Es freut mich sehr, was wir gemeinsam mit den Kirchengemeinden und den Verantwortlichen auf Kirchenkreisebene auf die Beine gestellt haben und blicke auf 15 gute Jahre zurück.“

Pionierarbeit auf dem Weg zum Offenen Ganztag

Parallel zu der Entwicklung in den Gemeinden initiierte Fischer auch Konzepte für die Zusammenarbeit mit Schulen im Offenen Ganztag. „Das war echte Pionierarbeit“, betont er rückblickend. Denn dieses Arbeitsfeld existierte weder bei der Evangelischen Jugend noch in der Stadt Hagen. Heute hat sich dieser Arbeitsbereich nach intensiver Zusammenarbeit mit den Schulen und der Stadt als eigenständiger Arbeitsbereich der Evangelischen Jugend etabliert, der von Fischers Kollegin Andrea Doehring geleitet wird. „In diesem Arbeitsfeld ist mir besonders deutlich geworden, wie schwer es Kinder oft haben und wie wichtig Unterstützung und Begleitung für sie ist, wenn dies in ihren Herkunftsfamilien so nicht geleistet werden kann.“ In dieser Phase entwickelte er auch das Konzept der Kindertafel, die Jahr für Jahr Kinder unterstützt, die sonst durch andere Förderprogramme im Rahmen des Mittagessens und der Hausaufgabenbetreuung, sowie Freizeitpädagogische Angebote nicht gefördert werden können. Allen Arbeitsbereichen gemein sei immer ein Gedanke, so Fischer: „Die Angebote sind offen für alle Kinder und Jugendlichen, unabhängig von ihrer Religion, Nationalität, oder Kultur – ganz im Sinne des Mottos des Kirchenkreises „Für die Menschen, für die Schöpfung“.“

Ich bin und bleibe ein Netzwerker.“ (Frank Fischer)

Seit 1994 ist Frank Fischer auch Vorsitzender im Jugendring – dem Zusammenschluss der Jugendverbände in Hagen. Damals war er noch Jugendreferent im CVJM Hagen. In dieser jugendpolitischen Arbeit war er maßgeblich beteiligt an der Entwicklung von Förderprogrammen für Toleranz und Demokratie. Er startete den Sternlauf zur Progromnacht und wirkte, mit den anderen Jugendverbänden, unter Federführung des Jugendamtes mit bei der Entwicklung von Kinder und Jugend Förderplänen in Hagen. „Ich bin und bleibe ein Netzwerker“, so Frank Fischer über sich selbst. „Kirchturmdenken war mir schon im CVJM fremd, und dies habe ich auch in meiner Arbeit in der Evangelischen Jugend im Kirchenkreis nicht anders gehandhabt. Gemeinsam können wir nicht nur besser Verantwortung übernehmen und Aufgaben umsetzen, gemeinsam macht es auch einfach mehr Freude zu arbeiten. Und glauben Sie mir, Kinder und Jugendliche merken, ob jemand mit Freude und Begeisterung die Tür für sie aufmacht und sie herzlich Willkommens heißt, oder ob es eine mühsame Pflicht ist.“

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