Stellungnahme des NABU zum Ausbau der Windenergie in Hagen

>>Die Stadtverwaltung beabsichtigt, den Flächennutzungsplan zu ändern, um eine Rechtslage zu schaffen, die es erlaubt, in den Landschaftsschutzgebieten im Hagener Süden Windkonzentrationszonen zu errichten, in denen die 22 vorgesehenen Windräder im Einzelnen noch wesentlich größer sein werden als die bereits 10 vorhandenen. Der NABU-Hagen spricht sich ausdrücklich für den Ausbau alternativer bzw. regenerativer Energien aus, fordert aber eine landschafts-, natur- und menschenverträgliche Umsetzung. Die Grenze der Belastbarkeit von Hagens Landschaft, Natur und Mensch ist bereits erreicht. Als der Landschaftsbeirat in den 1980er Jahren in ebenso zahlreichen wie endlosen Sitzungen den Landschaftsplan der Stadt Hagen erarbeitete, wollte er das ökologisch hochwertige Inventar unserer Heimatstadt Hagen hervorheben und vor allem sichern. Unter der Leitung von Herrn Prof. Dr. Kersberg ist es gelungen, einen Großteil des Waldgebietes im Hagener Süden als Landschaftsschutzgebiet auszuweisen, um es vor zerstörenden Zugriffen zu sichern. Seinerzeit war die großflächige Freiraumzerstörung im Unteren Lennetal durch Umwandlung in Gewerbeflächen hoch aktuell, jeder kann heute sehen, was aus dieser ehemaligen Wiesen- und Auenlandschaft geworden ist. Als Ausgleich dafür sollte der in der Gesamtheit noch recht homogene, waldreiche Naturraum im Bereich des Selbecker Baches, am Nahmertal und beidseitig der Volme als Erholungsraum und Refugium unserer heimischen Tier- und Pflanzenwelt für unsere Nachkommen verwahrt werden. Wir sahen es gemeinsam als Aufgabe an, unsere wertvollen Naturräume für unsere Nachkommen vor der Zerstörung zu sichern. Die Befürchtung, dass es irgendwann Begehrlichkeiten geben könnte, auch diesen Schatz anzutasten, hat es auch damals schon gegeben, doch völlig unklar war, wie diese Eingriffe einmal ausfallen würden. In den Folgejahren wurde abgesehen von wenigen, kleineren, recht unauffälligen privilegierten Bauvorhaben in dieser Region kein großer Schaden angerichtet. Es entstanden in diesem Zuge auch erste vereinzelte kleine Windräder, die jedoch wegen ihrer doch recht geringen Größe nicht als unzumutbarer Eingriff für Mensch und Landschaft betrachtet wurden. Die Situation änderte sich, als nach 2002 auf Grund eines Windenergieerlasses des Landes NRW eine Prüfung der gesamten Hagener Region durchgeführt wurde. Es sollten alle Standorte herausgefiltert werden, an denen Windräder gebaut werden könnten. Dieser Rundumschlag wurde in Naturschutzkreisen und der naturliebenden Bevölkerung sehr argwöhnisch und mit viel Kritik betrachtet. Die Diskussionen waren heftig, als der Flächennutzungsplan für diese doch recht markanten Vorhaben geändert wurde. Offensichtlich waren die Widerstände nicht heftig genug. Die „Kröte wurde geschluckt“, denn man ging davon aus, dass das Thema für zusätzliche Anlagen nun ein für alle Mal vom Tisch war, die Grenze der Belastbarkeit von Mensch, Natur und Landschaft war erreicht. So kam es zur Ausweisung von 10 Standorten, an denen Räder zwischen 65 m und 130 m Höhe gebaut werden könnten. Da genügend Investoren vorhanden waren, wurden diese Plätze recht schnell belegt. Entgegen aller Absprachen und Erwartungen beginnt nun zehn Jahre später das ganze Spiel von neuem. Großinvestoren würden gerne Neuanlagen errichten und finanzieren entsprechende Umweltverträglichkeitsprüfungen. Da die Politik des Landes propagiert, den Windenergieanlagenausbau so gut wie möglich zu fördern, ergeben sich da wohl auch Möglichkeiten, einen neuen Genehmigungsangriff zu starten. Die Verwaltung der Stadt Hagen hat zugestimmt, dass im Zuge eines Auswahlverfahren Gebiete gefunden werden sollen, in denen neue zusätzliche Anlagen errichtet werden können. Diese sollen allerdings durch ein Erheblicheres an Größe noch viel effizienter als die Vorhandenen werden. Warum die Verwaltung hier nun so bereitwillig mitspielt, ist nicht so recht klar. Schließlich haben wir mit den vorhandenen 10 Windrädern in Hagen unseren Beitrag bereits geleistet. Welche Vorteile ergeben sich denn für die Stadt Hagen? Dass die gewonnene Energie nicht hier vor Ort genutzt werden kann, sondern über Fernleitungen abgeführt wird, ist ja bekannt, denn es fehlt an der Speichermöglichkeit von Windenergie. Ebenso ergeben sich auch keine steuerlichen Vorteile, denn der aktuelle Großinvestor, hier die „SL Windenergie“, versteuert seine Gewinne an seinem Betriebssitz, der sich nicht in Hagen befindet. Einen regionalen Vorteil ergibt das also nicht. Vorteile haben nur die subventionierten Investoren. Die Nachteile für die Stadt Hagen sind erheblich. Durch den Bau dieses geplanten Windenergieparks verliert der beeinträchtigte Naturraum einen Großteil seines Wertes für die Naherholung. Der Hagener Süden war bisher durch seinen Schutzstatus als Landschaftsschutzgebiet recht frei von „verwildernder“ Bebauung. Nur kleine Bauernschaften befinden sich hier. Doch gerade das macht den Wert dieser Region aus. Naherholungssuchende aus dem Ruhrgebiet und wir Hagener suchen doch genau das. Schon wenige Autokilometer genügen, und schon ist man vom Landschaftsbild gesehen mitten im Sauerland, kaum ein Auswärtiger würde das von Hagen erwarten. Auch das ist aktives Energiesparen, Naherholung zuhause, schnell erreichbar, ungestört wandern und den unverbauten Horizont sehen können. Dass wir da nun eine Autobahn haben, die dieses Areal durchschneidet und mit einer Geräuschkulisse belastet, ist sicher schon eine Minderung der Landschaftsqualität. Aber dies als Grund zu nehmen, diesen Zustand nun planmäßig zu verschlimmern, grenzt an Zynismus. Das Prinzip „wo Müll ist, kann gut noch welcher hinzukommen“, darf kein Maßstab für Hagen sein! Lasst uns unseren Naturschatz bewahren. Hier muss sehr deutlich darauf hingewiesen werden, dass für alle Wunschflächen ein Schutzstatus als Landschaftsschutzgebiet besteht. 22 zusätzliche Anlagen sollen unsere hochwertigen, derzeit noch als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesenen großen Naturräume im Hagener Süden durchlöchern. Diese ökologische Tragödie ist es natürlich in erster Linie, zu der der NABU des Hagener Stadtverbandes nun Stellung bezieht. Denn der Einfluss auf die Natur ist immens. In den letzten Wochen erreichen den Vorstand nahezu täglich Mails und Anrufe von besorgten Bürgern zu diesem Thema. Der Naturschutzbund Deutschland steht für den Schutz des Menschen und der Natur. In Anlehnung an diese Philosophie entwickelt sich diese Stellungnahme. Die Auswirkungen von Windrädern auf die Menschen, die hier ihre Heimat haben und dort gesund leben wollen, sind erheblich und zum Teil unannehmbar. Für zahlreiche Anwohner im Nahbereich der vorhandenen Anlagen ist der tägliche Umgang mit Geräuschen, Schlagschatten und Infraschall schon jetzt unerträglich. Wie sich diese Störfaktoren langfristig auf die Gesundheit der betroffenen Menschen auswirken, diese wissenschaftlichen Untersuchungen stehen erst am Anfang. Die Anzahl der belasteten Menschen wird nun jedoch um eine große Anzahl steigen. Das kann doch kein verantwortlich handelnder Mensch wirklich wollen. Vorher müssen alle Gefahrenpotentiale wissenschaftlich ausgeräumt werden. Man darf Menschen nicht einfach irgendwelchen unkontrollierten Gefahren aussetzen. Das gilt vor allem für die Personen, die bereits dort leben. Wenn jemand freiwillig in eine Windparkregion hinein zieht, ist das natürlich etwas anderes. Der NABU ist ein Verein, der sich für Mensch und Naturschutz einsetzt. Die Vogelwelt steht da beim NABU traditionsgemäß im Vordergrund. In dieser Hinsicht ergeben sich Probleme, auf die folgend eingegangen wird. Nach der ersten Voranalyse, die zuerst durch die Hagener Stadtverwaltung stattfand und dann durch ein Planungsbüro fortgesetzt wurde, sind nun 10 so genannte Zonenkomplexe übrig geblieben. Das Planungsbüro wurde von dem Investor für die Untersuchungen beauftragt. In diesen Zonen sollen 22 zusätzliche Anlagen aufgestellt werden sollen. In Hagen handelt es sich um Waldgebiete, die hier in Anspruch genommen werden sollen. Es darf nicht verschwiegen werden, dass der Bau von Windrädern im Wald bundesweit sehr umstritten ist, teilweise abgelehnt wird und nach Forstgesetz sogar untersagt ist. Die kleinflächige Rodung mit einhergehender „Umtitulierung“ des Waldes in eine andere Nutzungsform ist da nur ein spitzfindiger Trick, der den Sinn des Forstgesetzes verfehlt. Oft ist vorgesehen, die Anlagen in Flächen zu stellen, die seinerzeit vom Sturm Kyrill geschädigt wurden. Aus Sicht der Natur sind diese Flächen aber alles andere als minderwertig anzusehen, das Gegenteil ist der Fall. Seit einiger Zeit weiß man, dass eine Dynamik in der Landschaft, die durch Naturgewalten in Gang gesetzt wird, Freiräume entstehen lässt, die vielen seltenen Tier- und Pflanzenarten einen neuen Lebensraum eröffnet. Der Wert dieser Flächen für z. B. Rotmilan, Habicht, Sperber, Haselhuhn, Baumpieper, den Grasmückenarten und Neuntöter ist sehr groß. Unsere Waldlandschaft wurde durch Kyrill nicht nur durch neue „Aussichten ins Tal“, sondern auch durch ein neues Habitat – die Sukzessionsfläche – bereichert. Der Betrieb von weiteren Windanlagen würde dies alles gefährden. Weiterhin liegen die geplanten Windräder Hagens aus zwei Gründen an einem ganz besonderen Ort: durch und über Hagen befindet sich ein überregional bedeutender Zugvogelkorridor, von unseren „Alt“ornithologen Schücking, Schönberger und Drane schon als „Vogelzuglinie“ bezeichnet, als Windkraft noch kein Thema in Hagen war. Dieser Zugvogelkorridor wird seit Jahrhunderten von Kleinvögeln genutzt, darauf weisen Hagener Vogelfanganlagen des letzten und vorletzten Jahrhunderts hin. Vielen Hagener Bürgern fällt aber auch der Zug der Großvögel auf, hier sei insbesondere der Kranich mit einer aktuellen Zahl genannt: allein beim Heimzug 2015 konnten weit über 13.000 ziehende Kraniche über Hagen gezählt werden! Ein zweiter Sachverhalt wird bei der Diskussion um die Eignung des Hagener Südens als Standort für Windkraft vielfach vernachlässigt: Hagen liegt am Nordrand des Sauerlandes, hier ist die erste und einzige Stelle, an der im Herbstzug die Zugvögel aus Norden vom Flachland kommend (ca. 100 m NN) auf die Höhen des Mittelgebirges (ca. 500 m NN) aufsteigen müssen.
