Hagener Friedenszeichen: „Krieg als Fluchtursache bekämpfen.“

cropped-logo201506.pngHagen. Im Jahr 2015 hat die Bundesregierung die Ausgaben für das Militär um 550 Millionen Euro gesteigert. Die Mittel für den Zivilen Friedensdienst (ZFD) wurden hingegen um fünf Millionen Euro aufgestockt. Auf dieses Missverhältnis wird der Verein HAGENER FRIEDENSZEICHEN am 1. September, dem traditionellen Antikriegstag, mit einem Informationsstand hinweisen. Ab 16 Uhr können sich Hagenerinnen und Hagener am Friedenszeichen in der Hohenzollernstraße über Alternativen zur militärischen „Lösung“ von Konflikten informieren.
Weltweit sind über 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Krieg, Armut und den Folgen des Klimawandels. Nur wenige schaffen es bis Europa. Wer die Fluchtursachen bekämpfen will, muss mehr Mittel bereitstellen für Entwicklung und Frieden. Deutschland nimmt zur Zeit viele Flüchtlinge auf. In Hagen engagieren sich viele Bürgerinnen und Bürger, um Menschen aus vielen Ländern ein Überleben zu ermöglichen und für ein friedliches Miteinander zu sorgen.
Ende September findet in New York ein Gipfeltreffen statt, auf dem nachhaltige Entwicklungsziele verabschiedet werden sollen. Diese Weltagenda soll erstmals auch friedenspolitische Forderungen umfassen, zum Beispiel auch Themen wie Waffenhandel, ein Gebiet, auf dem Deutschland an dritter Stelle steht. „Wir fordern von Bundeskanzlerin Merkel, dass sie sich auf dem UN-Gipfel für nachhaltige Entwicklung im September für eine deutliche Erhöhung der Mittel für eine gerechte Entwicklung auf der Welt einsetzt“, erklärt dazu Ruth Sauerwein, stellvertretende Vorsitzende des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN. „Das ist unsere Botschaft an diesem Antikriegstag.“
Zugleich unterstützt der Verein die Aktion der Initiative „Hagen ist bunt“ um 19 Uhr im Volkspark.

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