Polizei Dortmund ruft neues Präventionsforum mit den muslimischen Organisationen ins Leben

Auftaktveranstaltung im Polizeipräsidium – Dauerhafter vertrauensvoller Dialog geplant



Dortmund – Mit einer konstituierenden Sitzung hat die Polizei Dortmund am Donnerstag ein neues Dialogforum mit den muslimischen Organisationen ins Leben gerufen. Polizeipräsident Gregor Lange
begrüßte zum Auftakttreffen unter dem vorläufigen Arbeitstitel
„Präventionsforum“ die Vorsitzenden des Integrationsrates von
Dortmund und Lünen sowie Vertreterinnen und Vertreter von
muslimischen Organisationen aus beiden Städten. Ein Novum für die
Polizei Dortmund.

„Ich möchte auf diesem Wege die Zusammenarbeit zwischen der
Polizei und den muslimischen Organisationen fördern, den
vertrauensvollen Umgang untereinander ausbauen und einen
regelmäßigen, engen Kontakt zueinander fest etablieren“, erklärte
Gregor Lange bei dem Auftakttreffen. Geplant ist ein dauerhafter
Austausch über verschiedenste Aspekte – von den Belangen und Sorgen
der Mitglieder teilnehmender Vereine, Gemeinden und Räte bis hin zu
sicherheitsrelevanten Themen der Polizei wie Kriminalität oder
Extremismus. Der vorläufige Arbeitstitel: „Präventionsforum mit den
muslimischen Organisationen“.

Die kulturelle, religiöse und traditionelle Vielfalt der
Mitglieder dieses Gremiums ermöglicht die Betrachtung ausgewählter
Themenbereiche aus unterschiedlichen Perspektiven. Die Polizei
Dortmund erhofft sich von dieser neuen Art der Zusammenarbeit tiefere
Einblicke in die Belange, Bedürfnisse und Probleme der Muslime in
dieser Stadt, die ohne diesen vertrauensvollen Dialog oft nicht
möglich sind.

Um eine weitere Perspektive mit ins Spiel zu bringen, hatte Gregor
Lange gestern zusätzlich einen Experten von der Clearingstelle
Präventionskooperation des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge
in Nürnberg zur konstituierenden Sitzung eingeladen. Gerhard Kopp
berichtete über die Arbeit der Clearingstelle, die den Austausch und
die Zusammenarbeit zwischen Polizeibehörden und muslimischen
Organisationen bundesweit fördert.

Wie die Zusammenarbeit in Dortmund genau aussehen könnte, wird in
den kommenden Sitzungen Thema sein. Am gestrigen Abend einigten sich
die Teilnehmer darauf, ab sofort einmal pro Quartal zusammenzukommen
– an verschiedenen Orten. Denn die Mitglieder des Gremiums möchten
sich und ihre Organisationen auch untereinander noch besser kennen
lernen.

Bereits beim Auftakt wurde klar, dass es den Teilnehmern bei den
kommenden Treffen nicht an Gesprächsstoff mangeln wird. Gregor Lange
freute sich über eine rege Teilnahme der Vertreter und Vertreterinnen
der verschiedenen Organisationen an der Themenfindung für den Dialog.
So wurden etwa Aspekte wie die Sicherheit von Moscheen und anderen
muslimischen Einrichtungen angesprochen, aber auch die stetige
Fortbildung von Polizeibeamten in Sachen interkulturelle Kompetenz.
Zudem kamen die Möglichkeiten für gemeinsame Veranstaltungen sowie
die Präventionsangebote der Polizei auf den Plan, die die Teilnehmer
der Runde gern in ihre Gemeinden und Vereine hinein tragen würden.

„Wir haben alle einen sehr positiven Abend mit intensiven
Diskussionen erlebt“, sagte Gregor Lange im Anschluss an die
Veranstaltung. „Ich freue mich, dass die Teilnehmer derart viele
Vorschläge beigetragen haben. Ich blicke daher mit Freude und
Spannung auf das nächste Treffen.“

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