Feuerwehr Hattingen übt den Ernstfall

Hattingen. Im Einsatzfall müssen Feuerwehrleute innerhalb von Sekunden die
richtigen Entscheidungen treffen. Damit dies zum Erfolg führt, finden
immer wieder Aus- Fort- und Weiterbildungen statt. Aber auch
praktische Einsatzübungen sind für Rettungskräfte ein wichtiger
Bestandteil der Ausbildung.

Foto: Jens Herkströter
Foto: Jens Herkströter

Am heutigen Donnerstag wurden die Freiwilligen Einheiten aus Mitte
und Welper zu einem leerstehenden Gebäude an der Thingstraße
alarmiert.

Gemeldet wurde eine unbekannte Rauchentwicklung aus dem
Wohngebäude. Über Personen im Gebäude ist zu diesem Zeitpunkt nichts
bekannt. Bei Eintreffen beginnt der Einsatzleiter sofort mit der
Lageerkundung. Gleichzeitig bringen speziell ausgebildete
Einsatzkräfte der Sondereinsatzgruppe „Information und Kommunikation“
den Einsatzleitwagen in Stellung. Hierüber wird später der gesamte
Einsatz abgewickelt.

Aus dem zweieinhalb geschossigen Gebäude dringt an mehreren
Stellen Rauch. Noch immer ist nicht klar, ob sich noch Personen im
Gebäude befinden. Hier muss jetzt schnell gehandelt werden. Sofort
werden die Gruppenführer der beiden freiwilligen Einheiten in die
Lage eingewiesen und erhalten Ihre Einsatzaufträge. Menschenrettung
ist hier das vorrangige Ziel. Gleichzeitig werden mehrere Trupps
unter schwerem Atemschutz in das Gebäude entsandt. „Durch die
eingesetzten Nebelmaschinen ist Sicht gleich Null“ erläutert
Übungsleiter Jens Herkströter die Lage. „Nur hell und Dunkel kann
noch unterschieden werden“. Und dunkel wird es für den Trupp der in
die verwinkelten Kellerräume vorgeht. Eine gut ausgearbeitete
Suchtechnik entscheidet hier über das schnelle Auffinden von etwaigen
Personen.

Auf der Gebäuderückseite ergeben die Erkundungen dass sich zwei
Kinder auf der Dachterrasse befinden. Da sie nicht mehr in die
verrauchte Wohnung zurück können, ist hier nur eine Rettung über eine
tragbare Leiter möglich. Schnell bringen Einsatzkräfte diese in
Stellung. Gut gesichert werden die sechs und achtjährigen Jungen nach
unten geführt. Eine Befragung durch den Einsatzleiter ergibt, dass
sie im Keller gezündelt haben und von der Rauchentwicklung überrascht
wurden. Auf dem Weg in die Wohnung breitete sich der Rauch immer
weiter aus, so dass sie dann Zuflucht auf der Dachterrasse suchten.
Über weiteren Personen im Gebäude konnten Sie keine genauen Aussagen
machen. „Vorhin war noch unsere Putzfrau in der Wohnung. Aber ob die
noch da ist konnten wir bei dem Qualm nicht mehr sehen“, gibt der
achtjährige Finn seine vorher gelernten Informationen wieder. „Und
oben, da wohnt Oma Erna“, weiß der sechsjährige Erik. Aber auch deren
Anwesenheit ist unklar.

Die neuen Erkenntnisse werden umgehend an die Einsatzkräfte weiter
gegeben. Die Wohnung im ersten Obergeschoss wird durchsucht. Aufgrund
der Größe und verwinkelten Bauweise werden hier gleich zwei Trupps
eingesetzt. Die vermutete Person in der Dachgeschosswohnung wird
durch einen weiteren Trupp durchsucht.  In der Wohnung selbst wird
die Bewohnerin schlafend aufgefunden. Mit einer Fluchthaube zum
Schutz vor Brandrauch bringen Einsatzkräfte die Dame nach unten. Hier
übernimmt der Rettungsdienst die weitere Versorgung.

Zwischenzeitlich führte auch der massive Personaleinsatz in der
darunter liegenden Wohnung zum Erfolg. Eine Person in Form eines 80
kg schweren Dummies konnte gefunden und gerettet werden.

Im Keller wurde dann auch „Feuer aus“ gemeldet.

Über eine Stunde waren die 30 ehrenamtlichen Helfer mit der
Bewältigung dieses realen Übungsszenarios beschäftigt. Am Ende zählt
der Erfolg. Und mit der Rettung aller Personen kann diese Übung
durchaus als Erfolg betrachtet werden. Selbst für die vielen
Schaulustigen war anfangs nicht klar, ob es eine Übung oder ein
realer Einsatz war.