Thermik und damit größere Flughöhen können im Herbst aufgrund der Wetterlage selten genutzt werden, so dass aktiver Flug aus eigener Muskelkraft gefordert ist. Der geschieht hinsichtlich der langen Zugstrecke kraftsparend und deshalb in der Regel profilangepasst, so dass die Zugvögel die Mittelgebirgshöhen im Bereich der Rotoren (50 m bis 200 m) erreichen. Als Aufstiegshilfe nutzten die Vögel gerne in Nord-Süd-Richtung verlaufende Täler, an deren Ende werden aber gern Windräder geplant, denn hier ist die Windausbeute aufgrund der Düsenwirkung besonders groß. Dort wirken Windräder wie eine Falle. Schlechte Sicht und die beim Herbstzug dunklere Tageszeit bereiten weitere Schwierigkeiten, den vielen Windrädern ausweichen zu können, das betrifft insbesondere auch die Nachtzieher. Die Reise wird zum Spießrutenfliegen! Ausfälle sind nicht zu verhindern. Auch Rotmilane ziehen regelmäßig durch diesen Zugkorridor. Diese sind allerdings nicht ganz so auffällig, da ihre recht lockeren langgezogenen Formationen oft nur aus 5-10 Vögel bestehen. Auch für diese Langstreckenzieher ist das Problem, dass sie relativ niedrig fliegend aus dem recht flachem Münsterland und der Soester Börde hier ankommen. Auch die Auflagen für die Betreiber der Anlagen, diese zu Zugzeiten abzuschalten, können nicht zuverlässig eingehalten werden, denn die Reaktionszeiten der Anlagen sind viel zu lang. In Selkinghausen gab es im Herbst 2014 bereits einen Totfund eines Rotmilans unter einem Windrad! Das ist umso schwerwiegender, wenn man weiß, dass diese Vogelart zu den ganz seltenen Greifvögeln auf der Erde gehört, nur etwa 19.000-25.000 Paare sollen es weltweit sein. Diese Art kommt nur in einem recht kleinen Gebiet vor, das im Kernbereich aus Mitteleuropa besteht. Mit ca. 12.000-18.000 Paaren leben mit Abstand die meisten Brutpaare davon in Deutschland, also mindestens 50 % des Weltbestandes. Wir haben für diese Vogelart daher eine ungeheure internationale Verantwortung, die uns von der EU per Vogelschutzrichtlinie auch formell übertragen wurde. Bei keiner anderen Vogelart, die in Deutschland vorkommt, ist das so extrem. Insgesamt nimmt der Rotmilan durch die Verschlechterung seiner Lebensräume im Bestand ab. Bei uns in Hagen ist das jedoch nicht so. War er vor 2000 mit nur einem bis maximal zwei Paaren vertreten, sind es nun schon fünf Paare. Es besteht sicher noch ein Potential zur weiteren Ausdehnung, wenn man ihn denn lässt. Zonenkomplexe im Einzelnen und Einschätzung des NABU Hagen Die im Folgenden immer wieder genannten, in Hagen vorkommenden Vogelarten sind geschützt, gelten als sehr windkraftsensibel und planungsrelevant: Haselhuhn, Rotmilan, Uhu, Wanderfalke, Schwarzstorch, Baumfalke und Kranich (hier als Zugvogel im Zugvogelkorridor Hagen). Diese Arten kommen bei uns teilweise in erheblichen Stückzahlen vor. Sie brüten hier und nutzen die Bereiche auch zur Nahrungsaufnahme. Bei einer begründeten Bedrohung dieser speziellen Arten kann der Bau von Windenergieanlagen verweigert werden. Eine wesentliche Grundlage zur Bewertung ist das so genannte Helgoländer Papier. Hier hat die Arbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten festgelegt, dass zu Brutplätzen ein Mindestabstand von 1500 m eingehalten werden muss. Auch muss innerhalb von vier km Radius geprüft werden ab aus dieser Richtung nahrungssuchende Vögel einfliegen oder ob dort Schlafplätze liegen. Auch ob Windräder in Flugkorridoren von geschützten planungsrelevanten Vogelarten gebaut werden, muss intensiv untersucht und berücksichtigt werden. Rafflenbeuler Kopf Dieses Gebiet an der Stadtgrenze zu Breckerfeld ist bisher noch großräumig windradfrei. Es gibt sehr wertvolle Biotoptypen mit dem Potential als Lebensraum für Haselhuhn (Nachweise direkt angrenzend im Stadtwald), Uhu und Rotmilan. Der Schwarzstorch breitet sich von SW her aus, dieses Potential würde verhindert. Es gibt sogar eine Beobachtung der nahezu ausgestorbenen Wildkatze. Das Gesamtgefüge als wertvoller Lebensraum für die Vogelwelt würde sehr stark gestört. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor auf Grund der Arten. Langenberg Mäcking Genauso wertvoll wie Rafflenbeuler Kopf, auch noch windradfrei, gilt als der Kernbiotop des Haselhuhnes in Hagen. Intensiver Naherholungsbereich. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor Waterhövel Auch noch windradfrei, vor allem im Nahrungslebensraum der Rotmilane. Zusätzlich Wespenbussard. Intensiver Naherholungsbereich für den Menschen. Potentielle Ausbreitung der Arten würde verhindert. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor
Ambrock. Zwei Windräder dicht in der Nähe, noch zwei weitere Anlagen würden den Großraum stark überbelasten! Es findet eine ökologische Degradierung statt. Lebensraum des Wanderfalken, brütet unweit. Nahrungsraum für den Rotmilan. Potential als Brutplatz für die Art. Wichtiger Nahrungslebensraum für den Rotmilan. da sich hier noch große landwirtschaftliche Freiflächen befinden. Sichtungen der Art finden somit regelmäßig statt. Wegen des Rotmilanvorkommens absolutes Ausschlussgebiet. Liegt in der Verbundachse der Sichtungen des Hagener Haselhuhnvorkommens Hohenlimburg Nahmer Bisher ein Windrad. Wertvoll wie Rafflenbeuler Kopf. Potentiell für Schwarzstorch geeignet. Aus dem Nebental Nimmer bestehen mehrere, z. T. mit Fotos dokumentierte Beobachtungen auch von diesjährigen Schwarzstorchen, also in der Umgebung erbrüteten Jungvögeln. Auch der Rotmilan würde eingeschränkt, der in den an grenzenden Gebieten sein Brutvorkommen hat. Der Bereich wird regelmäßig zur Nahrungsaufnahme aufgesucht. Intensiver Naherholungsbereich für den Menschen. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor
Brechtefeld Wichtiger Nahrungslebensraum für den Rotmilan, da sich auch hier noch große landwirtschaftliche Freiflächen befinden. Sichtungen der Art finden somit auch hier regelmäßig statt. Fazit: absolutes Ausschlussgebiet Hagen-Dahl Vorkommen des Wanderfalken im 1-km-Radius. Vorkommen von Wochenstuben geschützter, nur hier in Hagen vorkommender Fledermausarten. Auch Einflugbereich des Rotmilans. Liegt in der Verbundachse der Sichtungen des Hagener Haselhuhnvorkommens. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor Hobräcker Rücken Wie am Rafflenbeuler Kopf grenzen wertvolle Bereiche an. Lebensraum des Rotmilans wird eingeschränkt. Ein hochwertiges potentielles Gebiet zur Ansiedlung des Schwarzstorches wird gestört. Liegt in der Verbundachse der Sichtungen des Hagener Haselhuhnvorkommens, hier auch Nachweis eines Haselhuhns mit Jungvögeln. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor Selkinghausen Hier gibt es ein Windrad, per Zufall erfolgte unter diesem bereits ein Totfund des Rotmilans im Herbst 2014. Äußerst wertvoller Raum mit hochwertigen Feuchtgebiets-Bachauenbiotopen. Liegt in der Verbundachse der Sichtungen des Hagener Haselhuhnvorkommens, Lebensraum des Baumfalken, Schwarzstorches und des Rotmilanes. Gehört großräumig betrachtet zu den wertvollsten Landschaftsbereichen im Hagener Süden. Die Autobahn und das vorhandene Windrad liegen topografisch abseits davon. Neue Anlagen ergeben teilweise bisher nicht vorhandene neue Beeinträchtigungen. Die geplanten Anlagen werden eine mauerartige Barriere zusammen mit den Anlagen am Bölling ausbilden. Zugvögel werden äußerst gefährdet sein. Fazit: Absolutes Ausschlussgebiet! Bölling Hier gibt es bereits vier Anlagen. Lebensraum vom Rotmilan, angrenzend Schwarzstorch. Liegt in der Verbundachse der Sichtungen des Hagener Haselhuhnvorkommens. Weitere Anlagen würden dieses Gebiet ökologisch neutralisieren. Wichtiger Großlebensraum des geschützten Neuntöters in Hagen. Höchster Punkt in Hagen. Schon die vorhandenen Anlagen bilden eine äußerst gefährliche Barriere für Zugvögel. Man muss dies auch in der Verbindung der geplanten Anlagen bei Selkinghausen sehen. Fazit: Absoluter Ausschlussfaktor für weitere Anlagen Die herausgefilterten potentiellen Windradstandorte sind allenfalls nur die besten Plätze im Hagener Süden, dessen ökologische Kapazität für Windenergieanlagen mit 10 Anlagen aber bereits über alle Maßen ausgeschöpft ist. Zur Ermittlung potentieller Bauplätze für Windenergieanlagen wurde von den Investoren ein Büro beauftragt, die Bereiche ökologisch zu bewerten. Dies wurde auch sehr sorgfältig und wirklich gut gemacht. Es sind ökologisch gesehen eigentlich keine Fragen offen geblieben! Die Ergebnisse liegen also vor. Der Wert dieser Landschaftsschutzgebiete wird klar und deutlich belegt. Offensichtlich sind die Bearbeiter der Untersuchung und die Personen, die die Ergebnisse bewerten, nicht dieselben! Die Bewertungen können nur selten die Zustimmung des NABU-Hagen finden. Der NABU-Hagen sieht den Hagener Süden als eine Kostbarkeit an, wertvoll für Mensch und Natur. Teile dieser Landschaft wurden zu Recht als Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Diese sind nicht antastbar, dürfen weder aufgehoben noch beeinträchtigt werden. Ihre Ökologische Vielfalt ist äußerst wertvoll und bietet die Möglichkeit, dass sich die Bestände vor allem von Uhu, Schwarzstorch, Wanderfalke, Rotmilan und Haselhuhn optimieren können. Die Planungsgebiete sind zur Errichtung weiterer Anlagen aus Sicht von Mensch, Landschaft und Natur ungeeignet. Es bestehen überall Konflikte mit geschützten Vogel- und Fledermausarten. Jedes neue Windrad ist ein unkalkulierbarer Eingriff in den Naturhaushalt und vorhandene Tierpopulationen hätten kaum die Chance, sich ungefährdet auszubreiten.<<

