DGB Hagen zur Lage am Arbeitsmarkt

Der kritischen Betrachtung der Agentur für Arbeit schließen sich der DGB und die Hagener Gewerkschaften an. Trotz der günstigen Witterung stieg die Zahl der Arbeitslosen, wenn auch nur gering. Wenn sich der Winter doch noch einstellt, droht sich die ohnehin schlechte Lage weiter zu verschärfen.
Den mehr fast 10.000 Erwerbslosen in den Rechtskreisen SGB II und SGB III können aktuell gerade mal 1.419 offene Stellen angeboten werden. Die Daten verweisen auf ein Verhältnis von knapp 7 suchenden Arbeitslosen auf 1 Stelle.

Welche Qualität, was Arbeitszeit und Bezahlung betrifft, die angebotenen Stellen haben, lässt sich zudem der Statistik leider nicht entnehmen. Wenn man dazu noch in Betracht zieht, dass von den 1.842 Abgängen im vergangenen Monat gerade mal 20% in den 1. Arbeitsmarkt integriert werden konnten, der größere Teil mit 46% wg. Krankheit und fehlender Mitwirkung nicht mehr gezählt wird, wird es Zeit sich dem Problem anders zu stellen und den Blick auf die Entwicklungen zu schärfen. Trotz der Weihnachtszeit ist es angebracht an dem Glauben zu zweifeln, dass das Problem der Arbeitslosigkeit sich mit den Mitteln des Marktes von selbst lösen wird. Es macht wenig Sinn darauf zu hoffen, dass sich das nötige Angebot von alleine entwickeln wird. Dazu bedarf es konjunktureller Impulse, die unter anderen durch mehr Kaufkraft und öffentliche Investitionen geschaffen werden können. Weiterhin gilt es kluge Konzepte mit steuernden und unterstützenden Maßnahmen zu entwickeln, die den Menschen in dieser Arbeitsgesellschaft eine Perspektive geben.

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