Kurt Gerstein – Glaub-würdiges Handeln?

Foto: Stadt Hagen
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Hagen. Auf Anregung des Pfarrers Dr. Mathias Hoof haben sich 24 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 der Luise-Rehling-Realschule Hagen zusammen mit ihrer Lehrerin Manuela Gördes eineinhalb Tage in der Jugendbildungsstätte Berchum mit der Person Kurt Gersteins (1905-1945) auseinandergesetzt. Als junger Mann lebte Gerstein mit seiner Familie in Hagen und engagierte sich bei den Schülerbibelkreisen in Berchum. Sein christlicher Glaube und sein Einsatz für die Bekennende Kirche brachten ihn mehrmals in den Konflikt mit dem NS-Regime. Trotzdem trat er in die Waffen-SS ein und war am Holocaust beteiligt. Als Gerstein die Totalität des Systems in den Vernichtungslagern deutlich vor Augen trat, wandelte er sich vom Anhänger zum radikalen Kritiker der NS-Ideologie und christlich motivierten Widerstandskämpfer.

Das Projekt „Glaub-würdiges Handeln?“ war ein Kooperationsprojekt der eSw Ev. Schülerinnen- und Schülerarbeit (BK) e.V. mit dem Historischen Centrum Hagen und der Luise-Rehling-Realschule. Mit Texten und Bildern haben die Jugendlichen einen eigenen Zugang zur Person Kurt Gerstein, seinem Leben und Tod und seiner bis heute umstrittenen Vorgehensweise erarbeitet. Sie haben sich besonders mit den Widersprüchen im Leben von Kurt Gerstein auseinandergesetzt und sich auch mit der Frage befasst, was an Gersteins Verhalten für junge Menschen heute vorbildlich sein könnte. Die Ergebnisse ihrer Arbeit haben Sie künstlerisch umgesetzt und erläuternde Texte dazu verfasst. Die Bilder und Texte sowie weitere Arbeitsergebnisse aus dem Projekt werden im Stadtmuseum gezeigt.

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