Heißausbildung – 80 Teilnehmer wurden im Brandhaus fortgebildet

Bildquelle: Feuerwehr EN
Bildquelle: Feuerwehr EN

Zielgruppe der Fortbildung waren bereits ausgebildete
Atemschutzgeräteträger der EN-Feuerwehren. Auch Kräfte der Leitstelle
sowie der Werkfeuerwehren DEW aus Witten und Dorma aus Ennepetal
haben an dieser Veranstaltung teilgenommen. Das bereits erlernte
Wissen sollte intensiviert werden. Teilweise haben auch Kameraden
teilgenommen deren Ausbildung schon etwas länger zurück lag. Für
diese Einsatzkräfte wurden auch neue Ausbildungsinhalte vermittelt.

An der ersten Station wurde das Öffnen einer heißen Tür aus der
sicheren Deckung geübt. Danach stand ein kurzes Training mit dem
Hohlstrahlrohr an. Mit diesem Strahlrohr kann der Atemschutztrupp
ganz gezielt Wasser abgeben, das Sprühbild einstellen und sich gegen
drohende Gefahren im Innenangriff, etwa dem Flash Over, selbst
schützen. Auch der Einsatz eines mobilen Rauchverschlusses zur
Vermeidung einer Rauchausbreitung und zur Vermeidung von weiteren
Sachschäden wurde an dieser Station erläutert.

Danach ging es zur zweiten Station dem Brandübungshaus. Hier wurde
ein Wohnungsbrand auf zwei Etagen realitätsnah (mit echtem Feuer)
simuliert. Zu zweit mussten die Feuerwehrangehörigen unter Atemschutz
vorgehen. Das zuvor erlernte bzw. vertiefte Wissen musste hier in die
Praxis umgesetzt werden. Im so genannten „Krabbengang“ gingen die
Teilnehmer zur Brandbekämpfung in die vollständig verrauchte Wohnung
vor. Im Brandübungshaus mussten verschiedene Brände mit dem
Hohlstrahlrohr bekämpft werden. Im Erdgeschoss brannten nacheinander
ein Elektrokasten, eine Heizung sowie die komplette Küche. Alle
Brände wurden real mit der gasbefeuerten Anlage dargestellt.

Im Obergeschoss mussten sich die beiden Feuerwehrangehörigen vor
einem „Flash Over“ (Rauchgasdurchzündung) schützen. Diese Simulation
war für alle Teilnehmer sehr eindrucksvoll. Da der Flash Over für
Atemschutztrupps im Einsatz sehr gefährlich werden kann, wird bei
dieser Simulation darauf geachtet, dass die Einsatzkräfte das zuvor
Erlernte zu ihrer eigen Sicherheit explizit anwenden. So muss man die
Anzeichen des Flash Over frühzeitig erkennen, sich auf den Boden
werfen und einen Schutzmantel mit Wasser um sich erzeugen
(Mannschutz).

Ausbilder beobachten das Verhalten der Übungsteilnehmer mit einer
Wärmebildkamera. Im Anschluss gab es für jeden Trupp ein kurzes
Feedbackgespräch. „Wir können diese Art der Fortbildungen nur jedem
Feuerwehrangehörigen ans Herz legen. Hier geht es auch um die
Sicherheit der eingesetzten Feuerwehrangehörigen. Wenn im
Atemschutzeinsatz ein Flash Over entsteht, wissen die Einsatzkräfte
nach dieser Fortbildung genau was sie innerhalb weniger Sekunden zu
tun haben“, so Kreisausbildungsleiter Rüdiger Kaiser von der
Kreisfeuerwehrzentrale.

Die Kreisfeuerwehrzentrale hatte an diesem Wochenende eine sehr
große logistische Aufgabe zu bewältigen. Unterstützt wurde sie von
Ausbildern und Helfern aus den einzelnen Feuerwehren des Kreises.

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