Demonstrationen in der Hagener Innenstadt verliefen friedlich

Hagen. Am Sonntag, fand ab 14.15 Uhr vor einem Grill in der Bahnhofstraße  eine angemeldete Demonstration der
Bürgerbewegung „Pro-NRW“ mit dem Thema „Hasta la vista, Salfafista – islamischen Extremismus bekämpfen“ statt.

Anlass der Demonstration war die jüngste Werbung des Inhaber des Grills im Internet mit
Personen, welche der salafistischen Szene zuzuordnen sind. Über die
Werbekampagne des Grills berichteten Medien bundesweit. Seitens der
Bürgerbewegung „Pro NRW“ erschienen rund 100 Teilnehmer. Diese zogen
nach einer 30-minütigen Auftaktkundgebung rund 20 Minuten lang im
Bahnhofsbereich durch die Hagener Innenstadt. Hierbei kam es zu
geringfügigen Verkehrsstörungen.

Aufgrund des angemeldeten Demonstrationsgeschehens kam es im
gleichen Zeitraum zu einer Gegendemonstration von Mitgliedern der
Partei „Die Piraten“ und Personen aus dem linken Spektrum im Bereich
des Bahnhofsvorplatzes. Seitens dieser Gruppierungen waren insgesamt
ebenfalls rund 100 Teilnehmer vor Ort.

Die überwiegende Zahl der Teilnehmenden an beiden Demonstrationen
ist überregional, teilweise außerhalb von NRW, nach Hagen angereist.

Zahlreiche Polizeikräfte waren eingesetzt, um einen störungsfreien
Versammlungsverlauf für die beteiligten Gruppierungen zu
gewährleisten. Es kam zu keinen nennenswerten Störungen der
Veranstaltungen. Diese wurden gegen 15.20 Uhr beendet. Die

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Federfußball: Zwei deutsche Teams im Achtelfinale der Hungarian Open

(ktr) Mannschaften aus elf Nationen sind heute bei den 20. Hungarian Open im ungarischen Újszász an den Start gegangen. Zur Jubiläumsveranstaltung der internationalen ungarischen Meisterschaften, dem bedeutendsten europäischen Vereinswettbewerb, sind neben den gastgebenden Magyaren auch Teams aus Österreich, England, Tschechien, Finnland, Griechenland, Frankreich, Polen, Serbien, der Slowakei sowie drei Mannschaften aus Deutschland angereist.

Zogen in das Achtelfinale der Hungarian Open ein: (v.l.) Tanja Schlette, Frida Varga, Sarah Rüsseler und Judith Harsányi. ( Foto Quelle: ktr)
Zogen in das Achtelfinale der Hungarian Open ein: (v.l.) Tanja Schlette, Frida Varga, Sarah Rüsseler und Judith Harsányi. ( Foto Quelle: ktr)

Darunter der amtierende deutsche Meister FFC Hagen. Das Tema mit David Zentarra, Stefan Blank und Christopher Zentarra ließ in der Gruppenphase nichts anbrennen und setzte sich mühelos gegen den ungarischen Vertreter Tápióbicske ST, BHC Most aus Tschechien sowie Szepetnek SE und Szolnok Kodály aus Ungarn durch. Damit steht das Trio morgen als Gruppensieger im Achtelfinale.
Derweil verpasste der TV Lipperode, der es in der Vorrunde mit NSG aus Österreich, Pusztaszer PISZE SE, Újszászi Harsnyi und Újszászi Berczes aus Ungarn zu tun hatte, den Sprung in das Achtelfinale. Sven Walter, Sven Henneböle und Philipp Graefenstein mussten sich in der Fünfergruppe mit Rang 3 bescheiden und können nun bestenfalls Siebzehnter werden.
Ungeachtet dessen zog das deutsche Damenteam ins Achtelfinale ein, wo für die Nationalspielerinnen Sarah Rüsseler vom FFC Hagen und Tanja Schlette vom TV Lipperode sowie Frida Varga vom FFC Hagen und die Ungarin Judith Harsányi dann Endstation war. Somit spielen das Quintett morgen um die Plätze 9 bis 16.

