LKW in Boele abgebrannt

Hagen. Am Samstag, gegen 05.20 Uhr, befuhr ein
26 jähriger Wuppertaler mit seinem LKW Scania die Schwerter Str. Am
Kreisverkehr Boeler Ring / Dortmunder Str. geriet der LKW vermutlich
aufgrund eines technischen Defekts in Brand.

Der mit Lebensmitteln beladene LKW brannte vollständig aus und
wurde durch die alarmierte Feuerwehr gelöscht.

Das Umweltamt der Stadt Hagen wurde vorsorglich hinzugezogen,
konnte aber keine Gefährdung des Grundwassers durch Betriebsstoffe
des LKW und des Löschmittels feststellen.

Die anschließenden Bergung des LKW und die Reinigung der Fahrbahn
dauerte bis ca. 09.40 Uhr an. Hierdurch kam es zu Beeinträchtigungen
des Straßenverkehrs.

17-Jährige bei Angriff schwer verletzt

Hagen / Hattingen: Am Freitag wurde eine 17-jährige Hattingerin in
den Nachmittagsstunden unter einem falschen Vorwand in einen schwer
einsehbaren Bereich einer Schule gelockt. Dort wurde sie von einem
17-Jährigen, ebenfalls aus Hattingen stammenden Jugendlichen,
unvermittelt angegriffen. Das Opfer erlitt lebensbedrohliche
Verletzungen an Kopf und Hals, so dass sie sofort operiert werden
musste. Der Tatverdächtige war vom Tatort geflüchtet, konnte aber
noch am gleichen Abend durch Beamte der Polizei Hattingen vorläufig
festgenommen werden. Die 17-Jährige ist bereits auf dem Wege der
Genesung. Die Ermittlungen übernahm die für Hattingen zuständige
Mordkommission der Polizei Hagen. Der Tatverdächtige bestreitet die
Tat. Ermittlungen zu den genauen Umständen sowie zum Motiv dauern
noch an. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Essen wurde der
Beschuldigte Samstagabend dem Haftrichter vorgeführt, der die
Untersuchungshaft anordnete.

Demos in Dortmund

Dortmund. Für den Freitag Abend, hatte der Landesverband der
Partei „Die Rechte“ in Dortmund-Eving, Evinger Straße, eine Mahnwache
mit ca. 50 Teilnehmern in der Zeit von 20.00 bis 22.00 Uhr
angemeldet.

Die Dortmunder Polizei hatte dem rechtsextremistischen Anmelder
erneut strengste Auflagen zur Durchführung dieser Versammlung
auferlegt.

Für den lautstarken Gegenprotest gegen Rechts sorgten die
Teilnehmer einer angemeldeten Versammlung von Vertretern der
Dortmunder Kommunalpolitik, darunter auch Dortmunds Oberbürgermeister
Ullrich Sierau. Mit ca. 200 Teilnehmern begehrten die demokratischen
Kräfte Dortmunds laut, engagiert, aber friedlich gegen den
Rechtsextremismus auf.

Die Rechtsextremisten beendeten ihre Versammlung bereits um 20.55
Uhr.

Deutlich problematischer verhielten sich die Teilnehmer des
Bündnisses „BlockaDO“, die zu Gegenprotest gegen den
rechtsextremistische Veranstaltung aufgerufen, jedoch keine
Versammlung bei der Polizei anmeldetet hatten.

Gegen 18.30 Uhr versammelten sich ca. 250, teilweise vermummte
Personen, am Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofes. Die Gruppe
bewegte sich anschließend zu Fuß in nördliche Richtung.
Offensichtlich mit dem Ziel, die U-Bahn-Strecke in Richtung Eving zu
blockieren und so die Anreise von Rechtsextremisten zu verhindern,
kam es vereinzelt zu Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Bei einem Durchbruchversuch durch eine Polizeiabsperrung im
Bereich Immermann-/Münsterstraße mussten die Polizeibeamten
Pfefferspray gegen Störer einsetzen.

