Giousouf (CDU): „Richtige Schritte für den Umgang mit der Flüchtlingssituation“

Heute hat Bundesinnenminister De Maizière das Gesetzespaket zu Asylverfahren vorgestellt. Dazu stellt die Integrationsbeauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Cemile Giousouf, fest, die Hagen und den südlichen Ennepe-Ruhr Kreis im Deutschen Bundestag vertritt:

Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde
Foto: Deutscher Bundestag / Achim Melde

„Der Beitrag des Bundesinnenministers in der Bundestagsdebatte zeigt deutlich, dass die Politik auf die Herausforderungen der Flüchtlingssituation reagiert. Mit der Erklärung von Albanien, Kosovo und Montenegro zu sicheren Herkunftsstaaten wird gewährleistet, dass die Einwanderung aus sicheren Ländern abnimmt und die Asylverfahren beschleunigt werden können. Sobald die Maßnahmen anfangen zu greifen, wird sich die Situation in unseren Städten und Kommunen entspannen. Die Weichen sind gelegt:
Durch die Flüchtlingspauschale werden vom Bund vom Tag der Registrierung bis zum Abschluss des Asylverfahrens die Kosten übernommen. Das ergibt einen Betrag von 3,5 Mrd. Euro, der zusätzlich vom Bund aufgewendet wird. Durch den Abbau bürokratischer Hürden bei der Einrichtung von Flüchtlingsunterkünften ist eine wichtige Grundlage gegeben, dass vor Einbruch des Winters menschenwürdige Unterkünfte geschaffen werden können. Auch Integrationsmaßnahmen werden gefördert: Die Integrationskurse werden für Asylbewerber und Geduldete mit guter Bleibeperspektive geöffnet. Mit Integrationskursen mit berufsbezogenen Sprachkursen der Bundesagentur für Arbeit erreichen wir, dass die Flüchtlinge schneller am Arbeitsmarkt Fuß fassen.“

Werbeanzeigen

„Tag des Flüchtlings“ an diesem Freitag von 14 – 18 Uhr in und um die Johanniskirche

Der diesjährige „Tag des Flüchtlings“ im Rahmen der deutschlandweiten „Interkulturellen Woche“ steht unter dem Motto „Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt“.

Tag des Flüchtlings„ Nach vierzig Jahren sind die Interkulturelle Woche und ihre Anliegen aktueller denn je. Echte Integration und Partizipation erfordern Beiträge aller in Deutschland lebenden Menschen, der hier geborenen wie der zugewanderten. Zusammenleben in Vielfalt muss immer wieder neu eingeübt werden“, heißt es im gemeinsamen Wort der Kirchen zur Interkulturellen Woche 2015. In diesem Sinne laden Sie die Veranstalter, die Diakonie Mark-Ruhr, der Ev. Kirchenkreis, der Caritasverband Hagen e.V., die Freiwilligenzentrale, der BDKJ, der Verein zur Förderung der Flüchtlingsarbeit in Hagen e.V. und die Werkhof gem. GmbH zu einem bunten Begegnungsfest für Hagener Bürgerinnen und Bürger und besonders Flüchtlinge mit ihren Familien  am Freitag, den 2. Oktober ab 14 Uhr bis 18 Uhr in und um die Johanniskirche, Johanniskirchplatz 10, Hagen  ein.

Grußworte sprechen Oberbürgermeister Erik O. Schulz, die Superintendentin des Ev. Kirchenkreises Hagen, Pfarrerin Verena Schmidt, und der Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr, Pfarrer Martin Wehn. Auf dem Programm stehen Mitmachaktionen für alle Altersgruppen, Kuchen und Getränke, Spiel und Spaß für Kinder, internationale Musik, sowie Musik von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters der Stadt Hagen. An diesem Tag feiert der Verein zur Förderung der Flüchtlingsarbeit in Hagen e.V. sein 20-jähriges Bestehen. Im Namen der Veranstalterrunde sind Sie herzlich eingeladen, am 2. Oktober 2015 dabei zu sein und dabei Begegnung zu leben und für Flüchtlinge und ihre Rechte einzutreten.
Wenn Sie etwas beitragen möchten zu diesem Fest, sind Kuchenspenden willkommen, die ab 13 Uhr in der Johanniskirche abgegeben werden können oder um helfende Hände beim Aufbau des Festortes ab 12 Uhr.

Grüne in Wetter (Ruhr) kritisieren: Rat hat keinen Einfluss mehr auf den Kita-Bau

Die Grünen Wetter widersprechen dem Eindruck, dass sie den Kindergartenbau im Schöntal verzögern wollen. Vielmehr geht es um klare Entscheidungsgrundlagen und die Beteiligung der Politik an den Ausschreibungskriterien.

Dazu erklärt Fraktionssprecherin Karen Haltaufderheide:
„Wir haben von Anfang an zum Kindergartenneubau im Schöntal gestanden. Wir begrüßen ausdrücklich, dass die Verwaltung inzwischen eine sechsgruppige Einrichtung plant, so wie wir es von Anfang an gefordert haben. Damit wird dem steigenden Bedarf an U3-Plätzen Rechnung getragen. Wir brauchen die neue Kindertagesstätte auch so schnell wie möglich, damit das Provisorium Bergschule ein Ende findet und das schöne, aber für U3-Betreuung nicht nutzbare Harkorthaus ersetzt werden kann.

Wir sind in der letzten Ratssitzung lediglich dagegen eingetreten, dass der Rat jegliche weitere Entscheidung über den Kindergartenneubau aus den Händen gibt, wie es nun beschlossen worden ist. Dies wiegt umso schwerer, als die Entscheidungsgrundlagen unklar bis unvollständig sind. Und das, obwohl wir dieselben Fragen wie jetzt bereits vor einem Jahr gestellt haben.
Die Verwaltung wird nun eine Ausschreibung für die Investorensuche erstellen. Nach welchen baulichen Standards die Kita errichtet werden soll, welchen Mietpreis der Investor verlangen kann, wie lang der Vertrag geschlossen wird, wie die Aussenanlagen zu gestalten sind und alle weiteren Ausschreibungskriterien legt die Verwaltung nun allein fest. Der Rat und auch der Jugendhilfeausschuss haben von jetzt an keinen Einfluss mehr auf den Kita-Bau. Ob ein Jugendhilfeausschuss als Teil des Jugendamtes seine Verantwortung so weit abgeben sollte, erscheint fragwürdig.

