Blue Stuff Records–Party im AllerWeltHaus in Hagen

partyHagen. Am 17.10.2015, gegen 20:00 Uhr, startet die Blue Stuff Records–Party im AllerWeltHaus in Hagen! Das bedeutet: Zum bereits dritten Mal präsentiert das kleine Label, nach BSR-Parties im KuZ Pelmke und Kultopia, Live-Musik von Hagener Liedermachern / Songwritern – teilweise in Bandbesetzung! Mit dabei sind „Mütze“, „Qu Rock“, „Rocco Konserve“ und „Stefan Otto“. Und das ziemlich “akustisch”. Mit Gesang, Akustikgitarren, Cello, Bass und Perkussion könnte durchaus auch ohne elektrische Verstärkung Musik gemacht werden… Mit größtenteils deutschsprachigen Texten – von sozialkritisch bis hin zur Liebesschnulze. Außerdem werden „The Tell Tale Hearts“ am Start sein! Eine Gast-Combo aus Mönchengladbach mit Urban-Songwriter-Rock. Darüber freuen wir uns sehr! Also: Kommt vorbei – auf eine schöne BSR-Party 2015!
Einlass ist ab 20:00 Uhr; Eintritt 7 Euro, VVK 5 Euro am AllerWeltHaus. Los geht’s gegen 20:30 Uhr! Ach so: Moderiert wird die BSR-Party übrigens, wie schon 2014 im Kulturzentrum Kultopia, von “Al Gringo”; bekannt von den “Krautboys”!

Rocco Konserve

Rocco Konserve wurde als Sohn eines Schlafanzugs und einer ungestimmten Gitarre geboren. Was dabei herauskommt schimpft sich seiner Meinung nach „Liedermacher-Pop“. Deutsche Texte, die in die Tiefe und zuweilen unter die Haut gehen gepaart mit Musik, die kein Geheimnis um ihre vielseitigen Wurzeln macht. Roccos Debüt-Album erschien am 29.11.2014 bei „Blue Stuff Records“. Weitere Infos: http://www.roccokonserve.de!
Mütze Liedermacher „Mütze“ macht – so nennen wir es jetzt einfach mal – “freilufterprobte akustik- irgendwas/Lagerfeuermusik mit klassischen Elementen und deutschsprachigen Texten aus dem Leben und aus der Luft gegriffen”. Dabei deckt der Liedermacher (der im Herzen doch irgendwie immer auch ein wenig Punker geblieben ist) ein weites Spektrum ab – von sarkastisch bis sozialkritisch, von fröhlich bis traurig. 2013 erschien sein Debüt-Album „Der Sommer ist vorbei“ bei „Blue Stuff Records“.  Weitere Infos: http://www.muetzeliedermacher.de!

Qu Rock Qu Rock ist das neue Projekt des Hagener Musikers Oliver Quirin.

Nach verschiedenen Bandprojekten ist er jetzt wieder ganz bei sich und wandelt mit „Qu Rock“ nun auf Solopfaden. Die deutschsprachigen Texte erzählen Geschichten aus dem Leben, vom Zeitgeist, Ex-Freundinnen oder Superhelden, oft mit einem kleinen Augenzwinkern und einer Prise Wortwitz.  Weitere Infos: http://www.qurock.de!
Stefan Otto Stefan Otto macht Musik! Und das live als Sänger, Schreiber und Gitarrist mit Akustikgitarre, nachdem er in und mit unterschiedlichen Bands und Projekten Erfahrungen gesammelt hat. Stefan steht mal auf großen Bühnen; manchmal spielt er unverstärkt in kleinen Räumen oder im Freien. Außerdem macht er auch von Zeit zu Zeit von seinem eigenen Bulli aus Musik. Meist solo; alternativ aber auch mit Bongo, dem grandiosen Perkussionisten von nebenan. Im Oktober 2013 veröffentlichte Stefan Otto sein Solodebütalbum “Stromlandschaften“ bei „Blue Stuff Records“.  Weitere Infos: http://www.stefanottomachtmusik.de!

Special Guest aus Mönchengladbach:

The Tell Tale Hearts Sie kommen aus dem Herzen des Niederrheins und der norddeutschen Tiefebene: The Tell Tale Hearts. Im Gepäck ein Koffer voller Songperlen aus eigener Feder, geprägt von großer Gelassenheit und Erfahrung. Mal sehnsüchtig, fordernd, mal euphorisch, melancholisch, druckvoll – von Englisch zu Deutsch und zurück. So entfaltet die Zwei-Mann-Band ein spannungsvolles Zusammenspiel zwischen einer intensiven Stimme, kratzig rollender E-Gitarre und schnörkelloser Akustik-Gitarre.Immer elektrisch, immer akustisch und immer frei von zeitgeistiger Hipster-Attitüde. Kurz: Urbaner Songwriter Rock. Hinter der EdgarAllan-Poe-Novelle verbergen sich übrigens Mark Gorzolka (Gesang, Gitarre, Harp) und Jörg Simons (Gitarre), zwei alte Gladbacher Musikweisen, die schon Anfang der Neunziger Jahre gemeinsam die Clubs rockten. Weitere Infos: http://www.the-tell-tale-hearts.de

The Irish Folk Festival 2015 – 5.11. Stadthalle Hagen

folkThe Irish Folk Festival 2015 – 5.11. Stadthalle Hagen – Beginn: 20 Uhr  /   NO SUPPORT ! Tickets: an allen bekannten VVK- Stellen online unter: www.eventim.de

In der langen Geschichte des Irish Folk Festivals kamen die Künstler Jahr für Jahr aus allen Ecken Irlands. Dieses Jahr sucht das IFF eine neue Perspektive und nimmt die nördlichste Provinz unter die Lupe. Ulster bzw. Nordirland wurde in den letzten Jahrzehnten leider eher mit negativen Schlagzeilen in Verbindung gebracht. Höchste Zeit also, dass sich da was ändert. Und das tut es auch!

Seit dem Friedensprozess und abflauender Gewalt ist Nordirland auf dem Weg der Besserung. Das hat in den dort ansässigen Künstlern einen äußerst kreativen Prozess ausgelöst. Sie blühen regelrecht auf und strahlen weit über die nördlichen Grenzen hinaus. Derry war vorletztes Jahr europäische Kulturhauptstadt und zum ersten Mal in der Geschichte des „All Ireland Fleadh“ ging das größte traditionelle Musikevent Irlands in den Norden. Über 100.000 Musikliebhaber kamen zusammen und haben ein Wochenende lang friedlich zusammen gefeiert.

