Brandmeldung aus Kraftwerk und Getriebeölspur

 Bildquelle: Feuerwehr Herdecke
Bildquelle: Feuerwehr Herdecke

Herdecke  –  Die Feuerwehr Herdecke musste am Freitag zu zwei Einsätzen kurz hintereinander ausrücken: Gegen 11:54 Uhr wurde aus einem RWE-Kraftwerk (Stiftsmühle) am Bleichstein ein Brand gemeldet.
Vor Ort wurde festgestellt, dass die interne Brandmeldeanlage
aufgelaufen war. Mit drei Betriebsangehörigen wurde der
Auslösebereich im Kabelkanal erkundet. Dort konnte nichts
festgestellt werden. Der Einsatz wurde daraufhin abgebrochen. Ein
erweiterter Löschzug war 30 Minuten im Einsatz.
Weiter ging es auf der Straße Herdecker Bach. Dort war einem VW
Golf in Fahrtrichtung Dortmund das Getriebe geplatzt. Hier traten
massiv Betriebsmittel aus dem Fahrzeug aus. Vor Eintreffen der
Feuerwehr waren mehrere Fahrzeuge durch die Spur gefahren. Somit
wurde das Getriebeöl noch weiter auf der Straße verteilt. Ein
Löschfahrzeug sowie der Gerätewagen waren hier über 1,5 Stunden im
Einsatz. Mit Bindemittel wurde das Getriebeöl aufgenommen. Eine
Kehrmaschine nahm das Bindemittel auf. Öl-Warnschilder wurden zur
Warnung des Straßenverkehrs aufgestellt. Es kam auf dem Herdecker
Bach zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.

88-jährige Fußgängerin schwer verletzt

Hagen. Am Freitag befuhr eine 36-jährige Autofahrerin mit ihrem Citroen die Yorckstraße. Gegen 11.20 Uhr bog sie nach links auf die Heinitzstraße ab, um ihre Fahrt in Richtung Innenstadt fortzusetzen. Hierbei kollidierte sie mit einer 88-jährigen Fußgängerin, die an der dortigen Ampel die Heinitzstraße überquerte. Die 88-jährige Frau stürzte durch den Aufprall zu Boden und wurde schwer verletzt einem Krankenhaus zugeführt. Die Autofahrerin wurde ebenfalls ärztlich behandelt. Der genaue Unfallhergang ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Die Heinitzstraße musste während der Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Innenstadt zeitweise gesperrt werden. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Rufnummer 02331/986-2066 zu melden.

Röspel (SPD): „CDU redet beim Fracking mit gespaltener Zunge“

Hagen – Der Deutsche Bundestag wird erst nach der Sommerpause über den Gesetzentwurf zum Fracking entscheiden. Das teilt der heimische SPD-Bundestagsabgeordnete René Röspel mit und fügt an: „Mein Ziel ist es zu verhindern, dass in meiner Region gefrackt wird.“
Das Gesetz sollte eigentlich schon jetzt verabschiedet werden. Den Grund für die Verschiebung sieht Röspel im Beharren von CDU und CSU auf einer Expertenkommission, die anstelle des Parlaments eine Entscheidung über die Anwendung von Fracking treffen soll: „Einer solchen Selbstentmachtung der gewählten Volksvertretung kann die SPD nicht zustimmen.“
Die Hagener SPD hat sich 2011 schon gegen Fracking ausgesprochen, und auch die NRW-SPD mit Hannelore Kraft an der Spitze hat sich gemeinsam mit der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion klar gegen Fracking positioniert.
Röspel ist sicher: „Fracking ist eine heute nicht zu verantwortende Risikotechnologie. Der Schutz von Trinkwasser und Gesundheit hat absolute Priorität gegenüber wirtschaftlichen Interessen.“ Die CDU dagegen spreche „mit gespaltener Zunge“. Vor Ort in den Wahlkreisen und auf Landesebene täten die Abgeordneten so, als seien sie gegen Fracking. Doch die zentralen Verhandler aus Reihen der NRW-CDU in Berlin seien „stramm auf Pro-Fracking-Kurs“ und wollten eine Expertenkommission, die von CDU-Kanzleramtsminister Peter Altmaier erdacht wurde, anstelle des Bundestages über kommerzielle Fracking-Projekte entscheiden lassen. Dies will Röspel genau wie seine SPD-Kollegen nicht hinnehmen: „Über die Risikotechnologie Fracking kann nur der demokratisch legitimierte Bundestag entscheiden. Die von der CDU erdachte Altmaier-Kommission wäre ein demokratischer Sündenfall.“
Das Doppelspiel der CDU müsse ein Ende haben, fordert Röspel: „Vor Ort gegen Fracking sein und in Berlin dafür – das ist nichts anderes als eine Täuschung der Wählerinnen und Wähler.“ Er erwarte jetzt ein klares Signal der CDU, dass sie die Aufgaben des Parlaments ernst nimmt und die undemokratische Idee der Altmaier-Kommission aufgibt, „vorher kann es keine Einigung beim Fracking-Gesetz geben.“

