Agentur für Arbeit Hagen ist Gastgeber für Flüchtlingsprojekt

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AusstellungAm Mittwoch, 10.09.2014, wurde in der Agentur für Arbeit Hagen eine Wanderausstellung eröffnet, in deren Zentrum die Botschaft steht: Jeder Flüchtling hat aufgrund seiner Lebensgeschichte eine Kiste an wertvollen Fähigkeiten mitgebracht! Zum einen repräsentiert die Kiste das aus dem Heimatland mitgebrachte Können, zum anderen steht diese als offenes Angebot an die Gesellschaft, dieses Können wahr- und anzunehmen.

Die Fotoausstellung ist entstanden im Rahmen des XENOS-Sonderprogramms zur arbeitsmarktlichen Unterstützung für Bleibeberechtigte und Flüchtlinge. Federführend für das Projekt vor Ort ist die Diakonie Mark-Ruhr. Die Ausstellung trägt den Titel „Bitte öffnen. Die Kisten des Könnens von Flüchtlingen“ und wird in der Agentur für Arbeit Hagen vom 10.09.2014 bis 17.10.2014 für Besucher zu den normalen Öffnungszeiten zugänglich sein.

Zur Eröffnung hob Agenturchef Thomas Helm die grundsätzliche Bedeutung des Projektes hervor: „Die fachlichen Anknüpfungspunkte zu unserer Arbeit sind klar. Wir suchen Arbeitskräfte für die heimische Wirtschaft. Die Gesellschaft braucht schon aus demografischen Gründen Zuwanderung. Die Menschen, die auch als Flüchtlinge zu uns kommen, bringen nicht nur ihre „Kisten“ voller Stärken mit.
Sie entwickeln sie weiter und passen sie an die Lebenssituation und die Arbeitsplätze an. Wir haben unser Foyer gerne als Galerie für dieses Projekt zur Verfügung gestellt.“

Vor rund 60 geladenen Gästen aus Politik, von Projektpartnern, der Jugendarbeit und Soziales hielt Bürgermeister Dr. Hans-Dieter Fischer für die Stadt Hagen die Begrüßungsrede. Im anschließenden Podium kam Heike Spielmann, Leiterin der Zuwanderungsberatung der Diakonie Mark-Ruhr, mit vier jungen Hagener Flüchtlingen und der Leiterin des lokalen XENOS-Projektes, Rossitzka Dikova-Osthus, ins Gespräch. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch musikalische Beiträge der Rap-Gruppe Eck&Sey vom Kultopia – Junge Kultur in Hagen e.V..
Für die gesamte Dauer der Ausstellung soll diese von Schulklassen besucht werden. Dies kann mit den obligatorischen Besuchen im Berufsinformationszentrum (BiZ) verbunden werden. Die geplanten Workshops zum Thema werden danach in den Schulen während des Unterrichts durchgeführt.

Das Bundesprogramm „XENOS – Integration und Vielfalt“ wird gefördert durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds.
Es verfolgt das Ziel, Demokratiebewusstsein, Weltoffenheit und Toleranz zu stärken. Dabei geht es vor allem um präventive Maßnahmen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung auf dem Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft. Der Zugang von benachteiligten Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund zu Ausbildung und Beschäftigung soll durch den Abbau arbeitsmarktbezogener Diskriminierung verbessert werden. Damit soll die Integration in den Arbeitsmarkt und die gesellschaftliche Partizipation und Teilhabe unterstützt sowie die kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft gefördert werden.

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