Mehr Arbeitsplätze und Lebensqualität entlang der „B 7“ von Hagen bis Schwelm

Unterzeichneten am Freitag (13. November) im Hagener Rathaus ihr gemeinsames Schreiben an die Landesregierung in Düsseldorf (von links): Bürgermeisterin Gabriele Grollmann (Schwelm), der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, Olaf Schade, Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Bürgermeister Claus Jacobi (Gevelsberg) und Bürgermeisterin Imke Heymann (Ennepetal).
Unterzeichneten am Freitag (13. November) im Hagener Rathaus ihr gemeinsames Schreiben an die Landesregierung in Düsseldorf (von links): Bürgermeisterin Gabriele Grollmann (Schwelm), der Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises, Olaf Schade, Hagens Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Bürgermeister Claus Jacobi (Gevelsberg) und Bürgermeisterin Imke Heymann (Ennepetal).

Hagen. „Mit einer städtebaulichen Vorstudie sowie einer Machbarkeitsstudie haben wir in den letzten Jahren notwendige Vorarbeiten geleistet, um entlang der L700 zwischen Hagen und Schwelm wieder mehr Arbeitsplätze und Lebensqualität entstehen zu lassen. Leider sind bisher alle Versuche, passende Fördermöglichkeiten für die entwickelten Ideen und Ansätze zu finden, gescheitert. Wenn wir die Projekte aber realisieren wollen, dann sind wir auf Hilfe angewiesen.“
Mit dieser Botschaft wenden sich Oberbürgermeister Erik O. Schulz (Hagen) und Landrat Olaf Schade sowie die Bürgermeisterinnen Imke Heymann (Ennepetal), Gabriele Grollmann (Schwelm) und Bürgermeister Claus Jacobi (Gevelsberg) an die Landesregierung in Düsseldorf. Adressaten ihres Schreibens sind Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, Wirtschaftsminister Garrelt Duin und Stadtentwicklungsminister Michael Groschek.
Dicht besiedelt, zahlreiche industrielle Brachflächen und eine Tallage, die zwar durchaus ihre Reize hat, mit Blick auf Entwicklungsmöglichkeiten aber immer wieder ganz natürliche Grenzen setzt – so stellt sich die L700, früher B7, auf vielen Abschnitten ihrer 20 Kilometer zwischen Hagen und Schwelm dar. Den damit verbundenen Herausforderungen stellen sich die Städte Hagen, Ennepetal, Gevelsberg und Schwelm sowie der Ennepe-Ruhr-Kreis, unterstützt durch den Regionalverband Ruhr (RVR) und die Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer (SIHK) zu Hagen, seit gut drei Jahren gemeinsam. Ihrem interkommunalen Vorhaben gaben sie den Namen „B7 > 17 – Stadt, Band, Fluss“.
„Natürlich gab es in jeder Stadt bereits Initiativen und Pläne, um Freiräume für die Bürger erlebbarer zu machen, Arbeitsplätze anzusiedeln und neue Perspektiven zu eröffnen. Unser Ziel ist es aber, diese Herausforderung gemeinsam zu bewältigen und Einzelvorhaben stärker abzustimmen und zu koordinieren“, so die Initiatoren beim Auftakt 2012.
Seit April dieses Jahres halten sie nun die Machbarkeitsstudie in Händen. Sie wurde verschiedenen Landesministerien sowie der Bezirksregierung Arnsberg vorgestellt. Die in der Studie zu findende Analyse des heterogenen Raums rund um die B7 sowie die beschriebenen Entwicklungsmöglichkeiten stießen auf Zustimmung und Unterstützung. Zudem wurde das Projekt in die Fortschreibung des Gesamtkonzepts „Ruhr – Perspektive 2020“ aufgenommen. Warum, das würden die Initiatoren jetzt gerne auch der Ministerpräsidentin und den Ministern persönlich erläutern. Damit verbunden ist die Hoffnung auf nachhaltige Unterstützung aus Düsseldorf.
Die Verantwortlichen haben sich Ziele in mehreren Handlungsfeldern gesteckt. So wollen sie weitere Flächen für eine gewerbliche Nutzung erschließen und vorhandene Industriebrachen – entlang der B7 sind das immerhin 44 Hektar – reaktivieren. Zu diesen Brachen zählen in Hagen die Varta-Insel, das Brandt-Areal, der Bahnhof Haspe und das Gleisdreieck Schlachthof, in Ennepetal die ehemalige Gießerei Stockey & Schmitz, das Stadtportal Milspe und die Heilenbecker Straße, in Gevelsberg der Haufer Bahnhof, der Ennepebogen und der Nirgena und in Schwelm der Brunnenparkplatz, das ehemalige Eisenwerk und der Bahnhof Loh.
Angestrebt wird zudem, das Ufer der Ennepe durchgängig begehbar zu gestalten und wo immer möglich grüne Achsen in Richtung B7 zu schaffen. Und: Wichtige Plätze und Kreuzungsbereiche sollen so umgestaltet werden, dass hierdurch umliegende Wohn- oder Geschäftsbereiche eine Aufwertung erfahren und „urbane Inseln“ entstehen. „Alle drei Handlungsfelder würden sich wechselseitig stärken und für öffentliche Wahrnehmbarkeit und Akzeptanz des Gesamtprojekts sorgen“, zeigen sich die Akteure überzeugt.
Um Erfolg zu haben, halten sie zukünftig ein zentrales Projektmanagement für erforderlich. Nur so könne es gelingen, die notwendigen Abstimmungen und die Moderation der Diskussionen unter den beteiligten Kommunen und Behörden sowie der Vielzahl der regionalen und örtlichen Akteure zu leisten.

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