Daher will das IFF die Nordlichter auf ihrem mutig eingeschlagenen Weg der Versöhnung unterstützen und ihnen die Bretter, die die Welt bedeuten, für ihre positive Botschaft zur Verfügung stellen. Aber auch ohne diese kulturpolitische Dimension wäre es angemessen die Tour „Northern Lights“ zu nennen.

Nur in Nordirland kann man in klaren Nächten das Nordlicht am Himmel flackern sehen. So rar das Nordlicht in Irland zu sehen ist, so rar ist auch die aus Nordirland kommende Musik. Wegen der sogenannten „Troubles“ haben viele Touristen und sogar Süd-Iren den Norden lange gemieden. Gerade deshalb hat sich dort die irische Musik besonders pur erhalten. Die Northern Lights Tour wirft ein Spotlight auf eine bisher vernachlässigte, aber spannende Seite irischer Kultur.

Line Up:

The Rapparees   Irish Folk rough and ready

Die Rapparees sind fünf junge Männer, die mit ihrem Sound in dem „Sturm und Drang“ Spektrum des Irish

Folk anzusiedeln sind. Gemäß ihrem Bandnamen sind sie musikalische Freibeuter, die die Tradition als auch die

Moderne gleichermaßen plündern. Wenn eine Band das Zeug dazu hat, die irische Ballade zu einem Revival zu

verhelfen, dann sind es die Rapparees! Mit einem Touch von Weltmusik beschreiten die Rapparees einen neuen und erfrischenden Weg.

Die fünf jungen Burschen haben mit ihrem Irish Folk der Marke „rough & ready“ sowohl das Talent als auch die Authentizität die Lücke zu schließen, die die Dubliners hinterlassen haben.

Gráinne Holland Band   Ireland’s new Gaelic voice

Die junge Frau hat ein dunkles Timbre in der Stimme, das wärmt wie die ersten Sonnenstrahlen im Frühling.

Egal ob ein Lied langsam, schnell, traurig oder fröhlich ist, Gráinne singt es losgelöst von allen irdischen und damit technischen Fesseln.

Gráinne singt ausschließlich Gälisch und das ist für eine Sängerin aus dem urbanen Belfast eher ungewöhnlich.

Gráinne Holland ist eine wunderbare Entdeckung und muss im gleichen Atemzug genannt werden, wenn man die besten

Frauenstimmen denkt, die auf Gälisch singen. Aufgepasst! Hier kommt „Ireland’s new Gaelic voice.“

Barry Kerr   Soulful songs from the North

Mike Harding, der führende Rundfunk-Moderator der BBC in Sachen Folk, sagte neulich über den Äther:

„I love this guy!“ und hat Barry Kerr mit Singer-Songwritern wie Christy Moore und Dick Gaughan in einem

Atemzug genannt. Hervorragende Interpreten wie Cara Dillon, Karan Casey, Beoga, Kate Rusby oder auch The

Rapparees coverten schon seine Lieder.

Barry ist ein kleines Universalgenie. Er ist Multiinstrumentalist, der meisterhaft Gitarre, Uillean Pipes, Whistles und Flute spielt.

The Armagh Rhymers   Mysterious masks, myths and music of mumming

Es ist kaum zu glauben, aber es gibt immer noch kleine Nischen innerhalb der irischen Volksmusik, die bisher noch

nicht entdeckt worden sind. Mumming ist eine davon. Mumming ist eine Art Volkstheater aus der nordirischen

Grafschaft Armagh. Die Darsteller tragen aus Weidezweigen kunstvoll gefertigte Masken. Diese sind Pferd,

Schwein, Rind oder Ziege und lassen ihre Träger wie Riesen erscheinen. Dazu ziehen sich die Darsteller, die

Mummers genannt werden, Kostüme aus Lumpen an. Ein Mummer ist wegen seiner Größe eine imposante, ja sogar

Furcht einflößende Erscheinung. Er erinnert an die Hexen wie man sie aus der alemannischen Fastnacht kennt.

Die Mummers vollführen einen Riesen-Hokuspokus, der den Anwesenden unter die Haut geht. Sie setzen einen

Scat-ähnlichen Sprechgesang ein, lärmen mit Rasseln, bimmeln mit Schellen und spielen auf ihren Instrumenten.

Es gibt aber auch mystische und spirituelle Elemente, die auf über zweitausend Jahre alte Bräuche zurückgehen. Da wirken die Mummers wie keltische Schamanen und Voodoo-Priester.

Tickets gibt es ab sofort an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie online unter www.eventim.de.

Lesung von Schauspieler Gregor Weber

Gregor Weber (Foto Quelle: Stadt Hagen)
Gregor Weber (Foto Quelle: Stadt Hagen)

Hagen. Zu einer Lesung von Schauspieler und Autor Gregor Weber aus seinem Roman „Stadt der verschwunden Köche“ lädt die Stadtbücherei auf der Springe am Dienstag, 17. November, um 19.30 Uhr ein. Der ehemalige Darsteller des saarländischen Tatort-Kriminaloberkommissar Stefan Deininger – auch bekannt als Stefan Becker aus der Fernsehserie „Familie Heinz Becker“ – schreibt in seinem neusten Werk über Freundschaft, Liebe und die pure Lust am Kochen in einer Welt a la Jules Verne und Steampunk. Vorverkaufskarten können ab sofort zu einem Preis von 12 € während der Öffnungszeiten montags, dienstags und freitags von 10 bis 18 Uhr, donnerstags von 10 bis 19 Uhr und samstags von 10 bis 14 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe erworben werden. Der Eintritt an der Abendkasse beträgt 14 €.

„Kirchen und Kino“ startet am 18. Oktober

Foto Quelle: Kirchenkreis Hagen
Foto Quelle: Kirchenkreis Hagen

Mit dem Film „Selma“ über die US-Rassenunruhen in den 1960er Jahren startet am Sonntag, 18. Oktober, die 13. Staffel von „Kirchen und Kino“ um 17.30 Uhr im Kino Babylon in Hagen. Außerdem stehen zu folgenden Terminen immer sonntags um 17.30 Uhr auf dem Programm: Birdman (15. November), Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit (20. Dezember), IDA (17. Januar), Like Father, Like Son (21. Februar), Am Sonntag bist du tot (20. März) und Timbuktu (17. April). Mit „Elser“ endet am 22. Mai die aktuelle Staffel.

