Ennepetal: Zwei Personen sterben in Folge eines Wohnungsbrands 

am

281443-preview-pressemitteilung-feuerwehr-hattingen-fw-en-zwei-personen-sterben-in-folge-eines-wohnungsbrands-bildmaterial-vorhandenHattingen/Holthausen – Am gestrigen Donnerstag meldete ein Bewohner um kurz nach sieben
einen ausgelösten Rauchmelder und Brandgeruch in einem
Mehrfamilienhaus in Hattingen Holthausen. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte schlugen bereits Flammen aus den Fenstern der Wohnung in der vierten Etage. Durch gezielte
Informationen eines Bewohners sollten in der betroffenen Wohnungen noch zwei Personen sein. Sofort wurde an der Gebäudevorderseite eine Drehleiter in Stellung gebracht. Weitere Trupps bahnten sich den Weg durch den Treppenraum zur Brandwohnung. Diese brannte bereits in
voller Ausdehnung. Durch den dichten Brandrauch konnten die vorgehenden Einsatzkräfte die Wohnung nur bei „null Sicht“ durchsuchen. Um die vermissten Personen so schnell wie möglich aufzufinden, setzte die Einsatzleiterin mehrere Trupps unter schwerem Atemschutz gleichzeitig ein. 


Parallel dazu evakuierten weitere Einsatzkräfte die 16 Wohnungen
des Mehrfamilienhauses. Von der Gebäuderückseite konnte eine zweite
Drehleiter in Stellung gebracht werden. So konnte die Einsatzstelle
in zwei Abschnitte eingeteilt werden. 
In der Brandwohnung wurde eine bewusstlose Person aufgefunden die
umgehend durch den Notarzt im Rettungswagen reanimiert wurde. Kurze
Zeit später fanden die Einsatzkräfte auch die zweite vermisste Person
in der Wohnung. Auch diese war bewusstlos und wurde ebenfalls im
Rettungswagen durch einen weiteren Notarzt reanimiert. Trotz der
schnellen Rettung sowie der intensiven Reanimationsversuchen, mussten
diese nach einiger Zeit erfolglos abgebrochen werden, so dass die
Notärzte den Tod der beiden Frauen (46 und 74 Jahre) feststellte. 
Unterdessen führten die Einsatzkräfte weiter die Brandbekämpfung
durch. Die aus dem Gebäude evakuierten Personen wurden durch den
Rettungsdienst betreut und untersucht. „Ein Bewohner der noch
versucht hatte, die beiden Frauen aus der Wohnung zu retten wurde mit
einer Rauchgasvergiftung in ein Hattinger Krankenhaus gebracht“, so
Feuerwehrsprecher Jens Herkströter. Zur Untersuchung der weiteren
Bewohner wurden Rettungskräfte aus Wuppertal und Hagen alarmiert die
vor Ort direkte Messungen durchführen konnten. So wurde die
Einlieferung einer Vielzahl von Personen in die umliegenden
Krankenhäuser vermieden. Die Untersuchungen ergaben hier keine
Indikationen für eine stationäre Aufnahme. Die weitere Betreuung der
20 Personen wurde den nahen Räumlichkeiten der AWO durchgeführt.
Neben Kräften des Rettungsdienstes waren hier auch drei
Notfallseelsorger tätig. Aufgrund des massiven Bedarfs von Feuerwehrkräften an der
Einsatzstelle, wurden im Verlauf des Einsatzes alle freiwilligen
Einheiten der Feuerwehr Hattingen alarmiert und vor Ort eingesetzt.
Ingesamt waren hier sieben Trupps unter schwerem Atemschutz tätig. 
 Um den Grundschutz im Stadtgebiet aufrecht zu halten, besetzten
Kräfte der Feuerwehr Witten die Hattinger Hauptwache.  Um kurz nach 10.30 Uhr rückten die letzten Einsatzkräfte zur Hauptwache ab. Hier fand für die am Einsatz beteiligten eine
Nachbesprechung statt. Feuerwehrchef Tomas Stanke lobte unermüdlichen
Einsatz der Kräfte vor Ort. An der Einsatzstelle konnte er erkennen,
dass jede eingesetzte Kraft hoch motiviert war und die Lage sehr
besonnen abgearbeitet hat. So konnte erreicht werden, dass eine
Vielzahl von Personen gerettet werden konnte und eine weitere
Brandausbreitung verhindert wurde. Auch die Zusammenarbeit der rd.
100 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst hat vorbildlich
funktioniert. 
Foto: Jens Herkströter

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