Phoenix Hagen am Samstag in Ulm

Zum Abschluss der englischen Woche, die den Auftakt zur Beko Basketball Bundesliga-Saison 2015/2016 bildet, muss Phoenix Hagen am Samstag bei ratiopharm ulm antreten. Sprungball in der ratiopharm arena ist um 18.30 Uhr. Telekom Basketball zeigt die Partie live.

Die letzten Tage waren ereignisreich für Phoenix Hagen. Der 79:72-Sieg beim Mitteldeutschen BC unter widrigen Umständen, die lange Zeit sehr respektable Leistung beim 82:97 gegen die Bayern, die Nachverpflichtung von Tommy Lee Smith – für einen geordneten Aufgalopp blieb den Feuervögeln keine Zeit. Jetzt kommt das schwere Spiel gegen ambitionierte Ulmer, die nach zwei Niederlagen in Berlin (54:74) und gegen Aufsteiger Würzburg (78:86) am Mittwoch mit 78:71 in Bremerhaven gewinnen konnten.

Trainer Thorsten Leibenath hat um Aufbauspieler Per Günther ein komplett neues Team gebildet. Namhafte Akteure schlossen sich den Ulmern an: Mit Raymar Morgan (Göttingen) und Augustine Rubit (Tübingen) kamen zwei der auffälligsten Forwards der letzten Beko BBL-Saison. Ligaweit bekannte Gesichter sind ebenso A2-Nationalspieler David Brembly (Bayreuth), Center Philipp Neumann (Oldenburg) und Guard Carlon Brown (Bamberg).

Auch die weiteren ausländischen Spieler haben Europaerfahrung. Guard DeAndre Kane kam aus Antwerpen, Flügelspieler Taylor Braun aus Aalstar und Power Forward De’Sean Bulter vom französischen Klub Champagne Chalons-Reims Basket. Am Donnerstag verpflichtete ratiopharm ulm dann noch den spanischen Shooting Guard Jose Salvador Arco von Fenerbahce Istanbul, um auch international gerüstet zu sein und um die gesundheitlichen Probleme von Carlon Brown (Knie) und Taylor Braun (Rücken) zu  kompensieren. Allerdings verpasste nur Braun bislang eine Partie. Die Saison im Eurocup beginnt für Ulm am kommenden Mittwoch mit einem Heimspiel gegen Venedig.

„Es ist natürlich sehr schwer, die Mannschaften zu diesem frühen Zeitpunkt einzuschätzen. Ulm hat einen neuen, sehr talentierten Kader. Ich sehe sie in der Gruppe unmittelbar hinter München, Bamberg und Berlin“, sagt Trainer Ingo Freyer, dem nur wenig Zeit zur Vorbereitung blieb. Nach einer Trainingseinheit am Donnerstag machte sich der Phoenix-Tross bereits am Freitagmorgen auf den Weg nach Ulm.

Mit dabei ist auch Tommy Lee Smith, der erst seit Dienstag in Hagen ist. „Er ist ein guter Typ. Man merkt ihm seine Erfahrung an, die ihm bei der Integration und beim Lernen der Systeme spürbar hilft. Dennoch ist eine englische Woche natürlich nicht ideal, um einen neuen Spieler einzubinden“, so Freyer. Vom Spiel in Ulm erhofft sich aber nicht nur neue Aufschlüsse über Smith: „Wir waren gut beim MBC und konnten den Bayern lange Paroli bieten. Aber wir wissen darum noch nicht, wo wir stehen. Das schwere Spiel in Ulm ist ein weiterer Gratmesser, wie gefestigt wir schon sind. Durch die Verletzung von D.J. Covington haben wir natürlich etwas von den erarbeiteten Automatismen wieder verloren.“

Infoveranstaltung zur Flüchtlingsunterkunft in Halden

Hagen. Für Anwohnerinnen und Anwohner, die Fragen zur Unterbringung der Flüchtlinge sowie zum Betrieb der Landesnotunterkunft in der ehemaligen Wilhelm-Busch-Förderschule in Halden haben, bietet die Stadt Hagen eine Informationsveranstaltung am Dienstag, 13. Oktober, um 18 Uhr im Arcadeon, Lennestraße 91, an. Oberbürgermeister Erik O. Schulz, weitere Vertreter der Verwaltung, der Hagener Feuerwehr, der Bezirksregierung Arnsberg sowie der Hilfsorganisationen werden den Besucherinnen und Besuchern für Rückfragen und Anregungen zur Verfügung stehen.