„An Abrissgebäuden können unsere Einsatzkräfte und sehr
realistischen Bedingungen üben. Von der Türöffnung bis hin zu
Suchtechniken bei massiver Sichtbehinderung ist hier alles möglich
gewesen“, so Jens Herkströter abschließend. Der besondere Dank gilt
hier der Firma Immobilien Phillip die das Objekt zur Verfügung
gestellt hat, bevor es abgerissen wird. „Sobald hier etwas Neues
entstanden ist, möchten wir die Feuerwehr nicht mehr zu Besuch
haben“, so Makler Jörg Müller scherzhaft.

Die gesamte Übung wurde durch den Ausbildungsleiter der Hattinger
Feuerwehr beobachtet. „Die Zusammenarbeit beider Löschzüge sowie die
Abwicklung des Einsatzes über unseren Einsatzleitwagen haben sehr gut
funktioniert“, so Marcus Rose von der hauptamtlichen Wache. „Die
Einsatzkräfte haben heute einmal mehr ihren guten Ausbildungsstand
unter Beweis stellen können, und das auf rein ehrenamtlicher Basis“.

(Politik) Oberbürgermeister, Bürgermeister und Landräte fordern ausgewogene Gemeindefinanzierung

Der deutsche Bundestag hat am heutigen Donnerstag die Forderung des Aktionsbündnisses „Für die Würde unserer Städte“, dem auch die Stadt Hagen angehört, nach einer aufgabenangemessenen Finanzausstattung unterstützt und die Bedeutung der kommunalen Daseinsvorsorge als Fundament unseres Staates gewürdigt. Vor allem die finanzschwachen Kommunen sollen im Zusammenwirken mit den Ländern mehr Geld im Sozialbereich erhalten. Außerdem sollen in Bund-Länder-Gesprächen die Kommunalfinanzen neu geordnet werden. So resümieren die Sprecher des Bündnisses, Mülheims Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (SPD) und Wuppertals Oberbürgermeister Peter Jung (CDU) die heutige Debatte im Bundestag zum Thema „Gemeindefinanzierung“.

Foto: Walter Schernstein
Foto: Walter Schernstein

Die Oberbürgermeister, Bürgermeister, Landräte und Kämmerer des Aktionsbündnisses von 62 Städten, Kreisen und Gemeinden aus sieben Bundesländern (sie repräsentieren acht Millionen Einwohner = 10% der Gesamtbevölkerung) des parteiübergreifenden Bündnisses – darunter auch Hagens 1. Beigeordneter und Kämmerer Christoph Gerbersmann – auf der Gästetribüne des Bundestages verfolgten die Botschaften der Redner aller Fraktionen mit großer Aufmerksamkeit. Sie hatten diese Plenardebatte angesichts der nicht mehr gegeben Gleichheit der Lebensverhältnisse zwischen reichen und armen Städten und Gemeinden von den Fraktionen eingefordert. Dazu hatten die Fraktionen CDU/CSU und SPD eine gemeinsamen und die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einen eigenen Antrag ins Parlament eingebracht.
Die von den Oberbürgermeistern Dagmar Mühlenfeld (SPD) aus Mülheim an der Ruhr und Peter Jung (CDU) und ihren Kämmerern Uwe Bonan und Johannes Slawig angeführten Stadtchefs hatten zuvor in einer Kommunalkonferenz am Berliner Sitz des Deutschen Städtetages ihre „2. Berliner Erklärung“ beschlossen, ihren Wahlkreisabgeordneten vorgestellt und den Fraktionsspitzen und der Bundeskanzlerin und mehreren Ministern zugeleitet.
Die in Berlin geschlossen und selbstbewusst auftretenden Kommunalpolitiker wollen sehr genau überprüfen, dass die Ankündigungen der Bundespolitik auch eingehalten werden. Die Erfüllung ihrer weiteren Hauptforderung nach einer Altschuldenhilfe zur Wiedergewinnung eigener Gestaltungsfähigkeit vermissten sie in den Redebeiträgen der Großen Koalition. Dagegen wollen sie weiter ankämpfen.
Fazit: Das Aktionsbündnis fuhr einen ersten, jedoch noch erheblich nachzubessernden politischen Erfolg ein. Dazu Oberbürgermeisterin Mühlenfeld und ihr Kollege Jung: „Wir machen in Bund und Ländern weiter Druck!“

A 1 bei Hagen: Zwei Verletzte bei Unfall mit drei Fahrzeugen

Auf der A 1 in Fahrtrichtung Bremen hat sich heute (24. September)
in den frühen Morgenstunden ein Verkehrsunfall mit drei beteiligten
Fahrzeugen ereignet. Dabei wurden zwei Männer leicht verletzt.

