Lesung im AllerWeltHaus: Kein „Heldentod“ fürs Vaterland

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Hagen – Am Dienstag, 27. Mai, liest Rainer Stöcker im AllerWeltHaus aus seinem Buch „Die zwei Leben des Emil S.“ Die Erlebnisse eines Hagener Arbeiters im Ersten Weltkrieg ist auch Bestandteil der Ausstellung „Frieden gegen Krieg, Gewissen gegen Gewehre – 100 Jahre Friedensarbeit in Hagen und im Märkischen Kreis“. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. „Gott sei Dank, das sind die letzten Tage bei den Preußen!“, schrieb Emil Stöcker …

… kurz vor Ende seines Militärdienstes an die Eltern nach Haspe. Der Ausbruch des Ersten Weltkrieges machte ihm jedoch einen Strich durch die Rechnung. Er wurde Frontsoldat und starb im Februar 1915 an einem Kopfschuss – so die offizielle Verlautbarung. Tatsächlich war er in russische Gefangenschaft geraten und verbrachte fast drei Jahre in einem ostsibirischen Lager. Infolge der Oktoberrevolution kam er frei. Emil Stöcker schlug sich auf eigene Faust in die Heimat durch. Hier steckten ihn die deutschen Militaristen erneut in die Uniform und schickten ihn an die französische Westfront, wo er an den entsetzlichen Grabenkämpfen an der Somme teilnahm. In seiner alten Zigarettendose bewahrte er Fotos und Dokumente auf. Eines Tages hält sie sein Enkel in den Händen. Rainer Stöcker begibt sich auf Spurensuche und schreibt darüber ein Buch: „Die zwei Leben des Emil S.“ Um 16.30 Uhr lädt das HAGENER FRIEDENSZEICHEN ein zu einer Führung durch die Ausstellung in der Stadtbücherei Hagen. Wolfgang Müller, der die Ausstellung mit gestaltet hat, wird die Führung durchführen.

 

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