Ausgebüchste Pferdeherde in Tunnel festgesetzt und abgeführt

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Dortmund –  Eine ausgebüchste Pferdeherde hielt heute Morgen, 10.05.2015 gegen
kurz vor 08.00 Uhr, die Dortmunder Polizei und zahlreiche Autofahrer
auf Trab: Letztendlich wurden sie in einem Tunnel festgesetzt und
abgeführt.  Gegen 07.40 Uhr meldeten Anrufer der Dortmunder Polizei eine
größere Gruppe Pferde, die offensichtlich frei auf der Derner Straße
trabte. Die Polizei, nahm sofort die Spur der Tiere auf und folgte
ihnen über die Altenderner Straße und die Derner Straße zur
Bornstraße in Richtung Dortmunder Innenstadt. An der Altenderner
Straße Ecke Piepenbrink wurden vier Pferde durch einen ortsansässigen
Landwirt festgehalten. An der Bornstraße Ecke Hildastraße konnten auf
einer Wiese, westlich der Bornstraße, die restlichen freilaufenden
Pferde festgestellt werden. Sie fest- oder aufzuhalten war allerdings
nicht möglich, so dass diese nach kurzer Zeit wieder auf der
Bornstraße in Richtung Norden galoppierten. Ihr weiterer Weg führte
über die Derner Straße und schließlich auf die B236, in
entgegengesetzt der „Fahrtrichtung“ Lünen.
Hier sorgten sie für ein leichtes bis mittelschweres Chaos auf der
Straße, glücklicherweise kam aber niemand dabei zu Schaden. Unter den
staunenden und erschrockenen Blicken aller Verkehrsteilnehmer,
setzten die Tiere ihren Ausflug bis in die Tunnelröhre des Wambeler
Tunnels fort. Dort erfolgte dann der taktisch günstige Zugriff der Polizei: Der
Tunnel wurde gesperrt, eine Ableitung des Verkehrs vorab eingerichtet
und die Pferdeherde auch mit Hilfe von und Beamten der Dortmunder
Reiterstaffel zusammengetrieben. Auf ihrem Ausflug verletzten sich
offenbar einige Tiere leicht. Ein unbeteiligtes Auto und ein
Streifenwagen wurden leicht beschädigt.
Mit Hilfe der alarmierten Besitzern, sollten die vorübergehend in
Gewahrsam genommenen Tiere nun eigentlich in ihre mittlerweile bereit
gestellten Pferdeanhänger verladen und von den Haltern
abtransportiert werden. Allerdings leisteten die verängstigten Tiere
Widerstand – lediglich sechs Pferde konnten mittels Pferdetransporter
abtransportiert werden. Der Rest der Gruppe musste einem „Plan B“ unterzogen werden: Mit
Halftern und Führstricken „gefesselt“, führten Polizisten und
Pferdehalter die Karawane unter „Polizeischutz“ aus dem Tunnel heraus
in bis zur Anschlussstelle Scharnhorst. Von dort ging es weiter bis
zum heimatlichen Gewahrsam in Dortmund-Derne. Für diese „Rückführung“
wurden seitens der Polizei erneut umfangreiche Verkehrsmaßnahmen
getroffen. Gegen 11.00 Uhr konnten alle Verkehrsmaßnahmen wieder aufgehoben
und der Tunnel in Fahrtrichtung Lünen wieder frei gegeben werden.
Wie den Tieren die Flucht vom Heimathof gelang ist derzeit noch
unklar. Die Ermittlungen dauern an.

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