Wetter (Ruhr): Azubis besuchten Bodo

Wetter(Ruhr). Das diesjährige Treffen der Auszubildenden der Stadt Wetter und des Stadtbetriebes führte die Azubis zum Verein „bodo e.V.“ in Dortmund.

Foto Quelle: Stadt Wetter
Foto Quelle: Stadt Wetter

Bodo versucht wohnungslose Menschen, beziehungsweise Menschen, die sich in schwierigen Lebenslagen befinden, zu reintegrieren. Im Vordergrund der Vereinsarbeit steht dabei das von Journalisten verfasste Straßenmagazin, welches von den obdachlosen Menschen verkauft wird. Durch den Verkauf erhalten sie ein kleines Einkommen und werden zudem durch das Zugehörigkeitsgefühl bestärkt.

Professorin Ada Pellert zur Rektorin der Fern-Universität gewählt

Foto Quelle: FernUniversität in Hagen
Foto Quelle: FernUniversität in Hagen

Hagen. Hochschulwahlversammlung entscheidet sich für österreichische Fernstudienexpertin. Die international renommierte Fernstudienexpertin erhielt die Mehrheit der Stimmen des Hochschulrats und des Senats der Hagener Hochschule.  Im ersten Wahlgang hat die Hochschulwahlversammlung mit der Mehrheit jeweils der Stimmen von Hochschulrat und Senat am 14. September Professorin Dr. Ada Pellert zur Rektorin der FernUniversität in Hagen gewählt. Frau Pellert soll das Amt zum 1. Januar 2016 für eine Amtszeit von sechs Jahren vom amtierenden Rektor Professor Dr.-Ing Helmut Hoyer übernehmen. Hoyers Amtszeit endet zum Jahresende nach 18 Jahren und er geht zum Ende des Semesters in den Ruhestand. Die Ernennung der neuen Rektorin erfolgt noch durch das nordrhein-westfälische Wissenschaftsministerium. Er freue sich auf eine gute Zusammenarbeit in der FernUniversität, gratulierte der Vorsitzende der Hochschulwahlversammlung, Professor Dr. Sebastian Kubis, der künftigen Rektorin. Diese bedankte sich für das ihr entgegen gebrachte Vertrauen und wünschte sich eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen Gruppen der Universität. Gemeinsam mit Kanzlerin Regina Zdebel bildet die Wirtschaftswissenschaftlerin die einzige weibliche Doppelspitze an einer Universität in Deutschland.

In einer hochschulöffentlichen Präsentation hatte Ada Pellert vor der Wahl ihre Vorstellungen zur Fortentwicklung der FernUniversität in Hagen vorgestellt und Fragen beantwortete. Die Veranstaltung fand großes Interesse in der FernUniversität. Im Kreis der Hochschulwahlversammlung wurde die Diskussion mit der Kandidatin anschließend in nichtöffentlicher Sitzung fortgesetzt.

Die Wahl der Rektorin erfolgte anschließend nach dem neuen Hochschulgesetz und der geänderten Grundordnung der FernUniversität mit gewichteten Stimmen. Für ihre Wahl müssen die Kandidaten sowohl die Mehrheit der stimmberechtigten Mitglieder des Senats als auch des Hochschulrates erreichen.

Eine Findungskommission hatte im Vorfeld die Bewerbungen um das Amt gesichtet und der Hochschulwahlversammlung einstimmig eine Kandidatin und einen Kandidaten für die Wahl vorgeschlagen. Nachdem der Kandidat seine Bewerbung im Juli aus persönlichen Gründen zurückgezogen hatte, stand nur noch Ada Pellert zur Wahl.

Professorin Dr. Ada Pellert hat bereits in verschiedenen Positionen ihre Expertise bei den Themen Fernstudium und E-Learning, vor allem auch im Hochschulmanagement unter Beweis gestellt. Sie war von 2009 bis 2015 Gründungspräsidentin der Deutschen Universität für Weiterbildung in Berlin und Professorin für Organisationsentwicklung und Bildungsmanagement. Sie ist zudem seit 2011 Präsidentin der Carl Benz Academy in Peking.

Zuvor war Ada Pellert von 2005 bis 2008 Universitätsprofessorin für Weiterbildungsforschung und Bildungsmanagement und Vizerektorin für Lehre, Weiterbildung und Strukturfragen an der Donau-Universität Krems. Als Außerordentliche Universitätsprofessorin arbeitete sie von 1998 bis 2005 an der Abteilung Hochschulforschung der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Universität Klagenfurt. Von 1999 bis 2003 war sie Vizerektorin der Universität Graz für Lehre, Personalentwicklung und Frauenförderung. 1998 habilitierte sie in Organisationsentwicklung mit Schwerpunkt Wissenschafts- und Bildungseinrichtungen an der Universität Klagenfurt.

Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören insbesondere Bildungs- und Hochschulmanagement, Personalentwicklung und Organisationsentwicklung. Die Wirtschaftswissenschaftlerin beschäftigt sich zudem mit Internationaler Hochschul- und Weiterbildungsforschung, dem Gender- und Diversity-Management sowie mit dem Lebenslangen Lernen.

Zehn Jahre PLAKATUNION: Runde Aktion für den guten Zweck

Foto Quelle: PLAKATUNION
Foto Quelle: PLAKATUNION

Hagen. In einem rauschenden Fest mündete letzten Freitag die Jubiläumsaktion der Hagener PLAKATUNION. Die Vermarktungsgesellschaft für Out-of-Home-Werbeflächen lud Freunde, Partner, Mitarbeiter und Kunden zur „Meat & greet“-Party. Vor Ort auf dem Gelände des Unternehmens war auch wieder „Raphʼs BBQ-Truck“ anwesend, eine mobile Grillstation, an der die Gäste den Abend über mit raffinierten Grillspeisen von Burgern bis Spare Ribs verköstigt wurden. In den beiden Wochen zuvor hatte Betreiber Raphael Rütt im Namen der PLAKATUNION 14 Stationen mit wichtigen Kunden und Partnern bereist und die Belegschaft vor Ort mit seinen Kreationen verwöhnt. Das Ganze diente einem guten Zweck: für jeden verspeisten Burger spendete die PLAKATUNION einen Betrag von 5 Euro an die Kindertafel in Hagen.

Auf der abschließenden Party fand die Aktion am Freitag ihren Höhepunkt: 812 auf
der Tour verspeiste Burger bedeuteten einen Betrag von 4060,- Euro, den die
PLAKATUNION auf 5000,- Euro aufrundete. „Wir freuen uns vor allem, damit in
unserer Heimatstadt Hagen auch noch etwas Gutes zu tun, zumal es dabei um
Kinder geht. Das hat die ganze Aktion sehr rund gemacht“, resümierte Unions-
Geschäftsführer Andreas Paul und überreichte den Spendenscheck an Frank
Fischer, Leiter der Evangelischen Jugendarbeit in Hagen.

Der berichtete davon, dass für die gemeinnützige Arbeit der Einrichtung jährlich rund 40.000 bis 45.000 Euro nötig sind – und diese Summe in den letzten Jahren am
Ende auch immer zusammengekommen ist. „In diesem Jahr wird uns das dank der
tollen Spende der PLAKATUNION sicherlich auch gelingen“, bedankte sich Frank
Fischer, Diakon und Leiter der Evangelischen Jugend Hagen.

Weitere Spenden kamen im Laufe der Tour und am Partyabend durch eine
Sammelbüchse und Beteiligte wie der ausführenden Agentur „m&b show concepts“,
der CAW Media GmbH in Bünde und „Raphʼs BBQ-Truck“ selbst zustande. Am Ende
kommen der Kindertafel Hagen insgesamt rund 6000,- Euro zugute.
Bei bester Unterhaltung durch den Karikaturisten Samir Georgy sowie Tischzauberer Magic Steffen fand die Festivität – begleitet von stimmigen DJ-Klängen – ihr Ende erst in der tiefen Nacht.

