TÜV Rheinland: Boxen mit Kühlakkus sind gut und günstig

Beim Kauf auf GS-Zeichen achten

Köln – Beim Picknick im Freibad, bei der sommerlichen
Autoreise oder auf dem Campingplatz darf sie nicht fehlen: die
Kühlbox. Sie ist der ideale Begleiter für alle, die unterwegs auf
kalte Getränke und frische Speisen nicht verzichten möchten. Im
Handel hat der geneigte Käufer die Qual der Wahl zwischen
verschiedenen Kühlboxtypen. Sie unterscheiden sich vor allem im
Fassungsvermögen, in der Art, wie sie den Inhalt kühlen, und im
Preis. Standardboxen fassen rund 30 Liter, arbeiten mit Kühlakkus und
sind schon für rund 20 Euro zu haben. Strombetriebene Geräte, die
aktiv kühlen, können das Doppelte und sogar mehrere Hundert Euro
kosten – so viel wie ein vollwertiger Kühlschrank. Welches System ist
nun das richtige?

Schnell und lange kühlen

„Entscheidend ist, dass die Box im Innern die Temperatur erreicht,
die notwendig ist, um die Kühlkette nicht zu unterbrechen“, sagt TÜV
Rheinland-Experte Hans-Ulrich Sander. „Die Dämmung muss so gut sein,
dass die Box die Temperatur möglichst lange hält.“ In einem Test von
TÜV Rheinland konnte die klassische Kühlbox, bestückt mit zwei
Kühlakkus, überzeugen. Sie kühlt Lebensmittel schnell herunter und
hält die niedrige Temperatur relativ lange. „Passive Kühlboxen sind
ideal für zwei- bis vierstündige Ausflüge und wenn kein
Stromanschluss vorhanden ist“, weiß Hans-Ulrich Sander. Wichtig: Der
Proviant bleibt länger kalt, wenn Ausflügler die Akkus tiefgefroren
und die Lebensmittel vorgekühlt direkt und erst kurz vor der Abreise
vom heimischen Kühlschrank in die Box umpacken.

Unendlich frisch dank Stromanschluss

Für längere Touren empfehlen sich Boxen mit Stromanschluss und
eigenem Kühlaggregat. Sie lassen sich entweder über den
Zigarettenanzünder an die 12-Volt-Autobatterie oder per Netzstecker
an das 230-Volt-Stromnetz anschließen. Mit Preisen ab etwa 40 Euro
sind die thermoelektrischen Boxen teurer als passive Kühlboxen. Auch
brauchen sie etwas länger, um den Inhalt herunterzukühlen, ihre
Lüfter arbeiten mitunter geräuschvoll. Dafür halten sie den Imbiss
aber praktisch unbegrenzt frisch, solange der Strom fließt. Wird der
Stromfluss unterbrochen, helfen auch hier Kühlakkus, die gewünschte
Temperatur zu halten. Eine Luxusvariante sind

Kompressor-Boxen, die wie ein gewöhnlicher Kühlschrank
funktionieren. Die Geräte können sogar zum Einfrieren genutzt werden,
sind aber mit Preisen um die 500 Euro teuer, schwer und unhandlich.
Damit eignen sie sich eher für regelmäßige Camper als für
gelegentliche Picknicker. Für welches Kühlsystem sich der Verbraucher
am Ende auch entscheidet: Die Kühlbox sollte in jedem Fall das
GS-Zeichen für Geprüfte Sicherheit tragen. Bei Geräten mit einem
230-Volt-Anschluss lohnt sich es zudem, die gesetzlich
vorgeschriebenen Angaben zur Energieeffizienz zu vergleichen.

Mobil mit Kühlschrank

Wer seine Kühlbox im Auto mit auf Reisen nimmt, muss sie sicher
verstauen. „Gute Plätze sind der Fußraum hinter den Vordersitzen und
der Kofferraum“, rät Hans-Ulrich Sander. Einige Kühlboxen verfügen
zudem über Fixierhilfen für den Sicherheitsgurt. So können sie auf
der Rückbank mitfahren und schießen bei harten Bremsmanövern nicht
gefährlich durch den Innenraum. Ein Tipp: Wer ein
12-Volt-Verlängerungskabel parat hat, kann stets den besten Platz im
Auto nutzen. Bei längeren Standzeiten ist allerdings darauf zu
achten, dass die Kühlbox die Autobatterie nicht vollkommen leert.
Hier schafft ein Batterieschutz Abhilfe, der in manchen Boxen fest
eingebaut ist oder als Zubehörteil zwischen Batterie und Box
geschaltet wird. Er stoppt die Stromzufuhr zum mobilen Kühlschrank
rechtzeitig: So lässt sich das Auto starten und die Reise kann
weitergehen.

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