Entweder in der Pause oder im Anschluss an den Film gibt es bei einem kleinen Imbiss die Möglichkeit zum Austausch. Bei jeder Vorstellung wird ein Mitglied des Ev. Kirchenkreises oder des Dekanates Hagen im Kino dabei sein. Alle Filme sind von einer Jury aus evangelischen und katholischen Juroren aus über 30 prämierten Werken ausgewählt. Die Filme sind internationale Produktionen; IDA ist sogar mit einem Oskar ausgezeichnet.

Bei Kirchen und Kino geht es keinesfalls nur um die Präsentation von Filmen, in denen Kirche und Glaube zentrale Themen sind. „Natürlich stehen Filme im Fokus, die einen werteorientierten Inhalt haben“, so Raffael Gehrmann, Dekanatsreferent im Dekanat Hagen-Witten. „Die Stärke der Stücke liegt darin, dass wirklich existentielle Fragen gestellt werden, die im Leben von Menschen tatsächlich auftauchen“, bewertet Christine Kress vom Evangelischen Kirchenkreis die Filmauswahl. „Dabei ist die Reihe inhaltlich nicht nur schwer“, so Alexander Thiele, Leiter des Kinos Babylon. „Die Filme sind zum Teil komisch, humoristisch und leicht – aber eben keine leichte Kost.“

Neben der Filmpräsentation steht aber noch etwas anderes im Zentrum: das Kino soll zum Ort des Dialogs werden. „Wir möchten die Kinobesucher über die Inhalte miteinander ins Gespräch bringen“, erklärt Christine Kress. „Für Menschen, die sonntags den Weg in die Kirche nicht mehr wählen, gibt es dieses Angebot am Sonntagnachmittag“, ergänzt Gehrmann. Als Ergänzung zu „Am Sonntag bist du tot“ konnte der Medienreferent Michael Kleinschmidt gewonnen werden. „Wir machen dann eine professionelle Filmbesprechung – das ist schon besonders“, so Christine Kress.

Mit „Kirchen und Kino“ treffen sich auf Hagener Ebene zwei Institutionen, die harmonieren: „Das Programm von Kirchen und Kino passt ohnehin gut zu dem, was wir hier im Kino Babylon machen und wollen“, so Alexander Thiele.

Mehr über die Filme bei Kirchen und Kino können Sie auch auf der Homepage http://www.kirchen-und-kino.de nachlesen.

INFOBOX:
Termine Kirchen und Kino im Kino Babylon im Kulturzentrum Pelmke:
Immer sonntags um 17.30 Uhr werden gezeigt:
18. Oktober: Selma
15. November: Birdman
20. Dezember: Mr. May und das Flüstern der Ewigkeit
17. Januar: IDA
21. Feburar: Like Father, Like Son
20. März: Am Sonntag bist du tot
17. April: Timbuktu
22. Mai: Elser

Ev. Jugendhilfe bietet neue Betreuungsangebote für zugewanderte Kinder unter drei Jahren

Hagen. Neue Wege geht die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen in Zusammenarbeit mit dem Jugendamt der Stadt Hagen mit Blick auf die Betreuung von zugewanderten Kindern unter drei Jahren und ihren Familien. „Teilweise gibt es große Hemmschwellen gegenüber unserem Bildungs- und Erziehungssystem, mitunter haben Eltern schlichtweg Sorgen, ihre Kinder in ‚fremde‘ Hände zu geben“, berichtet Angelika Hamann, Geschäftsführerin der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen. Vertrauen und Sprachförderung rücken deshalb hierbei in den Fokus.
Angesprochen sind in erster Linie Flüchtlinge, aber ebenso im weiteren Sinne alle zugewanderten und sozial benachteiligte Familien. Also diejenigen, die noch nicht im Bildungssystem sind. So bietet die Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen seit wenigen Tagen in Hagen jeweils eine Gruppe in den Stadtteilen Wehringhausen und Loxbaum an, vorausgegangen sind jeweils Informationsveranstaltungen, um auf diese Angebote aufmerksam zu machen.

Larissa Lorenz, Angelika Hamann und Barbara Willig (von links) stellten das neue Betreuungsangebot für zugewanderte Kinder der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen vor. (Foto: Diakonie)
Larissa Lorenz, Angelika Hamann und Barbara Willig (von links) stellten das neue Betreuungsangebot für zugewanderte Kinder der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen vor. (Foto: Diakonie)

„Wir verfolgen einen präventiven Ansatz und möchten Ängste und besonders Barrieren nehmen“, sagt Barbara Willig von der Ev. Jugendhilfe Iserlohn-Hagen. „Dabei nehmen wir ausdrücklich auch die Familien mit in den Blick.“ Ein niedrigschwelliges Bildungsangebot soll so Kindern und ihren Eltern den Zugang zur institutionellen Kindertagesbetreuung erleichtern.
„Wir bieten die Gruppe aktuell dreimal in der Woche für jeweils zwei Stunden an und beginnen morgens mit einem gemeinsamen Morgenkreis. Danach gibt es ein freies Spielen und ein gemeinsames Frühstück – auch mit den Eltern, die sehr aufgeschlossen sind“, freut sich Erzieherin Larissa Lorenz. „Zum Wochenende gibt es für jedes Kind eine kleine Überraschung.“
„Wir möchten mit diesem Angebot alle in Hagen Zugewanderten in den Blick nehmen und keinen ausgrenzen“, betont Angelika Hamann. „Jeder Tag, an dem wir eine Förderung bieten, ist wertvoll. Vor diesem Hintergrund sind wir in Hagen sehr gut“, lobt sie auch die gute Arbeit des städtischen Jugendamts. Aktuell läuft zudem der Aufbau eines zusätzlichen Angebots für zugewanderte Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Jede Menge Betäubungsmittel am Dortmunder Hauptbahnhof sichergestellt

Dortmund. Anlässlich der Veranstaltung Syndicate in der
Dortmunder Westfalenhalle waren Uniformierte und zivile Einsatzkräfte
der Bundespolizei im Einsatz. Dabei stellten die Beamten eine
Vielzahl von Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz fest.