Ulrike Herrmann informierte in der Pelmke über die geplanten Freihandelsabkommen

Bildquelle: DGB
Bildquelle: DGB

Vor der Demonstration an diesem Samstag in Berlin für einen gerechten Welthandel und für ein Stopp der Freihandelsabkommen, hatten DGB, Volkshochschule gemeinsam mit ATTAC ins gut besuchte Pelmke-Kulturzentrum eingeladen. Zur Diskussion stellte sich die Journalistin und Autorin Ulrike Herrmann von der TAZ, die in den vergangenen Jahren einen festen Platz in den Talkshows der Fernsehanstalten eingenommen hat. Herrmann, die seit Beginn die TTIP-Verhandlungen zwischen der EU und den USA begleitet, verwies darauf, dass die mittlerweile 11.Verhandlungsrunde anstünde und eine Einigung nicht in Sicht sei. Beide Seiten würden unter starkem öffentlichen Druck stehen und eine kurzfristige Verständigung über das nach wie vor geheim verhandelte Abkommen hält sie nicht für wahrscheinlich.

Die kritische Position zu TTIP übertrug die Referentin auch auf das mittlerweile vorliegende Abkommen CETA, das zwischen Kanada und der EU bereits ratifizierungsreif ist und aktuell aus den zentralen Schlagzeilen verschwunden ist. Bei beiden Abkommen gehe es, so Herrmann, nicht wirklich um die Verbesserung des Handels mit Waren, sondern um die Verbesserung der Rahmenbedingungen vor allem für große Konzerne. Falls allerdings CETA in Kraft treten sollte, sind die TTIP Verhandlungen überflüssig, da die USA über ihre Töchterfirmen in Kanada bereits zur Freihandelszone gehört.

Sie argumentierte in ihren Ausführungen vorrangig zu den Punkten Investorenschutz, regulatorische Kooperation über Lobbyistengruppen und zu den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen der aktuellen Auseinandersetzungen. Den Investorenschutz wies sie in der vorliegenden Vorschlagsform rigoros zurück. Damit würden vorhandene rechtliche Rahmenbedingungen, die es in der EU und den USA in ihren Rechtsstaatlichkeiten bereits gibt, umgangen und private Gerichte sollten an deren Stelle treten. Für eine Investorenschutzklausel gibt es keinerlei Gründe, außer den Interessenlagen von Konzerne zu entsprechen, die die damit die Möglichkeiten erhalten, Staaten für mögliche entgangene Gewinne in Regress zu nehmen. Für Herrmann ein nicht hinnehmbarer Zustand, der in der bestehenden Form völlig unakzeptabel ist. Wenn dann auch noch in Zukunft die Lobbyistengruppen im Vorfeld von Gesetzesvorhaben gefragt werden sollen, wie denn jeweilige künftige Vereinbarungen aussehen sollten, damit Handelshemmnisse ausgeschlossen werden könnten, werden politisch-demokratische Entscheidungen in unerhörter Weise eingeschränkt. Dies bezog sie auch auf das Vorhaben eine so genannte Negativliste anzulegen. Eine solche Liste würde all das als privatisierbar kennzeichnen, das dort nicht aufgeschrieben ist. Damit gelten für jede zukünftige Neuerung automatisch die Regeln des Abkommen, was auch eine Gefährdung der künftigen Daseinsvorsorge darstellt.