Gegen 5.35 Uhr war ein 47-jähriger Mann aus Sprockhövel mit seinem
Auto auf dem mittleren Fahrstreifen unterwegs. Zwischen den
Anschlussstellen Volmarstein und Hagen-West geriet sein Fahrzeug bei
einem Wechsel auf den linken Fahrstreifen aus ungeklärter Ursache ins
Schleudern. Es prallte daraufhin gegen die Schutzplanke und blieb
dort stehen.

Ein darauffolgender 33-jähriger Hagener sah das defekte Fahrzeug
noch. Er konnte dem in den linken Fahrstreifen hineinragenden Heck
jedoch nicht mehr ausweichen und prallte dagegen. Sein VW Passat kam
daraufhin auf dem rechten Fahrstreifen zum Stillstand. Ein weiterhin
folgender Sprinter-Fahrer (45) aus Erfurt konnte ebenfalls nicht mehr
ausweichen und prallte ebenfalls mit seinem Wagen gegen das zuerst
verunfallte Auto. Der 47-Jährige hatte sein Auto glücklicherweise
noch vor den beiden Kollisionen verlassen können.

Bei dem Unfall wurden er und der 45-Jährige leicht verletzt.
Rettungswagen brachten sie zur ambulanten Behandlung in
Krankenhäuser.

Die A 1 musste für die Unfallaufnahme- und Bergungsmaßnahmen
zwischenzeitlich voll gesperrt werden. Ab 7.10 Uhr war der linke
Fahrstreifen wieder befahrbar, gegen 8.15 Uhr lief der Verkehr
störungsfrei.

Schwerer Unfall auf der Ruhrtalstraße

Hagen. Gegen 12.20 Uhr wollte ein 39-jähriger Lkw-Fahrer
von der Ruhrtalstraße nach links in die Villigster Straße abbiegen.
Zeitgleich kam ihm ein 7,5-Tonner auf der Ruhrtalstraße aus Richtung
Garenfeld entgegen und die schweren Fahrzeuge prallten im
Einmündungsbereich zusammen. Der 49-Jahre alte Fahrer des kleineren
LKW wurde eingeklemmt. Er wurde in dem eingedrückten Führerhaus
medizinisch versorgt und auf den Transport vorbereitet. Erst eine
Stunde später konnte ein Rettungswagen den schwerstverletzten
49-Jährigen in ein Dortmunder Krankenhaus bringen. Der 39-jährige
Unfallgegner blieb unverletzt. Die beiden beteiligten Fahrzeuge
mussten abgeschleppt werden. Nach ersten Schätzungen beläuft sich die
Schadenshöhe auf etwa 100.000 Euro. Jeweils an den beiden Einmündungen
der Westhofener Straße und der Autobahnanschlussstelle A45
Schwerte/Ergste sperrten Polizeibeamte die Zufahrten.

