SPD Hagen-Eckesey zur Ortsvereinsdebatte

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Wenige Tage nach dem SPD-Parteitag haben sich die Sozialdemokraten in Eckesey mit der, vom Vorsitzenden Timo Schisanowski eingebrachten, Diskussion um die Zusammenlegung von Ortsvereinen beschäftigt.

Schon vor über 10 Jahren waren es die Eckeseyer Genossen, die sich damals beim Vorstand und der Geschäftsführung der Hagener SPD um Konzepte zur Zukunftsentwicklung bemüht hatten – und seinerzeit mit ihrem Ansinnen abgelehnt wurden.

Mit 20 Mitgliedern gehört der SPD-Ortsverein Eckesey zu den drei kleinsten Gruppierungen innerhalb der Hagener Partei. Bei den monatlichen Treffen sind durchschnittlich ein Drittel der Mitglieder anwesend. Somit sind 7-8 Mitglieder als aktive Mitstreiter anzusehen. Wesentlich größere Ortsvereine in Hagen können auch nicht auf mehr Aktive zurückgreifen.

Die Eckeseyer Sozialdemokraten stellen sich der Diskussion um die Zusammenlegung von Ortsvereinen – wenn dabei  die Bindung der Partei an den jeweiligen Stadtteil weiterhin gewährleistet ist.

Seit mehreren Jahren nehmen die Eckeseyer Genossen an den Treffen der SPD-Ortsvereine im Hagener Norden teil. Der Zusammenschluss im Norden, bei dem gemeinsame Terminabsprachen getroffen und Veranstaltungen geplant werden, ist der erste Schritt, um die Ortsvereine interessanter zu gestalten. Für Referenten ist es wesentlich angenehmer, vor 20-30 Zuhörern aufzutreten, als in einem Ortsverein vor 5-8 Aktiven.

Bei einem kompletten Zusammenschluss des Hagener Nordens zu einem großen Ortsverein sehen die Eckeseyer Sozis jedoch die Gefahr, dass sich die Anzahl der Aktiven aus den einzelnen Ortsvereinen verringen wird. Längere Wegstrecken zu Monatssitzungen, die nicht mehr im eigenen Quartier stattfinden, werden für einige, bisher engagierte, Genossen ein Grund sein, sich aus der aktiven Parteiarbeit eventuell zurückzuziehen.

Für die SPD Eckesey gab es in den vergangenen Jahren schon mehrfach Gespräche mit benachbarten Ortsvereinen. Die Ortsvereine Vorhalle und Boelerheide bieten sich an – allein wegen der räumlichen Nähe und der Überschneidung bei Wahlkreiszuschnitten.

Wäre aber nicht auch eine Fusion mit dem SPD-Ortsverein Garenfeld denkbar? Immerhin der zweite OV im Hagener Norden mit wenig Mitgliedern.

Für den Eckeseyer SPD-Ortsvereinsvorsitzenden Sven Söhnchen ist eine Maßgabe bei der kommenden Diskussion von besonderer Bedeutung – nach Söhnchen darf es nur eine Zusammenlegung „auf Augenhöhe“ geben. Der „kleine“ Ortsverein Eckesey ist in keinster Weise der Part, der sich von einem größeren Ortsverein einverleibt werden dürfte.

Der Ortsverein Eckesey wird die Diskussion im Hagener Norden voranbringen und sich aus der Partei weitere Anregungen holen. Interessant kann dabei die Entwicklung der vergangenen Jahre beispielsweise im Ortsverein Hohenlimburg sein. Wie sind die Quartiere dort vertreten? Auch Oege, Nahmer oder Elsey sind eigen gewachsene Stadtteile, die sich durch das politische Engagement „vor Ort“ darstellen müssen.

Gerade Eckesey, als früherer Arbeiter- und heutiger Sozialstadtteil, ist eine sozialdemokratische Hochburg. Die Wahlergebnisse der vergangenen Jahre gehören immer zu den besten Ergebnissen einer Partei im Stadtgebiet.

Neben der SPD findet keine andere Partei im Stadtteil statt. Hierfür wird Söhnchen und seine Eckeseyer Genossen auch weiterhin kämpfen – als verlässlicher Ansprechpartner im Quatier. Auch wenn die Struktur des Ortsvereins geändert werden sollte, so werden die Eckeseyer Genossen weiterhin als verlässliche politische Partner im Stadtteil anwesend sein.

Sven Söhnchen ist sich sicher: Eckesey bleibt sozialdemokratisch.

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