Die Kindertafel der Ev. Jugend im Kirchenkreis Hagen wurde 2005 gegründet, nachdem die Ev. Jugend als Kooperationspartner von damals sechs Grundschulen in die Arbeit des Offenen Ganztages mit eingestiegen ist. Heute arbeitet die Kindertafel an über 30 Standorten und unterstützt auch in diesem Schuljahr wieder 100 bis 150 Kinder und Jugendliche, damit sie beim Mittagessen oder der Hausaufgabenbetreuung in der Offenen Ganztagsschule, in Jugendzentren, bei Freizeiten oder Projekten gleichberechtigt teilnehmen können.

Die PLAKATUNION Außenwerbe-Marketing GmbH & Co.KG mit Hauptsitz in Hagen ist ein Vermarktungszusammenschluss von 30 Unternehmen im Out-Of-Home-Business. Gegründet 2004 ist die PLAKATUNION mit über 28.000 Werbeflächen in rund 3.000 Städten einer der führenden Anbieter von Außenwerbung in Deutschland. Mit den reichweitenstarken, kosteneffizienten und individuell planbaren Werbeträgern Großfläche und Säule sorgt die PLAKATUNION für einen unübersehbaren Werbeauftritt im Stadtbild und am POS.

Mordkommission und Staatsanwaltschaft Hagen suchen weiterhin Zeugen

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

Altena. Die Polizei des Märkischen Kreises sucht im Rahmen ihrer Ermittlungsarbeit weiterhin Zeugen, die Angaben zum 20 Jährigen verstorbenen Altenaers machen können. Der 20 Jährige Verstorbene war am Todestag wie folgt bekleidet:
blaue Herren – Sportschuhe „Dockers“ mit weißer Sohle und weißen
Schnürbändern, eine hellblaue Herren-Jogginghose mit weißer
Aufschrift am linken Oberschenkel sowie rot-weiß-roten Streifen an
beiden Außenseiten der Beine, rotes T-Shirt, darüber einen
grau-brauner Strickpullover mit Strickkragen und heller Knopfleiste
und darüber eine beige Herrenjacke mit aufgesetzter grauer Kapuze.
Die Polizei fragt: Wer hat den 20 Jährigen am Freitagabend oder
Samstagmorgen im Bereich der Burg Altena alleine oder mit anderen
Personen gesehen?
Wer kann etwas zum Aufenthaltsort am Freitag Abend oder am frühen
Samstagmorgen machen?
Wer kann Hinweise zu verdächtigen Fahrzeugen im Umfeld der
Burg(Parkplätze)bis zum Samstag Mittag machen?
Hinweise nimmt jede Polizeidienststelle oder die Polizei unter der
Notrufnummer 110 entgegen.

„LebensLange LeseLust“ in der Bücherei

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

Hagen. Eine vergnügliche Vorlesestunde für Seniorinnen und Senioren findet am Donnerstag, 17. September, um 11 Uhr, in der Stadtbücherei auf der Springe statt. Unter dem Motto „LebensLange LeseLust“ sind wie immer alle willkommen, die Freude am Zuhören und miteinander Unterhalten haben. Zwei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen lesen Erzählungen, kurze Romanauszüge, Anekdoten oder Gedichte vor und regen anschließend zum Gespräch über das Gehörte an. Alle Seniorinnen und Senioren, die Lust, Zeit und Freude am Zuhören haben, sind herzlich dazu eingeladen. Eine Anmeldung für die kostenlose Veranstaltung, die in der Musikabteilung stattfindet, ist nicht erforderlich.

Stauprognose für das Wochenende – Grenzkontrollen

Logo201506München – Eine rege Baustellentätigkeit und Ausflugsverkehr
sorgen an diesem Wochenende für Staus auf den Autobahnen. Betroffen
sind vor allem Fernstraßen im Süden des Landes, wo viele Bergwanderer
in Richtung Alpen oder in die Mittelgebirge unterwegs sind. Rund um
München sind durch den Beginn des Oktoberfests Wartezeiten zu
erwarten. In Norddeutschland rechnet der ADAC bei schönem Wetter mit
Ausflugsverkehr an die Küsten.

Die staureichsten Fernstraßen im Überblick:

– Alle Fernstraßen zu Nord- und Ostsee sowie in Gegenrichtung
– A 1 Puttgarden – Hamburg – Bremen – Dortmund – Köln
– A 2 Dortmund – Hannover – Berlin
– A 3 Passau – Nürnberg – Frankfurt – Köln – Oberhausen
– A 5 Basel – Karlsruhe – Frankfurt – Hattenbacher Dreieck
– A 7 Flensburg – Hamburg
– A 7 Füssen/Reutte – Ulm – Würzburg – Kassel – Hamburg –
Flensburg
– A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
– A 9 München – Nürnberg – Berlin
– A 10 Berliner Ring
– A 81 Singen – Stuttgart
– A 93 Inntaldreieck – Kufstein
– A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
– A 96 München – Lindau
– A 99 Umfahrung München

Bei der Einreise von Österreich nach Deutschland müssen sich
Autofahrer wegen der Flüchtlingswelle bis auf weiteres auf
stichprobenartige Grenzkontrollen einstellen. Betroffen sind vor
allem Fahrer von Fahrzeugen, die bauartbedingt dazu geeignet sind,
Flüchtlinge zu transportieren. Die Kontrollen gelten nicht nur für
die Autobahnen, sondern auch für Bundes-, Landes- und Kreisstraßen.
Reisende sollten gültige Ausweise dabei haben.

In den Alpen werden in den kommenden Wochen die Viehherden von den
Almen getrieben. Vor allem in Südtirol, Österreich, der Schweiz und
Bayern sollten sich Autofahrer auf Wartezeiten einstellen, da bei
zahlreichen Almabtrieben keine Umleitungen ausgeschildert werden.

Wunderwelt der Kristalle und Edelsteine unter dem Mikroskop

Foto: Tobias Roch
Foto: Tobias Roch

Hagen. Gesteine wirken bei normalem Licht meist grau und unscheinbar. Unter einem Polarisationsmikroskop offenbart die Natur am Freitag, 18. September, um 14 Uhr im Museum Wasserschloss Werdringen allerdings eine verborgene und ungeahnte Welt aus vielen Farben und unterschiedlichen Formen. Der Eklogit erinnert an ein Kaleidoskop, der Dunit an ein abstraktes Gemälde und der Leucitbasalt an eine versprengte Milchstraße. Kleckse und Farbtupfer in wildem Pink, tiefem Rot, leuchtendem Türkis und einem warmen Orange wechseln sich ab. Wie das alles entstanden ist, wie die Farben in die Steine kommen und was es sonst noch in Gesteinen zu entdecken gibt, wird in dem Seminar anschaulich erläutert, das in Kooperation mit GeoTouring stattfindet. Das etwa dreistündige Seminar kostet für Kinder 8 € und für Erwachsene 10 €. Anmeldungen werden unter Telefon 02331/207-2740 entgegen genommen.

Als Hagen am Äquator lag

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen. Vor etwa 319 Millionen Jahren lag Hagen am Rande einer Bucht, die von einem sumpfigen Urwald mit bis zu 40 m hohen Bäumen umgeben war. Die Sumpfwälder, Flüsse und Seen waren der Lebensraum einer uns heute fremdartig anmutenden Tierwelt. Beherrscht wurde dieser Urwald von riesigen Insekten und anderen Gliedertieren, die sich im dichten Farngestrüpp versteckten und auf Beute lauerten. Mit einem besonderen Programm zum Tag des Geotops mit Museumsführung und anschließender Steinbruch-Exkursion wird diese wundersame Welt fremder Pflanzen und Tiere am Sonntag, 20. September, vorgestellt und erläutert.