Wir haben keine Verzögerung beantragt. Wir haben nur gefordert, dass die Ausschreibungskriterien, die von der Verwaltung entwickelt werden, dem Jugendhilfeausschuss und dem Rat zu Beratung und Beschluss vorgelegt werden. Wenn man seine Sache gut macht, muss man davor keine Angst haben.
Anfangs wurde der Charme der Neubaulösung gerade darin gesehen, dass ein breit angelegter Planungsprozess möglich sei, um den besten Kindergarten für Wetter zu bauen. Die avisierte Bürgerbeteiligung ist nun soweit zusammengeschnurrt, dass nicht einmal mehr der Jugendhilfeausschuss und die Ratsmitglieder an der Planung beteiligt werden. Das entspricht nicht unseren Vorstellungen von politischer Verantwortung.“

Was ist los in Hagen? Termine – Events – Veranstaltungen

Spektakulärer Unfall in Wetter (Ruhr)

Wetter. Einiges zu tun gab es am Mittwoch für die Freiwillige Feuerwehr
Wetter. Los ging es um 15:00 Uhr in der Straße Im Kirchspiel. Hier
musste aufgrund eines medizinischen Notfalls eine Wohnungstür
geöffnet werden. Die Feuerwehr verschaffte sich unter den Augen der
mitanwesenden Polizei gewaltsam Zutritt zu der Wohnung. Nachdem die
Tür geöffnet war, konnte der Patient an den Rettungsdienst übergeben
werden. Einsatzdauer ca. 45 Minuten.

Foto: Feuerwehr Wetter (Ruhr)
Foto: Feuerwehr Wetter (Ruhr)

Weiter ging es um 16:44 Uhr für die Löschzüge zwei und drei sowie
für die Fachgruppe Technische Hilfe. Beim Rangieren mit dem PKW war
die Fahrerin auf ihrem Grundstück in der Eilper Höhe eine ca. 2 Meter
hohe Mauer heruntergestürzt und hatte sich dabei überschlagen. Das
Auto blieb auf dem Dach im Garten liegen. Die Fahrerin selbst war im
PKW eingeschlossen. Der eintreffende Einsatzleiter machte sich sofort
ein Bild der Lage. Der Personenwagen wurde als erstes gegen weiteres
Umkippen gesichert, danach wurde durch eine Tür eine
Versorgungsöffnung für die verletzte Patientin geschaffen. Nachdem
die Fahrerin durch Rettungsdienst und Notarzt stabilisiert war,
konnte sie schonend durch die Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden.
Parallel dazu wurden durch die ehrenamtlichen Kräfte auslaufende
Betriebsstoffe abgestreut und der Brandschutz gesichert. Die
Feuerwehr verblieb noch an der Einsatzstelle, bis ein
Abschleppunternehmen den PKW aus dem Garten geborgen hatte. Nach gut
zwei Stunden war dieser nicht alltägliche Einsatz für die dreißig
Feuerwehrleute beendet.

Gerade wieder am Gerätehaus angekommen musste die Löschgruppe
Grundschöttel bereits zum nächsten Einsatz ausrücken. In einem
Seniorenheim konnte ein Patient nicht durch den Treppenraum zum RTW
getragen werden. Die Drehleiter wurde in Stellung gebracht und der
Patient mit dem Rettungskorb nach unten gefahren. Hier nahm ihn der
Notarzt wieder in Empfang und der Transport ins Krankenhaus konnte
weitergehen. Dieser Einsatz war dann nach gut dreißig Minuten
beendet.

René Röspel lädt Bürger zum Gespräch

Der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel lädt die Bürgerinnen und Bürger aus seinem Wahlkreis (Hagen und EN-Süd) zur Sprechstunde am Dienstag, dem 6. Oktober, von 15 bis 18 Uhr in sein Büro, Elberfelder Straße 57, in Hagen ein. Interessierte Bürgerinnen und Bürger werden gebeten, sich zur Vorbereitung und Terminabsprache telefonisch unter 0 23 31 / 91 94 58 anzumelden.

A45: Engpass zwischen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd

(straßen.nrw). Am Freitag (2.10.) ab 6:30 Uhr wird es eng auf der A45 zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Nord und Hagen-Süd in Fahrtrichtung Dortmund. Hier steht den Verkehrsteilnehmern bis 13 Uhr nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. An der Talbrücke „Kattenohl“ ist ein Fahrbahnübergang gebrochen. Fahrbahnübergänge sind Metallkonstruktionen, die das Ausdehnen der Brücke je nach Umgebungstemperatur sicher gewährleisten. Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm muss diesen Übergang kurzfristig reparieren.