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Drei Must-haves am Anfang – Versicherungen für junge Leute

Hagen. Schule ist aus. Schulabgänger planen und probieren ihre ersten Schritte in ein selbstständiges Leben: Rund um Reisen, soziales Jahr, Job, Ausbildung oder Studium sollte auch die Absicherung von Alltagsrisiken mit auf der To-do-Liste stehen, rät Birgit Olek-Flender von der Verbraucherzentrale in Hagen.
Es gibt zwei neue kostenlose Faltblätter zum Thema „Versicherungen für junge Leute, Berufsanfänger und junge Familien, die in der Beratungsstelle Hohenzollernstraße 8 abgeholt werden können.
Beim Abschluss von Versicherungen helfen folgende Tipps:
Krankenversicherung: Dieser Gesundheitsschutz ist verpflichtend für jeden! Während Berufsanfänger automatisch in einer gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert sind, genießen viele Studienanfänger noch bis zum Alter von 25 Jahren den Schutz der Familienversicherung. Wer beim Studentenjob jedoch mehr als 450 Euro im Monat verdient, muss selbst in die Krankenversicherung einzahlen. Angehende Erstsemester, die über ihre Eltern privat krankenversichert sind, stehen vor der Qual der Wahl, ob sie während des Studiums weiter umfassend privat versichert bleiben wollen oder nicht.
Berufsunfähigkeitsversicherung: Die frühzeitige Absicherung des Verlustes der eigenen Arbeitskraft über eine private Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) ist für Azubis und Studenten gleichermaßen wichtig. Denn Betroffene, die aufgrund eines Unfalls oder einer schweren Erkrankung keinen Beruf mehr ausüben können, bekommen nur eine gesetzliche Rente, wenn hierfür mindestens fünf Jahre lang Beiträge entrichtet wurden. Wer noch nichts oder nur kurze Zeit in die Rentenkasse eingezahlt hat, erhält keine Rente bei einer Erkrankung oder einem privaten Unfall.
Private Haftpflichtversicherung: Diese Police ist ein absolutes Muss! Sie deckt Schäden ab, die man bei anderen verursacht – zum Beispiel wenn die Gesundheit eines anderen durch die eigene Unachtsamkeit dauerhaft stark beeinträchtigt wird. Bis sie ihre Ausbildung abgeschlossen haben, sind Azubis und Studenten bei ihren Eltern mitversichert und müssen keine eigenen Beiträge für die private Haftpflichtpolice zahlen. Das gilt übrigens auch für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes (BFD).
Hausratversicherung meist erst später ein Muss: Hausratversicherungen decken Einbruchdiebstahl, Vandalismus, Brand, Blitzschlag, Explosion oder Schäden durch Rohrbrüche und Sturm ab. Die Höhe der Police orientiert sich am Wert des eigenen Mobiliars und Hausrats. Für die erste eigene Bude ist diese Versicherung meist noch nicht so wichtig.

