Auf den Spuren des Heimatforschers Wilhelm Claas

Foto Quelle: Claas LWL Freilichtmuseum
Foto Quelle: Claas LWL Freilichtmuseum

Hagen. Der besondere Fotowettbewerb bei der VHS. Nach einer Einführung zu den Arbeiten und zur Bedeutung des Heimatforschers und Fotografen Wilhelm Claas durch Dr. Anke Hufschmidt vom LWL-Freilichtmuseum Hagen sowie Jens Bergmann und Ekkehard Müller-Kissing vom Hagener Heimatbund am Donnerstag, 10. September, um 19 Uhr in der Villa Post, Wehringhauser Straße. 38, beginnt am Freitag, 18. September, um 17.30 Uhr – ebenfalls in der Villa Post – ein Kurs der Volkshochschule Hagen, bei dem sich die Teilnehmer mit ihrer Kamera auf die Spuren des Heimatforschers begeben.
Der Heimatforscher Wilhelm Claas (1885–1966) hat in Hagen viele, oft historisch bedeutsame Gebäude fotografiert. Claas widmete sich Zeit seines Lebens technischen Kulturdenkmälern und gilt als erster Ideengeber des Freilichtmuseums. Sein Ziel war es, Werkstätten und Betriebe, aber auch andere Gebäude, die er als gefährdet ansah, fotografisch festzuhalten und zu dokumentieren. Was ist aus den Häusern geworden, die Claas in den 1920er- und 1930er-Jahren fotografiert hat? Dieser Frage geht der Kurs der VHS Hagen auf kreative Weise im September und Oktober nach. Die Kursteilnehmer fotografieren ausgewählte Gebäude und vergleichen diese mit den Claas’schen Aufnahmen. Was hat sich verändert, was ist geblieben?
Die alten wie die neuen Fotografien sollen im nächsten Jahr im LWL-Freilichtmuseum Hagen im Vergleich gezeigt werden. Dort wird eine Ausstellung aus Anlass des 50. Todestages von Wilhelm Claas zu sehen sein.
Als Einführung stellt am 10. September Dr. Anke Hufschmidt, stellvertretende Leiterin des LWL-Freilichtmuseums Hagen, Wilhelm Claas und die Bedeutung seiner Dokumentation für das Freilichtmuseum vor. Jens Bergmann und Ekkehard Müller-Kissing (Hagener Heimatbund) erläutern, welche Erkenntnisse aus alten Fotografien für die Geschichte Hagens gewonnen werden können – und warum auch die Aufnahmen, die im Kurs entstehen, einmal wichtige Dokumente für die Stadtgeschichte sein könnten.
Der Kurs mit den Aufnahmen vor Ort findet vom 18. bis 20. September statt. Bevor die Spurensuche beginnt, erklären die Fachdozenten Elke Fischer und Dieter Faßdorf, wie möglichst eindrucksvolle Fotos gelingen. Sie besprechen anhand markanter Beispiele Bildaufbau, Motivauswahl und -ausschnitt, Standort, Perspektive, Farbe und Licht. Am Samstag und Sonntag werden unter Anleitung der Fachdozenten die für den Wettbewerb ausgewählten sechs Fotoobjekte im Hagener Stadtgebiet fotografiert. Eine Aufgabe ist es, die Objekte aus der Class’schen Perspektive abzulichten. Anschließend ist Kreativität gefragt, denn es soll innovativ aus individuellen Blickwinkel fotografiert werden.
Das Serviceteam der VHS bittet um rechtzeitige Anmeldung unter der Kurs-Nummer 5024 für den Einführungsvortrag bzw. unter der Nummer 5025 für den Kurs unter Telefon 02331/207-3622.

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