Wespe im Anflug

cropped-logo201506.pngDie „Gemeine Wespe“ (Vespula vulgaris) ist eine „Naschkatze“: Sie fliegt auf Kuchen, Eis und süße Säfte. Hin und wieder schneidet sie sich mit ihren Mundwerkzeugen ein Stückchen vom Steak ab; es ist für den Nachwuchs, der Proteine braucht und deshalb mit Fleischfasern gefüttert wird. „Wespen sind auf keiner Gartenparty gern gesehene Gäste“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen
Wildtier Stiftung. Doch wie hält man die fliegenden Störenfriede
fern? „Bloß nicht pusten, wenn eine Wespe im Anflug ist“, rät Goris.
„Denn das Kohlendioxid in der Atemluft macht die hungrigen Insekten
erst recht aggressiv.“ Es gilt: Ruhe bewahren und gewaltfrei
zurückschlagen. Zum Beispiel mit einem Sträußchen Basilikum: „Den
Duft von Basilikum finden Wespen widerlich – und so bleiben sie der
Kaffeetafel fern!“
Oder drehen Sie den Spieß um: Laden Sie Wespen ganz gezielt ein.
„Wenn Sie in gebührendem Abstand einen Wespen-Tisch decken, lenken
Sie die Insekten ab und haben ihre Ruhe. „Wespen lieben Weintrauben“,
sagt die Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Damit
lassen sie sich friedlich stimmen.“ Beim Anflug von Wespen sind
generell drei Grundregeln zu beachten: Nicht nach Wespen schlagen,
keine hektischen Bewegungen machen, Tiere nicht zerquetschen! Denn
auch tote Wespen können stechen: Durch einen Reflex wird das Gift
noch aus dem Stachel gepumpt.
Ihr schlechtes Image haben Wespen übrigens zu Unrecht. Wer weiß
schon, dass Wespen dem Menschen viele Plagegeister vom Leib halten.
So schleppen sie viele tausend Insekten, zum größten Teil Fliegen,
Blattläuse und andere Schädlinge, als Nahrung ins Wespennest.
Außerdem helfen sie bei der Bestäubung von Blüten und sind bei Vögeln
als Futter beliebt. Deshalb fordert die Deutsche Wildtier Stiftung
mehr Toleranz und Solidarität mit den Arbeiterinnen, deren Lebensende
schon im Herbst naht.
Wespe oder Biene? Nicht nur an der Taille kann man sie erkennen!
– Die berühmte Wespen-Taille ist ihr Erkennungsmerkmal; Bienen
und Hummeln sind eher rundlich, die schlanke Wespe ist in der
Körpermitte besonders schmal. Sie hat eine richtige „Taille“
– Wespen sind farblich deutlich definiert und schwarz-gelb, das
Gelb der Bienen ist dagegen eher ein sattes Braun
– Bienen sind „Pelzträgerinnen“; ihr Körper ist behaart, der
Wespenkörper dagegen sehr glatt und haarlos
– Bienen sind Pollen- und Nektarsammlerinnen; auf Kaffeetafeln
finden sie nicht, was sie suchen
– Bienen stechen nur im absoluten Notfall, denn der Stich kostet
ihr eigenes Leben. Der Stachel hat Widerhaken und wird ihnen beim
Stechen aus dem Hinterleib gerissen. Wespen hingegen überstehen einen
Stich in die menschliche Haut ohne weitere Folgen
Übrigens: Die Deutsche Wildtier Stiftung engagiert sich für
Wildbienen. Infos auf unserer Website unter:
http://www.deutschewildtierstiftung.de/

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