Verkehrsunfall auf der Grundschötteler Strasse in Wetter

Foto Quelle: FW - EN
Foto Quelle: FW – EN

Wetter (Ruhr). Die Feuerwehr Wetter (Ruhr) wurde heute um 13:11 Uhr mit dem
Einsatzstichwort „Verkehrsunfall, vermutlich eine Person eingeklemmt“ in die Grundschötteler Strasse alarmiert. In Höhe der Einmündung Schwachenbergstrasse war es aus bisher ungeklärter Ursache zu einem
Verkehrsunfall mit zwei beteiligten Pkws gekommen. Entgegen der Alarmmeldung stellte sich heraus, dass keine Person in den verunfallten Pkws eingeklemmt war. Zwei verletzte Personen wurden
durch den Rettungsdienst behandelt, wovon anschließend eine Person
ins Krankenhaus transportiert worden ist. Durch die alarmierten
Kräfte wurde die Grundschötteler Strasse zunächst komplett gesperrt,
auslaufende Betriebsmittel wurden abgestreut und der Brandschutz an
der Einsatzstelle sichergestellt. Die beiden beschädigten Fahrzeuge
wurden durch ein Abschleppunternehmen aufgenommen. Nachdem die
Unfallstelle geräumt worden war, wurde die Fahrbahn noch durch die
Kehrmaschine des Stadtbetriebes gereinigt. Die eingesetzten Kräfte
konnten den Einsatz um 15 Uhr für beendet erklären.
Noch während des laufenden Einsatzes wurde die
Rettungswagenbesatzung von einer der Unfallbeteiligten darauf
hingewiesen, dass auf dem eingeschalteten Herd in der
Heinrich-Fischer-Straße noch Kartoffeln am Kochen waren. Ein Fahrzeug
der Feuerwehr eilte direkt zu dem Wohnhaus und verhinderte einen
größeren Einsatz, indem die Besatzung den Topf vom Herd nahm und
diesen abschaltete.
Auch das Personal, welches am Gerätehaus Alt-Wetter noch in
Bereitstellung stand, hatte in dieser Zeit einen kleinen Einsatz zu
verzeichnen. Ein aufgeregter Ehemann erschien an dem Gerätehaus und
teilte mit das ihm beim Altpapier entsorgen der Ehering vom Finger
gerutscht sei und dieser sich jetzt in dem Papiercontainer befinden
würde. Die Kräfte halfen kurzerhand, indem diese den Container
öffneten und der Ehemann in dem Altpapier nach seinem Ehering suchen
konnte. Zum Glück wurde dieser nach kurzer Zeit fündig.

„ElternDay“

© TV58.de
© TV58.de

Hagen. Eltern sind wichtige Ratgeber, wenn es um die Berufswahl ihrer Kinder geht. Beim „ElternDay“  haben sie jetzt die Möglichkeit, sich gemeinsam mit ihren Kindern vor Ort über Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Dafür öffnen 11 Betriebe aus Hagen und dem Ennepe-Ruhr- Kreis im Zeitraum von September bis November für einige Stunden ihre Tore. Konkret und praxisnah stellen Unternehmer und Ausbilder beim „ElternDay“ Ausbildungsgänge und
Entwicklungsmöglichkeiten vor. Gewerblich-technische und handwerkliche Berufe sind dabei ebenso Thema wie IT-Berufe. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem dualen Studium als Perspektive für Abiturienten. Besonders interessant ist das Angebot für Eltern von Schülerinnen und Schülern der 8. und 9. Klasse.
Listen der teilnehmenden Betriebe, ihren Ausbildungsangeboten sowie den Link zur jeweiligen Online- Anmeldung finden interessierte Familien unter  http://www.agenturmark.de/schuleberuf/ elternarbeit/elternday.html. Eine Anmeldung ist notwendig. Der Flyer zur Veranstaltung steht mit allen Infos unter  http://www.agenturmark.de sowie unter http://www.berufsfelderkundung-ha-en.de zum Download bereit. Veranstaltet wird der „ElternDay“ in Anlehnung an den etablierten „Girls’Day“, den Mädchen- Zukunftstag. Der „ElternDay“ ist eine Veranstaltung der Kommunalen Koordinierung für Hagen und den Ennepe-Ruhr-Kreis bei der agentur mark GmbH. Ansprechpartner ist Michael Sicks, sicks@agenturmark.de, 02331/4887818.

Auf Schusters Rappen über den 3 Türme Weg

Logo201506Hagen. Stadtgeschichte, Industrie und Kultur erleben.  Eine Wanderung über den 3 Türme Weg in Hagen ist immer wieder ein Erlebnis. Und unter fachkundiger Führung kann man nebenbei auch noch eine Menge über Hagen erfahren.
So geht es am Sonntag, 4. Oktober 2015, auf eine kulturelle Entdeckungsreise über den ersten Premiumwanderweg im Ruhrgebiet. Themenschwerpunkte der Führung sind die Geschichte von Hagen, ihre Entwicklung, Industrie und Kultur. Auch die eine oder andere Sage wird dabei zum Besten gegeben. Darüber hinaus werden die Aussichtsplattformen des Bismarckturms und des Kaiser-Friedrich-Turms werden während der Wanderung besucht. Mit einem tollen Ausblick auf die Stadtteile und die Umgebung von Hagen wird man hier belohnt – bei gutem Wetter reicht der Blick bis ins Ruhrgebiet.
Wanderfreudige sollten festes Schuhwerk und wetterbeständige Kleidung tragen.

Die Tour beginnt 10.30 Uhr und dauert etwa zwei Stunden. Die Führung kostet 8 Euro pro Person und eine Anmeldung ist erforderlich. Buchungen nimmt die HAGENinfo während der Öffnungszeiten (Montag bis Freitag von 09:00 – 17:00 Uhr, Samstag von 09:30 – 12:30 Uhr) in der Körnerstraße 27, 58095 Hagen, unter der Telefonnummer 02331/ 8099980 bis zum 2. Oktober 2015 entgegen. Maximal 17 Personen können teilnehmen, die Mindestteilnehmerzahl beträgt 7 Personen.

