Schriftenreihe im Osthaus Museum, Bd. III – IN WESSEN NAMEN?

IMG_1013Hagen – Der dritte Band der Schriftenreihe des OSTHAUS MUSEUMS begleitet die Ausstellung „IN WESSEN NAMEN?“, die als Beitrag des Jungen Museums zur Ausstellung „Weltenbrand – Hagen 1914“ (18.5.-10.8.2014) entstanden ist. Aufgrund ihres aktuellen Bezugs ist die Ausstellung des Jungen Museums noch bis zum 4. Januar 2015 im Christian Rohlfs-Raum zu sehen. Bezogen auf gegenwärtige Kriegsereignisse und Krisen hinterfragt das Projekt, in wessen Namen Kriege geschehen: Der Hagener Fotograf Andy Spyra hat sieben seiner Schwarzweißfotos aus Krisengebieten wie Bosnien, Kaschmir, Nigeria und Syrien mit eindringlichen Erlebnisschilderungen ergänzt. Minuziös berichtet der gebürtige Hagener von gegenwärtigen Schreckensszenarien, über die er in seinem Beitrag „At war with words“ in der Schriftenreihe reflektiert. Die ausdrucksstarken Texte, die von der Hagener Künstlerin Kerstin Hesse in der Ausstellung handschriftlich auf die Wand gebracht wurden, sind in dem Band in …… Gegenüberstellung mit den Fotos dokumentiert. Im Sinne der Friedenspädagogik legt die didaktisch aufgearbeitete Ausstellung insbesondere den Fokus auf humanitäre Aspekte. In dem Band wird beispielsweise eine Installation aus der Ausstellung gezeigt, die deutlich macht, dass zu den Facetten der Kriegsmaschinerie neben dem durch Gehorsam verblendeten Wunsch nach Ruhm und Ehre letztlich auch die Erkenntnis körperlicher Verletzlichkeit und Sterblichkeit gehört. Die Zeichnung „Der Krieg frißt seine Kinder“ des Hagener Künstlers Karl-Friedrich Fritzsche von 1973 greift ein Thema auf, das 40 Jahre später noch immer traurige Aktualität hat. Einhundert vielsprachige Protest- und Antikriegssongs sowie Comic-Hefte zum Ersten Weltkrieg (letztere wurden freundlicherweise vom Comic Centrum Hagen zur Verfügung gestellt) machen in der Ausstellung die Aktualität des Themas deutlich und bedauerlicherweise auch klar, dass Kriege keineswegs der Vergangenheit angehören. In der Auseinandersetzung mit Einzelschicksalen und den Mechanismen des Krieges regt die Ausstellung und der dritte Band der Schriftenreihe „IN WESSEN NAMEN?“ zur Diskussion an und möchte zu einer Kultur des Friedens aufrufen. Der Band von Elisabeth May kann im Buchhandel bestellt oder im Museums-Shop im Kunstquartier für 7,80 Euro gekauft werden. Die Ausstellung ist noch bis zum 4. Januar 2015 während der Öffnungszeiten dienstags bis sonntags von 11 bis 18 Uhr zu sehen (geschlossen: 24.12/ 25.12./31.12.2014/1.1.2015).

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