„Gottesdienst für die Unbedachten“

KONICA MINOLTA DIGITAL CAMERAHagen – Ein „Gottesdienst für die Unbedachten“ findet am Donnerstag, 23. Oktober, um 17 Uhr in der Hagener St. Marienkirche statt.

Dieser ökumenischen Gottesdienst wird zum zweiten Mal in der Volmestadt veranstaltet. Die Initiatoren, die Stadt Hagen, Pfarrer Jürgen Schmitt vom katholischen Dekanat Hagen, Elke Schwerdtfeger und Jürgen Krullmann vom Evangelischen Kirchenkreis Hagen laden ein,  all jener Menschen zu … 

… gedenken, die ohne Trauerfeier durch das Ordnungsamt bestattet worden sind. „In Hagen werden jedes Jahr mehr als 100 Menschen auf diese Weise beigesetzt“, sagt Pfarrerin Elke Schwerdtfeger. „Von Anfang März bis Ende September 2014 waren das 53 Menschen, die zwischen 40 und 99 Jahre alt waren. Sie sind anonym bestattet worden, weil sie keine Angehörigen mehr haben oder Angehörige nicht gefunden werden konnten.“

 Der erste Gottesdienst dieser Art in Hagen wurde im März gefeiert. Erfreulich viele Bürgerinnen und Bürger haben daran teilgenommen und damit ihre Verbundenheit mit den Verstorbenen ausgedrückt. „Das hat auch gezeigt, dass auch die Menschen, die ohne Trauerfeier bestattet worden sind, nicht ohne Beziehungen zu anderen gelebt haben.“, betont Pfarrerin Schwerdtfeger.

Im Vorfeld des Gottesdienstes sind die Namen der Verstorbenen in einer Traueranzeige in der Tageszeitung veröffentlicht worden.

Im Gottesdienst werden die Namen verlesen. Daran beteiligt sich auch der Oberbürgermeister der Stadt Hagen, Herr E.O. Schulz. Er drückt damit aus, dass es ein Anliegen der gesamten Bürgerschaft ist, dass aller Verstorbenen menschenwürdig gedacht wird.

Alle, die den Gottesdienst mitfeiern, können Kerzen für Menschen anzünden, an die ihnen besonders am Herzen liegen. Im Anschluss an den Gottesdienst ist es möglich, im Haus der Begegnung etwas zu trinken und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Bildzeile: Laden gemeinsam mit der Stadt Hagen zum zweiten Gottesdienst für die Unbedachten ein: Pfarrer Jürgen Schmitt vom Katholischen Dekanat Hagen, Elke Schwerdtfeger und Jürgen Krullmann vom Evangelischen Kirchenkreis Hagen (von links).
Archiv-Foto: Caroline Peter

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s