Frühzeitige Untersuchung empfohlen

Hagen – Chefarzt Dr. Helmut Queckenstedt und Dr. Dominik Weller, Oberarzt der Klinik für Orthopädische Chirurgie und Unfallchirurgie des Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe, gaben in einem gut verständlichen Vortrag im Ev. Feierabendhaus in Schwelm aufschlussreiche Einblicke in die Schulter. Mit 70 Besuchern war der Saal des Feierabendhauses bis auf …

 … den letzten Platz besetzt.Schulterschmerzen sind in Deutschland weit verbreitet und die Gründe dafür vielfältig: Von Arthrose über Sehnenrisse bis Muskelkater. Häufig ist es aber ein (Eng-)Pass-Problem. „Vielleicht haben Sie schon mal etwas vom sogenannten ´Impingement´gehört – dahinter verbirgt sich nicht anderes als eine Einklemmung der Sehne“, erklärte Dr. Weller den vielen interessierten Besuchern. „Hierbei kommt es zu einer Einengung des Raumes unter dem Schulterdach: Die dort verlaufende Sehne wird dadurch gequetscht“, erläuterte Oberarzt Dr. Dominik Weller. Die frühen Symptome können stechende Schmerzen beim Auf- und Ablassen des Arms oder bei bestimmten Bewegungen sein. Oft äußern sie sich auch durch dumpfe Schmerzen in der Nacht, die in der Schulter, aber auch im Nacken auftreten. Deshalb kann es passieren, dass zunächst irrtümlich Nackenschmerzen oder Bandscheibenprobleme dafür verantwortlich gemacht werden. Deshalb rät Dr. Weller, frühzeitig einen Spezialisten aufzusuchen. „Bei einer eingehenden Untersuchung können wir schon sehr viel feststellen“, betont der Experte. „Es reicht nicht, nur auf Röntgen- oder MRT-Aufnahmen zu schauen. Wir fassen den Patienten an und reden mit ihm über den Schmerz.“

Die Ursachen für den Schulterschmerz sind meist Verschleißerscheinungen, die zu einer zunehmenden Verengung des Sehnenkanals führen. „Die Folge sind schmerzhafte Entzündungen der Schleimbeutel und Sehnen. In fortgeschrittenen Fällen kann eine bleibende Schädigung im Gelenk auftreten, die zu einer anhaltenden, schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit der Schulter führt.“

Auch über die Therapiemöglichkeiten informierte Oberarzt Dr. Weller die Besucher. Zunächst werden die Behandlungsmöglichkeiten der konservativen Therapie geprüft und angewendet. Helfen können Krankengymnastik, Akupunktur, Eis etc. Erst bei Versagen einer konservativen Therapie besteht die Notwendigkeit zum operativen Vorgehen. Der Eingriff erfolgt meist minimalinvasiv, sodass auch der stationäre Aufenthalt nur 2 – 4 Tage dauert. Die Schulter wird mit Physiotherapie wieder beweglich gemacht. „Auf keinen Fall Ruhigstellung“, rät Chefarzt Dr. Queckenstedt. „Die Beweglichkeit ist wichtig, damit das Schultergelenk nicht verklebt.“ Nach dem Vortrag folgte eine angeregte Diskussion und zahlreiche interessierte Zuhörer baten um einen ambulanten Termin in der Orthopädischen Chirurgie des Ev. Krankenhaus Hagen-Haspe.

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