Los geht es um 11 Uhr mit einer spannenden Führung im Museum Wasserschloss Werdringen, dort stehen die einmaligen Insektenfunde aus der Ziegeleigrube in Hagen-Vorhalle im Mittelpunkt. Anschließend geht es mit einer Exkursion in diesen Ziegeleisteinbruch, die aufgrund der einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt aus dem Oberkarbon zu weltweiter Berühmtheit gelangte. Dort wurden die einmaligen fossilen Überreste der „Hagener Bucht“ gefunden. Zu den herausragenden Funden zählen die ältesten vollständigen Fluginsekten der Welt. 2006 wurde der Steinbruch als eines der bedeutendsten Geotope Deutschlands mit der Auszeichnung „Nationaler Geotop“ versehen.

Als weitere Besonderheit enthält der Steinbruch eine geologische Wand, an der anschaulich erläutert wird, wie die gewaltigen Kräfte, die bis heute das Gesicht unserer Erde prägen, auch im Untergrund Westfalens sichtbar werden.

Die Veranstaltung wird von GeoTouring durchgeführt. Die etwa dreistündige Veranstaltung mit Führung im Museum und Exkursion in den Ziegeleisteinbruch Hagen-Vorhalle ist für Kinder ab zwölf Jahren und Erwachsene gleichermaßen geeignet. Bei dieser besonderen Veranstaltung muss nur die Führung im Museum von 3 € für Erwachsene und 1,50 € für Kinder sowie der Museumseintritt von 3,20 € bzw. 1,80 € gezahlt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Führung durch die Ausstellung „Technisches Spielzeug“

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen. Im Stadtmuseum Hagen raucht am Sonntag, 20. September, um 15 Uhr wieder eine Dampfmaschine. Im Rahmen der Ausstellung „Technisches Spielzeug – Heimliche Botschaften ins Kinderzimmer“ wird dieses Spielzeug, mit dem sich Generationen von Kindern beschäftigt haben, angeheizt und in Betrieb gesetzt. Zuvor gibt es noch einen interessanten Rundgang durch die Ausstellung mit zahlreichen Informationen zu Eisenbahnen, Autos, Baukästen und Co. So kann sich der Betrachter in den Bann des historischen Spielzeugs ziehen lassen. Mit dem Charme der Miniatur und seiner Detailtreue fasziniert es immer wieder aufs Neue Groß und Klein.

Die Ausstellung zeigt technisches Spielzeug aus dem vorigen Jahrhundert. Eisenbahnen, Autos, Dampfmaschinen und Metallbaukästen sind die wesentlichen Gruppen, aus denen die exquisiten Exponate stammen. Aber auch Schiffe und Flugzeuge sind zu sehen.
Besonders die zahlreichen montierten Baukastenmodelle aus Metall sind in dieser Zusammenstellung sicherlich einmalig und sonst nirgendwo zu sehen. Riesige Kräne, Brücken, Schiffe und sogar ein Nachbau des Riesenrades im Wiener Prater sind zu bewundern.

Eisenbahnspielzeug der Spur II, I und 0 lässt die Zeit der Dampflokomotiven wieder lebendig werden. In zahlreichen Vitrinen sind wertvolle Lokomotiven zu bestaunen, die nicht nur das Herz eines jeden Eisenbahnfans höher schlagen lassen. Einzigartig ist auch der viergliedrige Triebwagen von 1937, der unter dem Namen „Fliegender Hamburger“ bekannt wurde.

Unter den zahlreichen Modellautos sind die drei Alfa Romeo P2 in verschiedenen Farben die absoluten Stars. Dieser 53 cm lange ab Mitte der 1920er Jahre gebaute Modellrennwagen gilt unter Experten als das schönste Spielzeugauto, das je hergestellt wurde. Wenn man die drei prächtigen Rennwagen in ihrer Vitrine sieht, kann man sofort nachvollziehen, warum das so ist.

Viele Kinder werden beim Betrachten der schmucken Ausstellungsstücke sicherlich Lust bekommen, selbst zu spielen. Mit den wertvollen alten Spielzeugen ist dies verständlicherweise nicht möglich. Darum lädt eine Spielecke in der Ausstellung zum Spielen mit heutigem Spielzeug ein.

Die Führung mit Vorführung der Dampfmaschine beginnt am Sonntag um 15 Uhr und kostet für Kinder 1,50 € + 2 € Eintritt und für Erwachsene 3 € + 3,20 € Eintritt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Geschwindigkeits-Überwachungen im Hagener Stadtgebiet

© TV58.de
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Hagen. Auch in der Zeit vom 14. bis 30. September finden im Hagener Stadtgebiet wieder kommunale Geschwindigkeitsüberwachungen an Gefahrenstellen, Unfallschwerpunkten und in schutzwürdigen Zonen statt. Geschwindigkeitskontrollen sind eine präventive Maßnahme, um mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu erreichen. Die Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ist weiterhin Unfallursache Nummer Eins. Die Änderung der Vorschriften zur Einrichtung von Messstellen gilt vor allem dem Schutz der schwächeren Verkehrsteilnehmer (Fußgänger, Radfahrer). Jeder Messpunkt wird weiterhin im Benehmen mit der Polizei festgelegt. Die Messstellen der kommenden Tage sind:

14.09.2015
Am Karweg
Helfer Straße

15.09.2015
Ribbertstraße
Osthofstraße
Harkortstraße
Im Lindental

16.09.2015
Enneper Straße
Nöhstraße
Poststraße

17.09.2015
Altenhagener Straße
Oedenburgstraße
Sonntagstraße
Dahler Straße

18.09.2015
Metzerstraße
Stromstraße
Am Quambusch
Schlesierstraße

19.09.2015
Eckeseyer Straße
Volmeabstieg

21.09.2015
Hasselbach
Im Alten Holz

22.09.2015
Lange Straße
Hochstraße
Jahnstraße
Lenneuferstraße

23.09.2015
Am Berge
Letmather Straße
Altenhagener Straße
Bergischer Ring
Heinrichstraße

24.09.2015
Lützowstraße
Eugen-Richter-Straße
Heidestraße
Lahmen Hasen
Berliner Allee

25.09.2015
Berchumer Straße
Schälker Landstraße
Friedensstraße
Stadionstraße
Flensburgstraße
Brahmsstraße

26.09.2015
Hohenlimburger Straße
Eppenhauser Straße
Alexanderstraße
Zur Hünenpforte

28.09.2015
Am Bügel
Hüttenbergstraße

29.09.2015
Jägerstraße
Neue Straße
Selbecker Straße
30.09.2015
Ribbertstraße
Osthofstraße
Harkortstraße
Vogelsanger Straße
Overbergstraße
Heigarenweg

Darüber hinaus muss im gesamten Stadtgebiet mit weiteren Kontrollen durch das Ordnungsamt gerechnet werden.  Die stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen, sowie die möglichen mobilen Messplätze sind unter http://www.stadtplan.hagen.de/geschwindigkeitsmessung_standorte/html/de/800×600.html einzusehen.