Die Faltblätter können zu den Öffnungszeiten:
Montag 10 – 18 Uhr
Dienstag 10 – 17 Uhr
Donnerstag 10 – 19 Uhr
Freitag 10 – 13 Uhr
in der Verbraucherzentrale Hagen, Hohenzollernstr. 8, 58095 Hagen abgeholt werden.

Frag doch mal den Beigeordneten! Thomas Huyeng erklärt die Feuerwehr

Vor allem die Kinder hatten viel Spaß an der Führung und durften in Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Platz nehmen. (Foto: Günter Brandau)
Vor allem die Kinder hatten viel Spaß an der Führung und durften in Einsatzfahrzeugen der Feuerwehr Platz nehmen. (Foto: Günter Brandau)

Hagen. Im Rahmen des Urlaubskorbs 2015 gab es jetzt die Gelegenheit, die Feuerwache Ost zu besichtigen. Thomas Huyeng, zuständiger Beigeordneter der Stadt Hagen, führte die Teilnehmer über das Betriebsgelände und erläuterte die typischen Aufgaben im Rahmen des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes, des Rettungsdienstes und des Krankentransportdienstes. Ebenso gehören zahlreiche Verwaltungsaufgaben, die Aus- und Fortbildung sowie Aufgaben in der Zusammenarbeit mit den Hilfsorganisationen dazu. Unterstützt wurde er hierbei vom stellvertretenden Leiter der Hagener Feuerwehr, Veit Lenke, sowie Thomas Lübold und Ingo Stich von der Berufsfeuerwehr Hagen.
An 365 Tagen im Jahr im 24-Stunden-Dienst ist gemeinsam mit der freiwilligen Feuerwehr die jederzeitige Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. Ziel ist es, im Notfall innerhalb von rund neun Minuten am Einsatzort zu sein. Besichtigt wurden die Hallen mit den unterschiedlichen Fahrzeugen, die Schlauchwaschanlage, die Einsatzleitstelle und die Übungsstrecke für die Atemschutzträger

Siegeszug des FFC Hagen erst im Finale der Hungarian Open gestoppt

Deutsche Teilnehmer
Die deutschen Teilnehmer in Ungarn mit den Hagenern (hinten, ab 3.v.) Sven Walter, Marius Stupp, Ludwig Zentarra, Michael-Frank Nölle, Sarah Rüsseler, Uwe Walter (verdeckt), Frida Varga, David Zentarra (Mitte links), Stefan Blank (Mitte rechts) und Christopher Zentarra (liegend) (Foto: FFC Hagen)

(ktr) Es hat nicht sollen sein. Auch bei der 20. Auflage der Hungarian Open im ungarischen Újszász blieb den deutschen Federfußballern ein Triumph verwehrt. Gleichwohl konnte der FFC Hagen mit David Zentarra, Stefan Blank und Christopher Zentarra mit Stolz auf ein grandioses Turnier zurückblicken, in dessen Verlauf das Trio völlig unerwartet bis in das Finale vorstieß. Und dies nach einem langen, nervenaufreibenden zweiten Turniertag, der mit dem Achtelfinale um 9 Uhr morgens begann und mit dem Matchball des Endspiels um 23.07 Uhr endete.
Auf dem Weg zum Finale setzen sich David Zentarra, Stefan Blank und Christopher Zentarra im Achtelfinale überraschend klar mit 21:15, 21:19 gegen Újszász Hartayáni (Ungarn) durch. Damit hatte der amtierende deutsche Meister und Bundesligatabellenführer bereits sein gestecktes Ziel erreicht und stand im Viertelfinale. In der Runde der letzten Acht wartete dann mit Újszász Takacs ein weiterer schwerer Brocken aus dem Land der Magyaren. Und der Siegeszug des FFC-Trios sollte auch hier weitergehen. Mit 22:20, 20:22, 21:16 kämpften die Hagener das ungarische Topteam nieder.
„Das war brutal hart“, zollte David Zentarra dem Unterlegen ein dickes Lob, um sofort wieder die Ärmel für das Halbfinale hoch zu krempeln. Denn dort wartete mit dem siebenfachen Hungarian Open Sieger Nagykanizsa ZSE aus Ungarn ein noch dickerer Brocken. Mit 21:18, 21:13 entzauberten David Zentarra, Stefan Blank und Christopher Zentarra schließlich sensationell den großen Favoriten und zogen in das Endspiel ein. Hier schloss sich für Ex-Nationalspieler Stefan Blank ein bemerkenswerter Kreis. Denn 1996 stand er bei der bislang einzigen deutschen Finalteilnahme mit dem VfL Eintracht Hagen an der Seite von Peter Müller und Pasquale Salimbeni auf dem Parkett und hatte gegen Gastgeber Újszász das Nachsehen.
„Diesmal wollen wir es besser machen“, gab sich das FFC-Trio vor dem Finale, wo Gastgeber wie vor 19 Jahren der SZ Újszász wartete, kämpferisch. Und es kam zum erwarteten Kampf auf Biegen und Brechen zwischen zwei absolut gleichwertigen Teams, wobei der Újszász um Rekord-Europameister Gabor Tóth nach drei packenden Sätzen das bessere Ende für sich verbuchen konnte. Den ersten Durchgang hatten sich die Magyaren erst in der Verlängerung mit 23:21 sichern können, nachdem der FFC zwischenzeitlich sogar klar mit 15:10 in Führung gelegen hatte.
Im zweiten Durchgang drehten David Zentarra, Stefan Blank und Christopher Zentarra den Spieß wieder um und fegten die Gastgeber förmlich mit 21:11 aus der Halle, so dass der dritte Satz die Entscheidung bringen musste.
Und dieser entscheidende Durchgang entwickelte sich zu einem echten Herzschlagfinale, in dem sich kein Team entscheidend absetzen konnte. Letztlich siegte der SZ Újszász mit 21:19, der knappsten aller möglichen Entscheidungen. David Zentarra, Stefan Blank und Christopher Zentarra mussten sich mit dem 2. Platz begnügen und der Gewissheit, das beste Resultat in 20 Jahren Hungarian Open für Europas ältesten Federfußballverein erzielt zu haben.
Derweil blieben die Damen mit Sarah Rüsseler vom FFC Hagen und Tanja Schlette vom TV Lipperode sowie Frida Varga vom FFC Hagen und der Ungarin Judith Harsányi nach dem verpassten Sprung ins Viertelfinale am zweiten Wettkampftag ungeschlagen und sicherten sich Rang 9 im Gesamtklassement.

Positiver Arbeitsmarkttrend verbessert die Situation der Erwerbsfähigen in Hartz IV nicht

Hagen. Der aktuelle, von den Wohlfahrtsverbänden gemeinsam veröffentlichte Arbeitslosenreport NRW zeige, dass die erwerbsfähigen Hartz-IV-Bezieher seit Jahren kaum noch von einer verbesserten Lage am Arbeitsmarkt profitieren. Gleichzeitig würden immer weniger öffentlich geförderte Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Immer mehr Mittel würden von den Jobcentern für Verwaltungsaufgaben und immer weniger für die aktive Arbeitsmarktförderung ausgegeben. Das teilt die Diakonie Mark-Ruhr mit.

