DAS DRESDNER DAMASKUS-ZIMMER DIE LANGE REISE EINES SAMMLUNGSSTÜCK AUS HAGEN

Vortrag ScharrahsHagen – Karl Ernst Osthaus erwarb nach der Rückkehr von seiner zweiten Orientreise im
Frühjahr 1899 ein „altes arabisches Zimmer“ aus einem Wohnhaus in Damaskus.
Dieses Zimmer bestand aus einer prächtig bemalten und mit Blattmetallen
verzierten Wand- und Deckenvertäfelung, die einst den Empfangsraum für Gäste
einer Damaszener Familie schmückte. Diese Erwerbung und andere Orientalia
wollte Osthaus in seinem … … in Bau befindlichen Museum ausstellen. Warum das
Damaskus-Zimmer in Hagen nicht aufgebaut wurde, ist noch eine ungeklärte
Frage und bedarf weiterer wissenschaftlicher Klärung. Die hölzerne Wand- und
Deckenvertäfelung aus Damaskus blieb verpackt und gelangte nach Osthaus‘
Tod als Schenkung an das Völkerkundemuseum in Dresden. Nach weiteren
Jahrzehnten Depotaufenthalt wurde 1997 ein Projekt zur Restaurierung und
Wiederaufstellung des Raumes initiiert.
Seither arbeitet und forscht die Dresdner Restauratorin Anke Scharrahs an dem
Juwel syrisch-osmanischer Innenarchitektur. Viele Geheimnisse des Zimmers
konnten bereits entschlüsselt werden und geben einen Einblick in die Lebenswelt
der Damaszener im frühen 19. Jahrhundert Damaskus und in seine hoch
entwickelte bürgerliche Kultur. Nach Abschluss der Restaurierung, die seit März
2014 in einem zweijährigen Projekt von der Museum and Research Foundation
gefördert wird, soll das wieder aufgestellte Zimmer helfen, unser Bild vom Orient
zu verändern. Unser Blick auf den Nahen Osten ist bis heute von den Reisebeschreibungen
des 19. Jahrhunderts, den Gemälden des Orientalismus und
der europäisierten Version der Geschichten aus 1001 Nacht geprägt.
Der Vortrag folgt den Spuren von Karl Ernst Osthaus, gibt einen Einblick in den
komplexen Restaurierungsprozess des Dresdner Damaskuszimmers, in die
Wohnkultur Damaszener

Was:      Vortrag von Dr. Dipl.-Rest. Anke Scharrahs, Das Dresdner Damaskus-Zimmer – Die lange Reise eines Sammlungsstücks aus Hagen

Wann:        Donnerstag, 27. November 2014, 18 Uhr

Wo:            Auditorium des Emil-Schumacher-Museums im Kunstquartier Hagen

Eintritt:      Eintritt frei

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