Fast 50 Jahre im Dienst der Mieterschaft

Verabschiedung Fresen_GruppeHagen – ha.ge.we verabschiedet Abteilungsleiterin Lieselotte Fresen
„Wären wir hier beim Echo oder bei der EinsLive-Krone, dann bekämen Sie jetzt den Preis für Ihr Lebenswerk“, gratulierte ha.ge.we-Geschäftsführer Dr. Marco Boksteen seiner scheidenden  Mitarbeiterin Lieselotte Fresen zu einer beeindruckenden Bilanz: …

… Fast 50 Jahre war sie bei der Wohnungsgesellschaft tätig – macht stolze 80.000 Arbeitsstunden, wie er hochgerechnet hat. Boksteen ist schon der sechste Geschäftsführer, den sie in ihrer Laufbahn zum Chef hatte. Als sie  anfing mit 14, da gab es nur mechanische Schreibmaschinen. Vieles wurde mit vierfachem Durchschlag geschrieben, das kostete Kraft. „Am Abend taten einem die Hände weh“, erinnert sich Lieselotte Fresen. Wer sich vertippte, drückte keine „Löschen“-Taste, sondern musste wieder von
vorn anfangen. Und Steno zu können war unverzichtbar. Schon damals saß die ha.ge.we im heutigen Gebäude, das übrigens im Volksmund das „Frauenhaus“ hieß, weil es darin noch Wohnungen gab,
die an allein stehende Frauen vermietet waren. Unzählige Mieter hat Lieselotte Fresen in all den Jahren betreut. Fachlich akkurat und immer mit
einem offenen Ohr auch für deren private Belange. „Oft haben Sie das Unmögliche möglich gemacht“, attestierte Geschäftsführer Boksteen, „und sich auch für die Kollegen eingesetzt. Bei Neuerungen haben Sie sich nie gesperrt, sondern sind immer vorangegangen und haben die anderen
mitgenommen: ,Das machen wir, das setzen wir um!’“ Stichwort Neue Medien etwa: Natürlich war  die gelernte Kauffrau der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft stets auf dem allerneuesten Stand
und hat die Entwicklung in ihrem Unternehmen entscheidend vorangetrieben. Im Laufe der Jahre kamen immer neue Aufgaben hinzu. Zum Schluss hatte Lieselotte Fresen die Leitung der Bereiche Vermietung, Betriebskosten, Empfang und Sozialarbeit, das Schreibbüro und die
Postzentrale inne und war dabei für mehr als ein Dutzend Mitarbeiter zuständig. Es gibt keinen direkten Nachfolger, die einzelnen Ressorts werden jetzt aufgeteilt. „Die Zeit ist wie im Flug vergangen“, staunt sie, „es kommt mir vor wie gerade mal 25 Jahre. Höchstens. Die Arbeit hat mir
aber auch immer Spaß gemacht.“ Und das hat man gemerkt, da sind sich die Kollegen einig.  Als im Mai dieses Jahres das Gesetz verabschiedet wurde, dass man nach 45 Beitragsjahren in Rente
gehen kann, da sagte sie sich: „Warum eigentlich nicht?“ Am 23. Juni reichte sie die Rente ein, und  plötzlich ging alles ganz schnell: Zum 1. Oktober ist sie, die Tag für Tag die 20 Minuten zur Arbeit zu
Fuß ging, im Ruhestand. Dem mehr als verdienten: Am 1. April 2015 wäre sie genau 50 Jahre dabei. „Wer so viele Jahre gearbeitet hat, der hat auch das Recht eher zu gehen“, bekräftigte Betriebsratsvorsitzender Jörg Schledorn und dankte in seiner Abschiedsrede der Frau, die für ihn und
viele andere immer eine wichtige Ansprechpartnerin war. „Die Firma gibt es gerade mal 95 Jahre,  und davon haben Sie mehr als die Hälfte der Zeit begleitet!“ Auch Mark Krippner,  Aufsichtsratsvorsitzender der ha.ge.we, ließ seine herzlichsten Grüße für die angehende  Ruheständlerin ausrichten. Es gibt praktisch nichts, was sie nicht weiß über die ha.ge.we, und neben diesem unschätzbaren  Wissen wird die Kollegin fehlen, die allen immer zugleich Kameradin war. Wie sehr, das konnte auch
ein Außenstehender nicht übersehen bei der Abschiedsveranstaltung, zu der alle beigetragen hatten:  ein riesiges, liebevoll bestücktes Bufett, viele Geschenke, jede Menge Gratulationen und auch die
eine oder andere versteckte Träne. „„Dass wir demnächst auf Sie verzichten müssen, das wird nicht  einfach sein“, so Boksteen. „Aber damit müssen wir jetzt zurechtkommen, damit haben Sie nichts
mehr zu tun“, gab er der verdienten Kollegin mit auf den Weg, „genießen Sie Ihre neue  Lebensqualität, vergessen Sie uns nicht und fühlen Sie sich immer herzlich willkommen bei der  ha.ge.we!“
Gibt es schon Pläne für die Zeit „danach“? Liselotte Fresen will es langsam angehen lassen: „Erst mal  werde ich länger schlafen morgens und es genießen, so als hätte ich Urlaub. Ich werde auch nie  Langweile haben, das ist für mich gar kein Problem!“

Zum Foto:
Kaufmännischer Leiter Rainer Hobusch, Technischer Leiter Ernst Uhing, Lieselotte Fresen,
Geschäftsführer Dr. Marco Boksteen, Betriebsratsvorsitzender Jörg Schledorn (v. l. n. r.)
F

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