SPD-Hagen: „Grüne auf schulpolitischen Abwegen“

Hagen. „Was die Grünen hier in Hohenlimburg schulpolitisch veranstalten, ist nicht mehr nachvollziehbar. Warum hat Frau Pfefferer die Einführung von Starterklassen an der Berchumer Grundschule nicht schon im Schulausschuss gestellt?“, fragt sich die Hagener SPD Fraktionsvorsitzende  Mark Krippner nach der letzten Ratssitzung. Dort hatten die Grünen mit ihrem plötzlich gestellten Antrag für erhebliche Irritationen gesorgt, war das Konzept für die Berchumer Schule als Teilstandort der Heideschule doch quasi schon unter Dach und Fach. „Jetzt müssen wir wieder auf eine Genehmigung aus Arnsberg warten“, so Krippner.  Würden die Starterklassen in Berchum genehmigt, könne die Schule vorerst eigenständig bleiben. Der Nachteil: Die Kinder für die Starterklassen müssten aus dem gesamten Bezirk nach Berchum gefahren werden.  Die SPD habe im Rat aber dafür gesorgt, dass die Verbundschule aber weiterhin im Rennen ist. „Kommt die Genehmigung aus Arnsberg nicht, dann werden wir unseren alten Plan weiterverfolgen. Für die SPD ist es ganz wichtig, dass der Schulstandort, wie auch immer, erhalten bleibt.“
Besonders froh ist Ramona Timm-Bergs über die klare Ratsentscheidung in Sachen Pestalozzi-Schule. Die Schule werde in Zukunft sowohl von der VHS als auch von der Primarstufe der Wilhelm-Busch-Förderschule genutzt, die von Halden an die Lenne ziehen wird. „Damit ist gewährleistet, dass die Schule und damit auch die Turnhalle für den TuS Oege erhalten bleibt“, so Timm-Bergs.
Bestätigt fühlt sich die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion auch nach den jüngsten Äußerungen von Oberbürgermeister Erik O. Schulz. „Wir als SPD haben schon im vergangenen Jahr mit der ersten Flüchtlingswelle die Forderung nach mehr Personal und einer besseren Koordination der Flüchtlingsaufnahme in Hagen gestellt. Damals hat man uns mehr oder weniger zu verstehen gegeben, dass unsere Forderungen unrealistisch und nicht zu erfüllen sind. Niemand wollte sehen, dass der Druck immer größer wird“, so Timm-Bergs. Die jetzt von Schulz angekündigte Benennung eines Flüchtlingsbeauftragten für die Stadt sei zwar viel zu spät gekommen, aber richtig. „Besser jetzt als nie“, so die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion mit Blick auf den weiteren Zustrom von Flüchtlingen.

Kinder malen „Weihnachten in Hagen“

Wie in jedem Jahr sendet der Hagener Oberbürgermeister rechtzeitig vor dem Fest eine Reihe an Weihnachtsgrüßen an zahlreiche Personen und Einrichtungen innerhalb und außerhalb Hagens. Eine Tradition, an der Oberbürgermeister Erik O. Schulz auch 2015 festhalten möchte. Zur Gestaltung der Grußkarten wird im Rahmen eines Malwettbewerbes für Kinder ein Motiv zum Thema „Weihnachten in Hagen“ gesucht.

Beteiligen können sich alle Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Das Bild soll in DIN A 4 Format sein und in kräftigen Farben gemalt werden, damit eine entsprechende Druckqualität gewährleistet werden kann. Bis zum 29. Oktober müssen die Bilder an Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Rathausstraße 13, 58095 Hagen, gesendet werden. Eine Jury wird dann unter allen Einsendungen die schönsten Bilder auswählen. Und das Mitmachen lohnt sich, denn für die teilnehmenden Kinder gibt es wie immer schöne Preise zu gewinnen.

Phoenix Hagen startet in Weißenfels

Zum Auftakt der Beko BBL-Saison 2015/2016 tritt Phoenix Hagen beim Mitteldeutschen BC an. Sprungball in der Stadthalle Weißenfels ist am Samstag um 20.30 Uhr.

Der MBC formierte über den Sommer ein komplett neues Team. Doch Trainer Silvano Poropat beweist einmal mehr, dass er eine Mannschaft punktgenau zum Saisonstart fit bekommt. Die Wölfe absolvierten einen harten Reigen von Testspielen und erzielten dabei beachtliche Ergebnisse. Zwei Siege gab es gegen den Liga-Konkurrenten aus Braunschweig (70:62, 75:59), einen Sieg und eine Niederlage gegen Aufsteiger Würzburg (84:82, 82:89), einen Sieg gegen Göttingen (87:79) und eine knappe Niederlage gegen Bayreuth (92:95). Dazu gesellten sich Erfolge gegen den kroatischen Erstligisten Zagreb (101:90) und gegen den tschechischen Erstligisten Pardubice (97:87).

Verblieben aus dem Kader des Vorjahres ist Aufbauspieler Frantz Massenat, der den MBC als Kapitän führt. Mit Massenat, Lance Jeter (ehemals Ulm) sowie den Talenten Robert Zinn und Dominique Johnson (ehemals Braunschweig) ist der Backcourt gut besetzt. Für die Forward-Positionen stehen der Kroate Ivan Siriscevic, der talentierte Stephan Haukohl (aus Nürnberg), der US-Amerikaner TaShawn Thomas (University of Oklahoma) sowie der Kroate Filip Bundovic (KK Zabok, Kroatien) zur Verfügung. Fels in der Brandung ist der aus Crailsheim verpflichtete Chris Otule, der sich die Centerposition mit Talent Jonathan Maier (ratiopharm ulm) teilt.

„Natürlich ist es schwer, die Konkurrenz einzuschätzen. Ich kenne den MBC nur von Videos aus der Vorbereitung“, weiß Phoenix-Coach Ingo Freyer um die Unberechenbarkeit der bevorstehenden Aufgabe. „Ich denke, dass das Team gut zum Trainer passt. Mit Massenat und Jeter stehen zwei sehr starke Guards im Aufgebot. Und Chris Otule unter dem Korb ist natürlich auch eine Ansage. Dazu kommt mit Siriscevic ein erfahrener Forward, der das Team mit tragen wird.“

Die beiden Siege gegen Göttingen und Avellino im Rahmen der Krombacher Challenge haben Phoenix Hagen noch einmal Selbstbewusstsein gegeben. „Das tat gut“, sagt Trainer Ingo Freyer, der aber auch weiß, dass es sich nur um Vorbereitungsspiele handelte. „Wir sind im Plan mit unserer neuen Mannschaft und haben ein gutes Gefühl. Wo wir wirklich stehen, werden wir aber erst in den Pflichtspielen sehen. Das gilt gerade für Auswärtsspiele, denn die letzten drei Tests hatten wir ja in eigener Halle“

Phoenix Hagen reist bereits am Freitag nach Weißenfels und wird dort auch eine Trainingseinheit absolvieren. Verzichten muss Ingo Freyer beim MBC auf Marcel Keßen, Pascal Zahner-Gothen und Moritz Krume, die am Wochenende für die Kooperationsteams von Phoenix Hagen auflaufen werden.

