„Genuss-Botschafter“ aus Hagen reisen zur NGG-Jubiläumsfeier mit Hannelore Kraft

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Isabell Mura (Bildquelle NGG)
Isabell Mura (Bildquelle NGG)

Sie sind im Hauptberuf Gastgeber und Profis gegen Magenknurren und trockene Kehlen: Mehrere Tausend Beschäftigte in Hagen arbeiten in Hotels, Gaststätten, in der Lebensmittelproduktion, in Bäckereien und Fleischereien. Und sie alle haben Grund, auf einen runden Geburtstag anzustoßen: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) wird 150 Jahre alt. Sie ist damit die älteste Gewerkschaft in Deutschland. Die NGG Südwestfalen wird deshalb mit ihren „Genuss-Botschaftern“ aus Hagen am kommenden Samstag [f. d. Red.: 24. Oktober] nach Dortmund fahren. Im Herzen des Ruhrgebiets wird es die zentrale „Jubel-Genuss-Feier“ aller NRW-Beschäftigten der Branche rund um Nahrung, Genuss und Gaststätten geben.

Oberste Gratulantin wird dabei Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sein. NGG-Chefin Michaela Rosenberger nimmt die Gratulationen von Gästen aus ganz Nordrhein-Westfalen entgegen – auch die aus Hagen. Der nordrhein-westfälische DGB-Vorsitzende Andreas Meyer-Lauber nimmt die 150 Gewerkschaftsjahre zum Anlass, um den Blick nach vorn zu richten: „Zukunft der Arbeit in NRW“ – so das Motto der Festrede vom DGB-Chef.

„Es gibt allen Grund, in Hagen mit anzustoßen. Denn mit der Gründung der ersten Gewerkschaft hat sich auch hier jede Menge geändert – und zwar zum Guten. Angefangen hat es mit den Zigarrenmachern. Sie hatten erkannt, dass sich bessere Arbeitsbedingungen nur gemeinsam durchsetzen lassen. 1865 gründeten sie den Deutschen Cigarrenarbeiterverein, die Vorläuferorganisation der NGG“, berichtet Isabell Mura. Für die Geschäftsführerin der NGG Südwestfalen ist klar: „Ohne die NGG würde es in den meisten Betrieben noch immer schlecht aussehen. Von der Überstundenregelung bis zur tariflichen Altersvorsorge – die Beschäftigten profitieren von ihrer Gewerkschaft vor Ort.“ Aber auch die Verkürzung der wöchentlichen Arbeitszeit und der gesetzliche Mindestlohn gehen auf das Konto der NGG, so Mura.

Dabei habe sich die Arbeitswelt in 150 Jahren enorm verändert. „ Berufe und Tätigkeiten sind keine Männerdomäne mehr und die Ausbildungsberufe heißen heute Lebensmitteltechniker, Hotelkauffrau oder Milchtechnologe. Auch durch die Digitalisierung stehen viele Arbeitsplätze vor riesigen Veränderungen“, sagt Isabell Mura. Hier wolle die NGG mitreden, um die Jobs zukunftssicher zu machen. Statt Befristungen und Schichtarbeit seien neue Arbeitszeitmodelle und eine „Aus- und Weiterbildung 4.0“ notwendig.

„Die Erfolge der NGG zeigen, dass sich das Engagement in der Gewerkschaft lohnt. In Nordrhein-Westfalen sind wir dabei besonders stark aufgestellt“, sagt Mura. „Also: Die nächsten 150 Jahre können kommen“, freut sich die Gewerkschafterin.

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