Schwerer Verkehrsunfall auf der Eckeseyer Straße

Hagen. Nach ersten Ermittlungen befuhr der
Unfallverursacher, am Samstag, gegen 21:50 Uhr, die Eckeseyer
Straße mit seinem Fiat in Fahrtrichtung Vorhalle als einziger
Insasse. In Höhe des Bauhauses geriet er aus bislang ungeklärter
Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab und kollidierte mit einem
ordnungsgemäß geparkten VW Polo. Von diesem glitt er seitlich ab und
überfuhr zwei Metallbügel, sowie einen Baum. Durch das Überfahren
dieser Hindernisse verlor er auf dem Seitenstreifen vermutlich den
Bodenkontakt und prallte in einen ebenfalls ordnungsgemäß geparkten
Mercedes Sprinter. Von dort aus überschlug er sich und kam auf dem
Dach in der Endlage auf beiden Fahrstreifen in Richtung Vorhalle zum
Erliegen. Zu einem Zeitpunkt riss das rechte Vorderrad samt
Aufhängung und Federbein vom Fahrzeug ab. Aus dem Pkw wurde der
19-jährige Hagener durch Ersthelfer nahezu unverletzt geborgen,
verbleibt aber trotzdem zur Kontrolle über Nacht im Krankenhaus.

Die Eckeseyer Straße wurde für einen kurzen Zeitraum komplett
gesperrt. Im Verlauf der Unfallaufnahme konnte allerdings eine
Freigabe eines, später gar zweier Fahrstreifen, gewährleistet werden,
so dass es nur zu geringen Verkehrsbeeinträchtigungen kam. Die
örtliche Presse erschien vor Ort. Zahlreiche Schaulustige fanden sich
auf beiden Gehwegen ein und beobachteten und filmten die
Rettungsmaßnahmen und die Unfallaufnahme. Zeitweise mussten zur
Ermöglichung der ärztlichen Versorgung des Unfallfahrers
Platzverweise ausgesprochen werden. Die Trauerkultur der Angehörigen,
welche noch während der Rettungsmaßnahmen mit mehreren Fahrzeugen in
großer Zahl am Unfallort eintrafen, erschwerte die Unfallaufnahme und
die Maßnahmen der Feuerwehr zusätzlich. Darüber hinaus musste die
Mutter des Verunfallten durch Kräfte der Feuerwehr nach einem
Nervenzusammenbruch behandelt werden

Intensive Diskussionen zur Entwicklung in Griechenland

Hagen. (Anne Sandner) Gefüllte Reihen im Kino Babylon der Pelmke gab es bei der Veranstaltung zu Griechenland am vergangenen Donnerstag. Bereits bei der Einführung durch Jochen Marquardt vom DGB, der das Verhandlungsergebnis aus Brüssel als gelungene Erpressung bezeichnete, gab es kritische Nachfragen aus dem Publikum. Der Referent des Abends Dimos Rakanidis knüpfte an und unterstrich den Vorwurf der Erpressung gegen Griechenland durch die EU und allen voran durch den deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble. In seinem Vortrag verwies er in Schlaglichtern auf die Entwicklung der vergangenen Jahre. Nicht erst seit den Rettungspaketen würden in Griechenland Klientelpolitik und Vetternwirtschaft herrschen. Bereits vorher und auch in den Jahren seit 2011 sind Korruption auf der Tagesordnung und die Verelendung vieler Menschen sowie der Zusammenbruch der Wirtschaft an klaren Fakten erkennbar. Das Wirtschaftsprodukt ist um rund 25% eingebrochen, die Arbeitslosigkeit auf 27% gestiegen, die Renten für die Ärmsten gekürzt und die Jugendarbeitslosigkeit träfe mehr als die Hälfte der jungen Menschen. Damit hätte sich die Situation mit den Hilfspaketen weiter verschlechtert. Die Troika hat für den Referenten eine unrühmliche Rolle eingenommen und die Menschen in Griechenland hätten vor allem aus diesen Gründen im Januar des Jahres mit Syriza eine andere Politik gewählt. Syriza stand für deutliche Alternative. Zum einen um endlich Schluss zu machen mit der Politik der Vorgängerregierungen und zum anderen um einen alternativen Weg zur Rettung Griechenlands zu finden. Einen Weg, der aus den Problemen herausführt und sie nicht weiter verschärfen sollte, führte er aus. „Dabei sind auch Fehler der amtierenden Regierung gemacht worden. Leider sind sie mit keinem Plan B in die Verhandlung gegangen und leider scheint es einen solchen Plan auch jetzt noch nicht zu geben.“ Sein Fazit zum aktuellen Stand war nicht optimistisch. So stellt er die Chance auf eine Perspektive der jungen linken Regierung in Griechenland infrage und formuliert große Sorgen vor dem Machteinfluss der faschistischen Partei „die Morgenröte“. Fragen aus dem Publikum beantwortete der junge Student souverän und parteiisch aus linker Sicht. So verwies er darauf, dass die zur Verfügung gestellten Gelder nicht den Griechen, sondern vor allem der Rettung deutscher und französischer Banken gedient hat und einen erheblichen Anteil am Aufbau der Staatsschulden eingenommen haben. Für Rakanidis werden die kommenden Wochen und Monate in Griechenland ein weiteres Mal unverantwortliche Kürzungen bedeuten und weitere tiefe Einschnitte für die Beschäftigten und Rentner bringen. Der neuerlich vereinbarte Einfluss der Troika/Institutionen ist für ihn ein Ausdruck für den Verlust der Souveränität des Staates und ein vorgeschobener ökonomischer Grund, der in Wirklichkeit ein politischer Kampf gegen die Syriza wäre. „Syriza“, so der Referent., „darf nicht erfolgreich werden. Die bestimmenden Ideologen in der EU befürchten, dass sich daraus ein positives Beispiel für andere, vor allem südeuropöische Länder ableiten würde – und das darf unter den neoliberalen Ausprägungen einer fehlorientierten Europapolitik auf keinen Fall passieren.“ Nicht alle Anwesenden wollten den Argumenten von Rakanidis folgen. Mehrheitlich allerdings schlossen sich die Besucher der Veranstaltung den Überlegungen an und dokumentierten dies auch in einer aktiven Unterstützung bei eine Sammlung für konkrete Solidarität für eine eine Artzpraxis in Griechenland. Dort helfen Ärzte ohne Entgelt betroffenen Menschen bei gesundheitlichen Problemen. In Griechenland sind mittlerweile rund 3 Millionen von der Gesundheitsversorgung ausgeschlossen.

