„Hilfe annehmen ist ein Zeichen von Stärke“

Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein
Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein

Wetter (Ruhr). MTV-Star Sophie Rosentreter im Ev. Feierabendhaus Schwelm Ev. Feierabendhaus Schwelm. „Demenzkranke Menschen sind voller Seele und Geist – bis zum Schluss“, betonte Sophie Rosentreter in ihrem sehr persönlichen, informativen und berührenden Vortrag im Ev. Feierabendhaus Schwelm. Die ehemalige MTV-Moderatorin machte mit ihrer Aktion „Ilses weite Welt“ Station in dem Seniorenheim der Ev. Stiftung Volmarstein. „Es ist nicht das Ende, es ist ein Umbruch“, meint Sophie Rosentreter. Die junge Frau ist den meisten Menschen bekannt aus dem Fernsehen oder von Titelblättern. Den Platz hinter der Kamera hat sie verlassen und ist jetzt als Demenz-Expertin unterwegs. Der Grund für diesen Schritt war ein sehr persönlicher: Ihre Oma Ilse erkrankte an Demenz. Von ihren Erfahrungen berichtete sie anschaulich. So mancher Zuhörer im Feierabendhaus konnte sich bei der Schilderung von Problemen, Anekdoten und Katastrophen wiederfinden. „Die Hälfte der Belastung entsteht durch falsches Verstehen und falsches Verhalten“, weiß die Moderatorin. Daher ist ihr Anliegen die sachliche Aufklärung über die Krankheit und pragmatische Hilfe.

Dass es sehr gute Möglichkeiten gibt, Demenzkranken im Alltag zu helfen, zeigte sie in kurzen Filmen. Z.B. Konturen schaffen: Mit bunten Rändern am Teller wird der Blick auf das Essen gelenkt, farbige Streifen am Regalbrett erleichtern das Erkennen der Fächer im Schrank. Kleine Hilfestellungen und Brücken helfen im Alltag. Klare Botschaften und das richtige Ambiente unterstützen die Orientierung. So können sich demenzkranke Menschen z.B. an einem Tisch ohne Deko oder Tischdecke eher auf das Essen konzentrieren. „Über die Sinne sind Menschen mit Demenz bis zum Schluss zu erreichen“, erklärt Sophie Rosentreter. „Werden sie mit Reizen überflutet, geht gar nichts mehr.“

Ebenso eindrucksvoll berichtete die Referentin, wie man mit Dementen, die scheinbar in ihrer ganz eigenen Welt leben, kommunizieren kann. Berührung, Musik, Annäherung von vorne, Blickkontakt, beim Sprechen Pausen setzen und Zuhören erleichtern den Zugang zu den Kranken. Mit sehr bewegenden kurzen Filmen zeigte Sophie Rosentreter was möglich ist. „Es kommt nicht darauf an, was wir im Leben erreichen, sondern wen“, so die junge Frau. Weitere Infos: http://www.ilsesweitewelt.de

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