A45: Brückenbauarbeiten zwischen Lüdenscheid und Meinerzhagen

(straßen.nrw). Am Dienstag (6.10.) ab 19 Uhr wird auf der A45 zwischen den Anschlussstellen Lüdenscheid-Süd und Meinerzhagen eine neue Brückenbaustelle eingerichtet.

Saniert wird hier die Brücke „Forstweg“. Der Verkehr läuft in jeder Fahrtrichtung in zwei eingeengten Fahrspuren an der Baustelle vorbei, der Parkplatz „Baberg“ muss gesperrt werden. Hier besteht der Engpass dann für zwei Wochen.

Die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Hamm lässt seit August die Brücke „Forstweg“ neu abdichten, sie bekommt eine neue Fahrbahndecke, der Beton wird instand gesetzt, es kommen  neue Schutzplanken sowie neue Geländer und Brückenränder („Kappen“). Auch die Fahrbahnübergänge werden erneuert. Die Brücke war während der Arbeiten gesperrt. Die Arbeiten fanden auf dem Bauwerk ohne Verkehrsbeeinflussung auf der A45 statt. Jetzt muss der Mittelpfeiler und Bereiche der Unteransicht saniert werden, hierdurch entsteht dann eine sogenannte „Inselbaustelle“.

Straßen.NRW investiert hier für alle Arbeiten 290.000 Euro aus Bundesmitteln. Das Bauwerk „Forstweg“ wurde 1971 gebaut, ist 46,70 Meter lang und hat eine Brückenfläche von 280 Quadratmetern.

Falls das Wetter zu schlecht ist, werden die Arbeiten verschoben.

DGB: „Flüchtlinge und Arbeitslose nicht gegeneinander ausspielen“

Die Zahlen des Arbeitsmarktes in der Region zeigen ein durchwachsenes Bild. Während es in Bochum, Herne, im Märkischen Kreis und im Ennepe-Ruhr Kreis wie üblich im September zu einer Verbesserung der Situation gekommen ist, hat sich die Zahl der Erwerbslosen in Hagen kaum verändert. Insgesamt bleibt es in den Städten und Kreisen der Region dabei, dass die Chancen für ältere Arbeitslose ungenügend sind und auch die Arbeitskräftenachfrage hinter den Erfordernissen bleibt. Angesichts der neuen Herausforderungen durch die Flüchtlinge sind noch mehr und verstärkte Bemühungen dringend erforderlich.

Für den Geschäftsführer der DGB-Region Jochen Marquardt sind in dieser Zeit Arbeitsagenturen, Jobcenter sowie Politik und Wirtschaft besonders gefordert.

„Die Schaffung von Arbeitsplätzen zu verantwortungsbewussten Bedingungen ist eine zentrale Aufgabe. Dabei müssen wir dringend darauf achten, dass Erwerbslose und Flüchtlinge nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

Für den DGB brauchen vor allem Geringqualifizierte mehr Ausbildungs- und Qualifizierungsmöglichkeiten sowie eine Durchhalteprämie bei längeren Maßnahmen.

Für die Gewerkschaften ist der Schutz vor Ausbeutung von hoher Bedeutung: Das gilt sowohl für die Flüchtlinge als auch für die vielen weiteren Arbeitssuchenden, vor allem der Langzeitarbeitslosen. Der DGB setzt sich dafür ein, dass die Betroffenen vor Arbeitsaufnahme eine zuverlässige Aufklärung über den Mindestlohn, zum Kündigungsschutz und zu wesentlichen Arbeitsschutzbestimmungen erhalten.

Zufriedene Mitarbeiter sind Schlüssel zum Erfolg

Hagen. „Willkommen bei der Diakonie“, hieß es auch beim zweiten Begrüßungstag in diesem Jahr, zu dem 140 Mitarbeitende eingeladen wurden, die in den zurückliegenden Monaten neu bei der Diakonie Mark-Ruhr und ihren Tochterunternehmen gestartet sind.

Foto: Diakonie
Foto: Diakonie

„Der Begrüßungstag hat zweimal im Jahr einen festen Platz in unserem Kalender. Wir möchten unseren neuen Mitarbeitenden damit unser Diakonisches Werk vorstellen. Und wir freuen uns, sie fortan im Team der Diakonie begrüßen zu dürfen“, sagt Martin Wehn, Pfarrer und theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr. „Ich bin beeindruckt und sehr froh zu hören, dass alle neuen Kollegen einen guten Start bei uns hatten. Zufriedene Mitarbeiter sind wichtig für unsere tägliche Arbeit. Dann fällt es umso leichter, Menschen die Unterstützung und Begleitung zu bieten, die sie brauchen.“