Polizeipräsident begrüßt neuen Leiter der Direktion Verkehr

Foto Quelle: Polizei Dortmund
Foto Quelle: Polizei Dortmund

Dortmund. Polizeipräsident Gregor Lange begrüßte heute, 14. September 2015,
offiziell den neuen Leiter der Direktion Verkehr des Polizeipräsidiums Dortmund, Herrn Leitenden Polizeidirektor Ralf Ziegler (52 Jahre), in seiner neuen Funktion.
„Ich freue mich sehr, Herrn Ziegler in meiner Führungsmannschaft begrüßen zu dürfen und heiße ihn herzlich in einer der vielseitigsten
Polizeibehörden Nordrhein-Westfalens willkommen.“ so Gregor Lange.
Der leitende Polizeidirektor (LPD) Ralf Ziegler blickt in seiner polizeilichen Vita auf einen bewegten Werdegang zurück.
Seit über dreißig Jahren bei der Polizei und zwanzig Jahre in
Führungsverantwortung in verschiedenen Funktionen, lernte er
unterschiedliche Behörden in NRW kennen. Stationen waren unter
anderem das Polizeipräsidium Bielefeld als Kriminalgruppenleiter, das
Polizeipräsidium Bochum als Leiter der Polizeiinspektion in Witten,
als Trainer in der Führungsfortbildung des Landesamtes für Aus,- und
Fortbildung in Selm-Bork, sowie mehrere Jahre als Dozent an der
Deutschen Hochschule für Polizei in Münster-Hiltrup. Zuletzt
bekleidete LPD Ziegler den Posten des Leiters einer
Kriminalinspektion und stellvertretendem Leiter der Direktion
Kriminalität im PP Bochum. Herr Ziegler ist verheiratet, zur Familie
Ziegler gehören insgesamt fünf Kinder, wobei zwei derzeit noch die
Schule besuchen. Der gebürtige Dortmunder ging im Stadtteil Dorstfeld
zur Schule und spielte dort jahrelang aktiv Handball und Tennis
Deutlich im Fokus hat LPD Ziegler die Zahl der Verkehrstoten und
Entwicklung der Unfallzahlen im Zuständigkeitsbereich der Polizei
Dortmund. Anknüpfend daran gilt es nach wie vor, das Niveau der
gefahrenen Geschwindigkeiten zu senken und somit auch die Folgen von
Unfällen zu lindern.    „Insbesondere die Schwächsten im Straßenverkehr, die Kinder, sind mir ein Anliegen. Bei meiner Erfahrung mit fünf Kindern ist mir sehr
deutlich bewusst, wie wichtig es ist, Kinder für den Straßenverkehr fit zu machen. Vor allem wir Erwachsene müssen frühzeitig die Jüngsten auf die alltäglichen Risiken im Straßenverkehr vorbereiten. Hier kommt es deutlich auf den Anfang an!“ so Ralf Ziegler.

Polizeibeamte retten 19-Jährige vor Absturz in 20 Meter Tiefe im Steinbruch

Hagen. Dem beherzten Eingreifen von zwei Polizeibeamten ist
es zu verdanken, dass der Absturz einer 19-Jährigen am Sonntagabend
in einem Steinbruch in der Nähe der Straße „Auf der Heide“ in eine
Tiefe von rund 20 Meter verhindert werden konnte. Die psychisch
erkrankte junge Frau verließ ihr Wohnheim gegen 19.30 Uhr. Kurze Zeit
später gelang es der besorgten Betreuerin telefonisch Kontakt zu der
Vermissten herzustellen. In dem Telefonat schildert sie, dass sie
sich an einem steilen Abhang in hilfloser Lage befinde und
abzurutschen drohe. Ihren genauen Standort konnte sie nur sehr vage
beschreiben. Die Betreuerin alarmierte sofort Polizei und Feuerwehr.
Ebenfalls ein Polizeihubschrauber wurde für die Suche angefordert. Da
sich die Lage am Telefon als immer dramatischer darstellte, machten
sich zwei rasch eingetroffene Polizeibeamte in dem unübersichtlichen
Waldgelände sofort auf die Suche. Mittels lautem Rufen konnten sie
die junge Frau in ihrer misslichen Lage finden. Die Beamten sicherten
sich gegenseitig an einem Baum und zogen die 19-Jährige aus dem
steilen Abhang. Somit konnte ein vermutlich tödlich verlaufender
Sturz in 20 Meter Tiefe verhindert werden. Die Kräfte der Feuerwehr
und der Hubschrauber waren nicht mehr erforderlich und konnten
vorzeitig wieder einrücken. Die junge Frau wurde vorsorglich in ein
Hagener Krankenhaus gebracht.

Heckscheibe an Streifenwagen einge-schlagen

Foto Quelle: Polizei Hagen
Foto Quelle: Polizei Hagen

Hagen.  Ein 24-jähriger Hagener schlug aus noch unbekannten Gründen in der Nacht von Samstag auf Sonntag, gegen 01.15 Uhr, die Heckscheibe eines vor der Polizeiwache Innenstadt in der Prentzelstraße abgeparkten Streifenwagens ein. Anschließend betrat er die Wache. Dabei hielt er
einen Rucksack und ein Kehrblech voller Glassplitter in der Hand. Beides stellte er auf den Empfangstresen und teilte dem
diensthabenden Polizeibeamten folgendes mit: „Ich glaube ein Streifenwagen benötigt eine neue Heckscheibe. Ich bin ein Buddha und habe gerade die Scheibe mit der Zunge zerschlagen!“. Der Mann wurde
zur psychiatrischen Abklärung in ein Hagener Krankenhaus gebracht.
Bei der Durchsuchung seines Rucksacks konnten ein Handfeger und eine
Kurzhantel gefunden werden. Auf den 24-Jährigen kommt eine
Strafanzeige wegen Sachbeschädigung und eine Rechnung der Polizei zu.

Réné Röspel engagierte für „Lesestart – drei Meilensteine für das Lesen“

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen. Réné Röspel macht sich am Donnerstag, 17. September, um 16 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe für das (Vor-)Lesen stark: Um auf das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierte und von der Stiftung Lesen durchgeführte bundesweite Leseförderprogramm „Lesestart – drei Meilensteine für das Lesen“ aufmerksam zu machen, liest der Bundestagsabgeordnete aus dem Buch „Die Olchis – So schön ist es im Kindergarten“ vor. Anschließend wird er den anwesenden Kindern gemeinsam mit der Leiterin der Kinderbücherei, Charlotte Lehmann,  Lesestart-Sets übergeben. Die Sets enthalten je ein altersgerechtes Kinderbuch sowie Tipps und Informationsmaterialien zum Vorlesen und Erzählen für Eltern.
„Um Lesefreude und damit Lesekompetenz entwickeln zu können, sollten Kinder mit dem Lesen positive Erfahrungen verbinden. Wer selber liest und seinen Kindern vorliest, weckt Neugierde und legt damit ein gutes Fundament für den weiteren Bildungsweg seiner Kinder. Das Lesestart-Programm leistet hierzu einen bedeutenden Beitrag“ freut sich Réné Röspel auf diesen Nachmittag.
Die Stadtbücherei Hagen ist – ebenso wie viele weitere Bibliotheken bundesweit – eine zentrale Anlaufstelle für Familien und ihre drei- bis sechsjährigen Kinder, die dort ihr persönliches Lesestart-Set erhalten.