Neben Ecstasy und Speed stellten Bundespolizisten auch Marihuana
bei mehreren anreisenden Veranstaltungsteilnehmern fest. Insgesamt
wurden bei 23 Personen Betäubungsmittel sichergestellt. Die
Bundespolizei leitete 20 Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen
das Betäubungsmittelgesetz ein.

Während die Mehrzahl der festgestellten Verstöße und der
sichergestellten Betäubungsmittel dem Eigenbedarf zuzuordnen waren,
konnte ein Veranstaltungsteilnehmer aus Berlin mit einer größeren
Menge Betäubungsmittel aufgegriffen werden.

„Das Zeug müssen die mir in der Garderobe untergejubelt
haben“

Eine hanebüchene Geschichte tischte ein 25-jähriger Berliner heute
Morgen (04. Oktober) Einsatzkräften der Bundespolizei am Dortmunder
Hauptbahnhof auf. Bei dem Mann, der zuvor die Syndicate in der
Westfalenhalle besucht hatte, wurden Ecstasy und Speed
sichergestellt. Zur Herkunft der Drogen erklärte der Berliner, dass
ihm die Betäubungsmittel in der Garderobe zugesteckt wurden.

Foto: Bundespolizei
Foto: Bundespolizei

Gegen 07:00 Uhr kontrollierten Bundespolizisten den völlig
übernächtigten Mann auf dem Vorplatz des Dortmunder Hauptbahnhofs. Da
er augenscheinlich unter dem Einfluss berauschender Mittel stand,
wurde seine mitgeführte Bauchtasche nach Drogen durchsucht. Dabei
stellten die Beamten 78 Ecstasy Pillen und 18 Konsumeinheiten Speed
sicher.

Zur Herkunft der Drogen befragt erklärte der Berliner den
Einsatzkräften, dass er seine Bauchtasche an der Garderobe in der
Westfalenhalle abgab, als er dort die Syndicate besuchte.
Höchstwahrscheinlich seien dort die Drogen in seine Tasche gekommen.
Anders könne er sich die Herkunft der Betäubungsmittel sonst nicht
erklären.

Da erhebliche Zweifel an der Geschichte des Berliner bestand,
leitet die Bundespolizei gegen den bereits wegen zahlreicher
Drogendelikten polizeibekannten 25-Jährigen ein Ermittlungsverfahren
wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz ein.

IG Metall prangert Missbrauch von Werkverträgen an

Hagen. Anlässlich des internationalen Tags gegen prekäre Beschäftigung am
7. Oktober hat die IG Metall mit Aktionen in vielen Betrieben auf den
Missbrauch von Werkverträgen aufmerksam gemacht. „Immer öfter schaffen
Unternehmen mit der Auslagerung von Arbeit über Werkverträge
betriebsratsfreie und tariflose Zonen in relevanten Bereichen der
Wertschöpfung. Die IG Metall kritisiert diesen Missbrauch zum Lohndumping“,
sagte Gewerkschaftssekretär Werner Voßeler. In allen Betrieben, in denen die
IG Metall in den letzten Wochen an Betriebsversammlungen teilgenommen hat,
wurde der Missbrauch von Werkverträgen angesprochen.
Die IG Metall fordert den Gesetzgeber auf, endlich mit gesetzlichen Regelungen
Ordnung auf dem Arbeitsmarkt herzustellen. Notwendig seien insbesondere
eine Verpflichtung der Arbeitgeber, die Betriebsräte über den Einsatz von
Werkverträgen zu informieren, sowie eine erweiterte Mitbestimmung der
Betriebsräte. Laut einer Umfrage der IG Metall arbeiten drei Viertel der
Beschäftigten in Werkvertragsfirmen zu schlechteren Konditionen als ihre
Kollegen im Stammbetrieb.
Im Bereich der Verwaltungsstelle Hagen gibt es in zahlreichen Betrieben
Werkverträge. Sorgen macht der IG Metall die Zunahme des Missbrauchs der
Werkverträge zum Lohndumping. Hier gibt es durchaus gravierende Beispiele
auch in Hagen.
Bundesweite Betriebsräteumfrage und lokale Erkenntnisse
Betriebsräte verzeichneten laut einer bundesweiten Umfrage der IG Metall in
den vergangenen drei Jahren in fast einem Viertel der Unternehmen (22
Prozent) eine Zunahme von Werkverträgen. In jedem dritten Betrieb werden
Tätigkeiten aus der Produktion fremdvergeben; auch Montage, Logistik sowie
Forschung und Entwicklung sind häufig betroffen. Die meisten Arbeitgeber
verweigern freiwillige Regeln zum Einsatz von Werkverträgen. 69 Prozent der
Unternehmen setzen Werkverträge ein.

Gleichzeitig ist es den Betriebsräten in nur fünf Prozent der Unternehmen
gelungen, das Thema in einer freiwilligen Betriebsvereinbarung zu regeln.
Betriebsräte sind häufig – durch die Entscheidung der Unternehmen
Werkverträge zu vergeben – in der Not Personalabbau hinnehmen zu müssen
und nur die Auswirkungen mildern zu können.

Netzwerktreffen „Leichte Sprache“

Foto Quelle: ESV
Foto Quelle: ESV

Über 20 Mitglieder des Netzwerks Leichte Sprache e.V. trafen sich in der Werkstatt für behinderte Menschen der Ev. Stiftung Volmarstein. „Bis auf das Büro in Bochum, das krankheitsbedingt fehlt, sind alle Netzwerkmitglieder aus NRW gekommen!“, freute sich Annika Nietzio über den zahlreichen Besuch. Frau Nietzio leitet das Büro für Leichte Sprache im Forschungsinstitut Technologie und Behinderung (FTB) der Stiftung in Wetter. Hier schult sie Menschen, Texte leicht zu schreiben und hilft schwierige Texte zu verstehen.
Die Fachleute aus den Büros für Leichte Sprache in NRW treffen sich zweimal im Jahr reihum an ihren Standorten, um sich über ihre Arbeit auszutauschen. Durch den regelmäßigen Austausch von Erfahrungswerten bei den Netzwerktreffen entwickeln sie das Konzept der Leichten Sprache weiter. Besonders wichtig und spannend sind die Treffen für die Menschen mit Lernschwierigkeiten, die als Prüferinnen und Prüfer für Leichte Sprache arbeiten. Beim aktuellen Treffen wurde die Erstellung eines Infohefts fortgeführt, das dem gesamten Netzwerk in Deutschland zur Verfügung stehen soll. In diesem Heft erzählen die Prüferinnen und Prüfer von ihrer Arbeit, wie z. B. von der Begleitung von Vorträgen und Schulungsveranstaltungen oder der Überprüfung und Überarbeitung von Texten. (Sabrina Springer)

