Notbremse bei 160 km/h – „Zug war mir zu schnell“

Foto: Bundespolizei Dortmund
Foto: Bundespolizei Dortmund

Dortmund. Vermutlich benebelt vom Drogenkonsum betätigte heute Nacht (18. Juni) ein 47-jähriger Reisender die Notbremse in einem Regionalexpress. Bei einer Geschwindigkeit von 160 Km/h wurde der Regionalexpress gestoppt.

Gegen 00:12 Uhr nutzte der 47-Jährige aus Herzebrock-Clarholz
(Kreis Gütersloh) den RE 6 in Richtung Dortmund. Im Bereich
Scharnhorst betätigte er dann die Notbremse in seinem Abteil. Sofort
wurde der Zug abgebremst bis er zum Stehen kam.

Durch einen Bahnmitarbeiter wurde der 47-Jährige auf sein
Verhalten angesprochen. Seine Antwort:“ Der Zug fuhr mir zu schnell,
ich wollte mit dem Triebfahrzeugführer darüber sprechen.“

Nach circa drei Minuten konnte der Triebfahrzeugführer die Fahrt
wieder aufnehmen. Mit einer Verspätung von drei Minuten erreichte der
Regionalexpress den Dortmunder Hauptbahnhof. Dort nahmen
Bundespolizisten den 47-Jährigen in Empfang.

Der Mann aus Herzebrock-Clarholz, der nach eigenen Angaben Drogen
konsumiert hatte, erklärte auch den Bundespolizisten, dass ihm der
Zug zu schnell gefahren sei.

Die Bundespolizei leitete gegen den bereits polizeibekannten
47-Jährigen ein Ermittlungsverfahren wegen Missbrauchs von
Nothilfeeinrichtungen ein.

Nach ersten Erkenntnissen kam durch die Schnellbremsung keine
Reisenden im Zug zu Schaden.

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