Karriere machen im Pflegeheim

Vom Azubi zum Manager – beste Zukunftsaussichten für Berufe in Pflege, Betreuung und Versorgung 

Der Start ins eigene Arbeitsleben beschäftigt in diesen Wochen wieder Deutschlands Schulabsolventen. Was sind die Jobs von morgen, was liegt einem wirklich? Studenten oder Azubis suchen Berufe, die zufrieden machen, in denen sie aufgehen und Karriere machen können ­und …

… das möglichst dauerhaft. „Beste Aussichten“, signalisiert Prof. Dr. Bernd Kwiatkowski, Geschäftsbereichsleiter Altenhilfe der Evangelischen Stiftung Volmarstein, einem der Ausbildungsbetriebe im Pflegebereich allen Berufsstartern jungen Menschen, die in der Pflege, Betreuung und Versorgung älterer Menschen Verantwortung übernehmen wollen. „Sie sind heiß begehrt“, sagt er. Wer seine Karriere hier richtig plant, kann es weit bringen. Für die vier frisch gebackenen Altenpflegekräfte auf dem Foto sind die Vomarsteiner Senioreneinrichtungen zurzeit das Sprungbrett in anspruchsvolle, gesellschaftlich wichtige und vor allem krisensichere Berufe mit vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten und Perspektiven. Sie stehen hoch im Kurs und werden angesichts der prognostizierten demografischen Entwicklung auch langfristig gebraucht. Ob als Pflegehelfer, examinierte Pflegekraft, Hauswirtschafter, Ergotherapeut, Koch oder Kaufmann im Gesundheitswesen ­die Tätigkeitsfelder sind weit gefächert. Pflegeberufe sind die Gewinner auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Ein ausgebildeter Altenpfleger kann aktuell rein rechnerisch aus drei gemeldeten Stellen wählen, so die „Fachkräfte-Offensive“, ein gemeinsames Projekt der Bundesministerien für Arbeit und Soziales, Wirtschaft und Energie und der Bundesagentur für Arbeit. Das Schweizer Prognos-Institut führt in seinem Deutschland-Report 2030 den Altenpflegeberuf unter 29 anderen als „Job mit Zukunft“ auf, nennt als Einstiegsgehalt für Altenpfleger ca. 24.000 Euro pro Jahr und 27.000 für einen Pflegewirt. Im Vergleich dazu verdiene ein Arzt nach dem Studium etwa 38.000 Euro. Rund 60.000 von rund 1,43 Millionen jungen Frauen und Männer, die sich für einen Ausbildungsberuf entschieden haben, waren im Schuljahr 2012/2013 in der Altenpflege tätig, Tendenz steigend, so melden Statistisches Bundesamt und das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Gesundheitsbranche ist ein wachstumsstarker Arbeitgeber. Sie zählt mit 4,9 Millionen Beschäftigten im Jahr 2011 zu den größten Wirtschaftszweigen in Deutschland. In mehr als 12.000 Pflegeeinrichtungen und –diensten kümmern sich ausgebildete Fachkräfte, um hilfs- oder pflegebedürftige Menschen. Doch brauchen die momentan rund 660.000 Beschäftigten in der Altenpflege heute und in Zukunft noch mehr Verstärkung. Goldene Zeiten für eine duale Ausbildung in einem zunehmend begehrten Trendberuf. Sie öffnet die Chance auf Übernahme in eine feste Beschäftigung, auf berufliche und persönliche Weiterentwicklung sowie die Möglichkeit, schon bald auf eigenen Füßen stehen zu können. Mit einer Vergütung von rund 900 bis 1000 Euro (je nach Berufsbild, Region und Arbeitgeber) und besten Voraussetzungen für eine planbare Zukunft stehen Azubis in den Pflegeeinrichtungen gegenüber ihren Kollegen in manch anderen Branchen gut da. Viele Azubis bei der Evangelischen Stiftung Volmarstein haben als Praktikant oder über ein soziales Jahr ihre Talente ausgelotet. Kwiatkowski weist darauf hin, dass man „mit den richtigen Zusatzausbildungen in der Pflege nicht nur schnell Karriere machen kann, sondern auch attraktive Gehälter winken.“

Ausbildungskurse beginnen immer im April und im Oktober. Kontakt:

Fachseminar für Altenpflege  –  Seminarleiterin Marion Hohmann

Pferdebachstr. 23, 58455 Witten  –  Tel.: 02302/175-51 00

E-Mail: altenpflegeschule@diakonie-ruhr.de

Zum Foto:
Bestanden: Die Azubis haben ihre Ausbildung geschafft und wurden im Oktober in den Senioreneinrichtungen der Ev. Stiftung Volmarstein als examinierte Altenpflegekräfte übernommen.

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