Patientenforum: „Die infizierte Prothese“

Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein
Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein

Volmarstein. Die infizierte Prothese ist Thema beim Patientenforum in der Orthopädischen Klinik Volmarstein. Chefarzt Prof. Dr. Carsten Gebert und sein Team der Tumor- und Revisionschirurgie erklären die Diagnostik sowie Therapiemöglichkeiten und erläutern diese an Fallbeispielen. Die Veranstaltung beginnt am Mittwoch, 30. September, um 17.00 Uhr im Konferenzraum der Klinik, Lothar-Gau-Straße 11, in Wetter-Volmarstein.
In Deutschland werden jedes Jahr über 180.000 künstliche Gelenke implantiert. „Zum Glück sind Komplikationen wie Entzündungen selten“, betont Prof. Dr. Gebert. „Allerdings ist der Leidensdruck bei Patienten mit infizierten Prothesen immens.“ Wenn die Prothese schon früh Probleme macht, kann das unter Umständen an einer bakteriellen Besiedlung der Prothesenoberfläche liegen. „Aber auch nach vielen Jahren kann es zu Infektionen kommen, die zum Beispiel bei entzündlichen Zahnerkrankungen über das Blut zur Prothese gelangen“, erklärt der Chefarzt der Revisionschirurgie.
Nur eine ausführliche Untersuchung kann zur Lösung des Problems führen. In einem ersten Vortrag wird Oberarzt Dr. Martin Weßling vorstellen, welche Methoden in der modernen Diagnostik zur Verfügung stehen. Die Behandlung der entzündeten Knieprothese wird dann individuell abgestimmt.
Welche Behandlungsmöglichkeiten bestehen erklärt Prof. Dr. Gebert in einem zweiten Vortrag. „Das therapeutische Vorgehen bei einer Protheseninfektion ist abhängig vom Alter des Implantates und dem Allgemeinzustand des Patienten sowie des Keimes, der die Entzündung unterhält“ betont der Professor. Bei Protheseninfektionen in den ersten Wochen nach anfänglichen Symptomen sei oft ein prothesenerhaltendes Vorgehen möglich. „Bei Infektionen, die bereits einen längeren Zeitraum andauern, muss hingegen das Implantat in der Regel komplett ausgewechselt werden. Das erfolgt in den meisten Fällen im Rahmen einer zweizeitigen Operation.“
Anhand von konkreten Fallbeispielen erläutert Oberarzt Hendrik Bulok in einem dritten Vortrag die Behandlung von infizierten Prothesen. Im Anschluss steht das Ärzteteam der Tumor- und Revisionschirurgie für Fragen zur Verfügung. Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung im ServiceCenter der Orthopädischen Klinik Volmarstein wird gebeten: Tel. 0 23 35 / 639 40 20.

(Politik) Röspel unterstützt: Flüchtlinge schützen – Rassismus ächten – Naziterror bekämpfen

1Roespel_PressefotoHagen. „Wir stehen an der Seite der vielen engagierten Menschen in Deutschland, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Diese verdienen mehr Unterstützung.“ So heißt es in einem Aufruf, den 218 Bundestagsabgeordnete aus allen Parteien außer der CSU unterzeichnet haben. Auch der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel fordert darin „ernsthafte europäische Anstrengungen zur Bekämpfung der Fluchtursachen“. Bis sie erfolgreich sind, seien keine weiteren „Abschottungs- und Angstdebatten“ nötig, sondern den klaren Willen, Flüchtlinge schnell und gut zu integrieren.
Die Abgeordneten „stehen an der Seite der vielen engagierten Menschen in Deutschland, die sich für Flüchtlinge einsetzen. Diese verdienen mehr Unterstützung“, schreiben die Abgeordneten. Sie erwarten, dass alle Politikerinnen und Politiker für eine offene Gesellschaft eintreten, in der Diskriminierung von Flüchtlingen und Angstmache gegen Fremde keinen Platz haben.
Der komplette Aufruf ist auf René Röspels Homepage www.roespel.de zu finden.
„Unabhängig davon werde ich mich weiterhin dafür einsetzen, dass der Bund mehr Verantwortung für die Finanzierung der Aufgaben übernimmt, die den Städten durch die Betreuung und Versorgung Flüchtlinge entstehen“, verspricht Röspel.