Klimawissen und Kinderspaß beim Umweltmarkt

Foto Quelle: Stadt Wetter
Foto Quelle: Stadt Wetter

Wetter (Ruhr). Über 50 Stände und Aussteller machten den vom Stadtbetrieb, der Stadt Wetter und der Lokalen Agenda gemeinsam organisierten Umweltmarkt und Weltkindertag am Samstag zu einem Fest für die ganze Familie. Wie schädlich ist Plastik für die Umwelt? Was zeichnet einen klimaeffizienten Kühlschrank aus? Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um das Klima gab es auf dem Gelände des Stadtbetriebes an der Wasserstraße. An den Ständen konnten sich die zahlreichen Besucher über die Themen Energie- und Heizungstechnik, Wohnen und Naturschutz, den ÖPNV sowie über leckeres und gesundes Essen informieren. Wie gefährlich Plastikmüll für die Umwelt ist, zeigte u.a. der Infostand des Nabu, der das Problem des Plastikmülls auf den Weltmeeren thematisierte. Wie man seine eigene Ökobilanz aufbessern kann, machte der Infostand der Stadt Wetter deutlich: Hier gab es für drei Plastiktüten einen Jute-Einkaufsbeutel, der zudem noch ein Fair Trade-Siegel trägt. Aus den abgegebenen Plastiktüten wird die Künstlerin Kerstin Landwehr übrigens ein Kunstwerk formen. Die Lokale Agenda stellte ihre neuen Projekte „Haltestellenbeleuchtung“ und „Ökologischer Rucksack“ vor. Zudem konnten sich die Besucher bei den Vertretern der Agenda darüber informieren, wieviel Rohstoffe allein für die Herstellung eines einzigen Handys benötigt werden. Der Stadtbetrieb bot am Samstag eine Abfallberatung an, informierte über Bäume, Gärten und den städtischen Friedhof „Park der Ruhe“. Die Fahrzeuge des Stadtbetriebes faszinierten vor allem die jungen Besucher. Insbesondere die Kehrmaschine hatte es den Kindern angetan, die gerne in die Fahrerkabine kletterten und dort hinter dem Lenkrad Platz nahmen. Auch sportlich konnte man etwas für das Klima tun, etwa mit dem Durchsägen eines Holzstammes oder dem „Ökotrainer“ der Klimabotschafter. Spielerisch ging es beim „Coin-Contest“, einem Münz-Weitwurf-Wettbewerb der Sparkasse zu. Hungrige Mägen und durstige Kehlen wurden am Samstag mit Leckereien aus der Pfanne, Kaffee und Kuchen, Bio-Produkten aus der Region und Getränken bestens versorgt.

Briefmarkentauschtag in Volmarstein

Logo201506Volmarstein. Briefmarkenfreunde aus der gesamten Region treffen sich am kommenden Sonntag, 20. September, auf dem Gelände der Evangelischen Stiftung Volmarstein: Im Café der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) findet von 9 bis 13 Uhr der jährliche Tauschtag für Briefmarken, Telefonkarten und Münzen statt. Die Briefmarkenabteilung der Werkstatt veranstaltet den Tauschtag wieder in Kooperation mit dem Briefmarkensammler- und Tauschverein Hagen. Die Veranstaltung hat sich zu einem bekannten Treffpunkt für Philatelisten entwickelt. Hobby- und Profi-Sammler nutzen die Gelegenheit, um in Volmarstein ihre Bestände zu vervollständigen oder ein neues Sammelgebiet anzulegen. Natürlich gibt es auch reichlich Gelegenheit zum Fachsimpeln. Übrigens: Die Briefmarken-Abteilung der Werkstatt freut sich immer über Briefmarkenspenden, weil damit Arbeitsplätze für Menschen mit schweren Behinderungen gesichert werden. Wer Briefmarken spenden möchte, sollte dies am besten mit komplettem Briefumschlag tun. Ab einer Menge von etwa einem Karton werden die Marken abgeholt. Ansprechpartner ist Lars Ahlborn, Tel. 02335 / 639 3530.

Fairer Kaffeeklatsch im Freilichtmuseum

© TV58.de
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Hagen. Mit einem fairen Kaffeeklatsch, Informationen rund um den Kaffee, Kaffeeproben und einer Besichtigung der Kaffeerösterei laden die Volkshochschule Hagen, das LWL-Freilichtmuseum und das AllerWeltHaus am letzten Freitag der Fairen Wochen, 25. September, von 15 bis 17 Uhr wieder in die Rösterei Bommers des LWL-Freilichtmuseums im Mäckinger Bach ein. Es wird lediglich der Museumseintritt erhoben.
Kaffee gehört zu den wichtigsten Welthandelsgütern. Für einen Großteil der 25 Millionen Kaffeebauern ist er jedoch ein sehr arbeitsintensives Produkt, das sehr viel Aufmerksamkeit erfordert – auf der anderen Seite aber nur sehr wenig Gewinne einbringt. Das Fair Trade-Siegel garantiert Kleinbauerngenossenschaften in Anbauländern wie Mexiko, Peru, Kolumbien, Bolivien, Guatemala, Tansania und Äthiopien feste Mindestpreise und langfristige Handelsbeziehungen zu gleich bleibend fairen Konditionen. Ohne Zwischenhändler, dafür mit der Möglichkeit der Vorfinanzierung und Aufschlägen für biologisch angebauten Kaffee.
Informationen zur Anmeldung erhalten Interessierte beim Serviceteam der VHS unter Telefon 02331/2073622.

„Machbares“ Sterben: Kehren Medizinmann und Medizinfrau zurück?

Logo201506Hagen. In den Diskussionen zu Palliativ- und Sterbehilfegesetz haben freier Wille, Würde und Selbstbestimmung der Patientinnen und Patienten zentrale Bedeutung. Doch es gibt weitere, weniger gerne genannte Beweggründe. Es geht auch um das Bild von Ärztin und Arzt, das Selbstverständnis von Kliniken und Pflegeinrichtungen. Und um die Fundamentalnorm „Du sollst nicht töten!“

Zwei Philosophen des Lehrgebiets „Praktische Philosophie: Ethik, Recht, Ökonomie“ der FernUniversität in Hagen, Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann und Dr. Marcus Knaup, haben sich mit den ethischen Aspekten befasst. Würdevolles Sterben heißt für sie: „Man muss an der Hand eines anderen Menschen sterben. Nicht durch sie! Sterbehilfe wird so zum Sterbebeistand.“ Im Hinblick auf „Du sollst nicht töten“ erläutert Prof. Thomas S. Hoffmann: „Die deutschen Hospize sind vorbildlich, sie müssen weiter gestärkt werden. Dafür muss die Norm jedoch lauten: Nicht sterben helfen! Wird jedoch die Unterstützung beim Selbstmord zur Norm, wird der Boden für Hospize dünner.“ Noch besser sei natürlich der Sterbebeistand in der Familie, ist er sich mit Dr. Marcus Knaup einig.

Letztendlich heißt das: Rückbesinnung auf Hippokrates. Die Geschichte von Ärztin und Arzt, wie wir sie heute kennen, begann mit seinem Eid, der das Töten eines Menschen und die Hilfe beim Selbstmord ausdrücklich verneint. Das unterscheide Ärztin und Arzt von Medizinfrau und Medizinmann, die heilen und töten. Hoffmann: „Wollen wir wirklich, dass der Medizinmann – im weißen Kittel – wiederkommt?“

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war in Europa laut Hoffmann entscheidend, ob ein Suizid für das Individuum gut oder schlecht sei. Seither hat sich der Blickwinkel verschoben: „Was bedeutet der Suizid für die Gesellschaft? Kann sie ihn verwalten?“ Dementsprechend werden Leben und Sterben von ihr immer weniger Menschen als „gegeben“, als „Schicksal“ hingenommen, sondern als etwas „Machbares“ angesehen, so Knaup: „Leben und Sterben müssten aber wieder als Aufgabe angenommen werden.“

Argumente pro Suizid hinterfragen die beiden kritisch: Handeln die Sterbewilligen wirklich frei? Oder unter innerem oder äußerem Druck? Wollen sie vielleicht nur die Angehörigen entlasten? Beide fürchten eine „Pflicht zu sterben“, weil wirtschaftliche bzw. demografische Gründe Suizid und -beihilfe „gesellschaftsfähig“ werden lassen.

Innerer Druck kann auch durch Krankheiten entstehen. Durch psychologische Ergebnisse sieht sich Knaup bestätigt: „Es wäre besser, Depressionen und andere Krankheiten zu behandeln, als sie zusammen mit dem Menschen auszulöschen.“

Die demografische Entwicklung könnte den gesellschaftlichen Wertewandel weiter beeinflussen. 2060 sollen laut Statistischem Bundesamt rund 9 Millionen mindestens 80 Jahre alte Menschen in Deutschland leben. „Was machen wir mit all‘ den alten Leuten?“ könnte sich dann, so Knaup, als gesellschaftliche Frage stellen. Ist die Pflege den Kindern bzw. der Gesellschaft zuzumuten? Und Verwandte könnten überlegen: „Im Heim geht das ganze Erbe weg. Vielleicht regeln wir das anders…“

Hinsichtlich des Gesetzgebungsverfahrens spricht Hoffmann vom Versuch der Politik, das Sterben zur gesellschaftlichen Funktion zu machen. Der Staat maße sich immer mehr Kompetenzen über die Menschen an: „Alles muss in geregelten Bahnen verlaufen, von der Zeugung bis zur Bahre.“ Die Gesetzgebung gebe jedoch keine inhaltliche Norm vor, sondern passe sie an die gesellschaftliche Entwicklung an.