Die Stadt Hagen zeigt Flagge für atomare Abrüstung

Hagen – Am 8. Juli um 15 Uhr wird vor dem Rathaus an der Volme die Flagge der weltweiten Bewegung „Bürgermeister für den Frieden“ (Mayors for peace) gehisst. Damit setzt die Stadt Hagen ein sichtbares Zeichen für eine friedliche Welt ohne Atomwaffen. Die weltweite Aktion findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt; 2013 hatte sich Hagen auf Anregung des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN erstmals daran beteiligt. Der Verein hat der Stadt auch die Fahne gestiftet. Oberbürgermeister Erik O. Schulz, qua Amt auch Mitglied der Initiative „Bürgermeister für den Frieden“, und Dr. Christian Kingreen, Vorsitzender des Vereins HAGENER FRIEDENSZEICHEN, werden auf die Bedeutung der Flaggenaktion hinweisen. Musikalisch umrahmt wird die Veranstaltung durch den Liedermacher Rüdiger Drallmeyer. Weltweit existieren immer noch über 16.300 Atomwaffen, viele von ihnen sind schnell einsetzbar. Auch in Deutschland, in Büchel, lagern nach wie vor Atomwaffen, deren Abwurf unter NATO-Befehl von deutschen Kampfjetpiloten geübt wird. Die Abwürfe von Atomwaffen auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren haben allzu deutlich die katastrophalen Auswirkungen für Mensch und Umwelt gezeigt. Über 100 Staaten unterzeichneten in diesem Jahr eine „Humanitäre Initiative“. Darin fordern sie insbesondere von den fünf offiziellen Atomwaffenstaaten, völkerrechtliche Schritte für das Verbot dieser Waffen einzuleiten. Denn: Solange Nuklearwaffen existieren, besteht die Gefahr ihres vorsätzlichen oder versehentlichen Einsatzes. „Es wäre gut, wenn viele Hagenerinnen und Hagener sich an dieser Aktion beteiligen würden“, erklärte Dr. Christian Kingreen. „Kein Staat und keine internationale Organisation wären in der Lage, angemessene humanitäre Hilfe nach einem Einsatz von Atomwaffen zu leisten. Darum fordern wir von der Bundesregierung, sich der `Humanitären Initiative` anzuschließen.“ Die „Bürgermeister für den Frieden“ erinnern mit der Aktion vom 8. Juli an das Rechtsgutachten des Internationalen Gerichtshofs vom 8. Juli 1996 – zustande gekommen im Auftrag der Generalversammlung der Vereinten Nationen -, wonach der Einsatz von Atomwaffen, ja, bereits die Androhung eines solchen Einsatzes gegen internationales Recht und gegen Vorschriften und Prinzipien des humanitären Völkerrechts verstößt.

