Thema Schulter beim Patientenforum

Foto Quelle: Ev.Stifung Volmarstein
Foto Quelle: Ev.Stifung Volmarstein

Volmarstein. „Zeit spielt eine wichtige Rolle“, so die Botschaft beim Patientenforum zum Thema „die schmerzhafte Schulter“ in der Orthopädischen Klinik Volmarstein. „Natürlich ist die konservative Therapie immer der erste Schritt“, betonte Sektionsleiter Dr. Ciraj Hadji. „Aber wenn diese nach acht Wochen keine Besserung bringt, sollten die Probleme in der Schulter durch weiterführende Untersuchungen genauer abgeklärt werden, da nicht zu selten ein Sehnenriss vorliegt, der zeitnah versorgt werden muss um weitere Folgeschäden zu vermeiden.“ In seinem Vortrag erläuterte der Leiter der Schulterchirurgie und arthroskopischen Chirurgie Ursachen und Behandlung von Schulterschmerzen. „Die häufigste Ursache ist das sogenannte Engpass-Syndrom, bei dem es zu einer Einengung des Raumes unter dem Schulterdach kommt“, erklärte Dr. Hadji. „Dadurch entsteht Druck auf die Weichteile, was sehr schmerzhaft ist und bis zu einem Sehnenriss an der sogenannten Rotatorenmanschette führen kann.“ Geht der Patient früh genug zum Arzt, kann man in einer arthroskopischen Operation den Engpass beseitigen und häufig einen Sehnenriss vermeiden. „Eine frisch gerissene Sehne kann man gut wieder annähen, ältere Risse unter Umständen nicht mehr“, betont der Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Wie die Naht mit einem sogenannten Fadenanker funktioniert, erklärte der Schulterspezialist anhand von Bildern. Die Schultergelenkprothese ist bei starker schmerzhafter Arthrose eine mögliche Therapie. Dr. Hadji: „Es gibt verschiedene Prothesentypen, die wir individuell je nach Zustand des Schultergelenks auswählen. Ähnlich wie bei einem neuen Hüft- oder Kniegelenk steigert ein neues Gelenk die Beweglichkeit und senkt den Schmerz.“ In einem zweiten Vortrag erklärte Ina Kramer vom Therapiezentrum Orthopädische Klinik wie das operierte Schultergelenk wieder in Bewegung gebracht wird. „Für jede Schulteroperation gibt es einen exakten individuellen Fahrplan, der in enger Rücksprache mit dem Operateur eingehalten wird“, betonte die Physiotherapeutin. „Unter fachlicher Anleitung übt der Patient wichtige Bewegungen, die er dann selbst ausführen kann.“ Damit die so wichtigen Bewegungsübungen auch gelingen hat jeder Schulter-Patient in der Klinik einen Schmerzkatheter. Chefarzt Dr. Albert Marichal erklärte in seinem Vortrag genau, wie und wo dieser angelegt wird. „Schon während der OP ermöglicht die Kombination aus Vollnarkose und örtlicher Betäubung durch den Schmerzkatheter eine schonende Narkose“, erklärte Dr. Marichal. „Und nach der OP sorgt die Schmerzfreiheit dafür, dass die erlaubte Bewegung möglich ist.“

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