Buch und Tagung  – Zusammen mit seinem Mitarbeiter Dr. Marcus Knaup hat Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann, Institut für Philosophie der FernUniversität in Hagen, beim Verlag Springer VS in Wiesbaden einen Sammelband hierzu herausgegeben: „Was heißt: in Würde sterben? Wider die Normalisierung des Tötens“ umfasst Beiträge aus Philosophie und Theologie, Medizin und Rechtswissenschaft. Marcus Knaup hat sich darin mit „Wie wollen wir sterben? Zur Frage der ärztlichen Suizidassistenz“ befasst, Thomas Sören Hoffmann mit „Das gute Sterben und der Primat des Lebens. Überlegungen zu möglichen und unmöglichen Positionen im Kontext der Debatte um Euthanasie und Suizidassistenz“.

Unter dem Titel „‚Was heißt: In Würde sterben?‘ – Wissenschaft und Politik im Gespräch“ findet am Montag, 28. September, von 11.30 bis 17 Uhr eine interdisziplinäre Fachtagung im Regionalzentrum Berlin der FernUniversität statt. Fachleute aus verschiedenen Disziplinen kommen mit Bundestagsabgeordneten über Fragen zu Leben und Tod ins Gespräch, bei denen es zuletzt um das Gesicht und die künftige Lebenswirklichkeit unserer Gesellschaft geht. Veranstalter ist das Lehrgebiet von Prof. Dr. Thomas Sören Hoffmann. Alle Interessenten sind eingeladen, sich an der Diskussion zu beteiligen. Die Teilnahme ist kostenlos. Veranstaltungsort ist der Seminarraum I des Regionalzentrums Berlin im DomAquarée, St. Wolfgang-Straße / Heiligegeistkirchplatz, 10178 Berlin.

Offene Briefe des Theaterfördervereins

Hagen. In seinem aktuellen Newsletter veröffentlicht der Hagener Theaterförderverein diverse Offene Briefe die wir als Redaktion hinsichtlich der freien Meinungsbildung nicht vorenthalten möchten.

Ihre TV58.de-Redaktion

>> Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,
Hagen hat sich auf den Weg gemacht mit vielen Bürgern gemeinsam einen Kulturentwicklungsplan zu erarbeiten, um endlich einmal abseits der wenig visionären Spardiskussion eine Idee zu entwickeln, wohin sich die Stadt im kulturellen Bereich bis 2025 entwickeln soll. Dabei wurden und werden die kulturellen Stärken dieser Stadt hervorgehoben, wobei immer wieder die Notwendigkeit und Qualität unseres Theaters betont wird. Umso bedauerlicher ist es, dass in diesem noch nicht abgeschlossenen Prozeß erneut die Spardebatte das Theater erreicht hat, das gerade durch die neue Struktur gGmbH sowie die anstehenden Neubesetzungen Intendanz und Generalmusikdirektor in einem Findungsprozeß ist.

Wie Sie sicherlich verfolgt haben, wird diese Debatte nun in der Zeitung zum Thema gemacht und mit einer deutlichen Tendenz versehen – das wiederholt auftauchende Stichwort „Musentempel“ ist keine sehr freundliche Bezeichnung für die Arbeit, die dort geleistet wird. Ein Tempel ist den meisten suspekt. Das Theater ist kein Tempel, sondern eine Spielstätte, die jedermann zugänglich ist und mehr bietet als Big Brother und Shopping Queen.

Da sowohl die Pressemeldung des Aufsichtsrates als auch der offene Brief der Theaterleitung und des Betriebsrates sowie der Leserbrief des Theaterfördervereins nicht in der Zeitung unverändert erschienen sind, sondern entsprechend tendenziös nachbearbeitet wurden, stellen wir Fördervereine Ihnen als kulturinteressierten Bürgern dieser Stadt die Originalfassungen der Schreiben zur Verfügung, damit Sie sich ein eigenes Bild machen können. Sie können die Texte gerne weiterverbreiten.

Klaus Hacker<<

>> Pressemitteilung Aufsichtsrat

In der gestrigen Sitzung hat sich der Aufsichtsrat der Theater Hagen gGmbH mit den drohenden Einsparungen im Kulturbereich beschäftigt. Zum Hintergrund: Lt. Ratsbeschluss zum Haushaltssanierungsplan soll im gesamten Kulturbereich eine Summe von ca. 2,25 Mio.€ ab 2018 zusätzlich eingespart werden. Der Aufsichtsrat musste sich nun mit einer auf das Theater entfallenden Einsparungssumme in Höhe von ca. 1,5 Mio. € beschäftigen. Nach eingehenden Diskussionen über mögliche Szenarien einer Umsetzung auch unter Beachtung weiterer bestehender Ratsentscheidungen wurde folgender Beschluss gefasst:

Der Aufsichtsrat stellt fest, dass für eine Einsparung in Höhe von 1,5 Mio. Euro das Musiktheater und das Orchester entfallen müssten.
Zur Erhaltung der Sparten und der Funktionsfähigkeit des Theaters kann die Möglichkeit mitgetragen werden, durch zusätzliche Einnahmen und Einsparungen im Sachkostenbereich 245 T € zu generieren.
Weitere Einsparungen durch einen spartenübergreifenden Personalabbau von sechs Stellen unter Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen können im Umfang von 152 T € erreicht werden. Insgesamt ergibt sich damit ein Einsparungsvolumen
von 397 T €.

Dem Aufsichtsrat ist bei diesem Beschluss bewusst, dass auch mit diesen erneuten Einsparungen zusätzliche Risiken in der Umsetzung auf das Theater zukommen, dass gerade erst seit sieben Monaten in der neuen Rechtsform bis 2016 eine Einsparung von 1,25 Mio € erreichen muss.<<

>> Offener Brief des Theater Hagen

Sehr geehrte Damen und Herren,

bezugnehmend auf die Berichterstattung über die aktuelle und künftige Finanzsituation des theaterhagen und die damit verbundene Kommentierung in der Westfalenpost vom 27. August 2015 stellen die Theaterleitung und der Betriebsrat fest und sachlich richtig:

Das theaterhagen hat auf der Grundlage des Actori-Gutachtens zwischen 2007 und 2009 900000 Euro eingespart. Von 2010 bis 2016 wird das Theater – inklusive der im Zuge der Gründung der Theater-gGmbH beschlossenen erneuten Budgetreduzierung – weitere 2,2 Millionen Euro eingespart haben.

Die in der erwähnten Berichterstattung veröffentlichten Vergleichszahlen anderer Theater und Orchester außerhalb Nordrhein-Westfalens entsprechen nicht den tatsächlichen Gegebenheiten. Ohne Kenntnis und Berücksichtigung der jeweiligen regionalen Voraussetzungen entbehren diese Zahlen jeglicher Grundlage und Vergleichbarkeit.

Vertragliche und tarifliche Voraussetzungen sowie nach wie vor gültige Ratsbeschlüsse machen es dem theaterhagen unmöglich, die nun zusätzlich geforderte Einsparsumme vom 1,5 Millionen Euro zu erbringen.