Deutliche Worte fand sie zu den vermeintlichen Gefahren von Chlorhühnchen oder Hormonfleisch. „Das sind Augenwischerthemen, die in den Verhandlungen geklärt werden. Hier habe ich wenig Sorgen.“ Vielmehr gehören die oben beschriebenen entscheidenden Fragen auf der Tagesordnung. Selbst die oft angeführte Argumente für den freien Handel sind nicht überzeugend, denn nach eigenen Prognosen der EU ist durch TTIP kein rechenbares Wachstum zu erwarten und damit sind auch die Beschäftigungseffekte nicht der Rede wert.

Eine angeregte Diskussion zu den Themen wurde vom örtlichen DGB-Vorsitzenden Jochen Marquardt moderiert, der darauf hinwies, dass in der politischen Debatte bei Linken und Grünen einhellige Ablehnung gegen TTIP vorherrscht und auch die regionalen SPD-Vertreter das Freihandelsabkommen in der vorliegenden Form nicht akzeptieren wollen. Diese Position entspricht auch der der Gewerkschaften. Sie rufen mit vielen anderen dazu auf den Widerstand gegen TTIP und CETA und für einen gerechten Welthandel am kommenden Samstag in Berlin zu unterstützen.

Parfümdieb verliert gegen Ladendetektiv

Hagen. Während ihrer Streifenfahrt in der Hagener
Innenstadt machten Passanten die Beamten darauf aufmerksam, dass ganz
in der Nähe ein Ladendetektiv versuchte einen flüchtigen Dieb
festzuhalten. Als die Beamten eintrafen, hatte der Detektiv einen
48-jährigen Lüdenscheider auf dem Boden fixiert. Er gab anschließend
an, dass er den Verdächtigen dabei beobachtete habe, wie dieser in
einem Geschäft in der Rathausgalerie ein Parfüm unter seine Kleidung
steckte und den Laden ohne zu bezahlen, verlassen wollte. Als der
Detektiv den Dieb ansprach und am Arm festhalten wollte, versuchte
dieser sich loszureißen und zu  flüchten. Bei einer Durchsuchung
fanden die Beamten in der Bekleidung des Mannes zwei weitere
Parfümflaschen. Der 48-Jährige wurde zur Wache gebracht und die
entwendete Ware sichergestellt.

Rollerfahrer schwer verletzt, Unfallverursacher gestellt

Hagen.- Am Freitagmorgen um 06.25 Uhr kam es an der
Einmündung Alleestraße/Helmholtzstraße zum Zusammenstoß zwischen
einem 35-jährigen VW-Fahrer und einem 60-jährigen Rollerfahrer. Durch
den Aufprall stürzte der Zweiradfahrer und blieb bewusstlos auf der
Fahrbahn liegen. Der Autofahrer stieg kurz aus, setzte sich dann
wieder hinter das Steuer und flüchtete in Richtung Friedensstraße.
Dabei hatte er jedoch nicht bedacht, dass bei der Zusammenstoß sein
vorderes Kennzeichen abgerissen wurde und an der Unfallstelle
zurückblieb. Während ein Notarzt den 60-Jährigen im Rettungswagen für
den Transport ins Krankenhaus vorbereitete, gelang es den
eingesetzten Polizisten, den Unfallverursacher in der Friedensstraße
zu stellen. Der 35-jährige Fahrer stand unter dem Einfluss von
Betäubungsmitteln, sein Auto war nicht versichert. Während der
Verursacher nun mit zur Blutprobe musste, erfolgte der Transport des
Verletzten zunächst in ein Hagener Krankenhaus und wenig später die
Verlegung nach Dortmund. Der Schaden an den beiden Fahrzeugen liegt
bei etwa 3000 Euro, die Unfallsachbearbeitung hat die Ermittlungen
übernommen.

