Betrug an der Autobahn: Ratschläge der Polizei

Der Polizei Dortmund sind in den vergangenen Tagen wieder gehäuft Betrugsfälle auf den Autobahnen im Regierungsbezirk Arnsberg, insbesondere auf der A45, bekannt geworden. Bei dieser Masche täuschen die Täter eine Notsituation vor und nutzen die Hilfsbereitschaft der Verkehrsteilnehmer aus.

Jüngst ist ein 41-jähriger Mann aus Dortmund einem Betrüger zum
Opfer gefallen. Er war am 24. August gegen 13.30 Uhr auf der A 45 im
Autobahnkreuz Dortmund-Nordwest unterwegs und wollte auf die A2
wechseln, als ihm ein Mann auffiel, der mit seinem Auto auf dem
Seitenstreifen stand.

Nach seiner Aussage winkte dieser Unbekannte den Dortmunder heran
und forderte ihn auf, ebenfalls auf dem Seitenstreifen zu halten. Der
unbekannte Mann erklärte dann, dass er unbedingt Benzin benötige,
aber kein Geld habe. Er zeigte auch eine kaputte Bankkarte. Er bot
dem Dortmunder zwei Goldringe an, wenn er ihm 150 Euro Bargeld gebe.

Als der 41-Jährige einen Ausweis forderte, konnte sein Gegenüber
lediglich einen Zettel mit einem Namen vorweisen und gab dazu eine
Adresse und eine Telefonnummer an. Der Unbekannte versprach zudem,
das Geld am nächsten Tag zurückgeben zu wollen.

Im Zuge der Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass es sich
bei dem Schmuck um minderwertigen Modeschmuck handelte und kein
Kontakt mehr zu dem Unbekannten möglich war.

Die Polizei Dortmund warnt deshalb eindringlich vor diesen
Betrügern. Auf den Autobahnen stehen sie vornehmlich an Auf- und
Abfahrten, im Bereich der Autobahnkreuze sowie an Tankstellen und
Raststätten. Sie täuschen häufig einen Notfall – eine Panne oder
Benzinmangel – vor und bitten unbeteiligte, hilfsbereite Autofahrer
um Hilfe. Im Tausch gegen Bargeld locken sie diese mit gestempeltem
Goldschmuck, der sich jedoch im Nachhinein als minderwertig und
unecht herausstellt. Visitenkarten, die ausgehändigt werden, oder
Telefonnummern führen ins Leere.

Ihre Polizei rät in diesem Zusammenhang:

Halten sie auf Autobahnen keines Falls ohne Not auf dem
Seitenstreifen! Hier besteht höchste Unfallgefahr!

Rufen Sie, wenn sie helfen wollen, den Notruf der Polizei 110!

Seien Sie vorsichtig, wenn Ihnen auffällig günstige wertvolle
Waren auf der Straße verkauft oder zum Tausch angeboten werden! Gold
und Silber sollten nur bei vertrauenswürdigen Geschäftspartnern
gekauft werden. Die Autobahnen sind kein seriöser Ort für derartige
Käufe!

Sollten Ihnen wertvolle Waren wie Schmuck auf der Straße angeboten
werden, informieren Sie sofort die Polizei!

Feingehaltsstempel auf Schmuckstücken garantieren nicht, dass es
sich um wertvollen Schmuck handelt.

Lassen Sie sich von Hilfesuchenden in jedem Fall einen Ausweis
zeigen! Notieren Sie sich Name, Geburtsdatum, Anschrift und
Ausweisnummer!

Lassen Sie sich von einem gepflegten Erscheinungsbild nicht
täuschen – Betrüger wollen dadurch oft Seriosität vortäuschen.

Wenn Sie Zweifel an der Glaubwürdigkeit Ihres Gegenübers haben,
zögern Sie nicht, den Notruf 110 der Polizei zu wählen!

Notieren Sie sich in jedem Fall das Kennzeichen der Unbekannten –
vor allem wenn Sie Opfer eines Betrugs geworden sind. Versuchen Sie
sich zudem an sein Äußeres zu erinnern.

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