Der im Arbeitslosenreport NRW festgestellte landesweite Trend, dass die Hartz-IV-Bezieher kaum bis gar nicht von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren, gelte auch für Hagen. Der Anteil der Langzeitleistungsbezieher an allen erwerbsfähigen Leistungsberechtigten betrug laut Diakonie in Hagen im Februar 2015 67,4 Prozent. In den Vergleichsmonaten der beiden Vorjahre waren es 68,8 Prozent (02/2014) bzw. 69,5 Prozent (02/2013).
„Gut zwei Drittel der Langzeitleistungsbeziehern in Hagen fällt der Ausstieg aus Armut und Arbeitslosigkeit nach wie vor extrem schwer“, macht der Vorsitzende der AG der Freien Wohlfahrtspflege in Hagen, Pfr. Martin Wehn (theologischer Geschäftsführer der Diakonie Mark-Ruhr) deutlich. „Wir stellen für unsere Region fest, dass die Mittel für die aktive Arbeitsmarktförderung und die öffentlich geförderten Beschäftigungsangebote für erwerbsfähige Hartz-IV-Bezieher seit Jahren zurückgefahren werden. In Hagen haben wir im Juni 2015 gegenüber Juni 2012 einen Rückgang bei den öffentlich geförderten Beschäftigungen von 25 Plätzen zu verzeichnen.“
Nachdem zwischen 2010 und 2011 die gravierendsten Kürzungen bei den Eingliederungsleistungen zu verzeichnen waren, weist der Arbeitslosenreport NRW nach, dass zwischen 2011 und 2014 das den Jobcentern vom Bund bereitgestellte Budget für Eingliederungsleistungen um weitere 16 Prozent reduziert wurde. Weil die Verwaltungskosten der Jobcenter durch Lohn- und Betriebskostenerhöhungen in den letzten Jahren gestiegen sind, und die Budgets für Verwaltungs- und Eingliederungskosten gegenseitig deckungsfähig sind, werden immer mehr Mittel in die Verwaltungsstruktur statt in die aktive Förderung von Hartz-IV-Beziehern investiert. Schichteten die 53 Jobcenter in NRW im Jahre 2011 nur durchschnittlich sechs Prozent der Mittel aus ihrem Eingliederungs- in den Verwaltungsetat um, stieg der Anteil in 2014 auf 15 Prozent: davon widmeten acht Jobcenter weniger als zehn Prozent, 22 Jobcenter 10 bis unter 20 Prozent und 21 der Jobcenter 20 bis maximal 31 Prozent der Mittel um. In Hagen lag der Umschichtungsanteil im Jahre 2014 bei 13 Prozent.
Die Formel „bessere wirtschaftliche Lage reduziert die Arbeitslosigkeit“ stimmt nur zum Teil. Die Zahlen des Arbeitslosenreportes NRW belegen, dass sie für Erwerbsfähige in Hartz IV nicht aufgeht. „Deshalb“, so fordert Pfr. Martin Wehn, „brauchen wir nicht weniger, sondern mehr Mittel für langfristigere und damit auch kostenintensivere beschäftigungsfördernde Angebote für Langzeitleistungsbezieher. Wir fordern die Entkoppelung der Verwaltungskosten von den Mitteln der aktiven Arbeitsförderung und ein Sonderbudget des Bundes für einen Sozialen Arbeitsmarkt. Finanziert durch einen Passiv-Aktiv-Tausch kann der Bund seine Einsparungen bei den Kosten zur Sicherung des Lebensunterhalts und die Kommunen die eingesparten Kosten der Unterkunft in die Finanzierung von Lohnkostenzuschüssen zu regulären Beschäftigungsverhältnissen einbringen.“

Hintergrund:
Die Wohlfahrtsverbände in NRW veröffentlichen mehrmals jährlich den „Arbeitslosenreport NRW“. Darin enthalten sind aktuelle Zahlen und Analysen für Nordrhein-Westfalen; Basis sind Daten der offiziellen Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit. Jede Ausgabe widmet sich einem Schwerpunktthema. Hinzu kommen Kennzahlen zu Unterbeschäftigung, Langzeitarbeitslosigkeit und SBGII-Hilfequoten, um längerfristige Entwicklungen sichtbar zu machen. Der Arbeitslosenreport NRW sowie übersichtliche Datenblätter mit regionalen Zahlen können im Internet unter http://www.arbeitslosenreport-nrw.de heruntergeladen werden.
Der Arbeitslosenreport NRW ist ein Kooperationsprojekt der Freien Wohlfahrtspflege NRW mit dem Institut für Bildungs- und Sozialpolitik (IBUS) der Hochschule Koblenz. Ziel der regelmäßigen Veröffentlichung ist es, den öffentlichen Fokus auf das Thema Arbeitslosigkeit als wesentliche Ursache von Armut und sozialer Ausgrenzung zu lenken, die offizielle Arbeitsmarkt-Berichterstattung kritisch zu hinterfragen und dabei insbesondere die Situation in Nordrhein-Westfalen zu beleuchten.

WORKSHOPS MIT BARBARA WOLFF

Foto: Tobias Roch, Hagen
Foto: Tobias Roch, Hagen

Hagen – Am Dienstag, den 28. Juli findet von 11.30 bis 13.30 Uhr der Workshop „Malerei – Ein Sommerspaziergang im Park mit August Macke“ im Jungen Museum im Osthaus Museum statt. In dem Workshop mit der Hagener Künstlerin Barbara Wolff wird mit Acrylfarben ein farbenfroher Ausflug in die Malerei gemacht. Zwischen Blumenpracht und sattem Grün sind auch Sommerkleider und Hüte zu entdecken. Gemalt wird auf großen Papierbögen. Am Mittwoch, den 29. Juli heißt es dann um 11.30 Uhr „Schiffe auf hoher See“.  Bei dem Workshop mit Barbara Wolff wird mit Linoldruckfarben experimentiert und eine Druckplatte (Pappschnitt) erstellt. Mit vielen Farben gehen die TeilnehmerInnen auf Entdeckungsreise und gestalten die Formen von Schiffen und Segeln, malerischen Buchten und verträumten Häfen. Geschwungene Linien werden zu hohen Wellen oder sanften Meeresbuchten. An den Workshops können jeweils maximal 12 Personen teilnehmen, die Teilnahmegebühr beträgt 5 € pro Person inkl. Eintritt und Material. Eingeladen sind Jung und Alt: Eltern(teil) mit Kind(ern), Großmutter und/oder –vater mit Enkelkind(ern), aber natürlich auch Einzelpersonen ab 8+. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: 02331-207 2740.

FÜHRUNG IM HOHENHOF UND AM STIRNBAND

 Foto: Willy Moll, Hagen
Foto: Willy Moll, Hagen

Hagen – Am Sonntag, den 26. Juli findet um 14 Uhr eine öffentliche Führung im Hohenhof und am Stirnband statt. Erläutert wird das architektonische Highlight des Jugendstils, das heute europaweit zu den wenigen begehbaren Gesamtkunstwerken der Zeit gehört. Der belgische Jugendstilkünstler Henry van de Velde hatte für den Hagener Kunstmäzen und Kulturreformer Karl Ernst Osthaus das Wohnhaus der Familie geplant und verwirklicht. Die Idee des Gesamtkunstwerkes ist für den Betrachter in der minuziösen und individuellen Komposition der Räume erlebbar. Die Bestrebungen des gebürtigen Hageners Karl Ernst Osthaus reichten allerdings über die Planung seines Wohnhauses weit hinaus. Er plante die Villenkolonie Hohenhagen, zu der auch die Lauweriks-Häuser und die Villa Cuno von Peter Behrens gehören.
Die Teilnahmegebühr von 12 € inkl. Eintritt ist an der Kasse des Treffpunkts, dem Hohenhof am Stirnband 10, zu entrichten. Eine verbindliche telefonische Anmeldung unter der Nummer 207 2740 ist erforderlich, die Veranstaltung findet ab einer Teilnehmerzahl von zehn Personen statt.

ÖFFENTLICHE FÜHRUNG IM ESM

Hagen – Am Sonntag, den 26. Juli findet um 11.15 Uhr eine öffentliche Führung durch die Ausstellung „Emil Schumacher – Bild und Objet Trouvé.  Von der Magie und Sinnlichkeit des Materials“ statt. Das künstlerische Ringen Emil Schumachers mit dem Material um die Preisgabe seiner sinnlichen Kraft ist allen Bildern, Gouachen und Objekten seines OEuvres eingeschrieben. Mit den Mitteln der Malerei überdehnt und erweitert Schumacher im Schaffensprozess wiederholt die Grenzen zum bildhauerischen Relief.
Die banale Realität gefundener Gegenstände (Objets Trouvés) wandelt der Maler dabei aus der Sinnlichkeit ihres Materials mit nur im Kunstwerk möglicher Magie. Ausgehend von dem wahrscheinlich bedeutendsten Aspekt der Kunst Emil Schumachers, dem Material seiner Malerei selbst – der Farbe, aber auch dem Malgrund – finden nichtmalerische Materialien meist als Collage Aufnahme in die Bilder. Schumacher gelang so bereits in den 1950er-Jahren eine entscheidende und bis dahin unbekannte Erweiterung der Malerei. Die neue Ausstellung des Emil-Schumacher-Museums in Hagen stellt diese besondere Herangehensweise Emil Schumachers an so genannte Fundstücke als malerisches Material in den Vordergrund und macht den Prozess der Übertragung der Objekte aus ihrem ursprünglichen Zusammenhang in die reine Malerei anschaulich. Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

Iserlohn: Crash mit fünf Autos

Iserlohn. Um 11.12 Uhr kam es heute Morgen zu einem Verkehrsunfall auf der
Hans-Böckler-Straße. In Höhe der Hausnummer 13, kam ein 24-jähriger
Mann aus Rodgau mit seinem Fiat Ducato nach rechts von der Fahrbahn
ab und kollidierte mit einem auf dem Seitenstreifen geparkten PKW.
Insgesamt schob er vier Fahrzeuge ineinander und beschädigte
zusätzlich einen Poller. Ein 47-jähriger Iserlohner, der in einem der
geparkten Fahrzeuge saß, wurde leicht verletzt. Insgesamt entstanden
rund 60.000 Euro Sachschaden. Ein PKW musste abgeschleppt werden. Die
Ermittlungen zur Unfallursache dauern an.