Brandstiftung an Hagener Schulen – Polizei richtet Ermittlungs-Kommission ein

Hagen. Wie bereits berichtet, sind im Zeitraum zwischen dem
vergangenen Wochenende und Mittwoch vier Hagener Schulen Opfer von
Bränden geworden. Am Donnerstagabend kam es zu fünf weiteren Bränden
im Bereich von Schulen. Gegen 18.30 Uhr brannte ein Papierkorb an der
Liebfrauen-Grundschule in Vorhalle. Dabei entstand kein Sachschaden.
Die Brandursache konnte abschließend nicht geklärt werden. Im
weiteren Verlauf brannten gegen 20.45 Uhr auf dem Gelände der
Sekundarschule Altenhagen in der Friedensstraße zwei Müllcontainer in
vollem Umfang. Vermutlich wurden diese vorsätzlich angezündet.
Vorsätzliche Brandstiftung war nach derzeitigem Ermittlungsstand auch
ursächlich für das vollständige Abbrennen eines Müllcontainers am
Fichte-Gymnasium in der Goldbergstraße. Kurze Zeit später, gegen
21.00 Uhr, fingen fünf Altpapiercontainer auf dem Schulhof der
Gemeinschaftshauptschule Remberg Feuer. Auch hier gehen die Ermittler
derzeit von einer vorsätzlichen Brandstiftung aus. Bei dem letzten
Brand fingen gegen 21.40 Uhr zwei Müllcontainer auf dem Schulhof der
Funckepark-Grundschule in der Funckestraße Feuer. Auch hier ist von
vorsätzlicher Brandstiftung auszugehen. In allen fünf Fällen musste
die Berufsfeuerwehr der Stadt Hagen ausrücken und die Brände löschen.
In keinem der fünf letzten Fälle entstand an den Schulgebäuden ein
Sachschaden.

Zur Überführung der Täter hat die Hagener Kripo eine mehrköpfige
Ermittlungskommission eingerichtet.

Derzeit ist unklar, inwieweit unmittelbare Zusammenhänge zwischen
den einzelnen Taten bestehen. Dahingehend ermittelt die Hagener Kripo
in alle Richtungen.

Die Polizei bittet die Bevölkerung darum, verdächtige
Feststellungen umgehend der Polizei unter der Notrufnummer „110“ zu
melden. Zeugen der bisherigen Taten melden sich bitte unter der 02331
– 986 2066.

Flüchtlingsunterkunft in Altena: Mutmaßlicher Brandstifter ist Feuerwehrmann

Hagen. Polizei und Staatsanwaltschaft haben nach der
Brandstiftung in einer Flüchtlingsunterkunft in Altena zwei
mutmaßliche Täter im Alter von 23 und 25 Jahren vorläufig
festgenommen – die Beschuldigten räumen die Tat in ihren Vernehmungen
vollumfänglich ein

Die intensiven Ermittlungen der „Ermittlungskommission
Brandstraße“ führten zu einem Verdacht gegen zwei junge Männer im
Alter von 23 und 25 Jahren. Nachdem die Verdachtsmomente sich
verdichtet hatten, wurden die beiden Beschuldigten am 08.10.2015
vorläufig festgenommen und umfangreich zur Tat vernommen. Sie zeigten
sich geständig. Der 25-jährige Täter ist von Beruf Feuerwehrmann.
Nach dem hiesigen Ermittlungsergebnis ist er die Person, die den
Brand im Dachstuhl gelegt hat. Der zweite Täter hat nach eigenem
Bekunden während der Brandlegung „Schmiere“ gestanden. Er hatte zuvor
an einer Tankstelle mit einem Kanister das Benzin (Tatmittel)
gekauft. Hierbei wurde er videographiert. Das Tatmotiv ist in der
Verärgerung über den Einzug von Flüchtlingen in das Wohnobjekt in
direkter Nachbarschaft zu suchen. Da weiterführende Haftgründe nicht
vorlagen, wurden die jungen Männer im Anschluss an die polizeilichen
Maßnahmen wieder entlassen.