Die sowohl in der Berichterstattung wie auch in den Kommentierungen aufgestellte Behauptung, das theaterhagen nähme den Einsparforderungen gegenüber eine „tumbe“ und „uninspirierte“ Verweigerungshaltung ein, findet weder in der Vergangenheit noch aktuell ihre Berechtigung. Sie führt jedoch in der Öffentlichkeit zu einer verzerrten Wahrnehmung der bisher erbrachten wirtschaftlichen (und künstlerischen) Leistungen des Theaters und diskreditiert die vom Publikum und der Fachwelt anerkannte und erfolgreiche Arbeit aller am theaterhagen Beschäftigten.

Norbert Hilchenbach, Florian Ludwig, Michael Fuchs, Alexander Schwalb
Intendant, Generalmusikdirektor, Geschäftsführer, Betriebsratsvorsitzender<<

>>Leserbrief zum Thema Einsparungen im Theater

Der Theaterförderverein stellt sich bewusst vor die Theatermitarbeiter, die zusammen mit der Theaterleitung teilweise ausschließlich als weltfremde, tumbe, selbstverliebte, trotzige, unkreative „Kostenfaktoren“ dargestellt werden! Wir fordern stattdessen auf zu Respekt, Fairness, Anerkennung und Dank für die täglich erbrachten Leistungen in unserem Theater Hagen durch diese engagierten Menschen.

Es gehört inzwischen zum guten Ton auch in den höheren Kreisen von Verwaltung und Politik zu sagen: Wir stehen zum Theater! Wenn diesen Worten aber Taten folgen sollen, dann steht am Ende aller kulturpolitischen Bemühungen nur eine nackte Zahl: 1,5 Millionen Kürzung – ohne ein Gesamtkonzept dahinter, das den Ratsbeschlüssen gerecht wird. Der Theaterförderverein ist bereit, neue Konzepte konstruktiv mitzutragen!

Einerseits wirbt die Stadt auf ihrer Internetseite mit dem Theater als einem „der   wichtigsten kulturellen Anziehungspunkte und Ausdruck der lebendigen Stadtkultur – auch regional“ und ist stolz auf die zahlreichen Auszeichnungen für dieses Theater! Andererseits wird gegen alle fachlichen Gutachten der Bestand des Theaters leicht-fertig aufs Spiel gesetzt.

Bei einer repräsentativen Internet-Umfrage von Radio Hagen erklären 76% der Teilnehmer, dass sie ein eigenes Theater in Hagen für notwendig halten!  Dies gilt für alle Generationen, wie die außerordentlich gut besuchte „Auftakt“-Veranstaltung gerade wieder gezeigt hat.

Die zu Beginn dieses Jahres gegründete Theater gGmbH sollte dem Theater eine mittelfristig gesicherte Planung ermöglichen – stattdessen wird die  gGmbH an den Rand der Insolvenz getrieben.

Das Theater Hagen wird in der Zeit von 2007 bis 2016 bereits 3,1 Mio. Euro ein-gespart haben. Jetzt sollen weitere 1, 5 Mio. eingespart werden. Dazu hat der Aufsichtsrat der jungen Theater gGmbH unter Beachtung gültiger Ratsbeschlüsse sowie tariflicher und rechtlicher Voraussetzungen sehr sorgfältig geprüft, welche zusätzlichen Einsparungen noch möglich sind, ohne die bestehende Struktur des Theaters unwiederbringlich  zu zerstören.

Mit einer Zerstörung unseres Theaters können wir den Gesamthaushalt dieser Stadt  sicher nicht ausgleichen – unser „lebendiges Hagen“ aber ganz schnell noch viel ärmer machen!

Vorstand und Beirat des Theaterfördervereins Hagen

Hagen, 3.9.2015  V.i.S.d.P.R.  Helga Feyerabend, Michael König<<

NRW-Kritiker-Umfrage in der „Welt am Sonntag“

„Theater Hagen erhält zweimal die Bewertung ‚Beste Inszenierung‘ und einmal ‚Bestes Opernhaus‘

Sieben Kritiker (Ulrike Gondorf, Stefan Keim, Michael-Georg Müller, Regine Müller, Pedro Obiera, Stefan Schmöe, Christoph Zimmermann) haben auch in diesem Jahr die vergangene Spielzeit der NRW-Musiktheater bewertet, deren Ergebnisse in der NRW-Ausgabe der “Welt am Sonntag“ vom 5. Juli 2015 veröffentlicht wurden.

Das Theater Hagen kann sich mehrfacher, ausschließlich positiver Nennungen erfreuen: So wurde die Aufführung der Barber-Oper „Vanessa“ zweimal als „Beste Inszenierung“ beurteilt, das Theater Hagen zusammen mit dem Theater Krefeld-Mönchengladbach einmal als „Bestes Opernhaus“ betitelt, und auch in der Kategorie „Was sonst noch zu sagen ist“ erwähnt mit Sätzen wie „Hagen überrascht immer wieder mit exzellenten Produktionen“, „Kleinere Häuser wie Hagen überflügeln die großen Opernhäuser mit ihrer Fantasie in der Programmgestaltung“ und „Anerkennenswertes Engagement auch kleinerer Häuser für die zeitgenössische Oper: ‚Vanessa‘ von Barber in Hagen“.<<

Euskirchen zu Gast im Forschungsinstitut Volmarstein

Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein
Foto Quelle: Ev.Stiftung Volmarstein

Volmarstein. „Süchtig nach neuen Erkenntnissen“ waren die Gäste aus Euskirchen, die das Forschungsinstitut der Evangelischen Stiftung Volmarstein besuchten. Mitarbeitende des Sozialamts, der Seniorenbeiräte, Demographie-Beauftragte, Fraktionsmitglieder des Stadtrats, Menschen vom Verein für Körperbehinderung und Senioren aus Euskirchen waren nach Volmarstein gekommen, um mehr über die gelungene Integrationsarbeit der Stadt Wetter zu erfahren.
Axel Fiedler berichtete vom Aktionsplan Menschengerechte Stadt Wetter. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Vielfalt der Projekte und von dem hohen Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Daria Frank und Rainer Zott vom Forschungsinstitut Volmarstein berichtete über die Arbeit des Erhebungsteams NRW, das die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum prüft. Werner Geburek und Rainer Zott von der Wohnberatung der Stiftung Volmarstein zeigten den Gästen neueste technische Entwicklungen im Bereich der Hilfsmittelversorgung und der Wohnraumgestaltung für Menschen mit Behinderung. Renate Schuhmacher-Blobel vom Service-Haus-Verein Euskirchen e.V. meinte abschließend: „Man könnte neidisch werden auf die Stadt Wetter, was hier schon alles umgesetzt wurde.“