Ca. 100 Personen meldeten wenig später im Bereich Immermannstraße/
Münsterstraße eine Spontanversammlung in Form eines Aufzuges in
Richtung Dortmund-Eving an. Mit der Polizei kooperiert wurde die
Aufzugsstrecke über die Eberstraße, Burgholzstraße,
Gewerbeparkstraße, Am Zechenbahnhof in Richtung Evinger Platz. Der
Aufzug begann um 20.23 Uhr.

Gegen 20.40 Uhr war es einer Gruppe von 25 Personen gelungen, den
Bahnsteig der U-Bahn-Haltestelle „Zeche Minister-Stein“ zu
blockieren. Offensichtlich sollte hier die Abreise der
Rechtsextremisten verhindert werden. Nachdem drei Aufforderungen der
Polizei, diesen Bereich zu räumen, missachtet wurden, trug die
Polizei die Störer aus diesem Bereich.

Es wurden insgesamt 2 Strafanzeigen wegen des Verstoßes gegen das
Vermummungsverbot und eine Strafanzeige wegen Beleidigung erstattet.

Einsatzleiter Peter Both findet deutliche Worte: „Die Dortmunder
Kommunalpolitik hat heute ein deutliches Signal gegen den
Rechtsextremismus in unserer Stadt gesetzt. Kontraproduktiv war das
Verhalten der Anhänger von „BlockaDO“. Blockaden, die darauf
abzielen, durch Artikel 8 GG geschützte Versammlungen zu verhindern,
können kein legitimes Mittel im Kampf gegen den Rechtsextremismus
sein.“

Phoenix verliert in Bremerhaven

Mit 85:92 (48:48) verlor Phoenix Hagen sein Auswärtsspiel in der Beko Basketball Bundesliga bei den Eisbären Bremerhaven. Vor 3.060 Zuschauern in der Stadthalle Bremerhaven machten sich die Hagener das Leben phasenweise selbst schwer und wurden am Ende auch Opfer ihrer hohen Foulbelastung.

Das Personal:

Die Eisbären Bremerhaven verstärkten sich kurz vor dem Spiel mit Forward Sergio Kerusch (ehemals Artland Dragons). Trainer Muli Katzurin verzichtete auf Jake O’Brien und Brian Chase zugunsten der sechs weiteren ausländischen Spieler. Er begann mit Lorenzo Williams, Flavio Stückemann, Moses Ehambe, Sven Schultze und Devin Searcy. Hagens Coach Ingo Freyer schickte zu Beginn Zamal Nixon, David Bell, Larry Gordon, Keith Ramsey und Urule Igbavboa aufs Parkett.


Der Spielverlauf:

Gegen engagierte Gastgeber taten sich die Feuervögel zu Beginn sehr schwer. In einer Partie mit vielen Fehlern auf beiden Seiten waren die Hagener vor allem beim Rebound zu nachlässig und kamen schnell in Foulprobleme. In der Endphase des ersten Viertels fand Phoenix besser zu seinem Rhythmus. David Bell glich zum 19:19 aus (10.). Gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts setzten sich die Eisbären um den starken Myles Hesson dann ab (32:22, 13.). Erschwerend kam für Hagen hinzu, dass David Bell und Urule Igbavboa zu diesem Zeitpunkt bereits mit jeweils drei persönlichen Fouls belastet waren.

Es war Larry Gordon, der die Gäste zurück ins Geschehen brachte. Der Flügelspieler traf sicher aus der Distanz. Hagen hatte in dieser Phase auch defensiv die nötige Aggressivität als Team und kam zu etlichen Ballgewinnen. Gordon verkürzte von der Dreierlinie zum 46:43 (19.) und Niklas Geske stellte mit der Pausensirene den Spielstand auf 48:48. Dank einiger Steals, der starken Larry Gordon und Keith Ramsey sowie einer guten Verteidigungsleistung gegen Moses Ehambe, dem keine freien Würfe gestattet wurden, konnte Phoenix seine Defizite ausgleichen.