Polizeibericht am Freitag

Foto: TV58.de
Foto: TV58.de

+++ Dortmund: Polizei Dortmund fasst Räuberbande nach einer Serie von Spielhallenüberfällen +++ Dortmund: Vorsicht! Wieder Enkeltrick-Betrüger in Dortmund unterwegs! +++ Dortmund: 2. Integrative Kontrolle 2015 der Autobahnpolizeiwache Freudenberg mit dem Zoll Siegen und dem Eichamt Hagen +++ Hagen: Verfolgungsfahrt nach Rotlichtverstoß +++ Hagen: Angriff ohne Grund +++ Ennepetal: Feuerwehr rettet Vogel +++ Ennepetal: Feuerwehr unterstützt den Rettungsdienst befreit Person aus Notlage +++ Hagen: Einbruch in Stresemannstraße +++ Ennepetal: Brand in Klinik und Verkehrsunfall +++ Schwelm: Diebstahl in Geschäft +++ Schwelm:  Diebstahl aus Keller +++ Schwelm: Einbruch scheitert +++ Gevelsberg:  Ladendiebstahl in Einkaufsmarkt +++ Gevelsberg: Brandstiftung auf der Straße Hellerfeld +++ Breckerfeld: Zusammenstoß im Kreuzungsbereich +++ Sprockhövel:  Diebstahl an Pkw +++  MK: Firmeneinbruch +++ MK: Blumenladen hält Einbruch stand +++ MK: Einbrüche am Wefelshohl und in Pöppelsheim +++  Schwelm: Arbeitsreicher Donnerstag für die Feuerwehr  +++ Wetter: gemeldeter Kleinbrand für den Löschzug Alt-Wetter +++ Dortmund: Vierjähriges Mädchen bei Unfall schwer verletzt Polizeibericht am Freitag weiterlesen

Unterbringung von Flüchtlingen: Infoveranstaltung am Samstag Vormittag

Hagen. Für alle interessierten Nachbarn bietet die Stadt Hagen am kommenden Samstag, 4. Juli, eine Informationsmöglichkeit zur aktuellen Entwicklung rund um die Unterbringung der Flüchtlinge in der Dreifachturnhalle an. Von 10 bis 12 Uhr werden im Foyer des benachbarten Käthe-Kollwitz-Berufskollegs, Liebigstr. 20-22, unter anderem Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Bezirksbürgermeister Arno Lohmann, Ordnungsdezernent Thomas Huyeng sowie Ralf Blumenthal von der Feuerwehr Hagen für Rückfragen der Bürgerinnen und Bürger zur Verfügung stehen.

Hagen nimmt weitere 200 Flüchtlinge auf

Hagen. Vor dem Hintergrund weiter zunehmender Flüchtlingsströme nimmt die Stadt Hagen auf dringende Bitte der Bezirksregierung Arnsberg kurzfristig etwa 200 weitere Flüchtlinge auf. Untergebracht werden sie ab  diesem Freitag (3. Juli) in der Dreifachturnhalle unterhalb des Käthe-Kollwitz-Berufskollegs. Aktuell schafft die Verwaltung die organisatorischen Voraussetzungen, die bis zum Eintreffen der Flüchtlinge – vermutlich am Freitagabend – abgeschlossen sein werden. Einheiten der Hagener Feuerwehr, des Deutschen Roten Kreuzes sowie zahlreicher weiterer Hilfsorganisationen leisten dabei Hilfe, insbesondere unter Einsatz einer großen Zahl ehrenamtlicher Unterstützer. Die Notunterkunft in der Turnhalle wird seitens des Landes NRW zeitlich begrenzt bis zum Ende der Sommerferien betrieben.
Foto: Michael Kaub
Foto: Michael Kaub

Bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag musste die Stadt Hagen 302 Flüchtlinge aus der Erstaufnahmeeinrichtung in Dortmund versorgen, da diese aufgrund einer Überbelegung vorübergehend geschlossen werden musste. Nächtigen konnten die Gäste im eilig dafür hergerichteten Gebäude der Hauptschule Remberg; im Laufe des Donnerstags wurden sie seitens der Bezirksregierung in anderen Landeseinrichtungen untergebracht.