Mit den Waffen der Justiz: Todesstrafe, Scharfrichter und Richtstätten

Vortrag von Dr. Stephanie Marra
Technische Universität Dortmund
10. Oktober 2015, 15 Uhr
Auditorium des Kunstquartiers Hagen

Laienspiegel ... Strafkatalog; Ausschnitt aus dem Laienspiegel des Höchstädter Landvogts Ulrich Tengler (um 1445-um 1522), so genannter „Tengeler Laienspiegel“, 1508 (Bayerische Staatsbibliothek München)
Laienspiegel …
Strafkatalog; Ausschnitt aus dem Laienspiegel des Höchstädter Landvogts
Ulrich Tengler (um 1445-um 1522), so genannter „Tengeler Laienspiegel“, 1508
(Bayerische Staatsbibliothek München)

Auf dem seit 2002 jährlich stattfindenden Internationalen Tag gegen die Todesstrafe stellt die Referentin die unterschiedlichen Delikte, die zu einer Verurteilung zum Tode führten, und vorgesehenen Strafen vom Mittelalter bis in die Neuzeit vor. Vorgestellt werden aber auch die Akteure, die Opfer und Täter unterschiedlicher Verbrechen, das rechtliche Regulativ in Person des Scharfrichters sowie die Richtstätten, als Orte des ritualisierten Strafvollzugs.
Die rechtlichen Rahmenbedingungen für diese Urteile waren unterschiedlich, zuletzt auch, während der nationalsozialistischen Herrschaft, auch willkürlich und verbrecherisch. Vom Mittelalter bis in die jüngste Vergangenheit wurden auch im Raum Hagen immer wieder aus Todesstrafen ausgesprochen und vollzogen.
Die Funktion des Scharfrichters als ausführendes Organ der Strafrechtspflege verlieh ihm ein besonderes Standesgefühl, für das auch die überlieferten Scharfrichter-Tagebücher aus dieser Zeit sprechen. Zugleich gehörten Scharfrichter und ihre Familien aber zu den gesellschaftlich ausgegrenzten Personengruppen im Mittelalter und Früher Neuzeit; eine ambivalente Position also, die im Vortrag ebenfalls ergründet werden soll.
Eine weitere Frage ist, wo im Raum Hagen die mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Richtstätten lagen, welche Bedeutung sie besaßen und wie ihre Überreste bis heute gedeutet und wahrgenommen werden. Die Richtstätten, auf denen Todes- und rituelle Körperstrafen vollzogen wurden, waren „Theater des Schreckens“. Schon während ihrer Nutzung galten sie als geheimnisvolle Orte, die von Legenden und Mythen umwoben waren – und es bis heute noch sind. Mittlerweile beschäftigt sich auch die Archäologie mit früheren Richtstätten.
Der Veranstaltungsort – das Kunstquartier Hagen – ist dabei von einem besonderen Interesse, da er auf dem Gelände einer Hinrichtungsstätte liegt. Im Hof des früheren Polizei- und Gerichtsgefängnisses in der Prentzelstraße wurden seit den 1830er Jahren bis 1912 zum Tode verurteilte Menschen mit dem Handbeil enthauptet. Während der nationalsozialistischen Herrschaft wurden im Hof und im Keller des Gefängnisses ausländische Zwangsarbeiter durch Mitarbeiter der Gestapo ermordetet.
Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Fachbereichs Kultur der Stadt Hagen, des Emil-Schumacher-Museums und des Karl-Ernst-Osthaus-Bundes.
Eintritt 5 Euro

Dr. Stephanie Marra studierte Geschichte, Prähistorische Archäologie und Romanistik in Bochum und Genua. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Aspekte der Sozial- und Kulturgeschichte der Frühen Neuzeit (u.a. Rechtsgeschichte und Adelsgeschichte) sowie Westfälische Landesgeschichte. Sie leitet an der Technischen Universität Dortmund das Fachreferat für Geschichte, Kunst und Theologie in der Universitätsbibliothek und ist die Leiterin des Universitätsarchivs.

Polizei warnt vor Computerbetrügern!

Hagen. Am Samstag, 03.10.2015, meldete sich gegen 17.00 Uhr
ein englisch sprachiger Mann telefonisch bei einer 72-jährigen
Hagenerin und machte sie zunächst auf ein vermeintliches
Computerproblem bei der Firma Microsoft aufmerksam. Sie wurde
gebeten, unter seiner telefonischen Anleitung gewisse Programmabläufe
an ihrem Computer zu starten. Sie sollte ihm hierdurch die
Installation eines Sicherheitsprogramms auf dem Computer von
außerhalb ermöglichen. Im Anschluss wurde sie noch um die Eingabe von
Kreditkartendaten angehalten. In diesem Zusammenhang warnt die
Polizei vor trickreichen Betrügern, die über solche Telefonate
versuchen an sensible Daten für den Zahlungsverkehr im Internet zu
gelangen.

Der Polizeibericht am Sonntag

+++ Stark angetrunkener Radfahrer in Boele unterwegs +++ Hochwertige Bereifung eines PKW im Hagener Hochschulviertel entwendet +++ Einbrecher im Bereich Hagen – Boele +++ Breckerfeld – Verkehrsunfall nach internistischem Notfall +++ Gevelsberg – Motorradfahrer durch Verkehrsunfall verletzt +++ Gevelsberg – Verkehrsunfall zwischen Fahrradfahrer und Fußgänger +++ Schwerte, Wohnungseinbruch +++ Betrunkener demolierte Streifenwagen – Festnahme mit erheblichen Widerstand +++ Taschendiebstahl – „Antänzer“ auf frischer Tat festgenommen +++ Herdecke: Zwei Einsätze im GVS Altenzentrum kurz hintereinander! +++ Bundesligabegegnung Schalke 04 – 1. FC Köln

Stark angetrunkener Radfahrer in Boele unterwegs
Hagen. Am Samstag, 03.10.2015, wurde gegen 09.40 Uhr
zunächst ein auf dem Gehweg der Pappelstr. fahrender 61-jähriger
Radfahrer angehalten. Da seine Atemluft auf den Konsum von Alkohol
hindeutete, musste er vor Ort einen Atemalkoholtest ablegen. Der
extreme Wert von über 3,5 Promille bestätigte den Verdacht auf seine
Fahruntüchtigkeit. Nach der entnommenen Blutprobe stellte er dann auf
dem Heimweg unter Beweis, dass er bei diesem Wert nicht nur auf dem
Fahrrad, sondern auch zu Fuß noch unterwegs sein konnte.

