„Kalt & knackig – das Naturerlebnisprojekt“

KinderschutzbundHagen -“ Inklusion muss für alle sozialen Einrichtungen ein wichtiger Auftrag sein. Dass dies mit viel Spaß geschehen kann, zeigt unser Projekt „Kalt & Knackig“, mit dem wir uns auf einen guten Weg begeben haben“, äußerte sich Tanja Milles, Diplom-Pädagogin im Kinderschutzbund, begeistert.  Der Familienunterstützende Dienst des Kinderschutzbundes hatte mit viel Engagement das inklusive Naturerlebnis-Projekt „Kalt & knackig“ von langer Hand vorbereitet. An 10 Terminen traf sich die muntere Truppe, bestehend aus 10 Kindern mit und ohne Behinderung, mit den Betreuerinnen am „Haus für Kinder“, um dann gemeinsam zu einem kleinen Bauernhof mit integriertem Künstleratelier in der Nähe von Dahl aufzubrechen.  Die Vorfreude bei den Kindern war groß – was würde sie dort erwarten? Gäbe es dort auch Tiere? Und dürften diese auch gestreichelt oder gefüttert werden? Würden sich alle Kinder gut vertragen? Die Betreuerinnen wurden mit vielen neugierigen Fragen bestürmt. Endlich war es soweit. Der Bauernhof durfte erobert werden. Mit leuchtenden Augen entdeckten die Kinder die zwei Katzen, lernten den treuen Hofhund Elwood kennen und machten Bekanntschaft mit den Ziegen, Hühnern und Kaninchen. „Ich durfte die Hühner ganz alleine füttern“, sagte der zwölfjährige Niklas freudestrahlend, obwohl er ansonsten aufgrund seiner Behinderung ein sehr zurückhaltendes Kind ist.  Alle Kinder beteiligten sich hingebungsvoll an Tätigkeiten wie Füttern, Ausmisten des Pferdestalles, Striegeln der Pferde oder Säubern der Ziegen. So lernten die Kinder die richtige Pflege und den Umgang mit den Tieren und konnten auch untereinander schnell Hürden abbauen, indem sie sich gegenseitig halfen und dadurch sowohl die behinderten als auch die nicht behinderten Kinder profitierten. Ein besonderes Highlight war der Ausritt mit den Pferden im angrenzenden Wald. Dabei konnten die Kinder und Jugendlichen ihre unterschiedlichen Stärken einbringen. Die Gemeinschaft und gegenseitige Unterstützung half, anfängliche Vorbehalte und Ängste zu überwinden. „Ich wollte gar nicht aufs Pferd zu steigen, weil ich Angst hatte, aber als sich Torben getraut hat, obwohl er so schlecht laufen kann, habe ich es doch versucht. Und es war toll“, strahlte Svenja nach dem Ausritt. Auch künstlerisch konnten sich die Kinder austoben. Mit Naturmaterialien wie Stöcken, Moos und Steinen, die sie selbstständig im Wald gesammelt hatten, konnten sie unter anderem festliche Osternester basteln. Jedes Kind durfte ein eigenes Hufeisen mit Schleifpapier bearbeiten und nach eigenem Geschmack farblich „designen“. Nach so vielen aufregenden Erlebnissen schmeckten das Stockbrot und die gegrillten Folienkartoffeln den Kindern besonders gut.  „Das Verantwortungsgefühl der Kinder den Tieren gegenüber und die Hilfsbereitschaft untereinander, die wir in diesen Wochen bestaunen und gezielt fördern konnten, ist außerordentlich. Dies zeigt uns wie wichtig Inklusion ist und welches Potential wir durch weitere Projekte noch erreichen können. Natürlich ist dies auch eine finanzielle Herausforderung “, so Tanja Milles. „Daher freuen wir uns sehr über jede Unterstützung, die dem Kinderschutzbund weitere Inklusions-Projekte ermöglicht.“

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