Kunstkalender „EMIL SCHUMACHER – ZEICHEN UND FARBE“

Bildquelle: ESM
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„Er erhielt gleich einen Ehrenplatz auf der Staffelei“, erinnerte sich Friedhelm Schröder (1943-2015) mit Stolz an den ersten Schumacher-Kalender. Der im März dieses Jahres verstorbene Inhaber der in Hagen alteingesessenen Druckerei, Schröder Druck & Medien, hatte die Initiative ergriffen und für das Jahr 1997 ein Druckwerk geschaffen, das seither einen festen Platz bei zahlreichen Freunden der Malerei Emil Schumachers gefunden und als Überraschungsgeschenk manchem die Kunst Schumachers näher gebracht hat. Jeden Monat ein neues Werk Schumachers in perfekter Druckqualität – wirklich Kunst für jeden. Emil Schumacher, vital und für jeden Scherz zu haben, gab dem ersten Exemplar aus Freude über die gelungene Gestaltung den Platz auf der eigenen Staffelei in Anspielung auf das Titelbild, das den Künstler mit eben jenem Bilderhalter zeigt. Sein Zitat „Jedenfalls der Erde näher als den Sternen“ war nicht nur der Titel des großzügigen Druckwerks, sondern spiegelte auch die Bodenständigkeit des Künstlers. Die herausragenden internationale Erfolge Schumachers seit den späten 1950er-Jahren wurden in jenem Jahr seines 85. Geburtstages, 1997, mit umfangreichen Ausstellungen im Albertinum in Dresden, im Sprengel-Museum, Hannover, natürlich auch im Osthaus-Museum Hagen sowie nicht zuletzt in der Galerie Nationale du Jeu de Paume in Paris und dann, bis weit in das folgende Jahr hineinreichend, in der Kunsthalle Hamburg und in der Pinakothek der Moderne in München in besonders ehrenvoller Weise bestätigt. Erfolge wie der Guggenheim Award 1957 oder die Verleihung des Ordens Pour le Mérite 1982 sind nur äußere Bestätigungen der Anerkennung seiner Kunst, mit der Emil Schumacher sich für alle Zeiten in die Reihen der Großen in die Kunstgeschichte eingeschrieben hat.
In diesem Jahr erscheint der Kalender für 2016 mit seinen zwölf Monatsbildern und dem zusätzlichen Titelbild im 20. Jahrgang. Cordula Schröder hat die Redaktion des Kalenders übernommen, um die Tradition in Gedenken an ihren verstorbenen Mann Friedhelm Schröder weiterzuführen und die Ruhrstadt-Medien AG, Castrop-Rauxel, konnte als neuer Partner für den Druck gewonnen werden. Dr. Ulrich Schumacher, Sohn des Künstlers sowie

Vorsitzender der Emil-Schumacher-Stiftung hat die Auswahl der Bilder vorgenommen. Die Werke in diesem Kalender aus bedeutenden privaten Sammlungen sowie öffentlichem Besitz geben einen repräsentativen Einblick in das Schaffen Emil Schumachers, angefangen mit dem leuchtend roten Bild „Pinatubo“ von 1992, das als Titelblatt das Hauptmotiv des Kalenders darstellt. Es ist eines der beliebtesten Werke in der Sammlung des Emil Schumacher Museums. Das Februarmotiv „Rosa gefiedert“ von 1955 aus einer Privatsammlung dagegen dürfte eine echte Neuentdeckung und bisher kaum bekannt sein. Der Kalender zeigt in diesem Jahr überwiegend abstrakte Werke Schumachers. Die Abstraktion Schumachers ist aber gerade durch die malerische Hinterfragen von Grenzen zur Landschaft und im Spätwerk auch zur Figuration gekennzeichnet, wie mit „Agricola“ aus dem Jahr 1989 auf dem Märzblatt, das eine Figur vor einem Pferdefuhrwerk zeigt und so in der Kalenderblattabfolge auf den nahenden Frühling verweist.
Das großzügige Format von 50 x 70 cm (seit 2014 im Querformat) und die brillante Farbwiedergabe haben die Kalender zu Sammelobjekten werden lassen, die durch die limitierte Auflage zusätzlich begehrt sind.
Zu einem Preis von € 39,95 ist der Kalender ab sofort im einschlägigen Buchhandel sowie im Museumsshop und über Ruhrstadt-Medien (0 23 05 – 35 80 81 8) zu erhalten.

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