456 neue Photovoltaik-Module auf den Dächern in Hagen-Eilpe

photovoltaik_eilpe1Hagen. Nach den Häusern am Johanniskirchplatz und der Weststraße stellt die Hagerner Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft mbH weitere Dächer für die Anbringung von Solarmodulen zur Verfügung. Wie schon zuvor kooperiert die ha.ge.we mit der Bürger-Energie-Genossenschaft 58 (BEG). Sobald in der Lothringer Straße und Freiburger Straße nun die Sonne scheint, wird klimafreundlicher Strom in Eilpe produziert.
Zugegeben: Beim Treffen zum Baubeginn in dieser Woche hätte die Sonne durchaus strahlender sein können. Nun gut, es ist eben nicht Hochsommer und noch sind die Anlagen nicht vollständig installiert. Dennoch: Künftig werden fast 100.000 Kilowatt Strom pro Jahr in der ha.ge.we-Siedlung in Eilpe klimafreundlich produziert. „Das entspricht ungefähr dem Jahresverbrauch von 28 Haushalten“, erklärt Rolf Weber, Vorsitzender der Bürger-Energie-Genossenschaft.
Insgesamt 456 Module des deutschen Herstellers Heckert Solar werden in den kommenden Wochen auf den Dächern der Siedlung von der Dortmunder Firma mundeco GmbH installiert. Gekauft werden sie von der BEG, die dann insgesamt 57 Anlagen betreibt, davon 13 in Hagen und 44 verstreut im Ennepe-Ruhr-Kreis.
Die ha.ge.we vermietet die Dächer an die Bürger-Energie-Gesellschaft. „Wir bekommen eine kleine Miete für die Dachflächen“, erklärt ha.ge.we-Geschäftsführer Dr. Marco Boksteen. Reich werde die Wohnungsgesellschaft damit nicht, aber: „Wir setzen als kommunales Unternehmen ein Zeichen und leisten damit einen weiteren Beitrag zur Energiewende“, so Boksteen weiter. „Zudem sollte man dieses Bürger-Engagement auch fördern“, ergänzt der Aufsichtsratsvorsitzende Mark Krippner.
Rolf Weber von der Bürger-Energie-Gesellschaft bestätigt, dass er und seine Mitstreiter bei der Anmietung von Dachflächen oft harte Überzeugungsarbeit leisten müssen. „Die Zusammenarbeit mit der ha.ge.we läuft bestens. Ich hoffe, wir werden in Zukunft weitere Projekte gemeinsam umsetzen können.“
Der erzeugte Strom wird in das Netz des heimischen Energieversorgers Enervie Vernetzt GmbH eingespeist. „Für die Anwohner bleibt alles beim Alten“, verspricht Dipl. Ing. Rainer Knötzsch, stellvertrender Technischer Leiter bei der ha.ge.we. Auch die Installations- und Bauphase werde ohne große Störungen verlaufen. Immerhin vermindert die Stromproduktion über ihren Dächern laut der BEG 109 Tonnen CO2-Ausstoß im Vergleich zur gleichen Produktion in einem Braunkohlekraftwerk.
Nun muss nur noch die Sonne über Eilpe strahlen.

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