Hagen barrierefrei: Rehazentrum Physiomed in Eilpe ausgezeichnet

 

 Foto Verleihung 2Hagen – Als zweites Gebäude in Hagen wurde jetzt das ambulante Rehazentrum Physiomed Steffen Barth mit dem Signet „Hagen barrierefrei“ ausgezeichnet. Der Vorsitzende des Behindertenbeirates, Meinhard Wirth, überreichte das Signet an die Inhaber Steffen Barth und Christian Hoppe. „Ziel der Aktion „Hagen Barrierefrei“ ist es, in Hagen Barrieren in Gebäuden und in den Köpfen der Menschen abzubauen bzw. zu vermeiden“, beschreibt Meinhard Wirth den Prozess. Die Idee für ein derartiges Projekt entstand ursprünglich in Berlin, wo bereits viele Objekte und Einrichtungen ausgezeichnet wurden.Der Blick soll sich nicht nur auf Menschen mit Behinderung richten, daher wurde ein Pfeil als Auszeichnung gewählt. Der weiße Pfeil auf gelbem Grund signalisiert Kunden und Besuchern: „Hier kommt man rein!“.Der Behindertenbeirat der Stadt Hagen setzt sich seit Langem für mehr Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen ein. Dabei werden jedoch nicht nur Rollstuhlfahrer in den Blick genommen, …

… sondern auch Menschen mit anderen Handicaps wie zum Beispiel sehbehinderte Menschen. Im Rehazentrum Physiomed wurden daher auf Anregung des Behindertenbeirates kürzlich gefährliche Glasscheiben mit zusätzlichen Markierungen versehen. Auch sonst erfüllt das Rehazentrum alle wichtigen Kriterien der Barrierefreiheit: es ist ein Aufzug vorhanden, um in die Praxis zu gelangen, es besteht genug Bewegungsfreiheit in den Behandlungsräumen, es ist eine Behindertentoilette vorhanden und es stehen höhenverstellbare Liegen zur Verfügung. Gehörlose Menschen können per Fax mit dem Praxisteam Termine vereinbaren und für blinde Menschen gibt es im Aufzug Tasten mit tastbaren Elementen. Die Inhaber Steffen Barth, Christian Hoppe und Dirk Schmelter haben die Praxis barrierefrei eingerichtet, um den besonderen Bedürfnissen ihrer Kunden mit Behinderung gerecht zu werden, dabei ist Barrierefreiheit auch für alle anderen ein Gewinn an Komfort.

Hintergrund:

Als barrierefrei werden in Hagen Gebäude und Einrichtungen, die die Anforderungen erfüllen, mit einem Signet ausgezeichnet. Für die Vergabe des Signets gibt es fünf Grundkriterien:

1. stufenloser Zugang (gegebenenfalls über Rampe oder Lift)

2. ausreichend breite Türen von 80 – 90 cm

3. ausreichende Bewegungsflächen von 150 x 150 cm (mindestens aber von 120 x 120 cm)

4. Markierung von gefährlichen Glastüren und Stufen

5. Orientierungsmöglichkeiten für seh- und hörbehinderte Menschen und persönliche Hilfen.

Barrierefreiheit für alle

Auf alle Bedürfnisse gleichzeitig einzugehen, bedeutet hohen Aufwand und hohe Kosten – und wird sich auch nicht immer umsetzen lassen. Doch Barrierefreiheit für alle ist das Ideal, dem sich die Realität annähern sollte. Zugunsten der Menschen mit Behinderung, aber auch mit Blick auf Menschen ohne Behinderung: So ist ein Aufzug auch eine Erleichterung für Senioren oder für Eltern mit Kinderwagen. Und was für Menschen mit (geistiger) Behinderung gut ist – nämlich Texte in einfacher Sprache oder visuelle Darstellungen – hilft auch vielen anderen: Menschen, die wenig Deutsch sprechen; Menschen, die noch nicht oder kaum lesen können; Menschen, die sich an einem Ort noch nicht auskennen. Die Stadt Hagen möchte gerne noch weitere Geschäfte, Restaurants und andere Einrichtungen beraten und mit dem Signet auszeichnen. Interessenten, die an der Aktion „Hagen barrierefrei“ teilnehmen möchten, können sich bei der Stadt Hagen melden. Ansprechpartnerin ist Martina Gleiß, Telefon 02331-2072895, Mail: Marina.Gleiss@stadt-hagen.de.

 

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