Vortrag über neue Forschungsergebnisse aus der Blätterhöhle

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen. Ein Vortrag über neue Forschungsergebnisse zu der international bedeutenden Höhlenfundstelle Blätterhöhle von Privatdozent Dr. Jörg Orschiedt (Freie Universität zu Berlin) findet am Samstag, 19. September, um 15 Uhr im Vortragssaal des Historischen Centrums, Eilper Straße 71–75, statt. Der Eintritt beträgt 5 €. Menschliche Überreste aus der Zeit des 9. und 4. vorchristlichen Jahrtausends konnten im Mittelgebirgsraum bislang kaum nachgewiesen werden. Die Entdeckung der Skelettfunde in der Blätterhöhle in Hagen im Jahre 2004 sowie die bis heute laufenden archäologischen Untersuchungen durch ein internationales Forschungsteam haben dieses Bild grundlegend geändert. Die bislang vorliegenden Radiokarbon-Datierungen von menschlichen Skelettresten aus der Blätterhöhle, die zwischen 9200–8600 und 3900–2900 v. Chr. liegen, belegen ein mittelsteinzeitliches und jungsteinzeitliches Alter. Jungsteinzeitliche Gemeinschaftsbestattungen in Höhlen und unter Felsdächern sind zwar für andere Regionen wie Belgien, den Britischen Inseln und Irland für das 4. Jahrtausend v. Chr. nachgewiesen, konnten aber in Deutschland noch nicht entdeckt werden. Die Menschenreste wurden in zwei getrennten, aber durch Tieraktivitäten jeweils gestörten Schichten entdeckt. Sie fanden sich nicht in einem anatomischen Skelettverband, sind jedoch meist sehr gut erhalten und weisen eine Fülle von Informationen auf – vor allem auch genetische Sequenzen. Die Untersuchung der Skelettreste zur Gewinnung von Informationen über die DNA war in fast allen Fällen erfolgreich. Die Ergebnisse zeigen, dass die unterschiedlichen Menschenreste der Blätterhöhle eine typische Jäger-Sammler-Bevölkerung repräsentieren – allerdings je nach Alter mit unterschiedlichen Merkmalen. Die Überreste von sesshaften Menschen und Fischer-Jäger-Sammlern wurden vermischt miteinander in der gleichen Schicht entdeckt. Die Radiokarbon-Datierungen belegen, dass beide zeitgleich gelebt haben. Die Tatsache, dass ihre Überreste in der gleichen Höhle niedergelegt wurden, zeigt, dass zwischen beiden ein Kontakt bestanden haben muss. Die Blätterhöhle erweist sich damit als eine der bedeutendsten archäologischen Fundorte in Deutschland und in Europa. Die Funde aus der Mittelsteinzeit und auch der späten Jungsteinzeit dokumentieren zwei Nutzungsphasen der Höhle. Einzelfunde aus tieferen Schichten belegen zudem, dass wir zumindest auf dem während der Alt- und Mittelsteinzeit genutzten Vorplatz auch noch eiszeitliche Besiedlungsspuren erwarten können. Funde aus der Blätterhöhle sind derzeit auch in der NRW-Landesausstellung im LVR-Landesmuseum in Bonn zu sehen wie die Gesichtsrekonstruktion einer 20-jährigen Frau aus der Jungsteinzeit und die Schädelkalotte eines vor rund 10.700 Jahren verstorbenen Mannes. Privatdozent Dr. Jörg Orschiedt, der seit 2006 als Projektleiter die bis heute laufenden archäologischen Grabungen und Untersuchungen betreut, gibt in seinem Vortrag darüber hinaus einen Überblick über die Forschungsgeschichte, die bisherigen Ergebnisse und die aktuellen Grabungen auf dem Vorplatz sowie im Innenraum der Höhle. Anhand von zahlreichen Abbildungen entsteht so eine detaillierte Dokumentation der Situation im Bereich der Blätterhöhle und des aktuellen Forschungsstands.

FÜHRUNG DURCH DIE ANDACHTSHALLE DES KREMATORIUMS

Foto: Tobias Roch, Hagen
Foto: Tobias Roch, Hagen

Hagen. Die erste Anlage für Feuerbestattung in Preußen wurde in Hagen gebaut – erst Jahre später konnte sie in Betrieb genommen werden, denn die Rechtslage sah eine solche Einrichtung noch gar nicht vor. Dass das Hagener Krematorium zudem durch den später als AEG-Gestalter zu Weltruhm gelangten Peter Behrens gebaut wurde, ist dem Kunstförderer und Museumsgründer Karl Ernst Osthaus zu verdanken. Dessen Leidenschaft für vorbildliche Gestaltung auch und gerade in Alltagsbereichen verdankt die Stadt Hagen eine ganze Reihe interessanter Bauwerke. Verbindliche Anmeldungen zur Führung am Mittwoch, den 23. September, um 16.00 Uhr werden unter der Telefonnummer 207 2740 entgegen genommen. Für die Führung wird eine Teilnahmegebühr von 6 € erhoben, zehn Teilnehmer sind erforderlich.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM ESM – ZDENĚK SÝKORA

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

Hagen. Am Sonntag, den 20. September findet um 11.15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „Zdeněk Sýkora – System und Kraft der Linie“ im Emil Schumacher Museum statt. Der tschechische documenta-Teilnehmer gehörte seit Mitte der 1960er-Jahre zu den Pionieren der internationalen Computerkunst. Die in der Ausstellung zu sehenden „Linienbilder“ entstanden ab 1973 und fanden in kurzer Zeit auch international große Anerkennung. Trotz einer Basis zufälliger computergenerierter Zahlenreihen sind die konstruktivistischen Gemälde Sýkoras dennoch ganz von der Steuerung durch den Künstler durchdrungen, weshalb sie nicht ausschließlich auf den Begriff Computerkunst festzulegen sind. Bis heute zählt Sýkora zu den bedeutendsten Künstlern seines Landes und ist in Ausstellungen weltweit vertreten. Das Emil Schumacher Museum in Hagen präsentiert nun seit vielen Jahren die erste Einzelausstellung in Deutschland und setzt dabei die konkrete Malerei Sýkoras mit der gestisch expressiven Malerei Emil Schumachers in Bezug. Beide Künstler arbeiten mit dem Prinzip des Zufalls und unbedingter Freiheit. Formal gegensätzlich stehen sie einander künstlerisch überraschend nahe. Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

Polizeibericht am Montag

Foto: TV58.de
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+++ Dortmund: Massenschlägerei unter mehreren Dutzend Personen – Polizei
sucht weitere Zeugen +++ Dortmund: Fußmatte in Mehrfamilienhaus angezündet – Die Polizei sucht Zeugen! +++ Dortmund: Unfallflucht auf der Brackeler Straße – Die Polizei sucht Zeugen! +++ Dortmund: Dieb attackiert Polizisten bei Festnahme – Insgesamt drei Beamte verletzt +++ MK: Wer kennt diesen Dieseldieb ? +++ Hagen: Rucksack aus dem Auto geklaut +++ Hagen: Corvette entwendet +++ Hagen: Würfe mit Eiswürfeln führten zu Schlägerei +++ Hagen: Pkw-Aufbrüche in Haspe und Vorhalle – Täter hatten es auf Navi-Festeinbauten abgesehen +++ Hagen: Polizeibeamte retten 19-Jährige vor Absturz in 20 Meter Tiefe +++ Dortmund: Wohnungseinbruch – Polizei sucht Zeugen +++ Dortmund: Handtasche gestohlen – Taschendieb mit Haschisch in der Socke +++ Dortmund: Schwangere Frau auf offener Straße angegriffen – Polizei sucht Zeugen! +++ MK: Einbruch am hellichten Tage +++ Herdecke: Unfallflucht auf der Alte Straße +++ Herdecke: Fahrrad kommt zu Fall +++ MK: Zeugen beobachtet Autoknacker +++ MK: Von Allem etwas +++ Gevelsberg:  Raubüberfall in Spielhalle +++ Gevelsberg: Auseinandersetzung in Gaststätte +++ Breckerfeld: Brand auf der Steinbachstraße +++ MK: Starenkasten beschädigt +++ Dortmund: 258 Tage Freiheitsstrafe – Freiheit durch Zahlung von 2064,- Euro erkauft – Bundespolizei vollstreckt Haftbefehl +++ Gevelsberg: Sachbeschädigung an Pkw
+++ Gevelsberg:  Fensterscheibe eingeschlagen +++ Ennepetal: Fenster aufgehebelt +++ Ennepetal: Einbruch in Spielhalle Täter werden gefilmt +++ Dortmund: Auf dem Weg in den Feierabend – Bundespolizist nimmt Smartphone Dieb auf frischer Tat fest +++ Dortmund: 3 Promille – Betrunkener Schweizer randalierte im Hauptbahnhof +++ Dortmund: Bundespolizei nimmt Steuerhinterzieher am Dortmunder Flughafen fest +++ Ennepetal: Sirenenalarm am Freitagabend Insgesamt drei Einsätze am Wochenende +++ Polizeibericht am Montag weiterlesen