Hochwertige Bereifung eines PKW im Hagener Hochschulviertel
entwendet
Hagen. In der Nacht von Freitag, 02.10.2015, auf Samstag
entwendeten unbekannte Diebe in der Zeit zwischen 23.00 Uhr und 06.30
Uhr auf dem Parkplatz in der Bredelle die hochwertige Bereifung eines
Audis. Nachdem sie das Fahrzeug aufgebockt und die mit
Felgenschlössern gesicherten Räder abgeschraubt hatten, ließen sie
das Fahrzeug auf Ziegelsteinen stehend zurück. Es entstand ein
Schaden in Höhe von 5.000,- Euro. Bei verdächtigen Feststellungen zur
Tatzeit bittet die Polizei um Hinweise unter der Rufnummer 02331 /
986-2066.

Einbrecher im Bereich Hagen – Boele
Hagen. Am Freitagabend, 02.10.2015, waren im Bereich Boele
offensichtlich Einbrecher unterwegs. Nachdem zunächst gegen 21.30 Uhr
eine bereits schlafende 47-jährige Mieterin in der Memeler Straße
verdächtige Geräusche gehört hatte, schaltete sie zunächst das Licht
in der Wohnung an. Die Geräusche verstummten und sie legte sich
wieder schlafen. Erst am nächsten Morgen stellte sie dann fest, dass
Unbekannte durch das Aufhebeln der Balkontür offensichtlich versucht
hatten in ihre Wohnung einzubrechen. Anders in der Danziger Straße.
Hier hörte eine 76-jährige Bewohnerin gegen 22.00 Uhr ebenfalls
verdächtige Geräusche in ihrer Erdgeschosswohnung. Nachdem auch sie
das Licht wieder eingeschaltet hatte, sah sie eine dunkel gekleidete
Person ohne Beute über den Balkon flüchten. Der Einbrecher hatte sich
bereits Zugang zur Küche verschafft. Sie verschloss die aufgebrochen
Balkontür wieder und verständigte im Nachgang die Polizei. Zeugen,
die in diesem Zusammenhang verdächtige Beobachtungen gemacht haben,
werden von der Polizei um Hinweise unter der 02331 / 986-2066
gebeten.

Breckerfeld – Verkehrsunfall nach internistischem Notfall
Breckerfeld. Am Samstag, um 14:35 Uhr, befährt ein
Autofahrer die Hagener Straße. Aufgrund eines internistischen
Notfalls verliert dieser während der Fahrt das Bewusstsein und kommt
dadurch nach rechts von der Fahrbahn ab. Hier stürzt er mit seinem
Pkw in den Graben und verletzt sich leicht. Es entstand kein
Fremdschaden.

Gevelsberg – Motorradfahrer durch Verkehrsunfall verletzt
Gevelsberg. Am Samstag, um 16:40 Uhr, befährt ein
Autofahrer die Gartenstraße in Fahrtrichtung Wittener Straße. In Höhe
der Tankstelle fährt dieser auf das Tankstellengelände und übersieht
hierbei einen aus Richtung Heidestraße kommenden Motorradfahrer. Es
kommt zu einer Kollision zwischen beiden Beteiligten. Der
Motorradfahrer wird dabei leicht verletzt und zur weiteren Behandlung
in ein Krankenhaus verbracht.

Gevelsberg – Verkehrsunfall zwischen Fahrradfahrer und
Fußgänger
Gevelsberg. Am 03.10.2015, um 17:55 Uhr, kommt es in der
Straße „Am Werde“ zu einem Verkehrsunfall zwischen einem
Fahrradfahrer und einem Fußgänger. Hierbei erleiden beide Beteiligten
Schürfwunden, welche vor Ort ärztlich versorgt werden.

Schwerte, Wohnungseinbruch
Schwerte. In der Zeit von Freitag, 02.10.2015, 13 Uhr bis
gestern, 10.50 Uhr brachen derzeit noch unbekannte Täter in eine
Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in der Straße Beckenkamp
ein. Über Art und Umfang der Beute können gegenwärtig noch keine
Angaben gemacht werden.
Hinweise nimmt die Polizei in Schwerte (Tel.: 02304-9213320)
entgegen.

Betrunkener demolierte Streifenwagen – Festnahme mit erheblichen Widerstand
Dortmund. Offenkundig alkoholisiert schlug gestern Abend, 3. Oktober 2015,
00.10 Uhr, in Dortmund-Dorstfeld der Gast eines Festes die Scheibe
eines Polizeiautos ein.
Der 26-Jährige Dortmunder verließ nach Schluss des Festes das
dortige Bierzelt. Auf dem Weg der abwandernden Gäste standen zwei
Streifenteams, die die nach Hause gehenden Gäste beobachteten.
In kurzer Entfernung davon standen die Streifenwagen der Beamten.
Plötzlich trat der junge Dortmunder an einen der Streifenwagen heran
und begann, wie von Sinnen, auf die Heckscheibe einzuschlagen. Kurz
darauf gab die Scheibe den Schlägen des 26-Jährigen nach und
zersplitterte.
Der angetrunkene Tatverdächtige versuchte sofort zu flüchten. Er
konnte jedoch wenig später von einem Beamten eingeholt und gestellt
werden. Hierbei versuchte der Mann plötzlich auf den Beamten
einzuschlagen. Mit einigen Mühen konnte der renitente Dortmunder
letztendlich gefesselt werden.
Ein weiterer Gast gab sich vor Ort als der Bruder des
Tatverdächtigen aus. Auch dieser junge Mann zeigte ein eher
„uneinsichtiges“ Verhalten. Er versuchte wiederholt die Maßnahmen der
Beamten zu stören. Nachdem er einen Platzverweis ignorierte, kam er
ebenfalls in das Gewahrsam der Polizei. Da der 26-Jährige keine
Personalien bei sich trug, mussten die Beamten ihn zur
Identifizierung mit auf die Wache nehmen. Auch hier tat sich der
Dortmunder mit unflätigen und beleidigenden Äußerungen gegenüber den
Beamten hervor.
Durch die Rangelei mit dem 26-Jährigen wurde ein Beamter leicht
verletzt. Er konnte seinen Dienst nicht weiterführen.
Der 26-Jährige und sein Bruder müssen nun mit Strafanzeigen, unter
anderem wegen Sachbeschädigung und Widerstandes, rechnen.