Ferienaktionen im Museum Wasserschloss Werdringen

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen. In den Herbstferien bietet das Museum Wasserschloss Werdringen in Hagen-Vorhalle viele interessante Veranstaltungen für Klein und Groß. Los geht es am kommenden Sonntag, 4. Oktober, um 15 Uhr mit einer Erlebnisführung zum Thema Feuer machen ohne Streichholz oder Feuerzeug. Dabei werden mit einem Feuerstein Funken geschlagen und der Feuerbohrer kommt zum Einsatz. Bei der Familienführung können alle Kinder selbst einmal die Kunst des Feuermachens ausprobieren. Aber auch so manch ein Erwachsener wird sicherlich gerne versuchen, ein Feuer nach steinzeitlicher Methode zu entfachen. Bevor es ans Feuer machen geht, gibt es noch eine spannende Erlebnisführung durch das ganze Museum, bei der das Leben in der Steinzeit den Schwerpunkt bildet. Aber auch die Dinosaurier aus der Urzeit und die Ritter aus dem Mittelalter kommen nicht zu kurz. Die Erlebnisführung mit der Aktion „Feuer machen in der Steinzeit“ kostet für Erwachsene 3 € und für Kinder 1,50 € zuzüglich des Eintritts. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Steinzeitmesser herstellen – Ferienworkshop für Kinder
Die Steinzeit selbst erleben, unter diesem Motto steht der Ferienworkshop für Kinder ab 8 Jahren am Mittwoch, 7. Oktober, um 15 Uhr. Bei dem spannenden Programm erfahren die Kinder, wie die Menschen in der Steinzeit gelebt haben und woraus sie Werkzeuge hergestellt haben. Im praktischen Teil wird selbst ein steinzeitliches Messer angefertigt. Dafür muss ein passender Griff aus Holz geschnitzt und die Feuersteinklinge eingepasst werden. Mit einem Spezialkleber aus der Steinzeit wird die Messerklinge eingeklebt. Bald schon halten alle Kinder ihr eigenes steinzeitliches Messer in den Händen, das sie natürlich mit nach Hause nehmen können. Bevor es jedoch ans Messer machen geht, gibt es noch eine spannende Erlebnisführung, zum Leben in der Steinzeit. Natürliche Nachbildungen von Mammut, Wollnashorn und Rentier sowie Inszenierungen vermitteln ein anschauliches Bild vom Leben in der damaligen Zeit. Die Kinder erfahren auch, wie solche Tiere in der Steinzeit gejagt wurden. An Arbeitsstationen können die Kinder selbst Hand anlegen und Holz mit einem Faustkeil und Leder mit einem Steinwerkzeug bearbeiten, Korn mahlen oder mit einer steinzeitlichen „Bohrmaschine“ ein Steinbeil durchbohren. Die Kinderaktion „Steinzeitmesser herstellen“ bietet sich als interessante Nachmittagsgestaltung an. Das etwa zweistündige Programm kostet für Kinder 5,50 € zuzüglich des Eintritts von 1,20 €. Eine Anmeldung ist unter Telefon 02331/207-2740 erforderlich.

Taschenlampenführung für Klein und Groß
Am Samstag, 10. Oktober, um 18 Uhr geht es mit der Taschenlampe in der Hand durch das Museum. Was vielleicht schon tagsüber ein bisschen bedrohlich wirkt, wie das riesige Mammut oder der Dinosaurier mit seinen spitzen Zähnen, ist bei Dunkelheit im Schein einer Taschenlampe auf einmal ganz schön unheimlich. Wer den Nervenkitzel liebt, ist bei dieser besonderen Führung genau richtig. Aber nicht nur die Tiere, sondern auch die anderen Objekte, wie die Fossilien aus der Urzeit, die Knochen und Schädel aus der Steinzeit und der Ritter mit Helm und Schwert aus dem Mittelalter entfalten im Licht einer Taschenlampe eine ganz neue Wirkung. Die Taschenlampenführung für Klein und Groß richtet sich an Kinder mit ihre Eltern oder Großeltern. Taschenlampen müssen nicht mitgebracht werden. Sie stehen in ausreichender Anzahl zur Verfügung. Die Taschenlampenführung kostet für Kinder 1,50 € und für Erwachsene 3 €, jeweils zuzüglich des Museumseintritts. Eine Anmeldung ist unter Telefon 02331/207-2740 erforderlich.

Fossilien und Mineraliensuche für Kinder im Steinbruch Hohenlimburg
Mal nicht im Museum, aber in Kooperation mit GeoTouring bietet das Museum Wasserschloss Werdringen am Sonntag, 11. Oktober, von 11 bis 14 Uhr eine Fossilien- und Mineraliensuche für Kinder an. Kinder von 4 bis 10 Jahren werden angeregt, gemeinsam naturwissenschaftliche Zusammenhänge spielerisch zu untersuchen und zu verstehen. Die Forschungsreise findet im Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke statt. Für die Kinder ist die Begleitung durch einen Erwachsenen erforderlich. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig, empfehlenswert sind Rucksack oder Tasche für Fundstücke und Verpflegung. Außerdem benötigt jedes Kind einen Fahrradhelm. Die Helme für die Erwachsenen werden gestellt. Das Programm kostet für ein Kind ab 4 Jahren 8 € und für einen Erwachsenen 12 €. Eine Anmeldung für die Exkursion ist erforderlich und wird unter Telefon 02331/2072740 oder 0178/1964177 entgegengenommen.

Prinzessin im Schloss – Ferienaktion für Mädchen ab 5 Jahren
Prinzessin sein ist für alle Mädchen ein schöner Traum. Bei dem traumhaften Ferienprogramm am Mittwoch, 14. Oktober, von 14 bis 16.30 Uhr, wird der Traum wahr. In tolle Kleider gehüllt schweben die kleinen Prinzessinnen durchs Museum und tauchen ein in die Welt der Mädchen und Frauen im Mittelalter. Sie basteln sich ein schönes Krönchen, stellen aus Wachs und Honig ein pflegendes Lippenbalsam her. Das Ferienprogramm kostet 8,50 € pro Kind zuzüglich des Eintritts von 1,20 €. Anmeldungen sind erforderlich und werden unter Telefon 02331/207-2740 entgegengenommen.

Mikroskopieren für Kinder
Unter einem Polarisationsmikroskop offenbart die Natur eine verborgene und ungeahnte Welt aus vielen Farben und unterschiedlichen Formen. Gesteine wirken bei normalem Licht meist grau und unscheinbar. Unter dem Mikroskop allerdings kommen ganz andere Seiten zum Vorschein, der Eklogit erinnert an ein Kaleidoskop, der Dunit an ein abstraktes Gemälde und der Leucitbasalt an eine versprengte Milchstraße. Kleckse und Farbtupfer in wildem Pink, tiefem Rot, leuchtendem Türkis und einem warmen Orange wechseln sich ab. Wie das alles entstanden ist und was es sonst noch interessante in Gesteinen zu entdecken gibt, wird am Freitag, 16. Oktober, um 14 Uhr im Museum Wasserschloss Werdringen erläutert. Das interessante Seminar speziell für Kinder ab 6 Jahren finde in Kooperation mit GeoTouring statt. Das etwa dreistündige Seminar kostet für Kinder 8 €. Anmeldungen werden unter Telefon 02331/207-2740 entgegen genommen.

