Europawoche: Junge Menschen stellen kritische Fragen

Hagen. (HL.) „Wie stehen Sie zu Europa?“. „Sehen Sie Veränderungen durch die Flüchtlingssituation in Europa?“ Das sind nur zwei Fragen, die an diesem Mittwoch (04.05.2016) engagierte und mutige Studierende des Rahel-Varnhagen-Kollegs Bürgerinnen und Bürgerinnen auf dem Hagener Friedrich-Ebert-Platz und in der Volme Galerie gestellt haben. Nicht in einer simplen Umfrage, sondern vor laufender Kamera.

Europaprojekt

Die Aktion ist ein Projekt innerhalb der Hagener Europawochen 2016, für die die Europabeauftragte der Stadt Hagen, Sabine Krink, wieder ein umfangreiches Programm zusammengestellt hat. Studierende des Rahel-Varnhagen-Kollegs, das derzeit noch in Hagen-Wehringhausen beheimatet ist, später aber in das derzeitige Gebäude der Realschule Emst umsiedeln soll, haben schon mehrfach an Europa-Projekten teilgenommen.

Ursprünglich sollte die Umfrage ein reines Projekt von TV58.de in Zusammenhang mit dem Europe-Direct-Büro in Hagen während der Europawochen 2016 sein. Schnell wurde klar: viel spannender ist es, gerade junge Menschen mit ihren Fragen zu Wort kommen zu lassen. Neben zwei infrage kommenden Schulen entschied sich der Schulleiter des Rahel-Vernhagen-Kollegs, Dr. Bernhard Kühmel, sehr rasch für eine Teilnahme an dem Projekt.

Für die teilnehmenden Studierenden war es ein intensiver Vormittag. Von 08:00 – 10:30 Uhr Inputveranstaltung in einem Sitzungssaal im Rathaus an der Volme.

Inputveranstaltung

Hier, wo sonst Ausschüsse tagen, präsentierte die Hagener Europabeauftragte Sabine Krink zunächst einen sehr umfassenden Film über die Geschichte Europas. Danach galt es, die Fagen für die Interviews zu erarbeiten. Wie formuliert man was? Wie viele Fragen dürfen es sein? Verstehen die Bürger auch das, was gefragt wird? Bewegen wir uns mit unseren Fragen auf (rechtlich) sicherem Boden? Wie bleiben wir neutral? Was erwartet uns bei den persönlichen Ansprachen an die überraschten Passanten? Danach direkt raus in die Hagener Fußgängerzone. Technik aufbauen, Aufgaben verteilen, und bis 12:30 Uhr Passanten ansprechen und Interviews führen.

Menschen zu finden, die ihre offene Meinung vor laufender Kamera kundtun, das ist keine einfache Aufgabe. Die Erfahrung haben die jungen „Europa-ReporterInnen“ jedenfalls gemacht. Aber es gibt sie, diese Menschen, die zu Ihrer Meinung stehen und dazu ihr Gesicht zeigen. Und diese, positive, Erfahrung wurde gerne kassiert. Genügend jedenfalls, um eine bestimmt richtig gute Reportage zu verfassen, die übrigens nicht im „Netz“ landet, sondern direkt ins „Hauptquartier“ nach Brüssel gesendet wird. Die gesamte Produktion, mit Plot, Schnitt usw. liegt übrigens auch komplett in den Händen der teilnehmenden Studierenden.

Wir können also gespannt sein, welche Rückmeldung zu der Reportage aus Brüssel zurück nach Hagen findet. Zu einem ehrlichen und ungeschönten Projekt, komplett made in Hagen.

Hans Leicher.

 

 

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