Taschendiebstahl – „Antänzer“ auf frischer Tat festgenommen
Dortmund. Zivilfahnder der Polizei Dortmund haben gestern Morgen, (3.
Oktober) in Dortmund auf der „Lütge Brückstraße“ einen mutmaßlichen
Taschendieb festnehmen können.
Die Einsatzkräfte beobachteten den verdächtigen Mann dabei, wie er
auf der „Lütge Brückstraße“ immer wieder versuchte augenscheinlich
angetrunkene Passanten anzusprechen.
Im weiteren Verlauf der Beobachtungen sprach der zunächst
Unbekannte dann einen 25-Jährigen aus Braunschweig an. Der Passant,
offenkundig angetrunken, wurde durch den jungen Tatverdächtigen im
wahrsten Sinne des Wortes „angetanzt“. Hier lächelte der mutmaßliche
Dieb sein Opfer an, legte die Hand um die Hüfte und machte mit ihm
„tanzende“ Bewegungen. Hierdurch abgelenkt, merkte der Geschädigte
nicht wie ihm der Tatverdächtige die Geldbörse aus der Gesäßtasche
zog.
Als der mutmaßliche Dieb sich „davonstehlen“ wollte, griffen die
Beamten zu. Der einschlägig polizeibekannte 18-Jährige, ohne festen
Wohnsitz, wurde festgenommen. Das Portemonnaie konnten die
Einsatzkräfte dem Geschädigten unmittelbar zurückgegeben.
Der 18-Jährige kam in das Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen
dauern noch an.

Herdecke: Zwei Einsätze im GVS Altenzentrum kurz hintereinander!
Herdecke. Die Freiw. Feuerwehr Herdecke musste am Samstag
gegen 14:14 Uhr zu einem Brandmeldealarm in das GVS Altenzentrum
Goethestraße ausrücken. Vor Ort wurde der Auslösebereich
kontrolliert. Es konnte keine Feststellung gemacht werden. Die Anlage
hatte vermutlich durch einen technischen Defekt ausgelöst. Der Alarm
wurde abgebrochen. Ein Löschzug war mit zwei Rettungsdienstfahrzeugen
30 Minuten im Einsatz.
Zur gleichen Einsatzadresse ging es erneut um 14:51 Uhr. Die
Brandmeldeanlage war erneut aufgelaufen. Da sich ein großer Teil des
ehrenamtlichen Einsatzpersonals noch an der Wache befand, rückten ein
Kommandowagen und ein Löschfahrzeug zur Erkundung aus. Erneut wurde
der Bereich kontrolliert und auch diesmal konnte keine Feststellung
gemacht werden. Die Anlage hatte wieder durch einen technischen
Defekt ausgelöst. Einsatzdauer hier 20 Minuten.
Beide Einsätze sind kostenpflichtig und werden durch die Gemeinde
abgerechnet.

Bundesligabegegnung Schalke 04 – 1. FC Köln
Gelsenkirchen – Köln. Nach Spielende erreichte der
Buskonvoi mit den Kölner Fans den Gelsenkirchener Hauptbahnhof. Zügig
begaben sich die Fans zum Bahnsteig. Nachdem dort der zusätzliche Zug
bereitgestellt wurde, begaben sich die Kölner Fans in die Wagons.
Auf Grund eines liegengebliebenen Zuges, konnte der „Fanzug“ mit
einer Verspätung von 20 Minuten, seine Reise nach Köln antreten. Kurz
vor der Einfahrt in den Bahnhof Essen-Kray, wurde in einem Wagon die
Notbremse betätigt, so dass der Zug eine Schnellbremsung einleitet.
Ob durch die Notbremsung Personen im Zug verletzt wurden, ist derzeit
nicht bekannt.
Nach etwa 10 Minuten konnte der Zug seine Fahrt wieder aufnehmen.
Zu weiteren Störungen kam es nicht mehr. Nach Ankunft des Zuges im
Kölner Hauptbahnhof, verließen die Fans zügig den Bahnhof.
Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen
Missbrauchs von Nothilfeeinrichtungen ein.

Phoenix Hagen gewinnt zum Saisonauftakt

Zum Auftakt der Beko Basketball Bundesliga-Saison 2015/2016 trotzte Phoenix Hagen allen Widrigkeiten und gewann mit 79:72 (41:43) beim Mitteldeutschen BC. Vor 2.450 Zuschauern in der Stadthalle Weißenfels waren es die Zonenverteidigung und die Distanzwürfe von J.J. Mann, die Hagen im Schlussviertel auf die Siegerstraße brachten.

Das Personal:

Der Mitteldeutsche BC musste auf TaShawn Thomas (Knieverletzung) verzichten. Für ihn wurde der Isländer Haukur Palsson nachverpflichtet. Phoenix Hagen fehlte D.J. Covington (Innenbandriss im Sprunggelenk). Nachwuchsspieler Marcel Keßen reiste dafür mit nach Weißenfels. Die Gastgeber begannen mit Frantz Massenat, Dominique Johnson, Ivan Siriscevic, Haukur Palsson und Chris Otule. Für Hagen starteten Barndon Jefferson, David Bell, Ivan Elliott, Adam Hess und Owen Klassen.

Der Spielverlauf:

Die frühe Foulbelastung setzte Phoenix Hagen schwer zu. Sowohl Klassen als auch Elliott kassierten bereits im ersten Viertel ihr jeweils drittes Fouls. Der MBC zeigte ein anderes Gesicht als im Vorjahr: Das Team spielte deutlich schneller und aggressiver. Mit zunehmender Zeit machten sich die Hagener Nachteile unter den Körben bemerkbar. Chris Otule dominierte die Bretter und erzielte zwölf Punkte im ersten Viertel. Mit einer deutlichen Reboundüberlegenheit, einem Neuzugang Palsson, den die Hagener nicht auf der Rechnung hatten, und mit sicheren Freiwürfen setzte sich der MBC auf 30:20 ab.