Zum Tod von Iris Steinmann

Die Hagener Fotografin, Künstlerin und Unternehmerin Iris Steinmann ist am 20. September im viel zu frühen Alter von 49 Jahren nach längerer und schwerer Krankheit gestorben. Iris Steinmann hinterlässt vier Kinder. Ihr Tod macht viele Menschen in Hagen und über Hagen hinaus betroffen. Mit Iris Steinmann verliert Hagen eine engagierte Künstlerin, die mit ihren Projekten ihren Arbeiten und ihrem Wirken weit über die Hagener Grenzen hinaus tätig war und bekannt wurde, wie z.B. „Ich habe ein Gesicht“. Sie war somit gewissermaßen auch eine Botschafterin für die Kunst in und aus Hagen. Vor ihrem Krankheitsweg sprudelte Iris Steinmann nur so vor Ideen und Projekten, die sie noch umsetzen wollte. Viele kannten sie als lebensfrohes, fröhliches Energiebündel. Oft machte es den Eindruck als habe sie die Kraft, die Welt aus den Angeln zu heben. Durch eine frühere Krankheit und einer hierdurch ausgelösten langen Zeit im Koma hatte Iris Steinmann Erfahrungen mit den Grenzweg zwischen Leben und Tod gemacht. „Ich war schon mal tot…“ berichtete sie. Diesmal allerdings war der Tod leider mächtiger. Mit Iris Steinmann verlieren wir eine gute, kompetente und stets loyale Freundin und Kollegin. Es war immer eine Freude, mit Iris zusammen zu arbeiten und kreativ zu sein. Unser Beileid und unser Mitgefühl gilt ihren Angehörigen. Wir verabschieden uns von Iris mit den Worten von Reinhard Mey: „Dann machs gut…“

Hans Leicher.

für die Redaktion TV58.de .

Malen im Künstleratelier

IMG-20150423-WA0004Hagen. Ein kreatives Wochenende erwartet die Besucher des Malkurses im Künstleratelier, den die VHS Hagen am 3. und 4. Oktober von 10 bis 16 Uhr anbietet. Im Bochumer Atelier der Illustratorin und Malerin Wibke Brandes geht es thematisch um die kleine Form. Es wird mit Farben, Materialien und verschiedenen Formen, experimentiert, so dass Serien von DIN-A5-Formaten entstehen. Die Vielzahl der entstehenden Blätter ermöglicht einen unbekümmerten Zugriff und macht Lust auch auf größere Formate. Wibke Brandes hat an der Kunsthochschule Antwerpen studiert. Nähere Materialangaben werden nach der Anmeldung mitgeteilt. Außerdem kann Werkzeug etc. der Kursleiterin genutzt werden. Informationen zum Kurs 2021 gibt es beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/2073622 oder unter http://www.vhs-hagen.de.

VHS-Führung: Hagens Schätze des Jugendstils

Foto Quelle: Dieter Fassdorf
Foto Quelle: Dieter Fassdorf

Hagen. Die Volkshochschule Hagen lädt in Kooperation mit dem Osthaus Museum am Mittwoch, 7. Oktober, von 11 bis 13 Uhr zu einer Besichtigung des Gesamtkunstwerks Hohenhof sowie des Straßenzuges Stirnband mit Dr. Elisabeth May ein. Eine vorherige Anmeldung ist erforderlich. Der Treffpunkt ist vor dem Hohenhof, Stirnband 10. Der Eintritt von 9 Euro wird vor Ort in bar kassiert. Informationen zur Anmeldung unter der Kurs-Nummer 1081 erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/2073622
Nachdem der Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus (1874-1921) im Jahre 1902 sein privates Museum Folkwang in Hagen eingeweiht hatte, begründete er 1906 die Künstlerkolonie Hohenhagen. Hierfür lud Osthaus ausgewählte Künstler und Architekten nach Hagen ein, um deren individuelle Gebäudeentwürfe in die Tat umzusetzen. Er ließ sein Wohnhaus, den Hohenhof, von dem belgischen Künstler-Architekten Henry van de Velde 1906/08 erbauen. In der Gruppe der kurz nach der Jahrhundertwende entstandenen Gebäude zählt der Hohenhof architekturgeschichtlich zu den bedeutendsten Bauwerken Europas. Zudem ist er eines der wenigen erhaltenen Beispiele für ein Jugendstil-Gesamtkunstwerk. Von der Architektur bis zur kompletten Inneneinrichtung gestaltete Henry van de Velde in Absprache mit dem Bauherrn Osthaus das Gebäude „aus einem Guss“. Um ihn herum gruppieren sich zahlreiche weitere architektonisch bedeutende Bauwerke, die bei dieser Veranstaltung ebenfalls in den Blick kommen.