Auch aus der Kabine kam Hagen mit Oberwasser. Todd Brown besorgte per Dreier die erste Führung (51:48, 21.). Die Mannschaft von Ingo Freyer hatte in dieser Phase alles im Griff und kaschierte auch die Foulproblematik geschickt. Bremerhaven profitierte jetzt sehr von Neuzugang Sergio Kerusch, der dem Team viel Energie gab. Einige leichte Hagener Fehler in der Endphase des dritten Viertels brachten Bremerhaven dennoch die Führung zurück (68:66).

Im Schlussabschnitt boten beide Mannschaften dem Gegner eine Menge an. Hagen erlaubte sich zum Teil überflüssige Fouls und geriet so verstärkt unter Druck. Eine entscheidende Szene: Larry Gordon beschwerte sich nach seinem fünften persönlichen Vergehen zu laut und erhielt gleich noch ein Technisches Foul als Dreingabe. Myles Hesson erhöhte auf 87:80 (38.). Während Muli Katzurin größtenteils zwischen seinen beiden Spielmachern Lorenzo Williams und Jerry Smith wechselte, ließ er in der Schlussphase beide als Tandem die Partie nach Hause bringen. Phoenix Hagen verlor nun neben Gordon auch Dino Gregory und David Bell mit fünf Fouls. Bremerhaven siegte letztlich mit 92:85.

Das Fazit:

Es war ein Spiel der Zahlen: Phoenix Hagen verlor den Rebound mit 37:51. Das lag an zu vielen Offensivrebounds, die Bremerhaven gestattet wurden, aber auch an der hohen Foulbelastung. Phoenix hatte bei gleicher Quote aus dem Feld neun Würfe mehr zu verzeichnen, doch die Eisbären gewannen das Spiel von der Freiwurflinie (47:20 Versuche). In einer intensiven Partie spielten bei Hagen letztlich zu viele Akteure unter Form, um Zählbares mit in die Heimat zu nehmen.

Die Trainerstimmen:

Muli Katzurin: „Diese Art von Sieg haben wir dringend gebraucht. Ich freue mich, wie das Team heute reagiert hat. Die Jungs haben gekämpft und wir hatten eine sehr gute Balance in der Mannschaft. Das zeigt die Tatsache, dass gleich sechs Spieler zweistellig gepunktet haben. Es war nur ein erster Schritt, wir müssen jetzt weiter hart arbeiten. Ein großer Dank geht heute an unsere Fans. Wir haben sie heute gebraucht und sie haben uns erstklassig unterstützt. Die Stimmung in der Halle war großartig.“

Ingo Freyer: „Das war ein sehr intensives Spiel. Beide Mannschaften haben auf dem gleichen Level gespielt. Die Foulverteilung finde ich etwas unglücklich. Bremerhaven hat 47 Freiwürfe bekommen, wir nur 20. Es waren nur drei Spieler in meiner Mannschaft, die den Fight angenommen und dagegengehalten haben. Aber es müssen alle Spieler etwas produzieren, sonst kann man in der Beko BBL kein Spiel gewinnen.“

Die Statistik:

Eisbären Bremerhaven: Hesson (21/2, 10 Reb., 5 BS), Searcy (12, 10 Reb.), Kerusch (11), Williams (10/1, 7 Ass.), Stückemann (10/2), Ehambe (10/1), Smith (9), Schneiders (5), Schultze (4), McGee.

Phoenix Hagen: Gordon (24/5), Bell (17/2), Ramsey (17, 4 BS), Brown (12/2), Gregory (7), Igbavboa (4), Geske (3), Nixon (1, 8 Ass.), Bleck, Tolaj, Krume.

Zuschauer: 3.060

Schiedsrichter: Toni Rodriguez, Prof. Ralf Brand, Dominik Bejaoui

Technischer Kommissar: Darius Moczulski

Stationen: 10:6 (5.), 22:19 (10.), 40:30 (15.), 48:48 (20.), 56:60 (25.), 68:66 (30.), 80:75 (35.), 92:85 (40.).