Hattingen: Sturmtief – Feuerwehr über 300 Mal im Einsatz

Hattingen –  Im Anschluss an den Rettungseinsatz an der Ruhr mussten die Hattinger Feuerwehrkräfte nahtlos in die nächsten Einsätze starten. Bedingt durch das Sturmtief welches das Stadtgebiet Hattingens besonders stark getroffen hat kam es zu einer Vielzahl von Einsätzen.

Bereits zu Beginn der Lage war klar, dass eine aufwändige
Einsatzkoordination notwendig war, um effektiv arbeiten zu können.Daher wurden alle Einsatzkräfte des gehobenen Dienstes alarmiert und … 

… auf der Hauptwache ein Stab eingerichtet. Dieser wurde durch
städtische Fachbereiche unterstützt. Speziell ausgebildete Kräfte der
freiwilligen Feuerwehr unterstützen die Kräfte der Einsatzzentrale
bei Disposition der Einsätze. Hier kamen den Einsatzkräften
insbesondere die verbesserten räumlichen Strukturen sowie die Technik
der neuen Feuerwache zu gute.
Im Bereich der operativen Einsatztätigkeiten wurden alle
freiwilligen Einheiten alarmiert und zur Hauptwache beordert. Von
hieraus rückten die Rettungskräfte zu den einzelnen Einsatzstellen im
Stadtgebiet aus. Unterstützung kam hier zusätzlich vom Technischen
Hilfswerk.
Im Verlauf der Nacht bis zum nächsten Vormittag haben die über 100
Einsatzkräfte im gesamten Stadtgebiet mehr als 300 Einsätze
abgearbeitet. Die vorgefundenen Lagen waren sehr unterschiedlich. Der
Großteil der Arbeit beschränkte sich auf das Zersägen und Beseitigen
von umgestürzten Bäumen. Die Lagen der Bäume waren sehr
unterschiedlich. Einige waren auf Häuser oder Dächer gestützt. Viele
Bäume haben  Fahrzeuge unter sich begraben und zerstört. Viele Bäume
versperrten Straßen und Gehwege. In Welper stürzten Teile eines
Baugerüstes an einem Hochhaus auf einen PKW. Stromleitungen wurden
durch Bäume zu Boden gerissen. In vielen Teilen des Stadtgebietes
waren Straßen überflutet und kaum noch passierbar. Von Gebäudedächern
musste lose Dachziegel und andere Fassadenteile entfernt werden. In
Elfringhausen ein PKW in einen umgestürzten Baum gefahren. Zunächst
wurde hier eine eingeklemmte Person gemeldet. Dies war
glücklicherweise nicht der Fall. So mussten, trotz der Vielzahl der
Einsätze glücklicherweise keine verletzten Personen gemeldet werden.
Da die Abarbeitung der Einsätze nach einer Prioritätenliste erfolgte,
konnte es durchaus sein, dass an einigen Einsatzstellen der Bereich
zunächst nur abgesperrt wurde, wenn keine weitere Gefahr bestand und
der Straßenverkehr nicht behindert wurde. Vorrangig waren die
Meldungen bei denen mit Gefahren für Menschen und Sachwerte zu
rechnen war. Die eingesetzten Rettungskräfte wurden zwischen den einzelnen
Einsätzen auf der Hauptwache durch das THW versorgt und rückten von
dort zu weiteren Einsätzen aus. Bis zum gestrigen Nachmittag
unterstützen freiwillige Einheiten die Kräfte der Hauptwache.
Auch am heutigen Tage rückten Einsätzkräfte zu einer Vielzahl von
sturmbedingten Einsätzen aus. „Vielerorts wurden lose Äste in Bäumen
gemeldet die Straßen oder Gehwege zu stürzen drohten“, so
Feuerwehrsprecher Jens Herkströter.
Insgesamt dürfte sich die Zahl der Einsätze auch in den nächsten
Stunden auf rd. 350 summieren.
Die Hattinger Feuerwehr hat hier einmal mehr unter Beweis
gestellt, dass auch solche Schadenslagen durch die hauptamtlichen und
freiwilligen Kräfte gemeinsam bewältigt werden können. Das
Einsatzkonzept in Verbindung mit der Koordination der Einsätze über
die Hauptwache hat reibungslos funktioniert.
Hattingens Feuerwehrchef Tomas Stanke, der bereits seit dem
Wasserrettungseinsatz bis zum nächsten Mittag vor Ort war, sprach
allen eingesetzten Kräften seinen Dank für die überwältigende Arbeit
aus.
Foto:  Jens Herkströter

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