Mehrere Straßen ohne Strom in Wetter (Ruhr)

Logo201506Wetter (Ruhr). Gegen 7.oo Uhr kam es im Bereich Vößhöfenerstraße / Im Mühlenteich zu einem Stromausfall. Kurz nachdem die Anwohner das AVU Versorgungsunternehmen informiert hatten entdeckten sie eine starke Rauchentwicklung aus einem Transformator und alarmierten daraufhin die Feuerwehr. Die AVU schaltete den Transformator stromlos, danach wurde der Trafo unter Absicherung der Feuerwehr geöffnet. Nachdem der Rauch abgezogen war, konnten die AVU Mitarbeiter die in Brand geratene Isolierung mit einem Feuerlöscher ablöschen. Wenig später war der Einsatz für die Feuerwehr beendet,
während die Mitarbeiter der AVU begannen die Stromversorgung in den
betroffenen Straßen durch das Umschalten anderer Tranformatoren wieder herzustellen. Im Einsatz waren die Löscheinheiten Wengern und Esborn, verstärkt durch Kräfte der Tagesalarms.

Geschichtenerzähler im Soraya

Foto Quelle: Andreas Fisch, Dortmund
Foto Quelle: Andreas Fisch, Dortmund

Dortmund. Geschichten von Menschen mit bösem Charakter“ frei erzählt, der Geschichtenerzähler im Restaurant Soraya – (fast immer) am 1. Sonntag im Monat von Oktober bis April.

Die Begegnung eines schwatzhaften Friseurs mit dem erbosten Sultan höchst persönlich entpuppt sich als Machtkampf der besonderen Art, nämlich mit Geschichten zu überzeugen, ohne den eigenen Kopf zu verlieren. Geschichten von Menschen mit bösem Charakter offeriert in Erzählkunst eine Auswahl von Geschichten, die kaum jemandem bekannt sein dürften und die hinter der orientalischen Kulisse mehr mit dem heutigen Leben gemein haben, als es beim ersten Anhören scheint. Ganz sicher Märchen für Erwachsene!
Um Voranmeldung im Restaurant Soraya, Märkische Straße 84, Dortmund, wird gebeten! Reservierungen unter: 0231 / 77 44 22. Bei der Anmeldung mitteilen, dass Sie wegen der Märchen kommen, nur dann wird Ihnen ggf. abgesagt. Beginn 19:00 Uhr, Sie können auch spontan kommen, Ihre Anmeldung hilft bei der Planung.

So, 1. November 2015:  „Geschichten von Frau und Mann“  frei erzählt, der Geschichtenerzähler im Restaurant Soraya – (fast immer) am 1. Sonntag im Monat von Oktober bis April

So, 6. Dezember 2015:  „Verzauberung aus 1001 Nacht“ frei erzählt, der Geschichtenerzähler im Restaurant Soraya – (fast immer) am 1. Sonntag im Monat von Oktober bis April

jeweils 19 Uhr im Restaurant Soraya, Märkische Straße 84, Dortmund,
verbunden mit persischem Buffet zu 19,90 €, um Voranmeldung wird gebeten: 0231/ 77 44 22

Erste Spendensumme des Projekts ‚StoryTeller‘

Foto Quelle: Hagener Flüchtlingsprojekt 'Story-TELLER'
Foto Quelle: Hagener Flüchtlingsprojekt ‚Story-TELLER‘