Nachdem Otule auf 35:23 erhöhen konnte (14.), brachte Ingo Freyer seine foulbelasteten großen Spieler zurück. Zu deutlich war die Unterlegenheit in Korbnähe. Mit druckvoller Verteidigung waren die Gäste darum bemüht, den Ball vom eigenen Korb fernzuhalten. Mit Erfolg: Phoenix verzeichnete Ballgewinne und kam durch einen Dreier von David Bell bis auf 37:33 heran (16.). Für Owen Klassen indes blieb es bis dato ein gebrauchter Abend. Der kanadische Center kassierte noch vor dem Seitenwechsel sein viertes Foul. Offensiv ließen die Hagener zu viel liegen, kamen aber durch einen weiteren Dreier von David Bell zum zwischenzeitlichen 41:41-Ausgleich. Der MBC rettete eine knappe 43:41-Führung in die Pause.

Nach dem Wechsel entwickelte sich das Spielgeschehen zunächst erneut zu Ungunsten der Hagener. Der Versuch, den dominanten Chris Otule unter Druck zu setzen, brachte keinen Erfolg. Stattdessen kassierte David Bell sein drittes und Adam Hess sein viertes Foul (24.). Frantz Massenat drehte jetzt auf und besorgte dem MBC per Dreier einen 61:52-Vorsprung (27.). Ein weiterer Distanzwurf von Haukur Palsson mit der Schlusssirene stellte das Ergebnis auf 70:60 und ließ den angeschlagenen Feuervögeln nur wenig Hoffnung auf ein positives Ende der Partie.

Ingo Freyer wechselte nun auf eine Zonenverteidigung und erzeugte damit eine verheerende Wirkung auf das Spiel des Mitteldeutschen BC. Die Mannschaft von Silvano Poropat stellte nach dieser Änderung das Scoren komplett ein. Der Ball wanderte um die Hagener Zone, doch die Würfe fanden ihr Ziel nicht mehr. Hagen konnte es zunächst nicht wirklich ausnutzen, dass der MBC annähernd sieben Minuten ohne jeden Punkt blieb. Als niemand auf dem Feld mehr so recht punkten wollte, schlug die große Stunde des J.J. Mann. Der US-Amerikaner glich mit zwei Dreiern zunächst zum 70:70 aus (37.). Auf der Gegenseite traf Massenat zum 72:70 – es sollte kurioserweise der einzige MBC-Korb im letzten Viertel bleiben.

Erneut war es J.J. Mann, der zum 72:72 ausgleichen konnte. Brandon Jefferson besorgte eine Minute vor dem Ende mit einem Sprungwurf die 74:72-Führung für Hagen. Jefferson wollte anschließend nachlegen, scheiterte jedoch beim Ziehen zum Korb. Der Ball kam im Anschluss auf Umwegen zu J.J. Mann, der mit Ablauf der 24-Sekunden-Uhr aus annähernd zehn Metern zum 77:72 für Phoenix traf. 25 Sekunden vor dem Ende war das die Entscheidung. David Bell beschloss die Partie mit zwei Freiwürfen zum 79:72 und bescherte den zahlreich mitgereisten Hagener Fans ihre verdiente Party.

Das Fazit:

Ein kurioser Saisonauftakt verlangte den Hagener Trainern viel Fantasie und der Hagener Mannschaft eine Menge Selbstvertrauen ab. Phoenix war dazu in der Lage, viele Rückschläge (Verletzung Covington, hohe Foulbelastung, Unterlegenheit unter dem Korb) wegzustecken, trotz der frühen Foulbelastung am Ende die besten Spieler auf dem Feld zu haben und mit einer Zonenverteidigung die Wende einzuleiten. Mit zunehmender Spielzeit verschwanden die Defizite beim Rebound. Auch Owen Klassen, dem Fouls und eine unterirdische Wurfhand zusetzten, kam noch eine entscheidende Bedeutung bei: Der Center wurde zum Fels in der Brandung in der Hagener Zone und holte am Ende wichtige Rebounds. Letztendlich waren es die Zonenverteidigung und die Dreier von J.J. Mann, die Hagen den Sieg brachten – und ein mit 19:2 gewonnenes letztes Viertel.

Die Trainerstimmen:

Silvano Poropat. „Im ersten und dritten Viertel haben wir besser gespielt, im zweiten und vierten Viertel war Hagen überlegen. Beide Mannschaften haben sehr gut gekämpft. Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf. Sie hat gekämpft und alles gegeben. Ich denke, wir hatten heute drei Probleme: Zum ersten das Spiel gegen die Zone, dann war die Frage, wer Verantwortung übernehmen soll und schließlich John Stuart Mann, der Verantwortung übernommen hat und auch in chaotischen Momenten getroffen hat. Er hat einen Rebound gegen drei Leute geholt und dann den Ball rein gemacht. Wir gratulieren Hagen. Sie haben heute verdient gewonnen.“

Ingo Freyer: „Für uns war es ein sehr schwieriges Spiel durch einen Ausfall von D.J. Covington, das haben wir versucht zu kompensieren. Owen Klassen war schnell mit drei Fouls vorbelastet. Wir mussten darum das ganze Spiel improvisieren, um die Stärken von Otule durch verschiedene Verteidigungsarten unter Kontrolle zu bekommen. Das dritte Viertel war okay, das vierte Viertel hat Weißenfels aus dem Rhythmus gebracht. Wir sind froh, unter diesen Umständen gewonnen zu haben.“

Mitteldeutscher BC: Otule (16, 6 BS), Massenat (15/1, 8 Reb.), Palsson (11/2, 8 Reb.), Haukohl (9/1, 8 Reb.), Siriscevic (7/1), Jeter (7/1), Johnson (5/1), Zinn (2), Maier, Bundovic.

Phoenix Hagen: Bell (22/4), Mann (20/5), Jefferson (14, 6 Ass., 3 St.), Elliott (10/2, 8 Reb., 3 St., 2 BS), Geske (6), Hess (2), Keßen (2), Grof (2), Klassen (1, 7 Reb., 3 St.).

Stationen: 14:15 (5.), 30:20 (10.), 37:28 (15.), 43:41 (20.), 56:48 (25.), 70:60 (30.), 70:64 (35.), 72:79 (40.).

Zuschauer: 2.450

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