Fossilien- und Mineraliensuche für Kinder im Steinbruch Hohenlimburg
Zum Ferienende geht es am Samstag, 17. Oktober, noch einmal zur Fossilien- und Mineraliensuche in den Steinbruch der Hohenlimburger Kalkwerke. Das etwa dreistündige Programm beginnt um 11 Uhr. Für die Kinder ab 4 Jahren ist wieder die Begleitung durch einen Erwachsenen erforderlich. Wetterfeste Kleidung und festes Schuhwerk sind notwendig, empfehlenswert sind Rucksack oder Tasche für Fundstücke und Verpflegung. Außerdem benötigt jedes Kind einen Fahrradhelm. Die Helme für die Erwachsenen werden gestellt. Das Programm kostet für ein Kind ab 4 Jahren 8 € und für einen Erwachsenen 12 €. Eine Anmeldung für die Exkursion ist erforderlich und wird unter Telefon 02331/207-2740 oder 0178/1964177 entgegengenommen.

Patientenforum in der Orthopädische Klinik Volmarstein

Foto Quelle: ESV
Foto Quelle: ESV

„Protheseninfektionen heilen nicht von alleine“, erklärte Prof. Dr. Carsten Gebert. „Je größer der Weichteilschaden bereits vor einem notwendigen Wechsel der Prothese, desto schlechter wird die Funktion.“ Mit so klaren Worten – aber auch Hoffnung machend – erläuterte Chefarzt Prof. Dr. Carsten Gebert und sein Team der Tumor- und Revisionschirurgie die Diagnostik und Therapiemöglichkeiten bei infizierten Prothesen.

Oberarzt Dr. Martin Weßling erklärte in einem ersten Vortrag, welche Untersuchungen notwendig sein können, wenn der Verdacht auf eine infizierte Prothese besteht. „Die Diagnostik ist oft nur durch das mosaikartige Prüfen vieler verschiedener Befunde möglich“, so der Orthopäde. Eine ausführliche Befragung der Patienten steht an erster Stelle, weit vor bildgebenden Methoden wie CT, MRT, Röntgen und Szintigraphie. „Jeder Patient, der mit dem Verdacht auf einen Protheseninfekt zu uns kommt benötigt aber auch eine Probengewinnung“, so Dr. Wessling. Pathologen und Mikrobiologen untersuchen unabhängig voneinander das Material.
In Deutschland werden jedes Jahr über 180.000 künstliche Gelenke implantiert. Komplikationen wie Entzündungen sind selten. Allerdings ist der Leidensdruck bei Patienten mit infizierten Prothesen immens. „Wenn die Prothese akut starke Probleme macht, kann das unter Umständen an einer bakteriellen Besiedlung der Prothesenoberfläche liegen“, erklärt Prof. Dr. Gebert in seinem Vortrag. „Aber auch nach vielen Jahren kann es zu Infektionen kommen, die zum Beispiel bei entzündlichen Zahnerkrankungen über das Blut zu Prothese gelangen und dann wie eine Art Schwelbrand nicht mehr zur Ruhe kommen“, so der Chefarzt der Revisionschirurgie.
Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen erklärt Prof. Dr. Gebert in dem zweiten Vortrag. „Das therapeutische Vorgehen bei einer Protheseninfektion ist abhängig vom Alter des Implantates und dem Allgemeinzustand des Patienten, sowie des Keimes, der die Entzündung unterhält“ betont der Professor. Bei Protheseninfektionen in den ersten Wochen nach ersten Symptomen sei oft ein prothesenerhaltendes Vorgehen möglich. „Bei Infektionen, die bereits einen längeren Zeitraum andauern, muss hingegen das Implantat in der Regel komplett ausgewechselt werden damit der Infekt beherrschbar wird. Oft sind dazu zwei Operationen notwendig.“
Anhand von konkreten Fallbeispielen erläuterte Oberarzt Hendrik Bulok den Ablauf der Behandlung. „Ist die Diagnose gestellt, so wird in einer ersten Operation die infizierte Prothese entfernt, das Umgebende Gewebe intensiv gereinigt und ein Platzhalter eingesetzt“, so Hr. Bulok. „Der Platzhalter wird – nach Rücksprache mit einem Mikrobiologen – mit einem auf den Keim abgestimmten Antibiotikum eingesetzt. Nach Abheilen der Entzündung kann nach etwa sechs Wochen die neue Prothese eingesetzt werden. Infektionen von Kunstgelenken stellen damit ein ernstes aber meist beherrschbares Problem dar.“

Polizeibericht am Donnerstag

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

+++ Hagen: Vandalismus an Schule +++ Hagen: Ohne Führerschein unterwegs +++ Hagen: Autofahrer und Motorradfahrer überholen sich mehrfach wechselseitig, bis es zum Zusammenstoß kommt
+++ Dortmund: Paketzusteller wehrt sich – Räuber flüchtet ohne Beute +++ Dortmund: Alkoholisierter Mann bedroht Mitbewohner  +++ Dortmund: Vorsicht! – Aktuell Enkeltrickbetrüger in Dortmund aktiv! ++ Herdecke: Diebstahl auf Baustellengelände +++ Wetter: Fahrrad fährt auf Pkw auf +++ Wetter: Pkw kippt beim Rangieren um +++ Wetter: Fahrzeugdiebstahl auf der Oberwengener Straße +++ Gevelsberg:  Einbruch in  Entsorgungsfirma +++ Ennepetal: Einbruch in Kiosk +++  MK: Da war die Luft raus … +++ Polizeibericht am Donnerstag weiterlesen

Bilderbuchkino in der Stadtteilbücherei Haspe

© TV58.de
© TV58.de

Hagen. Jedes Mal wenn Kater Findus Geburtstag hat, backt ihm Pettersson eine Pfannkuchentorte. Doch diesmal scheint alles schief zu laufen… Was alle schief läuft, können Kinder ab vier Jahren beim kostenlosen Stadtteilbücherei Haspe am Dienstag, 6. Oktober, um 16 Uhr in der Stadtteilbücherei Haspe, Kölner Straße 1, erfahren. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Alle Kinder sind herzlich eingeladen. Die Veranstaltung dauert circa 45 Minuten. Nähere Informationen unter 02331/207-4297.