Hagen. Von Oktober 2014 bis Juni 2015 fand das Projekt ‚StoryTeller – Gerichte & Geschichten von Zuwanderern in Hagen‘ statt.
Initiiert von Silke Pfeifer mit Hagener Kooperationspartnern und mit finanzieller Unterstützung des Soroptimist International Club Hagen,
kochten Zuwanderer mit Stadtbewohnern in Workshops Gerichte aus ihren Heimatländern und erzählten ihre autobiografischen Geschichten dazu. Öffentliche Veranstaltungen, wie z.B. Lesungen, gemeinsame Kaffeerunden, Kinobesuche und Ausflüge unter dem Motto ‚Begegnungen entstehen‘ begleiteten die Aktion.
Die daraus entstandene Dokumentation inkl. Rezepten, Geschichten und Hintergrundinfos zum Thema Asyl gab und gibt es an folgenden Abgabestellen
: AllerWeltHaus, Potthofstraße 22 :: Buchhandlung Lesen und Hören, Dahlenkampstr. 4 :: Buchhandlung am Rathaus, Marienstraße 5-7 :: Comicladen, Spinngasse 5 und im Shambhala – Antik- und Design, Lange Straße 46 in Hagen-Wehringhausen. Gegen eine Mindestspende in der Höhe von je 5,- Euro an den „Verein zur Förderung der Flüchtlingsarbeit Hagen e.V.“ (www.fluechtlingshilfe-hagen.de) kann diese erworben werden.
Die erste Spendensumme in der Höhe von 500,- Euro übergab Silke Pfeifer heute an
Gertrud Nehls, Heinz Köhler und Ursula Weißenfels (nicht im Bild) vom ‚Verein zur Förderung der Flüchtlingshilfe‘ und an Teilnehmerinnen aus der Mittwochs-Sprachgruppe. Die Spenden sollen für Nähprojekte und Ausflüge genutzt werden.

Polizeibericht am Donnerstag

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

+++ Dortmund: Großkontrolle des Schwerlastverkehrs hinsichtlich Lenk- und Ruhezeiten, Ladungssicherung und technischer Mängel   +++ Hagen: Einbruch in Baumarkt vorbereitet +++ Hagen: Auf Parkplatz kurzfristig zwischen zwei Autos eingeklemmt – 38-Jährige leichtverletzt   +++ Hagen: Staubsaugertrick in Wehringhausen +++ Dortmund: Polizei nimmt zwei Tatverdächtige nach PKW-Aufbruch fest +++ MK: Exhibitionist zeigt sich zum zweiten Mal +++ Wetter: Brandmeldealarm in Bushalle +++ Herdecke: Einbruch in Rohbau +++ Ennepetal: Pkw beschädigt +++ Gevelsberg: Betrunkener bedroht Bewohnerin +++  MK: Einbruch am hellichten Tag +++ Ennepetal: Mehrere Ölspuren +++ Polizeibericht am Donnerstag weiterlesen

(Sport) Niederlage im Endspurt gegen Oostende

Nach einem Einbruch im Schlussviertel unterlag Phoenix Hagen dem belgischen Basketballmeister BC Telenet Oostende in eigener Halle in einem Testspiel mit 99:105 (55:45). Dabei gingen die Feuervögel in die letzten zehn Minuten noch mit einem 18-Punkte-Polster.

Lange Zeit sahen die Hagener, die ohne den am Sprunggelenk angeschlagenen Niklas Geske auskommen mussten, wie die sicheren Sieger aus. Phoenix überzeugte defensiv wie offensiv, punktete ausgeglichen, traf hochprozentig und wirkte dabei sehr ballsicher. Angeführt vom starken Brandon Jefferson, setzte sich Hagen nach drei Vierteln bis auf 82:64 ab.

Was dann passierte, war auch für Trainer Ingo Freyer nicht leicht zu erklären: „Das müssen wir erst einmal per Video analysieren. Wir konnten Oostende auch mit wechselnden Verteidigungen nicht mehr stoppen, sie haben eigentlich immer gepunktet. Dann gingen bei uns etwas die Köpfe runter. Wir haben ein paar schlechte Würfe genommen und hatten einige unglückliche Situationen, dann hat sich die Sache verselbstständigt.“

Die Fakten: Oostende gewann den Schlussabschnitt mit 41:17. Die Gäste trafen insgesamt sensationelle 14 von 18 Dreiern (78%). Insbesondere der ausgebuffte Point Guard Dusan Djordjevic überzeugte in der Endphase. „Er hat keine einzige falsche Entscheidung mehr getroffen“, so Freyer. Davon hatten die Feuervögel gegen Ende wiederum ein paar zu viel. Jean Salumu besorgte für Oostende per Distanzwurf die Führung (92:90, 38.), die die Belgier nicht mehr abgeben sollten.

„Über drei Viertel war es dennoch ein starker Test gegen einen guten Gegner“, resümiert Trainer Ingo Freyer. Am Samstag und Sonntag warten bei der Krombacher Challenge in der Arena am Ischeland zwei weitere Härtetests vor dem Ligastart auf Phoenix Hagen. Der erste Gegner ist am Samstag um 20 Uhr die BG Göttingen.

Phoenix Hagen: Jefferson (26/5, 6 Ass.), Bell (17, 8 Ass.), Elliott (16/4, 4  BS), Hess (12/2), Klassen (12, 3 St.), Covington (9), Mann (7/1), Grof, Jasinski, Kessen.