AUSSTELLUNG „VOLKER STELZMANN – PANOPTIKUM“

Hagen – Am Samstag, den 25. Juli, findet um 15 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „Volker Stelzmann – Panoptikum“ statt. Mit der Einzelausstellung rückt das Osthaus Museum Hagen einen der wichtigsten zeitgenössischen deutschen Maler in den Mittelpunkt öffentlichen Interesses und würdigt das Lebenswerk des Künstlers mit dem Karl Ernst Osthaus-Preis der Stadt Hagen. Stelzmanns altmeisterlich gemalten Bilder sind geprägt von mannigfaltigen Figurenkompositionen: Es erscheinen Frauen und Männer, gehend, gebückt oder in ausholender, bewegender Gebärde vor großstädtischen Straßen- und in neutestamentarischen Bibelszenen. In seinen zuweilen grotesk wirkenden Bildern ergründet der Künstler mit der ihm eigenen subtilen Ironie die gesellschaftliche Identität, die in ihr lebenden menschlichen Charaktere mit all ihren Verhaltensweisen. Anhand einer Auswahl von rund 60 Gemälden sowie 40 Handzeichnungen präsentiert die Ausstellung im Osthaus Museum Hagen einen Überblick über das Lebenswerk des Berliner Künstlers, von den 1970er-Jahren bis in sein aktuelles Schaffen.
Für den einstündigen Rundgang durch die Ausstellung wird zusätzlich zum regulären Eintrittspreis ein Führungsentgelt in Höhe von 5 Euro erhoben. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Es wird jedoch um Verständnis dafür gebeten, dass nur eine begrenzte Teilnehmerzahl zugelassen werden kann.

Schreib- und Manga-Workshop der Stadtbücherei

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen –  Im vergangenen Jahr hatte die Stadtbücherei Hagen schon mal einen Manga-Workshop angeboten, der den Teilnehmern riesigen Spaß bereitete. Mangakünstlerin Marina Völker hatte eine wirklich tolle Art, Jugendlichen das Zeichnen von Mangas näher zu bringen. Dieses Angebot wird in diesem Jahr erneut aufgegriffen, aber kombiniert mit einem ganz speziellen Schreibworkshop. An fünf Terminen gegen Ende der Sommerferien haben alle, die Spaß am Schreiben und Zeichnen haben, die Möglichkeit, im Mangastil den Ort in Hagen zu malen, der ihm oder ihr besonders wichtig ist oder eine ganz besondere Bedeutung hat. Das kann der Rathausturm sein, das Elbersgelände, die Skyline von Hagen, die Rathausgalerie, der Matareé-Brunnen oder oder, oder. Der junge Blick auf Hagen ist dabei wichtig! Die Stadtbücherei wird mit technischen digitalen Mitteln später aus jedem Bild ein Plakat erstellen und das Ergebnis in einer Ausstellung präsentieren.

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Aber ein Plakat bekommt erst dann eine klare Aussage, wenn es zusätzlich noch mit einem Text versehen wird – mit einem Slogan! So ein Slogan ist eine kniffelige Sache, denn das, was ausgesagt werden soll, muss auf wenige Worte gekürzt werden. „Ich finde Hagen cool, weil…“, „Hagen bedeutet für mich…“, „Mein Hagen ist…“. Da hilft die Hagener Autorin Birgit Ebbert, ein Profi im Schreiben von Krimis, Kinderbüchern und anderen Texten. Hier ist Plakatliteratur gefragt als eine Brücke zwischen ausführlichen Texten und den kurzen Tweets und Postings in sozialen Netzwerken, so wie sie gerade von jungen Schreibern und Schreiberinnen fast ausschließlich genutzt werden. Noch wenige Plätze frei!
Das Ergebnis wird in der Stadtbücherei 14 Tage lang ausgestellt und am 16. Oktober um 11 Uhr von der Beigeordneten für Bildung, Margarita Kaufmann, eröffnet.
Die Termine für den Workshop sind 29. Juli, 31. Juli, 3. August, 5. August sowie 7. Augiust jeweils von 11 bis 14 Uhr in der Stadtbücherei auf der Springe. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich und kann gerne direkt persönlich in der Stadtbücherei oder telefonisch unter 02331-2073591 erfolgen.

Diebesgut oder Schrott entsorgt – Polizei sucht Hinweise

Foto Quelle: Polizei Hagen
Foto Quelle: Polizei Hagen

Hagen –  Ein Zeuge meldete in der vergangenen Woche (13.07.2015) den Fund einer fahrbaren Werkbank, die er am Seitenstreifen des Lennefährenwegs entdeckt hatte. Die hinzu gerufenen Polizeibeamten und ein Mitarbeiter der Kripo gehen davon aus, dass es sich bei dem selbstgebauten Werkstück um ein Teil aus einem Einbruch handelt, dass
letztendlich von dem oder den Tätern entsorgt wurde. Bislang konnte die Werkbank keinem gemeldeten Einbruch zugeordnet werden. Der mögliche Geschädigte oder Zeugen, die weiterführende Hinweise geben können, melden sich bitte unter der 986 2066.

Stauprognose für das Wochenende

München  – Ferienbeginn in Bremen, Niedersachsen, Hessen,
Rheinland-Pfalz und dem Saarland – das verheißt nichts Gutes für den
Reiseverkehr am kommenden Wochenende. Da zudem aus anderen
Bundesländern in Nord- und Ostdeutschland eine zweite Reisewelle
heranrollt, wird es auf allen Autobahnen in Richtung Süden sowie an
die Küsten von Nord- und Ostsee richtig voll. Etliche Urlauber aus
Skandinavien befinden sich schon wieder auf dem Heimweg, deshalb muss
auch auf den Routen Richtung Norden mit viel Verkehr gerechnet
werden. Auch die zahlreichen Baustellen im Autobahnnetz werden den
Urlauberverkehr immer wieder stoppen.

Die staureichsten Strecken im Überblick:

– A 1 Köln – Dortmund – Bremen – Hamburg – Puttgarden
– A 2 Oberhausen – Dortmund – Hannover – Berlin
– A 3 Oberhausen – Köln – Frankfurt -Nürnberg – Passau
– A 4 Kirchheimer Dreieck – Erfurt – Dresden
– A 5 Hattenbacher Dreieck – Frankfurt – Karlsruhe – Basel
– A 6 Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Pilsen
– A 7 Flensburg – Hamburg – Hannover – Kassel – Würzburg – Ulm –
Füssen/Reutte
– A 8 Karlsruhe – Stuttgart – München – Salzburg
– A 9 Berlin – Nürnberg – München
– A 19 Dreieck Wittstock/Dosse – Rostock
– A 24 Berlin – Dreieck Wittstock/Dosse
– A 61 Mönchengladbach – Koblenz – Ludwigshafen
– A 93 Inntaldreieck – Kufstein
– A 95 / B 2 München – Garmisch-Partenkirchen
– A 96 München – Lindau
– A 99 Umfahrung München

Auch im Ausland verschärft sich jetzt die Verkehrssituation. Fast
ganz Europa ist nun auf Achse. Noch immer überwiegen die Staus auf
den Anreisestrecken, die Heimreise wird aber ebenfalls zunehmend
beschwerlicher.