Was ist los in Hagen? Termine – Veranstaltungen – Events

„Hilfe annehmen ist ein Zeichen von Stärke“

Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein
Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein

Wetter (Ruhr). MTV-Star Sophie Rosentreter im Ev. Feierabendhaus Schwelm Ev. Feierabendhaus Schwelm. „Demenzkranke Menschen sind voller Seele und Geist – bis zum Schluss“, betonte Sophie Rosentreter in ihrem sehr persönlichen, informativen und berührenden Vortrag im Ev. Feierabendhaus Schwelm. Die ehemalige MTV-Moderatorin machte mit ihrer Aktion „Ilses weite Welt“ Station in dem Seniorenheim der Ev. Stiftung Volmarstein. „Es ist nicht das Ende, es ist ein Umbruch“, meint Sophie Rosentreter. Die junge Frau ist den meisten Menschen bekannt aus dem Fernsehen oder von Titelblättern. Den Platz hinter der Kamera hat sie verlassen und ist jetzt als Demenz-Expertin unterwegs. Der Grund für diesen Schritt war ein sehr persönlicher: Ihre Oma Ilse erkrankte an Demenz. Von ihren Erfahrungen berichtete sie anschaulich. So mancher Zuhörer im Feierabendhaus konnte sich bei der Schilderung von Problemen, Anekdoten und Katastrophen wiederfinden. „Die Hälfte der Belastung entsteht durch falsches Verstehen und falsches Verhalten“, weiß die Moderatorin. Daher ist ihr Anliegen die sachliche Aufklärung über die Krankheit und pragmatische Hilfe.

Dass es sehr gute Möglichkeiten gibt, Demenzkranken im Alltag zu helfen, zeigte sie in kurzen Filmen. Z.B. Konturen schaffen: Mit bunten Rändern am Teller wird der Blick auf das Essen gelenkt, farbige Streifen am Regalbrett erleichtern das Erkennen der Fächer im Schrank. Kleine Hilfestellungen und Brücken helfen im Alltag. Klare Botschaften und das richtige Ambiente unterstützen die Orientierung. So können sich demenzkranke Menschen z.B. an einem Tisch ohne Deko oder Tischdecke eher auf das Essen konzentrieren. „Über die Sinne sind Menschen mit Demenz bis zum Schluss zu erreichen“, erklärt Sophie Rosentreter. „Werden sie mit Reizen überflutet, geht gar nichts mehr.“

Ebenso eindrucksvoll berichtete die Referentin, wie man mit Dementen, die scheinbar in ihrer ganz eigenen Welt leben, kommunizieren kann. Berührung, Musik, Annäherung von vorne, Blickkontakt, beim Sprechen Pausen setzen und Zuhören erleichtern den Zugang zu den Kranken. Mit sehr bewegenden kurzen Filmen zeigte Sophie Rosentreter was möglich ist. „Es kommt nicht darauf an, was wir im Leben erreichen, sondern wen“, so die junge Frau. Weitere Infos: http://www.ilsesweitewelt.de

Lokale Agenda analysiert Klimafolgen

Foto: Stadt Wetter (Ruhr).
Foto: Stadt Wetter (Ruhr).

Wetter (Ruhr). „Wir wollen ein Bewusstsein für den Klimaschutz schaffen“, erklärt Rolf Weber von der Lokalen Agenda 21. Wie wirkt sich die Klimaerwärmung direkt auf die Menschen in Wetter aus? Diese Frage steht am Anfang des Klimafolgen-Berichtes, den die Mitglieder der Lokalen Agenda kürzlich vorstellten. „Wir wollen mit unserem Bericht, den wir im letzten Jahr erstmals erstellt haben, den Bürgern vor Augen führen, wie groß die Schäden durch extreme Wetterereignisse ausfallen.“ Auf rund 474.000 Euro beziffert der Bericht den finanziellen Aufwand für Schutzmaßnahmen und die Behebung von Schäden durch extreme Wetterereignisse. Der ehrenamtliche Aufwand der Feuerwehr lag bei 404 Stunden. Da Wetter 2014 von sogenannten Großschadensereignissen verschont blieb, liegen die Kosten nur bei rund einem Drittel des Aufwandes von 2013. Für die Recherchen arbeiteten Weber und weitere Mitglieder der Agenda eng mit der Stadt Wetter, der Freiwilligen Feuerwehr und dem Stadtbetrieb zusammen. Bürgermeister Frank Hasenberg lobte das Engagement der Lokalen Agenda: „Der Stadt Wetter liegt der Klimaschutz sehr am Herzen. Das hat nicht zuletzt die Auszeichnung der Stadt mit dem European Energy Award gezeigt. Die Lokale Agenda ist ein wichtiger Partner und Akteur rund um den Klimaschutz bei uns in Wetter. Ich freue mich auch weiterhin über die gute und enge Zusammenarbeit.“
Präsentiert wurde der Bericht in einem Haus an der Breslauer Straße: Hier hat die Wohnungsgesellschaft „en wohnen“ im Rahmen der Häusersanierungen ein komplettes Außenentwässerungssystem angelegt, um die Gebäude zukünftig gegen die Folgen von Starkregen zu schützen. Kosten: 280.000 Euro. Rolf Weber und seine Mitstreiter sehen ihre Analyse auch als Handlungsgrundlage für die Politik: Deshalb stellen sie ihre datenreiche Recherche nicht nur den Politikern in Wetter als Informationsgrundlage zur Verfügung, sondern schicken sie auch an die heimischen Landtagsabgeordneten.
Der Bericht „Klimafolgen-Aufwand 2014“ ist im Internet einzusehen unter http://www.agenda21-wetter.de

Wiederaufnahme „Fidelio“

 Fotograf: Klaus Lefebvre.
Fotograf: Klaus Lefebvre.

