BA: Potentiale nutzen – geflüchtete Menschen beschäftigen

Die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) und das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) werben für die Beschäftigung von Flüchtlingen.

Eine neue Informationsbroschüre mit dem Titel „Potentiale nutzen –
geflüchtete Menschen beschäftigen, die die BA gemeinsam mit der BDA
und dem BAMF entwickelt hat, zeigt Betrieben in komprimierter Weise,
wie sie vorgehen müssen, wenn sie Geflüchtete beschäftigen wollen und
welche Unterstützungsmöglichkeiten die BA bietet.

Dazu erklärt Raimund Becker, Vorstand Regionen der BA: „Der
zunehmende Zuzug von Asylbewerbern und Flüchtlingen nach Deutschland
stellt alle Beteiligten vor Herausforderungen, sowohl aus humanitären
als auch aus arbeitsmarktpolitischen Gesichtspunkten. Viele Menschen,
die auf der Flucht vor Krieg, Vertreibung oder politischer Verfolgung
zu uns kommen, bleiben für längere Zeit oder sogar für immer. Damit
sie ihren Lebensunterhalt schnell selbst bestreiten können, braucht
es eine verstärkte Unterstützung und Förderung bei der
Arbeitsmarktintegration. Denn nur durch eine arbeitsmarktliche
Integration kann auch eine gesellschaftliche Integration von Dauer
sein. Schon heute sind viele Unternehmen bereit, bei dieser
gesamtgesellschaftlichen Herausforderung ihren Beitrag zu leisten.
Mit dieser Broschüre erläutern wir Betrieben, die Möglichkeiten zur
Ausbildung oder Beschäftigung von Flüchtlingen.“

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer ergänzt: „Viele Unternehmen sind
bereit, Flüchtlinge zu beschäftigen und so einen wesentlichen Beitrag
zu leisten, damit diese Menschen in Deutschland Fuß fassen können.
Allerdings brauchen die Betriebe Unterstützung, damit sie den Weg
durch den Dschungel aus unterschiedlichen Regelungen und Vorgaben
finden, die beachtet werden müssen, wenn Asylsuchenden oder
Geduldeten ein Praktikum, eine Ausbildung oder Beschäftigung
angeboten wird. Damit noch mehr geflüchtete Menschen den Sprung in
Ausbildung und Beschäftigung schaffen, müssen die Regelungen
vereinfacht und jetzt vor allem alle relevanten Förderinstrumente der
Berufsausbildung für Geduldete und Asylsuchende mit hohen
Bleiberechtsperspektiven geöffnet sowie die Angebote zur
Sprachförderung ausgebaut werden.“

Manfred Schmidt, Präsident des Bundesamts für Migration und
Flüchtlinge, erklärt: „Der Gesetzgeber hat in der jüngeren
Vergangenheit den Arbeitsmarktzugang von Flüchtlingen deutlich
erleichtert. Jetzt ist es wichtig, dass Arbeitgeber informiert und
unterstützt werden.“

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