„IDA“ aus der Reihe „Kirchen und Kino“ im Kino Babylon

Hagen. Den Film „IDA“ aus der Reihe „Kirchen und Kino“ gibt es im Kino Babylon im Kulturzentrum Pelmke am Sonntag, 17. Januar, um 17.30 Uhr.

Anfang der 1960er-Jahre macht sich eine junge Novizin auf eine Reise in die eigene Vergangenheit und wird von ihrer desillusionierten Tante über ihre jüdische Herkunft und die Ermordung ihrer Eltern im Holocaust aufgeklärt. Das überzeugend gespielte Drama erzählt mit strengen schwarz-weißen Bildern von den Narben, die die Verbrechen des 20. Jahrhunderts hinterlassen haben.

In kunstvoll ausgeleuchteten Schwarz-Weiß-Aufnahmen entwirft der Film ein vielschichtiges Porträt der polnischen Nachkriegsgeschichte, in dem sich das Erbe des Holocaust, der Stalinismus und die Suche nach Identität auf vielfältige Weise verschränken. Politische Verhältnisse, religiöse Traditionen und individuelle Lebensentwürfe werden in poetischen Bildern miteinander verknüpft, so dass widersprüchliche Gefühle zwischen der Klostererziehung der Novizin Ida und der schmerzhaften Erkundung ihrer familiären Herkunft intensiv spürbar werden. Ein überzeugend gespieltes Drama, das gerade auch wegen seiner inhaltlichen Offenheit lange nachwirkt und über die zeitgeschichtliche Situation hinaus eine existentielle Kraft entfaltet.

Film des Monats/ D April 2014, CH April 2014

Land/Jahr: PL/DK 2013
Regie: Pawel Pawlikowski
Darsteller: Eddie Marsan, Joanne Froggatt, Andrew Buchan, Karen Drury, Tim Potter
Länge: 82 Minuten
Altersfreigabe: Sehenswert ab 14

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