Hagen. Am Sonntag, 4. Oktober 2015 mit Beginn um 15 Uhr, wird Ludwig van Beethovens Oper „Fidelio“ im Theater Hagen (Großes Haus) wiederaufgenommen. Dieses Musiktheaterwerk mit einer Textfassung von Jenny Erpenbeck inszenierte Gregor Horres in dem Bühnenbild und den Kostümen von Jan Bammes. Unter der musikalischen Leitung von GMD Florian Ludwig singen und spielen Richard Furman, Sabine Hogrefe, Sebastian Joest, Maria Klier, Harriet Kracht (Schauspielerin), Kenneth Mattice, Matthew Overmeyer, Rolf A. Scheider, Kejia Xiong und Rainer Zaun sowie Chor und Extrachor des Theaters Hagen und das Philharmonische Orchester Hagen.
Nach einer weiteren Aufführung am 17. Oktober kann man diese Inszenierung zum letzten Mal am 28. Oktober 2015 (19.30 Uhr) im Theater Hagen erleben.

Karten im Freiverkauf an der Theaterkasse, unter 02331 207-3218 oder http://www.theaterhagen.de, an allen Hagener Bürgerämtern, Tel: 02331 207- 5777 sowie bei den EVENTIM-Vorverkaufsstellen.

Wissenschaftliche Vorträge zu „…extrem und radikal!“

Logo201506Hagen. Auch im Studienjahr 2015/2016 lädt das Historische Institut der Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften an der FernUniversität in Hagen wieder zu einer Geschichtswoche ein. Sie wird vom 19. bis zum 23. Oktober zum sechsten Mal stattfinden und trägt den Titel „…extrem und radikal!“ Das Historische Institut lädt im Rahmen der Woche zu drei öffentlichen Abendvorträgen ein:

  • Unter „Château Gaillard – Herzogsburg, Königsschloss und Kreuzfahrerfestung des Richard Löwenherz“ referiert Dr. Eva-Maria Butz (Historisches Institut, TU Dortmund) am Montag, 19. Oktober, über die Burg Château Gaillard. Sie wurde von Richard Löwenherz rund 100 Kilometer von Paris entfernt innerhalb von zwei Jahren (1196/1197) gegen den französischen König Philipp August errichtet.
  • Zu einer öffentlichen Podiums­diskussion „Von Apps und Tweets: Digitale Wende in der Geschichtswissenschaft“ unter der Leitung von Prof. Dr. Alexandra Przyrembel, Leiterin des Lehrgebiets Europäische Moderne an der FernUniversität, lädt das Historische Institut am Dienstag, 20. Oktober, ein.
  • Unter dem Thema „The politics of this method is radical, not liberal… – Zur Debatte über den (radikalen) Islam vor dem Hintergrund globaler Öffentlichkeit“ spricht Dr. Bettina Gräf (Berlin Graduate School Muslim Cultures and Societies) am Donnerstag, 22. Oktober. Der Vortrag wird anhand von Beispielen Phänomene des radikalen Islam mit zwei Formen globaler Öffentlichkeit in Verbindung bringen.

Alle drei Veranstaltungen beginnen jeweils um 18.15 Uhr im Seminargebäude der FernUniversität, Raum 1-3, Universitätsstraße 33, 58097 Hagen.

KLASSIK & JAZZ IM ESM – Jazz-Matinée

Emil Schumacher Museum
Emil Schumacher Museum

Hagen. In der beliebten Reihe KLASSIK & JAZZ IM ESM, die der Förderverein Emil Schumacher Museum e.V. gemeinsam mit dem Kulturverein Westfalen e.V. veranstaltet, wird am Sonntag, 4. Oktober 2015, ab 11.30 Uhr, im Auditorium des Emil Schumacher Museums das Klangorchester mit einer Jazzmatinée im ESM zur Eröffnung des Jazz Festival Take 5 Jazz am Hellweg präsentiert.

Was:         KLASSIK & JAZZ IM ESM, Klangorchester: „Jazzmatinée im ESMr“

Wann:        Sonntag, 4. Oktober 2015, 11.30 Uhr

Wo:            Auditorium des Emil Schumacher Museums, Hagen

Eintritt:      € 10,

Karten sind erhältlich an der Abendkasse oder in der Buchhandlung am Rathaus: T. 02331-32689

Freihandel: Projekt der Mächtigen

© TV58.de
© TV58.de

Hagen. Über das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen den USA und Europa wird am Mittwoch, 7. Oktober, um 19 Uhr im Kulturzentrum Pelmke, Pelmkestraße 14, debattiert. Aber warum eigentlich? Der Handel floriert doch schon. Gleichzeitig wird das eigentliche Handelshemmnis nicht angegangen: Die Devisenspekulation, welche die Währungskurse extrem schwanken lässt und Exportgüter ad hoc verteuert. Die politische Obsession mit dem Freihandel lässt sich nicht verstehen, wenn man sich nur die aktuellen Verhandlungen ansieht, sondern man muss in die Geschichte zurückgehen. Die vergangenen 250 Jahre erklären, wie die Industrieländer reich wurden, warum die Entwicklungsländer arm bleiben – und wieso der Freihandel nur den reichen Ländern nützt. Die Wirtschaftskorrespondentin der „TAZ“, Ulrike Herrmann, wird die historischen Entwicklungen klären und den Fragen nachgehen, um anschließend gemeinsam die Schlüsse aus den Erkenntnissen zu ziehen und Handlungsstrategien zu diskutieren. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung von Arbeit und Leben, DGB und VHS ist frei.