Vorlesespaß mit Paula und einem Löwen

Foto Quelle: Stadt Hagen
Foto Quelle: Stadt Hagen

Hagen – Am Donnerstag, 23. Juli, können interessierte Kindergarten- und Vorschulkinder um 16 Uhr einen tollen Nachmittag auf der Lesetreppe in der Kinderbücherei der Stadtbücherei auf der Springe erleben. Dann erzählt eine Vorlesepatin von Paula: Bei ihr lebt ein echter Löwe. Als die Eltern am Wochenende wegfahren, kommt ihre Oma zum Aufpassen. Also versteckt sie den Löwen, damit die alte Dame nicht erschrickt. Ob das gut geht?
Im Anschluss haben die Kinder die Gelegenheit, zu der Geschichte ein Bild zu malen. Das wird dann in der Leseecke der Kinderbücherei aufgehängt. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Betrunkener Weihnachtsmann wollte Polizei davon fahren

Hagen. Ein 45-Jähriger fuhr am Samstagabend betrunken Auto
und leistete bei einer Kontrolle Widerstand gegen zwei Polizisten. Um
20:45 Uhr erhielten die Beamten einen Anruf, dass sich ein Mann auf
dem Parkplatz eines Discounters in der Straße Am Paulshof in seinem
Peugeot aufhält und alkoholische Getränke konsumiert. Der Anrufer
hatte den Verdacht, dass der Mann später noch losfahren wird. Als die
Polizei den Parkplatz erreichte, fuhr der alkoholisierte Mann
tatsächlich gerade vom Parkplatz runter. Dabei fuhr er deutliche
Schlangenlinien und konnte das Fahrzeug nur ruckartig kontrollieren.
Am Alten Reher Weg konnten die Beamten das Fahrzeug anhalten. Der
45-Jährige weigerte sich, Führer- und Fahrzeugschein auszuhändigen
und erklärte, dass er der Weihnachtsmann sei und nun weiterfahren
wolle. Er griff nach dem Fahrzeugschlüssel und wollte den Peugeot
erneut starten. Um dies zu verhindern, musste ein Polizeibeamter den
Schlüssel an sich nehmen. Um nach Ausweisdokumenten durchsucht zu
werden, sollte sich der selbsternannte Weihnachtsmann am Heck des
Fahrzeugs aufstellen, was er auch widerwillig machte. Als ein
Polizist die Umhängetasche des 45-Jährigen kontrollierte, versuchte
er mit seinem linken Ellenbogen nach den Beamten zu schlagen. Während
der ganzen Maßnahme agierte der 45-Jährige überaus aggressiv und
unkooperativ und beleidigte die Beamten als „Arschloch“ und
„Schwuchtel“. Er roch stark nach Alkohol, lehnte einen
Atemalkoholtest aber ab. Zur Blutabnahme wurde er in ein Krankenhaus
gebracht. Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des
45-Jährigen. Da der 45-Jährige mehrfach äußerte, dass er unmittelbar
nach der polizeilichen Maßnahme wieder fahren werde, wurden die
Fahrzeugschlüssel ebenfalls beschlagnahmt.

Haltestellenschild und Geldbörse gestohlen

Foto Quelle: Polizei MK
Foto Quelle: Polizei MK

Iserlohn – Am Sonntagabend hielt sich ein 80-jähriger Iserlohner am Iserlohner Bahnhof auf. Gegen 18.40 Uhr, verwickelte ihn ein bislang unbekannter Mann in ein Gespräch über die Anzeigetafeln. Nach dem Gespräch verabschiedete er sich freundlich. Kurz danach merkte der 80-Jährige, dass seine Geldbörse verschwunden war. Der Tatverdächtige
war circa 180 Zentimeter groß, hatte ein sehr gepflegtes Äußeres, schwarze Haare und trug einen grauen Anzug. Wer hat die Tat beobachtet oder kann Angaben zur Identität des Täters machen?
In der Nacht auf Samstag entwendeten unbekannte Diebe das
Ersatzhaltestellenschild „Berliner Platz“ samt Halterung im Bereich
der Ortlohnstraße. Wer weiß wo das Schild abgeblieben ist?
Hinweise zu beiden Taten bitte an die Polizei Iserlohn unter
02371/9199-0.

Unbekannter schlägt stummen Mann

Hagen. Ein Unbekannter schlug am Samstagabend einem
22-Jährigen auf den Kopf, so dass dieser eine stark blutende
Platzwunde davon trug. Die 41-jährige Tante erklärte, dass der
22-Jährige stumm sei und man sich lediglich mittels Zeichensprache
mit ihm verständigen könne. Ihr Neffe kam bereits blutend bei ihr in
der Helmholtzstraße an und gestikulierte, dass er durch jemanden
geschlagen worden sei. Es konnte weder eine genaue Tatzeit, noch ein
genauer Tatort geklärt werden. Der 22-Jährige wies eine stark
blutende Platzwunde am Hinterkopf auf, die laut Auskunft der
Sanitäter vermutlich durch die Einwirkung mit einem stumpfen
Gegenstand entstanden ist. Zudem weist er Schürfwunden am rechten
Knie und der linken Schulter auf. Der junge Mann wirkte äußerst
verängstigt. Er wurde stationär im Krankenhaus aufgenommen. Die
Polizei bittet Zeugen, sich unter der Rufnummer 02331/ 986 20 66 mit
ihr in Verbindung zu setzen.

Ein „määäh“ am Morgen…

Foto Quelle: Polizei MK
Foto Quelle: Polizei MK

Lüdenscheid  –  …vertreibt Kummer und Sorgen? Na ja, nicht ganz… Früher Montag in Lüdenscheid. Ihren ersten Kaffee hatten die Polizeibeamten der
Frühschicht noch nicht ganz ausgetrunken, als Verkehrsteilnehmer den
Notruf wählten. Auf der Herscheider Landstraße flitzte eine blökende
Herde Ziegen umher. Offensichtlich hatten die Tiere beschlossen, den
Wochenstart mit einem kleinen Ausflug einzuläuten und dafür
kurzerhand die Fesseln ihres Geheges abgelegt. Ihre Spritztour führte
sie auf die vielbefahrene Landstraße. Nach kurzer Verfolgung zu Fuß,
gelang es den anrückenden Polizeibeamten die Tiere in eine
Nebenstraße zu treiben. Dort mussten sie sich noch mehrere Stunden
als Ziegenhüter üben. Der Besitzer der Tiere konnte erst nach
weiteren Ermittlungen und einer Fahndung über das Lokalradio
ausgemacht und verständigt werden. Mittlerweile meckern die
Ausbrecher wieder außerhalb der Reichweite des Straßenverkehrs hinter
ihrem Zaun. Glücklicherweise kam bei all der Aufregung niemand zu
Schaden.

Fußgängerbrücke Helfer Straße wird gesperrt

Hagen. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen wird vom 27. Juli bis 7. August Betoninstandsetzungsarbeiten an der Fußgängerbrücke über die Helfer Straße in Helfe durchführen. Um die Instandsetzungsarbeiten durchführen zu können, muss die Fußgängerbrücke während des gesamten Zeitraumes voll gesperrt werden. Zur Querung der Helfer Straße steht die naheliegende Fußgängerlichtsignalanlage zur Verfügung. Der WBH ist bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Beschäftigte in Hagen sollen nicht in Urlaubsgeld-Falle tappen

Mindestlohn-Beschäftigte in Hagen sollen nicht in die Urlaubsgeld-Falle tappen: Wer 8,50 Euro in der Stunde verdient und nach dem Tarifvertrag Anspruch auf Urlaubsgeld hat, bei dem darf dieses nicht mit dem Lohn verrechnet werden. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hin. Die NGG Südwestfalen bezieht sich dabei auf ein aktuelles Arbeitsgerichts-Urteil. Dieses stellt klar: Eine jährliche Sonderzahlung wie das Urlaubs- oder Weihnachtsgeld darf nicht vom gesetzlichen Mindestlohn abgezogen werden.

Foto Quelle: NGG
Foto Quelle: NGG

„Damit wird denjenigen Chefs ein Strich durch die Rechnung gemacht, die den Lohn von 8,50 Euro pro Stunde umgehen wollen“, sagt Helge Adolphs von der NGG Südwestfalen. Die gesetzliche Lohn-Untergrenze gelte uneingeschränkt und könne nicht durch die Hintertür ausgehebelt werden, betont der NGG-Geschäftsführer. Der Mindestlohn sei das „unmittelbare Entgelt“ für die geleistete Arbeit. Er dürfe unter keinen Umständen mit anderen Leistungen verrechnet werden, so ein Urteil des Arbeitsgerichts Berlin (Az. 54 Ca 14420/14). „Weniger als 8,50 Euro zahlen, nur weil es jetzt ein zusätzliches Urlaubsgeld gibt – das geht gar nicht“, so Adolphs. Betroffenen in Hagen rät die NGG, sich an die Rechtsberatung ihrer Gewerkschaft zu wenden.

Hochbrücke in Altenhagen wird halbseitig gesperrt

Hagen. Der Wirtschaftsbetrieb Hagen wird an der Brücke „Ebene II.“ in Altenhagen vom 27. bis 28. Juli sowohl Asphaltinstandsetzungsarbeiten als auch Arbeiten an der Entwässerungsleitung durchführen. Um die Arbeiten durchführen zu können muss die Fahrspur in Fahrtrichtung Eckesey für den genannten Zeitraum gesperrt werden. Während der Bauzeit wird der Verkehr vom Märkischen Ring kommend über die Rampe abgeleitet und in Höhe der Altenhagener Straße wieder auf die B54 hochgeführt. Der WBH ist bemüht, die Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten.

