VHS im Erzählcafé: Kinderlandverschickung im „Dritten Reich“

2014-09-09 Erzählcafe Kinderland © Dieter FaßdorfHagen – Der nächste Gesprächsabend im Erzählcafé „Altes Backhaus“ in der Lange Straße 30 mit dem Historiker Jörg Fritzsche findet am Freitag, 19. September, um 17 Uhr, zum Thema Kinderlandverschickung im „Dritten Reich“ statt. Vor dem Hintergrund der verstärkten Bombenangriffe auf deutsche Städte im Verlauf des Zweiten Weltkriegs und …

… der zunehmenden Versorgungsprobleme in den Metropolen ordnete Hitler im Herbst 1940 offiziell die „Erweiterte Kinderlandverschickung“ an. Rund 2,5 Millionen Kinder und Jugendliche wurde aus den luftkriegsgefährdeten Städten in ländliche Regionen des Reiches und in das „befreundete Ausland“ verbracht. Die durch den Luftkrieg hervorgerufene Notlage missbrauchten die Nationalsozialisten zur ideologischen Beeinflussung der Jungen und Mädchen. Die Kinder konnten vor dem Krieg geschützt und gleichzeitig der politischen und ideologischen Beeinflussung sowie dem paramilitärischen Drill in den Lagern ausgesetzt werden. Zugleich waren die Kinder oft über Monate, bisweilen auch über Jahre, dem Einfluss ihrer Familien entzogen. Fernab von Elternhaus und Schule konnte so der nationalsozialistische Erziehungsapparat ungehindert im Sinne der nationalsozialistischen Ideologie auf die Kinder einwirken.

Der Eintritt ist frei. Informationen zur Reservierung unter der Kursnummer 1200 erhalten Interessierte beim Serviceteam der Volkshochschule unter Telefon 02331/207-3622.

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