Zum Abschluss verwies Jochen Marquardt für den DGB darauf, dass es nun vor allem darauf ankommen müsse in der Solidarität mit Griechenland nicht nachzulassen. Und das bedeute vor allem im eigenen Land für eine verantwortungsbewusste Politik hin zu einem sozialen und demokratischen Europa aktiv zu sein. „Wir brauchen noch viel mehr Veranstaltungen, die über die Entwicklungen in Griechenland und Europa informieren und wir brauchen noch viel mehr Engagement für einen Politikwechsel. Wir müssen uns von der Austeritätspolitik verabschieden und dafür eine kluge Investitionspolitik für gute Arbeit und eine gute Zukunft durchsetzen.“

Feuerwehr Herdecke fünf Mal im Einsatz

Herdecke. Am Wochenende rückten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Feuerwehr Herdecke zu insgesamt fünf Einsätzen aus.
Zunächst meldete am Freitag um 10:37 Uhr eine Anwohnerin aus der
Lohbergstraße eine Schlange auf ihrer Terrasse. Bei Eintreffen der
Einsatzkräfte mit dem Gerätewagen war das Tier jedoch nicht mehr zu
sehen, sodass die Feuerwehrleute wieder einrücken konnten.

Die Ruhe währte jedoch nicht lange. Um 14:42 geriet beim abflämmen
von Unkraut eine Hecke im Amselweg in Brand. In der Meldung hieß es
zunächst, das Feuer könne sich auf ein benachbartes Haus ausbreiten.
Als das Löschfahrzeug jedoch kurz danach an der Einsatzstelle ankam,
hatte ein Anwohner den Brand bereits mit einem Gartenschlauch
gelöscht. Die Blauröcke kontrollierten die Umgebung noch auf weitere
Glutnester, mussten jedoch nicht mehr eingreifen. So konnte das
zweite Löschfahrzeug die Anfahrt noch vor dem Eintreffen abbrechen.

Der nächste Einsatz wurde aus der Notunterkunft am Poethen
gemeldet. Hier sollte gegen 20:05 Uhr aus einem gebrochenen Rohr
unkontrolliert Wasser ausströmen. Nachdem die Feuerwehrleute
eingetroffen waren stellten sie jedoch fest, dass lediglich eine
Dusche nicht mehr abzustellen war. Da von der Situation keine Gefahr
ausging, verständigten sie den Hausmeister der Unterkunft und
beendeten den Einsatz.

Der vorerst letzte Alarm erreichte die ehrenamtlichen
Einsatzkräfte um 21:00 Uhr. Sie unterstützen im Nelkenweg den
Rettungsdienst bei einer Reanimation und dem anschließenden Transport
ins Krankenhaus.

Am Samstag sah es lange so aus, als wenn auch die freiwilligen
Feuerwehrleute ihr Wochenende genießen könnten. Jedoch fanden um
18:16 Uhr Spaziergänger am Hengsteysee ein Reh, das sich in einem
Zaun verfangen hatte. Als die Einsatzkräfte sich dem Tier nährten, um
es aus seiner misslichen Lage zu befreien, riss es sich jedoch aus
eigener Kraft aus dem Zaun los und entfloh in die Freiheit.

Polizeibericht am Sonntag

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

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