Volme Galerie: SinnLeffers wird neuer Ankermieter

Hagen. SinnLeffers wird neuer Ankermieter in der Volme Galerie. Das Hagener Modehaus wird voraussichtlich bereits im Frühjahr 2016 sein umfassendes Warenangebot auf knapp 5.000 m² Fläche über drei Etagen in bester Lage am Friedrich-Ebert-Platz präsentieren.

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Mit SinnLeffers erweitert die Volme Galerie – die bereits mit H&M und Boecker zwei große bekannte Modeketten auf 7.000 m² beherbergt, das Sortiment um viele bekannte Modemarken.
„Mit Einzug des Modehauses SinnLeffers in die Volme Galerie holen wir nicht nur ein Hagener Traditionshaus in die beste Lage der Innenstadt zurück, sondern bieten unseren Kunden ein breites Angebot an Topmarken mitten in Hagen“, freut sich Markus Scheer, Centermanager der Volme Galerie. Der Mietvertrag wurde durch die DIS Die Immobilien Strategie GmbH/Gisela Mezger Vermietungs-Consulting in Kooperation mit Multi Germany vermittelt.
Die Modernisierung der Volme Galerie läuft nach der erfolgreichen Erweiterung der Verkaufsfläche von H&M um weitere 500 m² auf nunmehr über 2.500 m² sowie dem neu errichteten Gastronomiebereich im 1.OG weiter auf Hochtouren. SinnLeffers belegt zukünftig die größte Teilfläche des ehemaligen Hortengebäudes, welches bereits entkernt ist und dessen Fassade für die zukünftige Shopfront des Modehauses großflächig geöffnet wurde. Sobald die neuen Fassaden errichtet und der Einbau der modernen Gebäudetechnik erfolgt ist, soll mit dem Ladenausbau von SinnLeffers in der Volme Galerie begonnen werden.

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Der Eingang vom Friedrich-Ebert-Platz zum zukünftigen Ankermieter bleibt bestehen und wird durch einen zusätzlichen Eingang zur Ladenstraße im 1. OG ergänzt. Zusätzlich entstehen durch den Umbau neue und moderne Handelsflächen, durch die auch die Integration des ehemaligen Hortengebäudes an die Bestandsmall der Volme Galerie gewährleistet wird.

Über Sinn Leffers GmbH:

Das traditionsreiche Modeunternehmen SinnLeffers feiert in diesem Jahr seinen 115-jährigen Geburtstag. Mit aktuell 22 Filialen und 1.800 Mitarbeitern gehört der Multibrand-Retailer zu den Top-Modefilialisten in Deutschland. Mit kompetenter Beratung, einem breiten und inspirierenden Sortiment nahezu aller namhaften Modemarken präsentiert sich SinnLeffers mit einem anspruchsvollen Konzept, in welchem der Kunde für sich die richtige Mode findet. Anfang des Jahres 2013 wurde SinnLeffers von Mitgliedern der Textilfamilie Wöhrl gekauft. http://www.sinnleffers.de

Polizeibericht am Montag

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

+++ Dortmund: Briefkasten der Bezirksdienstwache in Holzwickede in Brand gesetzt – Polizei sucht Zeugen   +++ Hagen: Betrunken auf die Insel +++ Hagen: Zwei Ladeneinbrüche am Wochenende +++ MK: Gezielte Krad-Kontrollen fortgesetzt +++ MK: Zigarettenautomat geknackt +++ Ennepetal: Automat aufgebrochen +++ Ennepetal: Sachbeschädigung an  Wohnhäusern +++ MK: Einbruch in Kiosk angezeigt +++ Gevelsberg: Diebstahl aus Fahrzeugen +++ Herdecke: Einbruch in Einfamilienhaus +++ Gevelsberg: Brand in Wohnhaus +++ MK: Vandalen in Turnhalle +++ Ennepetal: Überörtliche Hilfe und Rauch aus Wohnung +++ Polizeibericht am Montag weiterlesen

Wo finde ich das Paradies?

Hagen / Landau. Die Schöpfungslegende lebt! Der Natur entfremdet, wächst in uns die Sehnsucht nach dem Paradies, nach Glück und Glückseligkeit, nach den sinnlichen Genüssen, die uns der Garten Eden verspricht. Doch wo finden wir das Paradies?

Die Ambivalenz rund um die Menschwerdung und Schöpfung thematisiert die in Ettlingen geborene und in Hagen lebende Künstlerin Ulrike Rutschmann in ihrer Videoinstallation in der Marienkirche in Landau. Sie zeigt Szenen eines vermeintlichen Paradieses, die die Legende von Adam und Eva aus einer aktuellen Perspektive neu erzählen.

Unbefangen spielende Kinder auf einem Spielplatz gehören zur ersten Sequenz des Videos. Zwei großformatige Kinderporträts, das eines Mädchens und das eines Jungen bilden dabei mit einer gegenläufigen Kopfbewegung den Auftakt. Wie in einem Traum verwandelt sich das öffentliche Spielareal in fließender „Überlagerung“ unterschiedlicher Film-Aufnahmen in eine unberührt erscheinende Natur, einer kargen Moorlandschaft, die die Kinder auf fragilem Grund stehen lässt. Aufmerksam beobachten sie aus einer räumlichen Distanz, ein Paar, das unbeirrt in die Landschaft hineintanzt. Ganz auf sich bezogen, stellt es sich der Herausforderung des wechselseitigen Führens und Geführt-Werdens – fasziniert und angezogen vom Rhythmus des Tangos.

Das zehnminütige Loop wird symmetrisch in die Dunkelheit des Eingangsbereiches der Marienkirche hineinprojiziert. Körper und Landschaften bewegen sich über Säulen, Wände und Skulpturen hinweg und treten so in Dialog mit dem Raum. In der „Aneinanderreihung“ bzw. im „Übereinanderlegen“ einzelner, an verschiedenen Orten gedrehter Film-Sequenzen, entwickelt die Künstlerin im Arbeitsprozess ein Video mit narrativem Charakter, indem sie sowohl Innen- und Außenräume als auch Menschenbilder geflechtartig im fließenden Übergang miteinander verwebt.

Das Projizieren auf die verschiedenen Ebenen des Kirchenraumes zerlegt die visuellen Eindrücke wieder in Einzelbilder, bis hin zu Bildfragmenten. Diese können den Betrachter an den Rand des Wahrnehmbaren führen. Nur im „Durchwandern“ des gesamten Projektionsraumes, im neugierigen Blick sowohl von „Außen“ als auch von „Innen“, fügen sich die einzelnen Bildeindrücke wieder zu einem neuen Ganzen zusammen.

Großeinsatz in Gevelsberg

Gevelsberg. Am Sonntagabend wurde die Feuerwehr Gevelsberg um 22:29 Uhr zu einem Wohnungsbrand in der Wittener Str. alarmiert.

Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus den
Fenstern einer ausgebauten Dachgeschosswohnung. Die Feuerwehr setzte
anfangs vier Angriffstrupps im Innenangriff zur Menschenrettung und
Brandbekämpfung ein. 15 Personen wurden in Sicherheit gebracht. Es
wurden zwei Drehleitern zur Brandbekämpfung von außen eingesetzt.
Dafür musste die Dachhaut großflächig geöffnet werden. Insgesamt war
die Feuerwehr mit 66 Einsatzkräften und 14 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Die Feuerwehr Ennepetal unterstützte im Rahmen der überörtlichen
Hilfeleistung mit einer Drehleiter und drei Einsatzkräften. Von der
Kreisfeuerwehrzentrale wurde ein Gerätewagen mit Nachschub an
Atemschutzgeräten geschickt. Personen kamen durch den Brand nicht zu
Schaden. Im Laufe des Einsatzes wurden eine Feuerwehrfrau und eine
Passantin vom Rettungsdienst behandelt. Beide waren kollabiert. Der
Rettungsdienst war mit drei Rettungswagen, einem
Notarzteinsatzfahrzeug und einem Krankentransportwagen im Einsatz.
Das betroffene Gebäude wird zurzeit als städtisches Übergangswohnheim
für Asylbewerber genutzt. Die Bewohner wurden von Mitarbeitern des
Ordnungsamts und der Ausländerbehörde betreut und kurzfristig in
anderen Unterkünften untergebracht. Bürgermeister Claus Jacobi machte
sich selbst ein Bild von der Lage. Er lobte den schnellen und
beherzten Einsatz der Feuerwehr.